DC-Schnellladen Vergleich

Re: DC-Schnellladen Vergleich

Beitragvon IO43 » Fr 12. Jan 2018, 16:01

mdm1266 hat geschrieben:
Egal wie es einige hier drehen und wenden wollen. Der Opel Ampera-e wird die 800km Strecke auf jeden Fall mit zwei Stopps schaffen (im Sommer eventuell sogar mit einem Stopp) und genau so sicher ist es, dass der Ioniq Electric 4 Stopps brauchen wird. Das ist keine Annahme und da kann man nichts schönrechnen, sondern es ist Fakt.


Bei welcher Geschwindigkeit denn? Was macht Dich da so sicher, dass der Ioniq nicht mit drei Stopps auskommt?
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Re: DC-Schnellladen Vergleich

Beitragvon mdm1266 » Fr 12. Jan 2018, 16:12

IO43 hat geschrieben:
mdm1266 hat geschrieben:
Egal wie es einige hier drehen und wenden wollen. Der Opel Ampera-e wird die 800km Strecke auf jeden Fall mit zwei Stopps schaffen (im Sommer eventuell sogar mit einem Stopp) und genau so sicher ist es, dass der Ioniq Electric 4 Stopps brauchen wird. Das ist keine Annahme und da kann man nichts schönrechnen, sondern es ist Fakt.


Bei welcher Geschwindigkeit denn? Was macht Dich da so sicher, dass der Ioniq nicht mit drei Stopps auskommt?

Autobahn 110 km/h. Mit 95 km/h würde der Ampera-e es auch mit einem Stopp schaffen.
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Re: DC-Schnellladen Vergleich

Beitragvon Solarmobil Verein » Fr 12. Jan 2018, 16:14

AbRiNgOi hat geschrieben:
... bis der Akku so weit entleert wurde wie man normalerweise fahren würde (5-10% SOC).
Das halte ich angesichts der derzeitigen Verfügbarkeit der DC-Lader (bereits besetzt, defekt, zugeparkt, umgenietet, BackEnd streikt, Hund hat unterwegs die RFID gefressen, ...) ziemlich mutig.

Ehrlicherweise würde man schon einen DC-Lader vorher rausfahren, um mit der noch verfügbaren Restreichweite ggf. zum nächsten (bzw. zur Ausweichmöglichkeit) zu kommen, falls man aus welchen Gründen am ersten anvisierten DC-Lader nicht laden kann.
Ich würde es jedenfalls so machen.

Und da ist es in dieser Hinsicht beim Ae, sollte die Ladekurve wirklich so sein wie in einem anderen Thread grafisch dargestellt, etwas blöd. Man hat die hohe Ladeleistung vielleicht gerade mal über 30 Prozentpunkte SOC - und dann fängt die Warterei an, bis dein sog. SOC_opt erreicht ist.
Grob über den Daumen gepeilt würde ich sagen, daß man mit dem Ae dann bestenfalls 150km von Ladehalt zu Ladehalt fährt, meinetwegen auch 200km, was ich aber für ein Fahrzeug mit einem 60kWh-Akku für nicht besonders toll halte.
Wenn sich bei dem Test was anderes (besseres! weil schlimmer geht's ja nimmer) heraustellen sollte, um so besser.
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Re: DC-Schnellladen Vergleich

Beitragvon TomTomZoe » Fr 12. Jan 2018, 16:42

Solarmobil Verein hat geschrieben:
Grob über den Daumen gepeilt würde ich sagen, daß man mit dem Ae dann bestenfalls 150km von Ladehalt zu Ladehalt fährt, meinetwegen auch 200km, was ich aber für ein Fahrzeug mit einem 60kWh-Akku für nicht besonders toll halte.

Wie ich hier schon für mich schlußfolgerte ist mit dem Ampera-e am schnellsten fortkommen bis 70% SOC. Wenn man mit 10-20% SOC (im Winter 30-60km, im Sommer 40-80km Restreichweite) am Triplecharger ankommt, hat man einen SOC Hub von 50-60% zum nachladen, das sind 30-36kWh und somit im Winter 150-180km, im Sommer 200-240km Reichweite nachgeladen.

