ZDF WISO heute Abend Wucherkosten RWE+EnBW

Re: ZDF WISO heute Abend Wucherkosten RWE+EnBW

Beitragvon energieingenieur » Mo 9. Feb 2015, 18:58

Aus meiner Sicht kommt es drauf an, wo man lädt.

Wer schnell weiter möchte, der parkt nur, weil er laden muss. Das betrifft die Schnelllader > 40kW.
Schnelllader >40kW an Autobahnen, Rasthöfen usw. müssen ausschließlich über Zeittarife betrieben werden, denn sie sind ein seltenes Gut, was möglichst viele nutzen wollen. Hierbei muss man sich auch davon lösen, den geladenen Strom mit dem Preis zu Hause vergleichen zu wollen. So ein Schnelllader kostet halt mal locker 20-30.000 EUR. Hier muss die Dienstleistung "Du kannst hier schnell laden" bezahlt werden und nicht die kWh. Man erkauft sich die Schnellladezeit. Wer erwartet, an einem Schnelllader 6h zu stehen und dann nur 30ct/kWh zahlen zu müssen, der sollte sich mal fragen, wie sich die Betreiber der Schnelllader dazu bewegen lassen, weitere zu bauen...

Wer primär Parken will und nebenbei Strom laden will, für den eignen sich 3,7-11kW ganz gut. Die Ladepunkte sind vom Invest sehr günstig, sodass man viele davon installieren kann. Hier kann man solange parken wie man will, denn es sind ja nebendran noch weitere dutzend Ladepunkte verfügbar. Hier ist eine Abrechnung nach kWh oder ganz kostenlos sinnvoll, denn ein Parkhausbetreiber stellt die vll. einfach auf, damit die Leute bei ihm Parken und nicht bei der Konkurenz.

Das Dilemma und Streitgespräch entfacht sich nun bei den 22kW-Ladepunkten. Da hängt es nämlich vom Auto ab, ob welche der beiden o.g. Kategorien sie fallen.
Für ZOE, Smart, Tesla sind die 22kW-Ladepunkte eher Schnelllader. Aus deren Sicht, ist es einfach eine falsche (und auch dreiste) Nutzung, wenn da Jemand stundenlang dranhängt und anderen die Schnellladung blockiert. Deswegen werden hier auch für die 22kW-Stationen Zeittarife gefordert, damit das Potential der Station sinnvoll genutzt wird.

Für LEAF, e-golf, i3 usw. sind das in der Regel Ladestationen zum Parken, denn sie können ja per AC nicht schnellladen. Aus deren Sicht ist ein Zeittarif ungerecht, denn sie können ja nur 33% (i3) oder sogar nur 17% (e-golf, LEAF 3,7kW von 22kW) des Angebotes nutzen und sehen nicht ein, warum sie für die nicht nutzbaren 83% Geld bezahlen sollen.

Beide Seiten kann ich verstehen. Aber es gibt noch eine Dritte. Die des Betreibers. So ein 2x22kW-Ladepunkt kostet auch irgendwo zwischen 8 und 15.000 EUR je nach Aufwand. Förderungen hin oder her... Wenn es keine Werbemaßnahme ist, dann will der Betreiber damit Geld verdienen. Also ist er quasi dazu gezwungen, dafür zu sorgen, dass möglichst viele Fahrer aus der Station möglichst viel abrechenbaren Strom oder Zeit laden.
Hier muss der Betreiber die Schnelllader natürlich bevorzugen. Es bringt ihm nix, wenn ein e-golf dort 5h steht, aber dann nur 15kWh lädt, wärend er an ZOE-Fahrer in 5h ganze 100kWh hätte verkaufen können.

Insofern ist der richtige Mittelweg zwischen Zeit und kWh-Tarif zu finden. Der muss so gewählt sein, dass der Betreiber damit sein Auskommen hat, egal, ob ein Schnell- oder Langsamlader die Station benutzt. Insofern ist es sicherlich sinnvoll einen Zeittarif festzulegen welcher während des Ladens gezahlt wird und sich nach Beendigung der Ladung stark erhöht. Wer zusätzlich die kWh abrechnet, kann den Zeittarif ggf. etwas niedriger ansetzen.
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Re: ZDF WISO heute Abend Wucherkosten RWE+EnBW

Beitragvon Spürmeise » Mo 9. Feb 2015, 19:10

Das Prinzip ausgewogener Tarife, die kWh und Zeit berücksichtigen gibt es doch längst, siehe
https://www.plugsurfing.com/de/bestellen/schluesselanhaenger (unten)

  • Laden/Stunde +
  • Laden/kWh.

