Wüstenregionen

Re: Wüstenregionen

Beitragvon p.hase » Mo 4. Dez 2017, 00:03

Man-i3 hat geschrieben:
Ich bin fast täglich im Forum und sehe unter "Neue Stromtankstellen" NIE eine brauchbare Station in meiner Nähe. :cry:
Im Grossraum München West wohnend ist das mehr als enttäuschend.

Heute unterwegs von MUC-West ins Allgäu: Hinfahrt und Heimfahrt bei Tank & Rast in Lechwiesen geladen... alleine... kein weiterer e-Mobilist unterwegs. Zufall oder sind wir wirklich nur ein paar Hansel ?

die sind jetzt mit dem diesel unterwegs. winter!
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Re: Wüstenregionen

Beitragvon Pandy » Do 7. Dez 2017, 12:58

Ich kann gut verstehen, wenn man sich darüber bewert, dass sich nichts tut, obwohl alle nur von diesen Thema sprechen.
Ich bin auch gespannt, wie sich die Ladeinfrastruktur in meiner Region im Norden Deutschlands entwickelt.
Einige wenige Ladesäulen kommen hinzu. Aber es tut sich trotz Zusagen wenig in den elektromobilen Wüstenregionen.

Schade finde ich besonders, dass so Kompetenzzentren für Ladeinfrastuktur in meiner Region geschlossen werden. Das ist ein schlechter Trend.
Es ist mir klar, dass Mitarbeiter Geld kosten, aber ein so radikaler Schnitt wie im e-Mobility-Bereich in Wolfsburg zum 31. 12. 2017 ist doch sehr heftig. Walk your talk.
Hier entsteht eine Wissenswüste. Und das mit Vorsatz.
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Re: Wüstenregionen

Beitragvon p.hase » Do 7. Dez 2017, 13:55

das geld geht für forschung drauf und ist eine umverteilung an notleidende deutsche börsennotierte kfz-hersteller und zulieferer. so erzeugt man missmut beim steuerzahler und verhindert nachhaltig elektromobilität. siehe links oben "forschungsprojekt 15 minuten schnellladen". 8 millionen geschenkte fördergelder. wieviele TYP2 22kW könnte man damit in die prärie schrauben und den strom für immer verschenken??? 1000? 10000? 100000? stück???
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Re: Wüstenregionen

Beitragvon Pandy » Di 26. Dez 2017, 00:13

Ich kann die Wut über falsch verteilte Fördermillionen verstehen. Politiker bedienen das eigene Klientel und das fährt selten selbst E-Auto. So bleiben politische Träume Träume.

Unverständlich finde ich, dass Kompetenzzentren für Elektromobilität mit großzügiger Ladeinfrastruktur einfach geschlossen werden. In Wolfsburg wird das zum 31. 12. 2018 passieren. Die e-Mobility Station macht dicht. Ob der neue Eigentümer die Ladesäulen erhält, ist ungewiss. Der benachbarte e-Cube ist ebenfalls geschlossen und hat es ja sogar bis in die Sendung von Mario Barth geschafft.


Da sollen politisch gewollt in den kommenden Jahren bis 2025 mehr als 1000 öffentliche Lademöglichkeiten in Wolfsburg entstehen, 50% der Fahrzeuge sollen bis dahin elektrisch fahren - und dann schließt man heute die Orte, an denen Multiplikatoren Mitbürger überzeugen können, diesen Umstieg mitzumachen. Diese Mitbürger werden den Umstieg auch bezahlen. Sie sollen ja diese Fahrzeuge kaufen und fahren. Da ist viel Arbeit - Überzeugungsarbeit zu leisten. Die EMS in Wolfsburg ist seit Sommer 2017 jeden Tag voller E-Fahrzeuge, die laden. Hier steht (oder stand?) die erste oder einer der ersten Schnelllader Deutschlands.

Das soll nun vorbei sein? Ich kann es noch nicht fassen.

Traurige Neujahrsgrüße von
Pandy
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Re: Wüstenregionen

Beitragvon Pandy » Mo 1. Jan 2018, 04:05

Heute war ich in Helmstedt. An der Autonomen Ladesäule in der Henkestraße befindet sich nur noch eine frisch gepflügte Ackerfläche. Nix mehr da. Keine Ladesäule, gar nichts. In der Innenstadt gibt es nun keine Schnellademöglichkeit mehr.
Das ist sehr bedauerlich.
Traurige Neujahrsgrüße
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Re: Wüstenregionen

Beitragvon benwei » Mo 1. Jan 2018, 10:37

In WOB ist der Umstieg auf E-Mobilität doch ganz einfach. Da wird per Vorgabe aus dem
Konzern das Werksangehörigen-Leasing einfach auf E-Autos beschränkt - und schwuppdiwupp haben wir alle 4-6 Monate tausende junge Gebrauchte für alle

Meine persönliche Ladewüste an der A7 zwischen Hannover und Hamburg entspannt sich dank Tank und Rast ja gerade.
Renault ZOE Intens R240, EZ 09/16, seit 07/17
Hyundai IONIQ Elektro Premium - bestellt: 13.06.18 - zugelassen 27.06.18 - abgeholt 02.07.18
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Re: Wüstenregionen