Klar, könnte besser (mehr/schneller) sein, Model3 und evtl. auch Kona werden es dem Ampera-e vormachen, aber die können das eben nicht jetzt schon, sondern erst wenn sie in der Zukunft auf der Straße rollen :roll:
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Re: DC-Schnellladen Vergleich

Beitragvon Solarmobil Verein » Fr 12. Jan 2018, 16:55

TomTomZoe hat geschrieben:
Wie ich hier schon
Also 45 Minuten laden, um von 20% auf 70% zu kommen, lese ich das richtig aus der Grafik heraus?
50% sind im Sommer ~200km. 200km in 45 Minuten ... naja, da finde ich unseren i-MiEV im Vergleich dazu auch nicht so viel schlechter, außer daß der das in 2 Häppchen machen muß, aber bei ungfähr gleicher Gesamtladedauer.

Ich würde mir da vom Ae schon etwas mehr erwarten ... oder Opel muß im Rahmen der Zellen-Möglichkeiten an der Ladekurve nachbessern.
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Re: DC-Schnellladen Vergleich

Beitragvon PowerTower » Fr 12. Jan 2018, 16:58

mdm1266 hat geschrieben:
Wo liegt nun der Vorteil beim kleineren Akku und schnellerer Ladezeit? Ich sehe keinen.

Du hast es ja selbst fett markiert. Wir reden von einem Unterschied bei der Netto-Ladezeit von gerade mal 7 Minuten. Lass es mit allem drum und dran 30 Minuten sein. Diese Zeitersparnis erkaufe ich mir mit einem deutlichen Aufpreis und einem wesentlich höheren Einsatz an Rohstoffen.

Zugegeben, man kann zwei längere Ladepausen besser nutzen als vier kurze. Ich muss das Mittagessen dann eben nicht runterschlingen um wieder rechtzeitig am Wagen zu sein, sondern kann es entspannt genießen. Ob das den Aufpreis rechtfertigt, muss jeder selbst entscheiden. Das ist wahrscheinlich im Wesentlichen davon abhängig, wie oft man solch langen Strecken bewältigen will. Bei geplanten Ladezeiten >1 Stunde würde ich wahrscheinlich sogar von der Autobahn abfahren und mir eine Ladesäule in einem schönen Städtchen suchen.

Das ist wie beim ZOE R90. Gibt es jetzt mit 41 kWh Akku. Krraaaassss. Und doch bin ich auf einer 600 km Strecke mit meinem kleinen 18 kWh Akku eher am Ziel, muss dafür aber etwas mehr Vorarbeit bei der Planung leisten und irgend etwas sinnvolles mit den kurzen Pausenzeiten anstellen. C'est la vie.
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Re: DC-Schnellladen Vergleich

Beitragvon TomTomZoe » Fr 12. Jan 2018, 20:56

Solarmobil Verein hat geschrieben:
Also 45 Minuten laden, um von 20% auf 70% zu kommen, lese ich das richtig aus der Grafik heraus?
50% sind im Sommer ~200km.

Du hast das überlesen:
TomTomZoe hat geschrieben:
Die Ausgangstemperatur des Akkus war mit 11°C nicht optimal wie man an der Ladeleistungskurve sieht. Bei wärmeren Akku zum Startzeitpunkt (vermutlich 20°C) hätte sich die maximale Ladeleistung von rund 44kW sofort eingestellt.

Analog meiner damaligen Grafik Hase und Igel bei Tempo 110km/h mit idealisierten Annahmen habe ich nun den Ampera-e und den Ioniq mit in die Grafik aufgenommen, und alle Kurven wie folgt angepaßt:
- Start nun mit 100% SOC, entspricht der Realität mit der ersten Ladung mehr Strecke machen zu können wie mit den Nachladungen
- Ladefenster von 5% bis zum optimalen SOC bei dem das Fahrzeug das erste Mal die Ladeleistung reduziert, anstatt von 5-85% SOC
(Die Werte vom Ioniq habe ich jetzt von IO43, die vom Ampera-e von hier, und die von Q210 Zoe von hier)

