erste 500m belasten wie 5000km

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Re: erste 500m belasten wie 5000km

Beitragvon Rainbow » Sa 16. Jun 2018, 13:54

Alex1 hat geschrieben:
Alle zufrieden, die paar zehntausend Tote sollen nicht nerven, sollen woanders hinziehen...

Wenn ich zutreffend informiert bin, ziehen Tote ja woanders hin. ;)
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Re: erste 500m belasten wie 5000km

Beitragvon Alex1 » Sa 16. Jun 2018, 19:49

Die werden wohl die gezogen... ;)
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Re: erste 500m belasten wie 5000km

Beitragvon Haifisch » So 17. Jun 2018, 10:23

Bernd_1967 hat geschrieben:

Es gibt ja auch Benziner , die teilweise wie ein Diesel betrieben werden, hab ich mal gehört. Da müssten ja auch eine Menge NOx anfallen. - Redet keiner drüber.
Will nicht wissen, wo noch überall Schadstoffe anfallen beim Fahren. Daher: Alles messen, was messbar ist.


Mal chemisch und technisch gesehen:
NOx kommt nicht aus dem Kraftstoff!
NOx entsteht, wenn mit der Luft angesaugter Stickstoff (N2 ist in der Luft mi ca. 78% der größte Anteil) im Motorraum bei sehr hoher Temperatur mit dem ebenfalls in der Luft enthaltenen Sauerstoff (O2, ~21%) verbrennt/reagiert/oxidiert wird.
Diese sehr hohen Temperaturen werden beim Benziner deutlich erreicht und führen dazu, daß ein Benziner einen signifikant höheren NOx-Anteil im Abgas hat wie ein Diesel. Allerdings wird jenes NOx beim Benziner durch den Kat nahezu vollständig wieder in N2 und O2 gespalten, während es beim Diesel (wenn auch erst mal weniger entstanden ist) unbehandelt ausgestoßen wird. Aus technischen Gründen (anfangs auch Geld :D ) wurde bei einem Diesel bisher kein geregelter Kat eingebaut. Daher die NOx Thematik. Nun wird NOx durch Harnstoffeinspritzung zerstört.
Weitere Schadstoffe können nur aus dem resultieren, was eingesetzt wird. Soweit ist alles bekannt, was bei der Verbrennung entsteht. Keine Verschwörungstheorie :)
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Re: erste 500m belasten wie 5000km

Beitragvon motion » So 17. Jun 2018, 12:09

Rainbow hat geschrieben:
motion hat geschrieben:
Außerdem:
Vielleicht erkennt man langsam mal, warum CNG so viel besser als Diesel und Benzin ist, von Elektro und Hybrid ganz zu schweigen.

Gerade das ist in meinen Augen ein Irrweg.
CNG hat auch Kaltstartprobleme und der Hybrid ist eine Mogelpackung. Im weiteren, wie schon oben beschrieben, sind die Schadstoffausstösse beim Hybrid noch grösser als beim reinen Verbrenner. Da kühlen Kat und Motorraum nicht fortlaufend ab beim
" Dauerbetrieb" zumindest bei einer Fahrstrecke.


Du verwechselst LPG (Autogas) mit CNG (Methan), kann das sein? Neure CNG-Fahrzeuge starten selbst bei -15 Grad auf CNG, bei Autogas ist das anders. Da wird immer auf Benzin gestartet.

Wegen dem möglichen Methanschlupf gibt es neuartige Katalysatoren, welche diesen unterbinden. Wie bereits geschrieben, der Kaltstart auf CNG riecht nicht, selbst im Winter. Auf Benzin riecht man dagegen natürlich etwas.
Also, Erdgasautos stinken nicht!

Und der Voll-Hybrid ist keine Mogelpackung, wenn der Verbrauch im Stadtverkehr um die Hälfte reduziert wird, durch Rekuperation. Das Anfahren erfolgt elektrisch und beim Bremsen wird die Energie wieder zurückgespeist, genau wie bei einem reinen Elektroauto.

Die Verbrauchsangabe bei Plug-In-Hybriden ist natürlich sehr optimistisch, auf 100km unrealistisch. Aber das Prinzip wird auch nicht wirklich verstanden. Entscheidend ist doch, das Kurzstrecken (also die meisten Fahren) komplett elektrisch gefahren werden können. Und das geht mit einem Plug-In zufriedenstellend bis sehr gut.
Natürlich macht der Plug-In-Hybrid im preissensiblen Segment nicht unbedingt Sinn. Bei schweren SUVs, als Dieselalternative, finde ich den Plug-In-Hybrid im jeden Fall besser.
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Re: erste 500m belasten wie 5000km

Beitragvon Super-E » So 17. Jun 2018, 14:20

Das die ersten 500m schädlich sind wie 5km ist ja nichts überraschendes/neues. Deshalb ist es ja so wichtig, dass bei einem PHEV bei Kurzstrecken der Verbrenner gar nicht angeht. Und die "5000km" sind wie schon bemerkt wohl einfach ein Fehler.

