Zukunftsfähigkeit eines Chademo/Typ1-Fahrzeugs

Re: Zukunftsfähigkeit eines Chademo/Typ1-Fahrzeugs

Beitragvon Bibothebird » Mi 19. Nov 2014, 09:34

Hallo Ihr!

Erstmal vielen Dank für Eure rege Beteiligung. Genau so hatte ich mir das gewünscht! Nur weiter so! :)

@ ZoePionierin
Mir geht es ja da eher um die Schnelllade-Infrastruktur naher der Reichweitengrenze des Soul. Also in einem Umkreis von vielleicht 130-170 km. Und ob diese in Zukunft so sein wird, dass dieses Auto auch noch in 5-6 Jahren attraktiv auf potentielle Käufer wirkt.
Gen Norden (HH, HB, etc.) und gen Westen (NL) ist da laut Stromtankstellenverzeichnis alles in Ordnung.
Was macht eigentlich Belgien?
(Ich hoffe das diese Ladestellen in der Realität dann auch so verfügbar sind wie man sich das wünscht?!)
Nach Osten scheint es schon schwieriger zu werden, müsste aber mit entsprechendem Aufwand auch gelingen.
(Im Osten habe ich aber über Dortmund hinaus kein persönliches Ziel, dass ich erreichen müsste.)
Nach Süden aber sieht es echt mau aus, wenn nicht irgendwo deutlich vor FFM z. B. an der A3 noch ein Chademo-Lader installiert wird. Auch Gießen erreiche ich ohne Zwischenhalt. Weiter (z. B. bis München) habe ich noch gar nicht geguckt. Das wäre ja dann auch die Königsdisziplin mit mehreren Hops. 8-)

Ansonsten scheint der Soul den Alltagsnutzen zu bieten, den ich von einem solchen Auto auch erwarte (zur Zeit Fahren wir Nissan Qashqai+2). Gute Platzverhältnisse vorne und hinten, annehmbares Kofferaumvolumen mit geteilt umklappbarer Rücklehne. Was ich mir noch Wünschen würde wäre ein flach Umklappbarer Beifahrersitz um lange Gegenstände bis vorne durchladen zu können, oder eine anständige Dachlast (mal sehen, ob da nicht doch ein Universal-Dachträger draufpasst). Dann wären Besuche beim Schweden-Möbel-Discount oder im Baumarkt auch ohne Einschränkungen machbar.

@ Deef
Meine tägliche Pendelstrecke wären 140km. Also 70km hin und 70km zurück.
Ein Laden beim Arbeitgeber wäre wohl möglich.
Aber, ehrlich gesagt, muss das der Soul auch die 160km am Stück schaffen. Auch bei schlechteren Verhältnissen.
Sonst muss ich mich, wie offenbar so viele, gedulden bis der (Heilsbringer) von Tesla (Model 3) bezahlbar und verfügbar ist.

Was man bislang so vom Soul liest, bin ich aber zuversichtlich, dass dieser in diese Reichweiten vordringen kann. Die Temperaturanfälligkeit soll ja auch bei weitem nicht mehr so ausgeprägt sein. Aber all dass muss die Praxis zeigen, weswegen ich sicher nicht blind bestellen werden.

@ Kai
Was geht denn da preislich im Augenblick beim Model S?

Beste Grüße
Kay
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Re: Zukunftsfähigkeit eines Chademo/Typ1-Fahrzeugs

Beitragvon TeeKay » Mi 19. Nov 2014, 09:38

Mit Wärmepumpe braucht das Auto in der Tat nicht mehr so viel Energie zum Heizen. Aber wenn es kalt ist, stark regnet und du auf der Autobahn 100km/h oder schneller fahren willst, dann wird auch der Soul die 160km nicht am Stück schaffen. Eine Pause von 9h kostet dann auch noch zusätzliche Energie zum Wiederaufheizen von Fahrzeug und Batterie. Wenn du vorhast, gar 130km/h zu fahren, so wird das auch bei perfektem Wetter scheitern. Wenn du beim Arbeitgeber laden kannst, wüsste ich aber auch nicht, weshalb man auf Zwang die 160km ohne die mögliche Zwischenladung schaffen wollen würde. Das Auto gehört an die Steckdose, so oft es möglich ist.
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Re: Zukunftsfähigkeit eines Chademo/Typ1-Fahrzeugs

Beitragvon Deef » Mi 19. Nov 2014, 10:40

Das Laden beim Arbeitgeber unbedingt vor Anschaffung des Fahrzeugs wasserdicht abklären. Ich hatte mir vor Kauf des LEAF vom Vorstand eine Genehmigung geholt. Als ich den Wagen dann hatte gabs doch Schwierigkeiten und ein halbes Jahr Verzögerung. Da ist es also wirklich wichtig eine wasserdichte Zusage zu haben.
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Re: Zukunftsfähigkeit eines Chademo/Typ1-Fahrzeugs

Beitragvon eDEVIL » Mi 19. Nov 2014, 11:01

Bibothebird hat geschrieben:
Aber, ehrlich gesagt, muss das der Soul auch die 160km am Stück schaffen. Auch bei schlechteren Verhältnissen.

Hängt natürlich vom Streckenprofil und GEschwindigkeit ab, aber im Winter wird das nix. B-Klasse ed evtl, aber sonst bleibt nur Tesla.
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Re: Zukunftsfähigkeit eines Chademo/Typ1-Fahrzeugs

Beitragvon PowerTower » Mi 19. Nov 2014, 11:40

Also wenn die Batterieheizung im Soul so funktioniert wie sie soll, wären die 160 km auch im Winter möglich (ohne Innenraumheizung). Darauf verlassen würde ich mich nicht, aber das sollte schon deutlich was bringen.

