Der Diesel boomt

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Re: Der Diesel boomt

Beitragvon eDEVIL » Do 26. Apr 2018, 13:27

motion hat geschrieben:
Laut Audi ist der Akku für den e-tron für 250.000km konzipiert. Das ist nicht schlecht. Und wahrscheinlich hält dieser noch länger, ohne zu großen Kapazitätsverlust. Aber da E-Motoren fast verschleißarm sind, stellt sich die Frage warum man ein E-Auto nicht ewig fahren sollte.

Weild er Hersteller Dir in nicht all zu ferner Zukunft Dir ein neues Fahrzeug verkaufen möchte.

Da müsste sich im Markt gewaltig etwas ändern, wenn man nachhaltige langfristig haltbare Produkte anbietet.
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Re: Der Diesel boomt

Beitragvon Karlsson » Do 26. Apr 2018, 13:32

Als ich meinen Golf mit 284tkm abgegeben hab, war der ziemlich am Ende. Nicht der Motor, aber der komplette Rest.
Sitze durch, alles abgegriffen, Lack kaputt, Fahrwerk kaputt...

Nur weil der Motor länger kann, ist das Auto deswegen noch nicht gut für alle Zeiten.
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Re: Der Diesel boomt

Beitragvon Wolfgang VX-1 » Do 26. Apr 2018, 13:56

Karlsson hat geschrieben:
Als ich meinen Golf mit 284tkm abgegeben hab, war der ziemlich am Ende. Nicht der Motor, aber der komplette Rest.
Sitze durch, alles abgegriffen, Lack kaputt, Fahrwerk kaputt...
Nur weil der Motor länger kann, ist das Auto deswegen noch nicht gut für alle Zeiten.


Bei unserem T4 ist zwar nach knapp 400.000 Kilometern die Kurbelwelle gebrochen (und das Getriebe war 50.000 KM eher hinüber), aber der Rest ist noch in gutem bis sehr gutem Zustand (kein Rost, neue Sitzkissen für die Vordersitze hatte ich schon besorgt, waren nicht teuer); trotzdem wird er jetzt verschrottet. Auch mit (teilweise als Taxen genutzten) Diesel- und Benzinfahrzeugen eines schwedischen Herstellers sind wir 300.000 bis 500.000 Kilometer (ohne Motor- und Getriebetausch) gefahren, danach sind die teilweise immer noch gewerblich genutzt worden. Mit ein bisschen Pflege und gutem Willem könnten alle Autos mindestens eine halbe Mio. Kilometer + X halten - das will ja hier nur keiner.
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Re: Der Diesel boomt

Beitragvon Rudi L » Do 26. Apr 2018, 17:09

Erinnert sich noch jemand an das Porsche Langzeitauto? Er kam nur nie auf den Markt.

Ich hatte schon beide Extreme erlebt, in den Neunzigern mit einem PKW 280.000km in zwei Jahren gefahren und dabei vier Dieselmotoren gebraucht, alle auf Garantie weil das Auto neu war.
Im anderen Fall einen Diesel vor drei Jahren mit 285.000km verkauft, der läuft immer noch mit jetzt knapp 400.000 und obwohl er mittlerweile 6 Jahre alt ist sieht der aus wie ein Jahreswagen.
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Re: Der Diesel boomt

Beitragvon motion » Do 26. Apr 2018, 18:22

eDEVIL hat geschrieben:
motion hat geschrieben:
Laut Audi ist der Akku für den e-tron für 250.000km konzipiert. Das ist nicht schlecht. Und wahrscheinlich hält dieser noch länger, ohne zu großen Kapazitätsverlust. Aber da E-Motoren fast verschleißarm sind, stellt sich die Frage warum man ein E-Auto nicht ewig fahren sollte.

Weild er Hersteller Dir in nicht all zu ferner Zukunft Dir ein neues Fahrzeug verkaufen möchte.

Da müsste sich im Markt gewaltig etwas ändern, wenn man nachhaltige langfristig haltbare Produkte anbietet.


Darum wird der i3 wohl begraben...

Karlsson hat geschrieben:
Als ich meinen Golf mit 284tkm abgegeben hab, war der ziemlich am Ende. Nicht der Motor, aber der komplette Rest.
Sitze durch, alles abgegriffen, Lack kaputt, Fahrwerk kaputt...

