Ein winterauto?

Re: Ein winterauto?

Beitragvon mdm1266 » So 10. Dez 2017, 16:16

Ich habe meinen Reichweitentest bei winterlichen Verhältnissen bereits gemacht und der Opel Ampera-e übertrifft dabei meine Erwartungen. Ich besuchte über das Wochenende mit meinen zwei Kindern und Gepäck meine Eltern und habe bewusst während dem Aufenthalt bei ihnen nicht geladen.

Hinfahrt bei Temperaturen zwischen 2 und 4 Grad Celsius und permanentem Regen, zum Teil Starkregen. Der Scheibenwischer war während der ganzen Fahrt immer an. Heizung/Klima meisst bei 21, teilweise auch 22 Grad auf Autofunktion:

90.5 km auf Überlandstrassen mit Maximalgeschwindigkeit 80 km/h, hügeliges Streckenprofil
64.2 km auf Autobahn mit Maximalgeschwindigkeit 130 km/h

Bei der Ankunft war der Akku genau noch 50% geladen. Bei meinen Eltern fuhr ich weitere 10.5 km bei Temperaturen von 1-3 Grad Minus und Schneefall. Zum Teil auf ungepfadeten Strassen bei ca. 5 bis 10 cm Schneehöhe.

Die Rückfahrt fand dann bei meisst trochenen Strassen und Temperaturen um den Gefrierpunkt im Dunkeln statt (Abblendlicht und teilweise Schweinwerfer auf der ganzen Fahrt). Heizung/Klima wiederum meisst bei 21, teilweise auch 22 Grad auf Autofunktion.

95 km auf Autobahn mit Maximalgeschwindigkeit 130 km/h, davon ca. 10 km im Stau.
6.1 km auf Überlandstrassen mit Maximalgeschwindigkeit 80 km/h

Nach total 266.3 gefahrenen Kilometern habe ich bei einer kostenlosen DC-Ladestation direkt an einer Autobahnausfahrt nachgeladen. Das Display zeigte noch eine Restreichweite von 24 km an. In 22 Minuten habe ich 12 kWh geladen.

Damit bin ich dann die Reststrecke gefahren:

53 km auf Autobahn mit Vmax 130 Km/h
8 km auf Überlandstrassen

Ich bin also total 327.3 km gefahren, davon 212.2 km auf Autobahn. Dafür benötigte ich eine Zwischenladung von 12 kWh und hatte zuhause noch eine Restreichweite gemäss Display von 10 km. Der durchschnittliche Verbrauch lag bei 21.3 kWh pro 100 km.
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Beitragvon mdm1266 » So 10. Dez 2017, 17:09

Noch was zum Komfort bei winterlichen Verhältnissen:

Der Innenraum ist sehr schnell aufgeheizt. Sitzheizung und beheiztes Lenkrad sind äusserst angenehm und reagieren auch schnell. Die eingeschneiten/vereisten Scheiben waren im nu aufgetaut.

Probleme mit beschlagenen Scheiben hatte ich bisher keine.

Die Scheibenwischer funktionieren gut und halten eine grosse Fläche frei.

Auch zufrieden bin ich mit dem Licht, was die Lichtstärke und Automatikfunktion betrifft. Automatische Schweinwerfer-/Abblendlichtfunktion hatte ich noch nie und funktioniert zuverlässig.
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Re: Ein winterauto?

Beitragvon TomTomZoe » So 10. Dez 2017, 21:30

brabham hat geschrieben:
Ich fuhr heute auf A.....glatter Strasse, im L-Modus muss man mit dem Pedal sehr sanft umgehen, ich rutschte mehrmals leicht, sowohl beim Beschleunigen wie auch beim "Entschleunigen", dies passierte den anderen Fahrern aber auch.
Ich bin mir noch nicht sicher ob L- oder D- Modus zu empfehlen ist.

