AC Schnarchladender Ampera-E enttäuscht Foristen

Re: AC Schnarchladender Ampera-E enttäuscht Foristen

Beitragvon DonDonaldi » Sa 5. Nov 2016, 13:27

Simon1982 hat geschrieben:
Ich möchte trotzdem nicht mehr aufs Auto umsteigen und jeden Tag im Stau stehen (pendele jeden Tag 65 km und müsste mit dem Auto den Kölner Ring lang).

Dazu kommt halt noch der Kostenfaktor: bei 200 Arbeitstagen und 130 km täglich, kommen 26.000 km zusammen. Das Bahnticket kostet knapp 2.000€ fürs Jahr. Mit dem Auto müsste ich mit Sicherheit ein vielfaches dafür zahlen (zumindest bei einer Vollkostenbetrachtung).


Naja ein Vielfaches von 2.000€ ist arg übertrieben. Für unseren A2 in den mehr als 10 Jahren ist weniger als das Doppelte angefallen also weit weg vom Vielfachen. Und dann die schon genannten Nachteile. Wir leben in HH und hatten in fast 20 Jahren seltenst Stauprobleme. Wir kennen HH aber auch wie unsere Westentasche. Mit Ortskenntnis lässt sich viel vermeiden, weil das Gros i.d.R. auf den ausgetrampelten Pfaden fährt.

Und so schlimm können die Kosten nicht sein wenn trotzdem so viele Auto fahren. Gerade Frauen schätzen es auch Abends und Nachts sicher unterwegs zu sein und auf das unfreiwillige Frotteeing in der rushhour können die meisten wohl auch verzichten :lol:
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Beitragvon Solarmobil Verein » Sa 5. Nov 2016, 13:48

Simon1982 hat geschrieben:
Bei aller Begeisterung für Elektroautos, finanziell kommen sie gegen Bus und Bahn nicht mal im Ansatz an.
Inwiefern?
Das Auto habe ich sowieso. Also fällt der Kaufpreis raus.
Steuer, sofern man überhaupt eine zahlen muß, fällt ebenfalls so oder so an. Also darf man das nicht mit reinrechnen.
Versicherung? Da darf man nur das reinrechnen, was sie durch die Mehrkilometer kostet.
Anteilige Wartungskosten ... meistens kommt man aber ohnehin nicht über die Kilometergrenze, daher muß man eher wegen der Zeitbedingung hin.

So.
Das günstigste Ticket zum Arbeitsplatz, daß ich hier unter Mitnahme sämtlicher Vergünstigungen, Zuschüsse etc. bekommen kann, um nur(!) zur Arbeit zu kommen, kostet derzeit 74 Euro pro Monat bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Nur ich alleine kann damit fahren, es ist nicht übertragbar etc.
Die schnellste Verbindung, um zur Arbeit oder nach Hause zu kommen, ist natürlich mitten am Tag. Die reine Öffi-Fahrzeit beträgt üblicherweise 30-40 Minuten pro Strecke. Und dann bin jeweils noch insgesamt 20 Minuten zu Fuß unterwegs (ja, bei einem Teil könnte ich noch den Bus nehmen, aber dann dauert es ja noch länger).

Ich bin also bei der Öffi-Benutzung grob die doppelte Zeit unterwegs, bin an den Fahrplan gebunden, eine Fahrt hin und zurück kostet anhand des obigen Tickets runtergerechnet rund 3.55 Euro.
Mit dem Auto: 42 gefahrene Kilometer, macht ca. 1.50 Euro Strom (wenn man es überhaupt zahlen muß, aktuell muß ich das nicht), anteilige Versicherung sind 13 Cent, anteilige Werkstattkosten sind ca. 20 Cent. Lassen wir es großzügig aufgerundet mal insgesamt 2 Euro sein - und da kann ich sogar noch Leute mitnehmen, was schon mal vorkommt.
Ich habe einen garantierten Sitzplatz und einen mehr oder weniger reservierten Stellplatz fürs Auto. Ich bin nicht den Emissionen meiner Mitfahrer ausgeliefert (Lärm, Gerüche - da habe ich schon allerhand erlebt, Bier, Zigarette, Knoblauch waren noch das angenehmere).