Würde es stimmen, wäre der Vorteil eines PHEV gegenüber einem klassischen Verbrenner natürlich extrem (sofern man viele rein elektrische Fahrten zurücklegen kann).
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Re: erste 500m belasten wie 5000km

Beitragvon Alex1 » Mo 18. Jun 2018, 18:34

@Haifisch: Ganz so einfach ist die Welt der Verbrennung doch nicht. Es entstehen noch eine ganze Reihe weiterer Schadstoffe. U.A. CO, unverbrannte Kohlenwasserstoffe und Feinstaub. Erstere sind dank Katalysator und/oder sauber designter Verbrennung kein Problem mehr. Feinstaub dagegen wird immer mehr zum Problem, je effizienter die Verbrennung entwickelt wird.

Umso wichtiger, dass jegliche Verbrennung auf Kohlenstoffbasis so weit und so schnell wie möglich abgeschafft wird. Erst recht, wenn er fossil ist.
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Re: erste 500m belasten wie 5000km

Beitragvon Rainbow » Mo 18. Jun 2018, 21:49

Alex1 hat geschrieben:
Umso wichtiger, dass jegliche Verbrennung auf Kohlenstoffbasis so weit und so schnell wie möglich abgeschafft wird. Erst recht, wenn er fossil ist.

Da bin ich ganz deiner Meinung.
Insbesondere ist Erdöl viel zu kostbar, als es unsinnig in den Verpestern zu verbrennen.
Vom Wirkungsgrad darf man erst gar nicht sprechen, welcher ja unterirdisch ist.
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Re: erste 500m belasten wie 5000km

Beitragvon Haifisch » Di 19. Jun 2018, 18:06

Alex1 hat geschrieben:
@Haifisch: Ganz so einfach ist die Welt der Verbrennung doch nicht. Es entstehen noch eine ganze Reihe weiterer Schadstoffe. U.A. CO, unverbrannte Kohlenwasserstoffe und Feinstaub. Erstere sind dank Katalysator und/oder sauber designter Verbrennung kein Problem mehr. Feinstaub dagegen wird immer mehr zum Problem, je effizienter die Verbrennung entwickelt wird.

Umso wichtiger, dass jegliche Verbrennung auf Kohlenstoffbasis so weit und so schnell wie möglich abgeschafft wird. Erst recht, wenn er fossil ist.


Verstehe nicht ganz, was Du meinst...mein letzter Absatz bezog sich auf das was @Bernd1967 geschrieben hatte; der hatte durchblicken lassen, daß Zitat: Will nicht wissen, wo noch überall Schadstoffe anfallen beim Fahren
Ich wollte nur schreiben, daß das nicht mehr ist als das bekannte. Dazu zählt natürlich all das was Du geschrieben hast und natürlich auch noch das allseits beliebte CO2. H2S im übrigen auch (schwefelwasserstoff, ein sehr starkes Atemlähmungsgift!), das immer so schön nach faulen Eiern riecht, wenn man hinter einem Benziner herfährt.
Ansonsten 100% Zustimmung zu Dir und Rainbow!!
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Re: erste 500m belasten wie 5000km

Beitragvon Alex1 » Sa 23. Jun 2018, 13:21

Ja, wir sind uns meistenteils völlig einig.

Die Frage ist immer nur die Konzentration (der alte Paracelsus ist unwiderlegt):
- CO2 haben wir viel zu viel, und zwar global.
- Die meisten anderen Schadstoffe sind "nur" lokal relevant.
- Wobei "lokal" weit gespannt ist: Eine Werkshalle, ein Straßenzug, ein Stadtteil, eine Region...
- H2S ist sogar lokal nicht relevant, es kommt nie in gesundheitsrelevanten Mengen vor, jedenfalls nicht durch Autoabgase.

Diese Einzelheiten auseinanderzuhalten und zu bewerten ist die eigentlich schwierige Aufgabe.

Und dann noch die Frage mit der direkten und indirekten Schädigung:
- CO2 schadet niemandem direkt (außer in Gärkellern), tötet aber indirekt schon heute Millionen.
- Feinstaub, NOx etc. aus Autos sind i.A. nicht für die Umwelt, wohl aber für die recht begrenzt lokal betroffenen Menschen schädlich.
- Hg etc. aus Kohlekraftwerken sind für größere Regionen gefährlich, aber auch "nur" für die Gesundheit, weniger für die Umwelt.

Alles nicht so einfach.
Herzliche Grüße
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Re: erste 500m belasten wie 5000km

Beitragvon Rainbow » Fr 29. Jun 2018, 00:41

Das stimmt @Alex1,
wobei wir bei den Kohlekraftwerken nicht die radioaktive Belastung ausseracht lassen sollten.
Kohle ist nicht nur ein Klimakiller, sondern auch ein "Strahler".
Damit schädigen sie die Umwelt und auch alle Lebewesen erheblich.

Haifisch hat geschrieben:
Daher die NOx Thematik. Nun wird NOx durch Harnstoffeinspritzung zerstört.

Wobei die Dieselfahrer, welche ich kenne, niemals Harnstoff nachfüllen, weil viel zu teuer, zu umständlich, pp.
Das ist allenfalls auf dem Papier ein NOx "Zerstörer".
Angeblich bleiben die Autos ja liegen, wenn kein AdBlue mehr vorhanden ist, aber das steht auch wohl nur auf dem Papier.
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