Ich bin angesichts des Ergebnisses mit den zwei neu dazugekommenen Fahrzeugen auch etwas überrascht :o

Möglicherweise kann man das ein oder andere Fahrzeug noch in der Fortwärtskommen-Kurve optimieren, wenn man dieses bis zum zweiten anstatt nur bis zum ersten Ladeleistungsknick lädt.
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Zuletzt geändert von TomTomZoe am Fr 12. Jan 2018, 22:43, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: DC-Schnellladen Vergleich

Beitragvon IO43 » Fr 12. Jan 2018, 21:09

Ich such Dir mal die beiden Ioniq Kurven raus.
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DC-Schnellladen Vergleich

Beitragvon bangser » Fr 12. Jan 2018, 21:54

TomTomZoe hat geschrieben:
Ich bin angesichts des Ergebnisses mit den zwei neu dazugekommenen Fahrzeugen auch etwas überrascht.

Warum überrascht?
Das effizientere Auto siegt auf der langen Strecke IMMER, vernünftige Ladeleistung vorausgesetzt. Je kürzer die Overhead Zeit, desto deutlicher. Die mit den grossen Batterien profitieren nur von den kWh, die initial mehr drin sind. Würde der Ampera-E mit 28kWh Ladung starten, wäre er von Stunde Null an hinten.
Aber: Mit der grossen Batterie bin ich wesentlich flexiber und kann meine Ladestopps einfacher planen. Sonst hat man nur den Vorteil, dass man mit der ersten Ladung weiterkommt.
Zuletzt geändert von bangser am Fr 12. Jan 2018, 21:55, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: DC-Schnellladen Vergleich

Beitragvon mdm1266 » Fr 12. Jan 2018, 21:54

TomTomZoe hat geschrieben:
Solarmobil Verein hat geschrieben:
Also 45 Minuten laden, um von 20% auf 70% zu kommen, lese ich das richtig aus der Grafik heraus?
50% sind im Sommer ~200km.

Du hast das überlesen:
TomTomZoe hat geschrieben:
Die Ausgangstemperatur des Akkus war mit 11°C nicht optimal wie man an der Ladeleistungskurve sieht. Bei wärmeren Akku zum Startzeitpunkt (vermutlich 20°C) hätte sich die maximale Ladeleistung von rund 44kW sofort eingestellt.

Analog meiner damaligen Grafik Hase und Igel bei Tempo 110km/h mit idealisierten Annahmen habe ich nun den Ampera-e und den Ioniq mit in die Grafik aufgenommen, und alle Kurven wie folgt angepaßt:
- Start nun mit 100% SOC, entspricht der Realität mit der ersten Ladung mehr Strecke machen zu können wie mit den Nachladungen
- Ladefenster von 5% bis zum optimalen SOC bei dem das Fahrzeug das erste Mal die Ladeleistung reduziert, anstatt von 5-85% SOC
(Die Werte vom Ioniq habe ich von hier, die vom Ampera-e von hier, und die von Q210 Zoe von hier)

Ich bin angesichts des Ergebnisses mit den zwei neu dazugekommenen Fahrzeugen auch etwas überrascht :o
Wer kommt am schnellsten an.JPG

Möglicherweise kann man das ein oder andere Fahrzeug noch in der Fortwärtskommen-Kurve optimieren, wenn man dieses bis zum zweiten anstatt nur bis zum ersten Ladeleistungsknick lädt.


Mit dem Opel Ampera kannst Du die ganze Strecke mit 2 Ladestopps machen, dann hast Du eine reine Fahrzeit von 7h16min + 1h33min Ladezeit = Total 8h49min Zeitaufwand für die 800km. Der Opel kommt mit konstant 110km/h 288km weit, im Winter mit Heizung 20 Grad, hab ich getestet.

Wo er dann wieder etwa gleich schnell oder etwas schneller wie der Ioniq wäre, was ich ja schon immer aussage. Ich werde dies bei einer nächsten Reise testen und die Ergebnisse mitteilen.
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