Wie kommst du also zu der Annahme, daß das Auto nichtmal ansatzweise finanziell dagegen ankommt?
Meine Rechnung zeigt das Gegenteil.
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Re: AC Schnarchladender Ampera-E enttäuscht Foristen

Beitragvon DonDonaldi » Sa 5. Nov 2016, 14:01

Solarmobil Verein hat geschrieben:
Wie kommst du also zu der Annahme, daß das Auto nichtmal ansatzweise finanziell dagegen ankommt?
Meine Rechnung zeigt das Gegenteil.


Nicht nur Deine. Die vieler anderer auch. Sonst würden ja viele begeistert Öffis fahren.
Wenn Du HH als Beispiel nimmst und von West nach Ost bzw. Ost nach West willst muss man mit den durchaus schnellen U-Bahnen und S-Bahnen meist durch die City oder kurz oberhalb der Alster. Mit dem Bus steht man auf vorgegebener Strecke oft erst Recht im Stau. Ergo mit dem Auto ist man von Schnelsen nach Wandsbek oder in die City Nord deutlich schneller. Und sicherer und sauberer. Und dann sind die HVV Tickets auch wirklich nicht gerade die Preisbrecher.
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Re: AC Schnarchladender Ampera-E enttäuscht Foristen

Beitragvon Alfi » Sa 5. Nov 2016, 14:54

Ich denke es ist klar, dass die Öffis dann billiger sind, wenn das Fahrzeug explizit für das Pendeln eingesetzt wird, also der Haushalt zwei Fahrzeuge besitzt von denen eines abgeschaft werden könnte, wenn die Öffis genutzt würden.
Ein Auto vernichtet sehr viel Geld und vielen ist das nicht bewusst. Die Rechnung für unseren sparsamen Diesel Renault Modus nach 10 Jahren inklusive aller Kosten belief sich auf kapp 45000 €, bei einem durchaus günstigen Neupreis von nur 14000€.
Ansonsten bin ich bei euch. Hatte mal ein Job-Ticket, das war zwar günstig, aber ich war doppelt solange unterwegs und an die Fahrzeiten gebunden.
When in danger or in doubt run in circles screem and shout.
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Re: AC Schnarchladender Ampera-E enttäuscht Foristen

Beitragvon Simon1982 » Sa 5. Nov 2016, 15:38

Solarmobil Verein hat geschrieben:
Wie kommst du also zu der Annahme, daß das Auto nichtmal ansatzweise finanziell dagegen ankommt?
Meine Rechnung zeigt das Gegenteil.


Das mag für dich zutreffend sein. Wir haben ein Auto, dass tagsüber meine Frau benötigt. Würde ich mit dem Auto zur Arbeit fahren, müssten wir ein zweites Auto anschaffen. Insofern trifft die "das Auto ist ohnehin da"-Rechnung zumindest bei uns nicht zu.

Für unseren Passat (gebraucht gekauft) habe ich alle Kosten, die bisher aufgelaufen sind protokolliert. Wir sind derzeit bei Vollkosten in Höhe von 41 Cent / km. Es gibt sicherlich günstigere Autos, keine Frage. Nur, dass man steuerlich 30 Cent / km gelten machen kann, dürfte keine reine Wohltat des Finanzamtes sein. Wenn man sich Dauertests anschaut, dann liegt man in der Regel bei min. 30 Cent / km.

Dein Ansatz stellt eine Grenzkostenbetrachtung dar, hierbei sollte man zumindest folgendes betrachten:

- Spritkosten (bzw. Energiekosten) [bei uns ca. 9 Cent / km]
- Reifenkosten [bei uns ca. 1 Cent / km]
- Mehrkosten Versicherung [bei uns ca. 2 Cent / km]
- Kosten für Verschleiß, Wertverlust, Reparaturen und Inspektionen [schwer zu bestimmen, ich setzte es mal wohlwollend mit 5 Cent / km an]

Bei 26.000 km / Jahr komme ich damit auf mindestens 4.420 € für die Grenzkostenbetrachtung (17 Cent / km), bzw bei den steuerlichen 30 / km auf 7.800 € und bei den Vollkosten (41 Cent / km) auf 10.660 €.