Gegen ein solches Modell sind freilich die 90% "preisbewusten" hier im Forum, weil es dann bei 22 kW plötzlich nicht mehr unter 20 Cent/kWh wären wie bisher, sondern 30 Cent oder so, und damit nicht mehr billiger als zu Hause.
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Re: ZDF WISO heute Abend Wucherkosten RWE+EnBW

Beitragvon midimal » Mo 9. Feb 2015, 19:31

Bravo RWE, Bravo EnbW

anstatt die Preise Kundenfreundlich zu machen

"Zeitnahe Verbesserungen
EnBW und RWE bestätigen WISO, dass man die Kunden über maximale und tatsächliche Ladeleistung besser informieren und auf hohe Kosten aufmerksam machen müsse. Beide Konzerne kündigen zeitnah Verbesserungen an. RWE hat auf der Homepage bereits entsprechende Hinweise platziert." :evil:
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Re: ZDF WISO heute Abend Wucherkosten RWE+EnBW

Beitragvon E_souli » Mo 9. Feb 2015, 19:53

gähn

und wieder einer der nur draufhaut, statt aufzuklären - toll so falsch und hintervotzig das gemacht wurde

DER suchte nur einen der ihm das bestätigt was er gebraucht hat

E Molil fahren ist doof, teuer, taugt nix und die Welt ist eine Scheibe

Ahmen
Manche finden Schukosteckdosen auf Langstrecke cool,
weil sie sich schämen würden, einen Abschlepper zu holen, wenn nix mehr geht.
Saugeil, sinnvoll und genau so funktioniert E Mobilität in den Köpfen einzelner.
Knaller :-)
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Re: ZDF WISO heute Abend Wucherkosten RWE+EnBW

Beitragvon kai » Mo 9. Feb 2015, 20:02

Aha,

ich wusste es doch. Alles totaler Mist, diese Elektroautos. Und ich hab sogar eines gekauft.
War bei meiner Photovoltaikanlage damals ja auch alles Mist. Taugt nix. Rechnet sich nicht. Und die Dämmung des Hauses und die kontrollierte Lüftungsanlage -> ALLES QUATSCH !

Mensch bin ich dämlich.

Dafür fühle ich mich gut. Und gegen dieses Argument kann keiner was sagen :)

Gruß

Kai
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Re: ZDF WISO heute Abend Wucherkosten RWE+EnBW

Beitragvon smart_ninja » Mo 9. Feb 2015, 20:05

Der Zeittarif der EnBW, speziell in Stuttgart dient einfach dazu die LS für die elektrische car2go Flotte frei zu halten. Ganz einfach.
Sonst würde man solche Tarife nicht bei einem Fahrzeugbestand von 0,2% Elektroautos einführen.
Da die Tarife so hoch sind, kann es sich kein privater Elektromobilist leisten dort lange zu stehen.
Interessant wäre zu Wissen welche Konditionen car2go mit EnBW hat für die Fahrzeuge die dort viele Stunden/über Nacht stehen.
Zuletzt geändert von smart_ninja am Mo 9. Feb 2015, 21:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: ZDF WISO heute Abend Wucherkosten RWE+EnBW

Beitragvon p.hase » Mo 9. Feb 2015, 20:30

wie gesagt, mir gegenüber hat ein Car2Gau-mitarbeiter erwähnt, daß die smarties stehen bleiben können bis sie schwarz vom smog sind und nichts bezahlen. man bezahlt nur "strafe", wenn man den smartie unter 30% und nicht eingesteckt irgendwo abstellt ohne zu laden.
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Re: ZDF WISO heute Abend Wucherkosten RWE+EnBW

Beitragvon Greenhorn » Mo 9. Feb 2015, 20:31

Muss ja ein ausführlicher Bericht gewesen sein. Ich hab nicht mal die ersten 5 Minuten verpasst und nichts mehr gesehen.
Muss ich meinen Leaf stornieren?
Gruß Bernd
Seit 26.02.15 Leaf Tekna: schon über 70.000 km Erfahrung :-)
In Planung: Ford Streetka-E-Roadster.
„Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende" (Oscar Wilde)
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Re: ZDF WISO heute Abend Wucherkosten RWE+EnBW

Beitragvon barneby » Mo 9. Feb 2015, 20:38

Ich fürchte - Ja !
Du hast nur noch 14 Tage Zeit wieder in die Ölspur zu kommen ...
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Re: ZDF WISO heute Abend Wucherkosten RWE+EnBW

Beitragvon midimal » Mo 9. Feb 2015, 20:46

energieingenieur hat geschrieben:
Aus meiner Sicht kommt es drauf an, wo man lädt.

