OPEL verbietet Kauf von AMPERA-E

Re: OPEL VERBIETET KAUF VON AMPERA-E

Beitragvon phonehoppy » Fr 15. Sep 2017, 13:42

Jogobo hat geschrieben:
...
Wenn es ein Fahrzeug für um die 40.000 € mit einer 60 kWh Batterie in großen Stückzahlen zu kaufen gäbe, wo blieben dann Gölfe mit 38 kWh zum selben oder höheren Preis? Wer würde einen BMW i3 als Alternative in Betracht ziehen? Natürlich gäbe es weiterhin markentreue Kunden, aber wer rechnen kann und/oder muss...


Das hört sich für mich plausibel an. Wäre ja nicht das erste Mal, dass die Hersteller sich untereinander absprechen. Sie etablierten Hersteller spielen auf Zeit, und dabei sind sie sich alle einig.
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Re: OPEL VERBIETET KAUF VON AMPERA-E

Beitragvon harlem24 » Fr 15. Sep 2017, 14:24

Ich gehe einfach mal davon aus, dass die Lizenzgebühren, die GM haben möchte PSA zu hoch waren, um damit Stückzahlen machen zu wollen.
Und GM hat nunmal kein Interesse daran, die eingekaufte Technologie an einen direkten Konkurrenten zu verschenken.
Was mich etwas wundert, ist dass man bisher noch nichts von einem BEV aus Frankreich gehört hat.
Wenn man sich Crossland/Grandland anschaut, scheint es kein Problem zu sein, Fahrzeuge auf gleicher Basis anzubieten, die trotzdem deutlich unterscheidbar sind.
Wenn man dazu noch sieht, wie schnell der kommende Corsa von GM auf PSA umgemodelt wurde, ohne dass sich die Präsentation groß verzögert, denke ich auch, dass es möglich sein sollte eine PSA-BEV entsprechend anzupassen.
Gruß

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Re: OPEL VERBIETET KAUF VON AMPERA-E

Beitragvon Jogobo » Fr 15. Sep 2017, 16:28

Der Gedanke mit den Lizenzgebühren ist grundsätzlich nicht schlecht, aber hier muss ich mal wieder den "Großkunden" raushängen lassen.

Nach verlässlichen Informationen sollen die Verträge bezüglich der Modelle bei Opel bis (und jetzt muss ich ein wenig lügen) 2022 oder 2025 stehen. D.h., solange wird es unter der Marke "Opel" die Altbekannten Modelle geben. Das dürfte den Ampera-e mit einschließen.
Ich gehe davon aus, dass sich die Modellpalette bei Opel nach und nach zu Modellen des PSA Konzerns verändern wird. Immer dann, wenn ein Facelift oder Modellwechsel ansteht, wird es vermutlich nicht mehr von GM kommen, sondern von PSA.

Was die Technologie angeht, da wird GM wohl ausreichend geschulte Anwälte haben, die die Verträge im Sinne von GM gestaltet haben. Und GM wird mit Sicherheit mit Argusaugen auf ein BEV des PSA Konzerns schauen, um jede im Vorfeld vertraglich ausgeschlossene Kleinigkeit zu finden und entsprechend zusätzlich Geld abzuschöpfen.
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Re: OPEL VERBIETET KAUF VON AMPERA-E

Beitragvon phonehoppy » Sa 16. Sep 2017, 07:52

Ich befürchte, dass der Verkauf an PSA leider der Anfang von Ende der Marke Opel sein wird. Die Schwierigkeiten, in denen der Teilkonzern schon lange steckt, sind ja bekannt, aber ich kann mir nicht vorstellen, wie man die enormen Kosten für eine Umstellung der ganzen Produktionslinie von den GM-Modellen auf PSA-Zuliefererketten usw. rechtfertigen will, und wie das mittelfristig wieder Gewinn abwerfen soll. Entweder muss sich Opel ganz neu erfinden und PSA muss große Summen zuschießen, um wirklich neues zu realisieren, oder Opel ist innerhalb der nächsten 5 Jahre am Ende.
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Re: OPEL VERBIETET KAUF VON AMPERA-E

Beitragvon secuder » Sa 16. Sep 2017, 11:04

phonehoppy hat geschrieben:
Jogobo hat geschrieben:
...
Wenn es ein Fahrzeug für um die 40.000 € mit einer 60 kWh Batterie in großen Stückzahlen zu kaufen gäbe, wo blieben dann Gölfe mit 38 kWh zum selben oder höheren Preis? Wer würde einen BMW i3 als Alternative in Betracht ziehen? Natürlich gäbe es weiterhin markentreue Kunden, aber wer rechnen kann und/oder muss...