Alfi hat geschrieben:
Ich denke es ist klar, dass die Öffis dann billiger sind, wenn das Fahrzeug explizit für das Pendeln eingesetzt wird, also der Haushalt zwei Fahrzeuge besitzt von denen eines abgeschaft werden könnte, wenn die Öffis genutzt würden.
Ein Auto vernichtet sehr viel Geld und vielen ist das nicht bewusst. Die Rechnung für unseren sparsamen Diesel Renault Modus nach 10 Jahren inklusive aller Kosten belief sich auf kapp 45000 €, bei einem durchaus günstigen Neupreis von nur 14000€.
Ansonsten bin ich bei euch. Hatte mal ein Job-Ticket, das war zwar günstig, aber ich war doppelt solange unterwegs und an die Fahrzeiten gebunden.


Glaube ich gerne, wird bei uns auch nicht großartig anders sein...

Da das aber alles nichts mit der Lademöglichkeit des Ampera e zu tun hat, sollten wir das Thema hiermit beenden.
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Re: AC Schnarchladender Ampera-E enttäuscht Foristen

Beitragvon Aki66 » Di 21. Feb 2017, 08:19

Hi,

ich schiebe diesen Thread mal nach oben, damit andere Forenteilnehmer Ihn finden und nicht in Themenfremdenthreads wildern :D .


Gruß Aki
- Ioniq Premium, Marina Blue Metallic, seit 3.5 damit in Rhein/Main unterwegs
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Re: AC Schnarchladender Ampera-E enttäuscht Foristen

Beitragvon Pharmy » Di 21. Feb 2017, 11:49

Ein 3-Phasen-Lader wäre schon schön, aber er wird momentan von kaum jemandem angeboten. OK, bei einem
so großen Akku würde es schon Sinn machen. Wer aber täglich nicht mehr als 200-250km pendelt, der wird
den Ampera-e auch an der heimischen Wallbox mit 4.6kWh in der Regel wieder über Nacht voll bekommen.
In meinem Bekanntenkreis liegt die tägliche Pendlerstrecke praktisch nie deutlich über 200km, von Außendienstlern mal
abgesehen.
Grüße aus dem tiefen Westen,
Heiko


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Re: AC Schnarchladender Ampera-E enttäuscht Foristen

Beitragvon mustanse » Di 21. Feb 2017, 13:25

Ist das Thema nicht langsam lahm?
- einige Nutzer brauchen es nicht, sagen sie
- andere möchten nicht drauf verzichten
- viele Hersteller wollen es offensichtlich nicht
- der Zubehörhandel kann es anscheinend nicht

Können wir uns abschließend einigen, dass der 11-22KW Normallader mit fairem Preis zur optionalen Austattung eines jeden EV gehören sollte und das alle bei jeder Neuvorstellung unterstützend fordern?
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Re: AC Schnarchladender Ampera-E enttäuscht Foristen

Beitragvon Karlsson » Mi 22. Feb 2017, 00:26

mustanse hat geschrieben:
Können wir uns abschließend einigen, dass der 11-22KW Normallader mit fairem Preis zur optionalen Austattung eines jeden EV gehören sollte und das alle bei jeder Neuvorstellung unterstützend fordern?

Hab ich bestimmt schon 100x geschrieben ;)
Außerdem gehe ich davon aus, dass 3P Ladung in einigen Jahren mit den immer größer werdenden Akkus Standard wird. Und dazu DC mit >100kW.
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Re: AC Schnarchladender Ampera-E enttäuscht Foristen

Beitragvon midget77 » Do 23. Feb 2017, 17:45

@Karlsson : Dein Wort in Gottes Ohr !!!

Ohne sinnvolle AC-Lademöglichkeit >= 11kW (ist schon Kompromiss) kommt mir kein neues E-Auto ins Haus!

Ich sehe leider schon die "neue Generation der Schnarchlader" die zahlreichen 22kW Lademöglichkeiten zuparken... ------------
da ist's eigentlich gut, dass der ampera-e in Österreich sicher nicht so schnell auf die Straße kommen wird. ;-)
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