Ich bin übrigens überrascht über deinen außerordentlich gut zusammengetragenen Erstlingsbeitrag, Kay. Ich selbst würde mir aktuell auch kein Typ1 + CHadeMO Fahrzeug holen und muss hier einfach warten, wie sich das weiter entwickelt. Habe es mit der Entscheidung aber auch nicht ganz so eilig, weil ich schon mit Strom unterwegs bin. Aber: das aktuelle Auto wird gerade auf Typ2 umgerüstet und das nicht ohne Grund (z.B. laden bei VW).

Gruß
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Re: Zukunftsfähigkeit eines Chademo/Typ1-Fahrzeugs

Beitragvon Mike » Mi 19. Nov 2014, 12:21

Täglich 140km Fahrstrecke ohne Zwischenladung?
Selbst wenn der Soul EV zu jeder Jahreszeit 160 km schaffen würde, wovon ich eher nicht ausgehe, wäre mir das zu eng. Da darf auf deiner täglichen Strecke nie etwas dazwischen kommen z.B. Umleitung wegen Baustelle/Unfall. Außerdem wärst Du gezwungen, immer gemächlich zu fahren um anzukommen. Geschwindigkeit kostet sehr viel Energie.

Warum die aktuellen EVs immer noch mit Typ1 in Europa ausgeliefert werden, verstehe ich auch nicht. Mir ist noch keine Typ1 Ladestation begegnet.
Und CHAdeMO? Wir fahren seit über einem Jahr Leaf. Immerhin wurde jetzt, nach einem Jahr, ein Triplelader in unserer Nähe errichtet (Volksbank Mittelhessen) und ich konnte das erste mal CHAdeMO laden. :)
Mit CCS sieht es aber auch nicht besser aus. Wenn sich da nicht bald mächtig was in D tut, geht der Leaf in zwei Jahren zurück und wir fahren ZOE. Rückkehr zum Verbrenner ist auch bei uns ausgeschlossen!
Zuletzt geändert von Mike am Mi 19. Nov 2014, 12:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Zukunftsfähigkeit eines Chademo/Typ1-Fahrzeugs

Beitragvon p.hase » Mi 19. Nov 2014, 12:33

wenn jeder der sich neu in einem forum anmeldet nachfragt, ob das erträumte fahrzeug zukunftsfähig ist... na ich weiss nicht. :oops:
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Re: Zukunftsfähigkeit eines Chademo/Typ1-Fahrzeugs

Beitragvon Mike » Mi 19. Nov 2014, 12:39

Gut 300 Zugriffe in 24 Stunden, uninteressant scheint die Fragestellung nicht zu sein.
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Re: Zukunftsfähigkeit eines Chademo/Typ1-Fahrzeugs

Beitragvon kai » Mi 19. Nov 2014, 12:41

Moin,

zukunftsfähig ist es, wenn es am Wechselstromnetz wieder aufgeladen werden kann. Auch 3,7kw sind ja in Ordnung wenn der Einsatzzweck passt.

Denn: Das Stromnetz wird die nächsten Jahre bestimmt nicht gewechselt :)

Ansonsten würde ich als Europäer mich auf die EU-Gesetzgebung verlassen.
Und da hat man

1.) TYP2 als Normalladung bis 22kw
2.) TYP2 und CCS als Schnelladung oberhalb 22kw

festgelegt. Zumindest die Normalladung sollte ein Auto irgendwie unterstützen.
Wenn Du mit einem Adapter an TYP2 rankommst, wirst Du auch in 10 Jahren noch öffentlich laden können.
Was das bei einem Zeittarif dann kostet ist ja ne andere Sache.

CHAdeMo hat natürlich auch eine gewisse Zukunfts Bedeutung, nur darauf bauen würde ich nicht.
Ich glaube übrigens auch nicht an den CCS Durchbruch, eher an Tesla Supercharger mit TYP2 in Kombinantion.
Aber das ist Glaskugellesen.

Gruß

Kai
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Re: Zukunftsfähigkeit eines Chademo/Typ1-Fahrzeugs

Beitragvon Solarstromer » Mi 19. Nov 2014, 16:42

eDEVIL hat geschrieben:
Man sieht auch sehr schön an den Gebrauchpreisen des Leaf, das es trotz dieser Einschränkungen in DE keinen übermäßig großen Wertverfall gibt.

Der Gebrauchtwagenpreis des Nissan Leafs ist meiner Meinung total verzerrt und spiegelt nicht die Realität wieder. Warum?

a) Nissan nimmt die Gebrauchtfahrzeuge mittels Botschafterprogramm vom Markt und hält damit das Angebot eng.
b) Die Norweger kaufen in Europa zu Hauf gebrauchte Leaf auf. Das funktioniert nur, weil die Norweger (kein EU Land) auf Elektroautos keine Umsatzsteuer zahlen müssen und ausländische Händler netto exportieren können.

Ich schätze, dass ohne diese Verzerrung ein guter 2012er Leaf mit normaler Fahrleistung nicht mehr als 14.000€ auf dem deutschen Markt bringen würde. Und ein 1jähriger Tekna kaum mehr als 20.000€. Und das auch noch vor dem Hintergrund, dass die Nissan Händler beim Leaf eine reduzierte Marge haben und ein Neufahrzeug nur unwesentlich unter Listenpreis abgeben können.
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