Bei glatter Strecke würde ich vom L-Modus zwingend absehen, nur den D-Modus verwenden und über die Fußbremse rekuperieren/bremsen.

mdm1266 hat geschrieben:
Nach total 266.3 gefahrenen Kilometern habe ich bei einer kostenlosen DC-Ladestation direkt an einer Autobahnausfahrt nachgeladen. Das Display zeigte noch eine Restreichweite von 24 km an. In 22 Minuten habe ich 12 kWh geladen.

Ich zimmere damit mal eine Aussage über die Ladeleistung bei Kälte:
Bei Temperaturen um die 0°C bist Du mit etwa 8% SOC an der CCS Ladesäule angekommen (davor 65km mit 120-130km/h) und konntest (trotzdem nur) mit durchschnittlich 33kW laden.
Was den Akku anbelangt bestätigt sich auch hier wieder: Ampera-e = (1,5 * Zoe ZE40) + Bonus Akkuheizung
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Re: Ein winterauto?

Beitragvon zuhörer » Mo 11. Dez 2017, 00:21

mdm1266 hat geschrieben:
Ich habe meinen Reichweitentest bei winterlichen Verhältnissen bereits gemacht und der Opel Ampera-e übertrifft dabei meine Erwartungen. ...
....auf Autobahn mit Maximalgeschwindigkeit 130 km/h
...
Ich bin also total 327.3 km gefahren, davon 212.2 km auf Autobahn. Dafür benötigte ich eine Zwischenladung von 12 kWh und hatte zuhause noch eine Restreichweite gemäss Display von 10 km. Der durchschnittliche Verbrauch lag bei 21.3 kWh pro 100 km.


Wenn Du auf der Autobahn maximal 120 gefahren wärst hättest du dir den kurzen Ladestop sparen können.
Von 120 auf 130 steigt der Verbrauch um ca. 5,5 kWh/100km an.
Bei 212km Autobahn also ziemlich genau die 12kWh, die du nachgeladen hast.
Mit 120 hättest du 8min länger für die 212 km gebraucht als mit 130, dein Ladestop hat aber 22min gedauert.

Also warst du 14min länger unterwegs als nötig :D 8-)
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Re: Ein winterauto?

Beitragvon most » Mo 11. Dez 2017, 07:12

Muss so nicht notwendigerweise stimmen. Er ist ja nur maximal 130 gefahren - wir wissen nicht, wie weit tatsächlich. Wenn auch mal Stau war, war die Bahn möglicherweise voll und 130 ging eventuell nur kurz. Aufgrund des Staus ist er aber keinesfalls 212km mit 130km/h gefahren, daher hat er sicher weniger als 12kWh mehr verbraucht. Nur wissen wir nicht, ob es 11 oder gar nur 1-2kWh sind...

@mdm1266: Kannst Du uns aufklären, welche Entfernung du geschätzt mit 130km/h zurückgelegt hast?
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Re: Ein winterauto?

Beitragvon Blue shadow » Mo 11. Dez 2017, 08:20

Wie wirkt sich bislang das thermal managment beim akku aus....müsste im menue akkuoptiemierung als verbrauch auftauchen?

Können die akku temperaturen ausgelesen werden...verändern sie sich?
ExKonsul leaf blau winterpack ca 39000 km Spannung und Spass mit Akku und Golfball punktierter Oberfläche zur cw reduzierung....brusa booster in arbeit...in warteschleife auf upgrade 60 kwh in 24 monaten....waiting for ewölfchen
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Re: Ein winterauto?

Beitragvon mdm1266 » Mo 11. Dez 2017, 13:15

most hat geschrieben:
Muss so nicht notwendigerweise stimmen. Er ist ja nur maximal 130 gefahren - wir wissen nicht, wie weit tatsächlich. Wenn auch mal Stau war, war die Bahn möglicherweise voll und 130 ging eventuell nur kurz. Aufgrund des Staus ist er aber keinesfalls 212km mit 130km/h gefahren, daher hat er sicher weniger als 12kWh mehr verbraucht. Nur wissen wir nicht, ob es 11 oder gar nur 1-2kWh sind...