Wer schnell weiter möchte, der parkt nur, weil er laden muss. Das betrifft die Schnelllader > 40kW.
Schnelllader >40kW an Autobahnen, Rasthöfen usw. müssen ausschließlich über Zeittarife betrieben werden, denn sie sind ein seltenes Gut, was möglichst viele nutzen wollen. Hierbei muss man sich auch davon lösen, den geladenen Strom mit dem Preis zu Hause vergleichen zu wollen. So ein Schnelllader kostet halt mal locker 20-30.000 EUR. Hier muss die Dienstleistung "Du kannst hier schnell laden" bezahlt werden und nicht die kWh. Man erkauft sich die Schnellladezeit. Wer erwartet, an einem Schnelllader 6h zu stehen und dann nur 30ct/kWh zahlen zu müssen, der sollte sich mal fragen, wie sich die Betreiber der Schnelllader dazu bewegen lassen, weitere zu bauen...

Wer primär Parken will und nebenbei Strom laden will, für den eignen sich 3,7-11kW ganz gut. Die Ladepunkte sind vom Invest sehr günstig, sodass man viele davon installieren kann. Hier kann man solange parken wie man will, denn es sind ja nebendran noch weitere dutzend Ladepunkte verfügbar. Hier ist eine Abrechnung nach kWh oder ganz kostenlos sinnvoll, denn ein Parkhausbetreiber stellt die vll. einfach auf, damit die Leute bei ihm Parken und nicht bei der Konkurenz.

Das Dilemma und Streitgespräch entfacht sich nun bei den 22kW-Ladepunkten. Da hängt es nämlich vom Auto ab, ob welche der beiden o.g. Kategorien sie fallen.
Für ZOE, Smart, Tesla sind die 22kW-Ladepunkte eher Schnelllader. Aus deren Sicht, ist es einfach eine falsche (und auch dreiste) Nutzung, wenn da Jemand stundenlang dranhängt und anderen die Schnellladung blockiert. Deswegen werden hier auch für die 22kW-Stationen Zeittarife gefordert, damit das Potential der Station sinnvoll genutzt wird.

Für LEAF, e-golf, i3 usw. sind das in der Regel Ladestationen zum Parken, denn sie können ja per AC nicht schnellladen. Aus deren Sicht ist ein Zeittarif ungerecht, denn sie können ja nur 33% (i3) oder sogar nur 17% (e-golf, LEAF 3,7kW von 22kW) des Angebotes nutzen und sehen nicht ein, warum sie für die nicht nutzbaren 83% Geld bezahlen sollen.

Beide Seiten kann ich verstehen. Aber es gibt noch eine Dritte. Die des Betreibers. So ein 2x22kW-Ladepunkt kostet auch irgendwo zwischen 8 und 15.000 EUR je nach Aufwand. Förderungen hin oder her... Wenn es keine Werbemaßnahme ist, dann will der Betreiber damit Geld verdienen. Also ist er quasi dazu gezwungen, dafür zu sorgen, dass möglichst viele Fahrer aus der Station möglichst viel abrechenbaren Strom oder Zeit laden.
Hier muss der Betreiber die Schnelllader natürlich bevorzugen. Es bringt ihm nix, wenn ein e-golf dort 5h steht, aber dann nur 15kWh lädt, wärend er an ZOE-Fahrer in 5h ganze 100kWh hätte verkaufen können.

Insofern ist der richtige Mittelweg zwischen Zeit und kWh-Tarif zu finden. Der muss so gewählt sein, dass der Betreiber damit sein Auskommen hat, egal, ob ein Schnell- oder Langsamlader die Station benutzt. Insofern ist es sicherlich sinnvoll einen Zeittarif festzulegen welcher während des Ladens gezahlt wird und sich nach Beendigung der Ladung stark erhöht. Wer zusätzlich die kWh abrechnet, kann den Zeittarif ggf. etwas niedriger ansetzen.


Die RWE Säule kostet doch keine 8000 Euro!
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