Nur weil der Motor länger kann, ist das Auto deswegen noch nicht gut für alle Zeiten.


Das muss aber ein alter Golf gewesen sein. Es kommt auch drauf an, wie man das Auto behandelt. Lack kaputt.... :lol: Und das Fahrwerk kann man zu einen geringen Preis instandsetzen, sofern keine Luftfederung (wie in deinem Fall) verbaut ist.
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Re: Der Diesel boomt

Beitragvon Alex1 » Do 26. Apr 2018, 22:26

Schüddi hat geschrieben:
Ach so ein Blödsinn. Damit wollte ich sagen das auch da eine Firma eine gewisse Verantwortung hat weil Jobs dran hängen. Das will ich sehen wie du mitfünfzigern erklärst - ja schade mit deinem Job, kannst ja Fließenleger werden.
Das von dem selben Schüddi, der meint, Leute müssten doch nicht an Hauptverkehrsstraßen wohnen, das sei doch ein freies Land?
Zumal der Job auch zum Menschen passen muss. Ich kenne viele die sich für Autos und Technik interessieren aber nur wenige mit einer Passion für Bodenfließen. Auch von der körperlichen Arbeit und vom Gehalt unterscheiden sich Mechatroniker und Flließenleger stark. Ich habe einen Bekannten der Schreinermeister ist - das meiste verdient er am Staat vorbei weil es anders gar nicht mehr möglich ist. Wer lässt sich denn heute noch Massivmöbel auf Maß bauen oder Möbel reparieren in unserer Wegwerfgesellschaft?
Ahm, was soll uns das jetzt sagen? Dass Handwerker arme Schlucker sind?
Wenn der Verbrennungsmotor weg fällt müssen erst mal Hunderttausende Jobs neu geschaffen werden und die, die bereits in Arbeit sind, sind damit noch nicht versorgt. Für mich ist das durchaus eine begründete Kritik.
Ach was? Hast Du auch bei den Heizern der Dampfloks solche Krokodilstränen geweint? Oder den Arbeitern von Dual, den Tonbandingenieuren, den Leuten bei Kodak und so?
Und ja, die Forschung geht weiter! Auch das Rad ist heute nicht mehr aus Holz, die Telefonzelle kann man heute in einer Hand halten und sie kann noch viel mehr, ein Computer füllt keine ganzen Räume mehr - weshalb soll sich bei der Entwicklung des Verbrenners nichts mehr tun? Ich glaube nicht daran, das dieser fertig entwickelt ist.
Muahaha, DER war gut! Des Menschen Glaube ist halt sein Himmelreich :lol:
Ich sage es nochmal: Ich würde heute nicht auf nur ein Pferd setzen. Auch die Elektromobilität hat ihre Tücken und Stolpersteine die nicht von der Hand zu weisen sind.
Und die wären?
Daher brauchen wir auch einen Wettbewerb zwischen verschiedenen Technologien. Hätten wir diesen Wettbewerb schon früher in diesem Ausmaß gehabt, stünden wir vermutlich schon heute wo anders.
Exakt. Wenn die eMobilität nicht jahrzehntelang so unterdrückt worden wäre. Oder z.B. der Fahrstrom nicht doppelt so hohe Abgaben hätte wie der Verpestersprit.
Und natürlich - wo gehobelt wird fallen Späne, wo viele Menschen arbeiten werden auch falsche Entscheidungen getroffen. Gibt es einen Konzern der noch nie in der Presse war? Mal davon abgesehen machen diese Firma nicht alles falsch aber negative Presse verbreitet sich eben schneller und breiter als positive.
Ähm, und deswegen sollen wir fröhlich weiter Verpester vor die Tür gesetzt bekommen? Sind Klima- und Umweltschutz oder die Gesundheit von Menschen kein Wert für Dich?
Herzliche Grüße
Alex
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Re: Der Diesel boomt

Beitragvon Schüddi » Do 26. Apr 2018, 22:38

motion hat geschrieben:
Und dann kommt die Frage nach den Kosten für den Akku-Austausch auf.

Ich würde gerne ein E-Auto 15 Jahre fahren, oder noch länger. Ich denke das geht mit einem E-Auto besser als mit so manchen Verbrenner. Doch irgendwann muss der Akku raus und dann kommt das Konstenkapitel und die Frage ob das überhaupt geht, weil sich die Technik immer weiter entwickelt und keine alten Module mehr angeboten werden.