@mdm1266: Kannst Du uns aufklären, welche Entfernung du geschätzt mit 130km/h zurückgelegt hast?


Auf der Hinfahrt bin ich die 64.2 km Autobahn wie folgt gefahren:
26.9 km mit 130 km/h
9.2 km mit 120 km/h
12.5 km mit 100 km/h
15.6 km mit 80 km/h
Schnitt = 106.4 km/h

Auf der Rückfahrt bis zum Zwischenladen bin ich die 95 km auf der Autobahn wie folgt gefahren:
46 km mit 130 km/h
19.4 km mit 120 km/h
17.7 km mit 100 km/h
10.9 km mit 30 km/h
Schnitt = 90 km/h

Bei der Reststrecke von 53 km waren es:
36.3 km mit 130 km/h
10.7 km mit 120 km/h
6 km mit 100 km/h
Schnitt = 123.8 km/h

Von der ganzen Autobahnstrecke von 212.2 km bin ich also 109.2 km mit 130 km/h gefahren und hatte eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 101.7 km/h.
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Re: Ein winterauto?

Beitragvon mdm1266 » Mo 11. Dez 2017, 13:38

zuhörer hat geschrieben:
mdm1266 hat geschrieben:
Ich habe meinen Reichweitentest bei winterlichen Verhältnissen bereits gemacht und der Opel Ampera-e übertrifft dabei meine Erwartungen. ...
....auf Autobahn mit Maximalgeschwindigkeit 130 km/h
...
Ich bin also total 327.3 km gefahren, davon 212.2 km auf Autobahn. Dafür benötigte ich eine Zwischenladung von 12 kWh und hatte zuhause noch eine Restreichweite gemäss Display von 10 km. Der durchschnittliche Verbrauch lag bei 21.3 kWh pro 100 km.


Wenn Du auf der Autobahn maximal 120 gefahren wärst hättest du dir den kurzen Ladestop sparen können.
Von 120 auf 130 steigt der Verbrauch um ca. 5,5 kWh/100km an.
Bei 212km Autobahn also ziemlich genau die 12kWh, die du nachgeladen hast.
Mit 120 hättest du 8min länger für die 212 km gebraucht als mit 130, dein Ladestop hat aber 22min gedauert.

Also warst du 14min länger unterwegs als nötig :D 8-)


Ja, da muss ich wohl meinen Fahrstil dem Elektroauto anpassen. Schneller fahren bedeutet nicht immer früher ans Ziel zu kommen ;-)
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Re: Ein winterauto?

Beitragvon TomTomZoe » Mo 11. Dez 2017, 14:46

Blue shadow hat geschrieben:
Können die akku temperaturen ausgelesen werden...

Über OBD, ja. Ich hatte bisher nur Akkutemperaturen zwischen 14 und 20 Grad :).
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Re: Ein winterauto?

Beitragvon Amperolé » Mo 11. Dez 2017, 18:06

Hallo Leute

Wir werden am 23.Dez. nach Berlin mit dem Ampera-e fahren und dort die Festtage verbringen. Es ist nicht das erste mal, dass wir, meine Frau mit zwei Kinder, mit dem Auto dahin fahren. Bisher wurde die Strecke von Zofingen (Nordschweiz) nach Berlin mit Zwischenstopp im Hotel Holiday Inn in Schwabach, das liegt bei Nürnberg, mit einem Toyota Prius II in angriff genommen. Den Zwischenstopp werden wir auch mit dem Ampera-e beibehalten. Habe mit der Reception des Hotels telefoniert, es kann in der Tiefgarage über Nacht mit Schuko aufgeladen werden. So ist die Batterie des Ampera-e am nächsten Tag wieder auf 100% geladen und das Auto relativ warm.
Am 2 Dez. 2018 werde wir wieder Richtung Schweiz zurückfahren, wieder mit Zwischenstopp in Schwabach. Werde nächstes Jahr ausfühlich berichten! :)

Grüsse aus der Schweiz
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