Das hört sich für mich plausibel an. Wäre ja nicht das erste Mal, dass die Hersteller sich untereinander absprechen. Sie etablierten Hersteller spielen auf Zeit, und dabei sind sie sich alle einig.

Für mich hört sich das nicht plausibel an. Was hätte Opel davon? Das wäre für die ja nur interessant, wenn sie "Ausgleichszahlungen" von den anderen Herstellern bekämen - und wie wollten sie die denn verbuchen (denn in die Portokasse würde das nicht passen)?
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Re: OPEL VERBIETET KAUF VON AMPERA-E

Beitragvon Jogobo » Sa 16. Sep 2017, 12:43

Was haben VW, Audi, Porsche, BMW und Daimler davon, geheime Kartellabsprachen zu treffen? Hätte einer von den Beteiligten einen Dieselmotor verbaut, der den Richtlinien entspricht, würde er jetzt das Geschäft seines Lebens im Bereich der Dieselfahrzeuge machen können.
Man will seitens der Hersteller bestimmte Dinge halt (noch) nicht. Also verfährt man nach dem Grundsatz "Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus".
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Re: OPEL VERBIETET KAUF VON AMPERA-E

Beitragvon secuder » Sa 16. Sep 2017, 13:03

Bei Kartellabsprachen haben alle Beteiligten was davon: günstigeren Einkauf durch gleiche Texhnik, eine Aufteilung der Märkte mit höheren Margen für alle etc.

hier gäbe es aber einen, der nichts davon hätte, und deshalb ist es für mich nicht plausibel.
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Re: OPEL VERBIETET KAUF VON AMPERA-E

Beitragvon 1234567890 » Sa 16. Sep 2017, 13:03

Jogobo hat geschrieben:
Was haben VW, Audi, Porsche, BMW und Daimler davon, geheime Kartellabsprachen zu treffen? Hätte einer von den Beteiligten einen Dieselmotor verbaut, der den Richtlinien entspricht, würde er jetzt das Geschäft seines Lebens im Bereich der Dieselfahrzeuge machen können.
... und Fiat, Renault, PSA und Toyota waren auch bei den geheimen Zirkeln mit dabei? Oder waren das nur die deutschen, die vom ganzen Club noch am nächsten an die Grenzwerte kommen? Renault reißt die Latte beim Cactus ja nur um das 1600-fache und Fiat deaktiviert (zumindest beim 500) generell die Abgasreinigung nach einiger Zeit.

Mein Tipp, wieso es den Amprea-E nur im Leasing gibt:
Man traut den Akkus nicht und um ein PR-Desaster zu vermeiden läßt man dann den Kunden einfach vorzeitig aus dem Leasing. Wäre der Wagen im Eigentum des Fahrers, könnte man die Wagen nicht einfach verschwinden lassen. Es zeigt sich ja langsam auch, dass die Akkus generell noch nicht die notwendige Standfestigkeit haben. Tesla reduziert die SuC-Ladeleistung um ca. 30% bei einigen neuen Akkumodellen (siehe entsprechende Diskussion im TFF) und beim i3 fehlen nach Softwareupdates auf einmal 1-2 kW, die anscheinend nicht nur in der Anzeige fehlen sondern auch im realen Betrieb. Da ist zu vermuten, dass der nutzbare Bereich aus Sicherheitsgründen reduziert wurde.
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Re: OPEL VERBIETET KAUF VON AMPERA-E

Beitragvon zuhörer » Sa 16. Sep 2017, 13:58

Interessante These zum Leasing.

Warum wird dann der Ampera-E in der Schweiz und in Norwegen und der Bolt in den USA verkauft ?
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Re: OPEL VERBIETET KAUF VON AMPERA-E

Beitragvon INRAOS » Sa 16. Sep 2017, 14:18

secuder hat geschrieben:
Bei Kartellabsprachen haben alle Beteiligten was davon: günstigeren Einkauf durch gleiche Texhnik, eine Aufteilung der Märkte mit höheren Margen für alle etc.

hier gäbe es aber einen, der nichts davon hätte, und deshalb ist es für mich nicht plausibel.


Das sehe ich exakt genau so.

Ist vielleicht ein bisschen einfach, die Schuld jetzt auf 'die anderen deutschen Hersteller' zu schieben.

Wenn denn Opel in dieser kleinen Nische schon kein Konkurrenzprodukt in D verkaufen dürfte - warum dürfen sie dann neue Modelle im Verbrenner-Massenmarkt anbieten ?

Und warum dürfen sie in anderen europäischen Ländern den AmperaE verkaufen?

Nach meiner Ansicht liegen die Probleme alleine bei Opel - bzw. deren Verträgen mit GM und PSA
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