Da bleibt nur der Blick in die Kristallkugel. Die einen sagen Akkus werden ins unendliche billiger und die anderen sagen das sie irgendwann wieder enorm teurer werden, da die Rohstoffe dafür endlich sind.
Auch ein Grund weshalb man heute nicht nur auf ein Pferd setzen sollte.
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Re: Der Diesel boomt

Beitragvon Alex1 » Do 26. Apr 2018, 22:52

Schüddi hat geschrieben:
Da bleibt nur der Blick in die Kristallkugel. Die einen sagen Akkus werden ins unendliche billiger und die anderen sagen das sie irgendwann wieder enorm teurer werden, da die Rohstoffe dafür endlich sind.
Auch ein Grund weshalb man heute nicht nur auf ein Pferd setzen sollte.
Ähm, welches alternative Pferd meinst Du denn? Sprich Dich aus! Du hast schon so oft von Alternativen geschrieben, aber keine einzige bisher gebracht. Aber bitte erzähl nicht schon wieder was vom Wasserstoff :roll:

Und das mit den Rohstoffen ist doch Quatsch. Meinst Du etwa die "Seltenen Erden"? Wisse, dass Blei seltener ist als jede dieser "Seltenen Erden". Klingt komisch, is aber so.
Herzliche Grüße
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Re: Der Diesel boomt

Beitragvon Karlsson » Do 26. Apr 2018, 23:20

motion hat geschrieben:
Das muss aber ein alter Golf gewesen sein. Es kommt auch drauf an, wie man das Auto behandelt. Lack kaputt.... :lol:

Bj 95, ich hab in 2007 abgegeben. Weiter gefahren wurde er sicherlich noch. Aber darin zu investieren hat einfach nicht mehr gelohnt. Der Golf 4 von meinem Kollegen sieht aber inzwischen auch nicht besser aus.
Lack.... sagt Dir Tornardorot was? Behandeln...also es ist ein Gebrauchsgegenstand und ich hatte in meinem Leben noch keine Garage.
Natürlich kann man alles reparieren. Aber wenn an der Kiste im Prinzip alles runter ist, kommt da am Ende eine Rechnung zusammen, für die man auch einen 3-jährigen Gebrauchten kriegt und der ist dann besser.
Ich brauchte damals was zuverlässiges sparsames für überschaubares Geld und wollte endlich eine Klimaanlage, E-Fenster und Tempomat haben.
Der neue Wagen hatte auch gleich wesentlich mehr Power und hat 2 Liter weniger verbraucht, war damals eine gute Wahl.

Wolfgang VX-1 hat geschrieben:
aber der Rest ist noch in gutem bis sehr gutem Zustand (kein Rost, neue Sitzkissen für die Vordersitze hatte ich schon besorgt, waren nicht teuer); trotzdem wird er jetzt verschrottet.

Warum? Gebrauchter Motor rein wäre in dem Fall ja sinnvoll. Der Golf 3 war leider nicht sehr solide. Mein Polo 86C davor war allerdings noch deutlich schlimmer...
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Re: Der Diesel boomt

Beitragvon Elektrolurch » Fr 27. Apr 2018, 08:02

Ich glaub, das passt hier gut rein:

Olis Klimablog: Wieso "droht" eigentlich ein Fahrverbot?

Lesenswert! Aus dem Artikel:

„Es ist schon interessant, die aufgeladene Diksussion zu verfolgen. Immer "droht" ein Fahrverbot in den Städten. Das müsse unbedingt vermieden werden. Aber wieso droht das überhaupt? Das Fahrverbot droht doch nicht, das Fahrverbot hilft uns. Es hilft, die schlechte Luft in den Städten zu bekämpfen. Die schlechte Luft, die Menschen tötet.

Wenn man also fragt, was unserer Regierung wichtiger ist, gesunde Menschen oder gesunde Automobilkonzerne, dann lässt das nur einen Schluss zu: Der Regierung ist es wichtiger, dass es den Konzernen gut geht. Dass wir von Stickoxiden krank werden, spielt eine untergeordnete Rolle. Das hat die Regierung im Verbund mit Autoindustrie, Lobbyisten und Medien gut hingekriegt. Die Menschen, die sich für saubere Luft einsetzen, kriegen den Schwarzen Peter zugeschoben.“


(Quelle: wetter.de)
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