Beitragvon Pandy » So 11. Feb 2018, 20:12

Hallo Benwei,
so einfach ist das nicht. Dienstwagen von Autokonzernen wie beispielsweise Volkswagen sind ganz klar ein Steuerungsinstrument. Man kann so den Markt beeinflussen, das zeigen die Andeutungen von E-Fróristen mit einem Daimlerhintergrund. Deshalb ist gerade der Smart so erfolgreich. Bei Volkswagen ist das anders gelaufen:
Lange Zeit waren e-Fahrzeuge von Volkswagen nicht für den Dienstwagenbereich freigegeben. Als es dann im Frühjahr und Sommer 2017 möglich war, gab es einen (ganz kleinen) "run". Auf einmal war die e-Mobility Station in Wolfsburg voll. Alle 8 Säulen waren ständig belegt. Ich kenne einige VW-Dienstwagenfahrer, die GTEs oder sogar rein elektrische Fahrzeuge aus dem VW-Konzern für ein halbes Jahr probegefahren sind und sich nun schweren Herzens davon verabschieden mussten, weil sie nach 6 Monaten kein weiteres e-Fahrzeug ordern konnten. Die Nachfrage von Kunden ist zu hoch. E-Fahrzeuge sind derzeit nicht mehr als Dienstwagen freigegeben.
Wir kommen an die Kapazitätsgrenzen im Ein-Schicht-Betrieb in der Gläsernen Fabrik in Dresden. Das kann sich im Sommer 2018 ändern, wenn eine zweite Schicht eingeführt wird. Das ist offiziell angekündigt und kann in Zeitungen nachgelesen werden.

Zurück zum Thema Wüstenregionen: Es gibt nur zwei Möglichkeiten, Wüstenregionen zu beenden. Entweder mehr Ladesäulen (und ich meine Schnelllader) oder größere Reichweiten in E-Fahrzeugen.
Das Ladesäulenparadies Braunschweig rühmt sich mit 50 öffentlichen Ladesäulen auf 250.000 Menschen. Ein nettes Hämmerchen, wenn man es mit Rostock (auch etwa 250.000 Einwohner) mit 15 Ladesäulen vergleicht, wo die einzige Schnellladesäule von Volkswagen ständig zickt und ausfällt. Bis 17. 1. 18 war sie defekt:
https://www.goingelectric.de/stromtanks ... se-3/6533/
(Zwischenbemerkung: Ich hätte da gern mal ein Update, bis Sommer 2018, weil ich da Urlaub mache. Welcher Forist kann da mal ein Update einstellen? )

Aber wirklich rühmenswert ist die Situation in Braunschweig nicht, wenn man sie mit Amsterdam vergleicht, wo zeitgleich von einem Anbieter zwischen 3.000 und 10.0000 öffentliche Lademöglichkeiten zur Verfügung stehen. Ein Hammer, oder?
Auf welchem Planeten leben wir hier in Deutschland?
Eine Million E-Fahrzeuge wird es nur geben, wenn die Ladeinfrastruktur so ist, dass man auch mit dem Auto von A nach B kommt. Ich kaufe mir doch keine Straßenbahn, sondern ein E-Auto, damit ich mal meine lokale Komfortzone verlassen kann, um von einer Stadt zur nächsten zu kommen, ohne Angst zu haben, saft- und kraftstromlos liegenzubleiben.

Deshalb muss sich 2018 hier dringend etwas ändern. Ich lebe in diesem Schnellladerparadies Braunschweig, aber ich möchte mal mit meinem kleinen E-Büffel zu saftigen Weidegründen in den Wilden Osten, Wilden Süden, Norden oder Westen aufbrechen.
Alternativ muss ich mir einen größeren Büffel mit größerer Reichweite kaufen.

Mit indianischen Grüßen
Pandy
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Re: Wüstenregionen

Beitragvon freifallspoiler » Mi 14. Feb 2018, 22:05

Pandy hat geschrieben:
[...Brauschweig im Vergleich zu...]Ein nettes Hämmerchen, wenn man es mit Rostock (auch etwa 250.000 Einwohner) mit 15 Ladesäulen vergleicht, wo die einzige Schnellladesäule von Volkswagen ständig zickt und ausfällt. Bis 17. 1. 18 war sie defekt:
https://www.goingelectric.de/stromtanks ... se-3/6533/
(Zwischenbemerkung: Ich hätte da gern mal ein Update, bis Sommer 2018, weil ich da Urlaub mache. Welcher Forist kann da mal ein Update einstellen? )


Update: Keine Änderung! Auf die Schnellladung bei VW würde ich mich auch nicht verlassen bzw. mit einem Pauschalpreis von 15€ rechnen.
Wir sind hier oben im Vergleich zum Rest von Deutschland wirklich dritte Welt! Planst Du den Urlaub in Rostock bzw. Warnemünde, oder führt Dich Dein Weg lediglich dran vorbei?

Gruß aus Bargeshagen (ca. 8km westlich von Rostock - auch ohne Schnelllader)
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Re: Wüstenregionen

Beitragvon Bernd_1967 » Do 15. Feb 2018, 09:11

Pandy hat geschrieben:
Hallo Benwei,
so einfach ist das nicht. Dienstwagen von Autokonzernen wie beispielsweise Volkswagen sind ganz klar ein Steuerungsinstrument. Man kann so den Markt beeinflussen, das zeigen die Andeutungen von E-Fróristen mit einem Daimlerhintergrund. Deshalb ist gerade der Smart so erfolgreich. Bei Volkswagen ist das anders gelaufen:
Lange Zeit waren e-Fahrzeuge von Volkswagen nicht für den Dienstwagenbereich freigegeben. Als es dann im Frühjahr und Sommer 2017 möglich war, gab es einen (ganz kleinen) "run". Auf einmal war die e-Mobility Station in Wolfsburg voll. Alle 8 Säulen waren ständig belegt. Ich kenne einige VW-Dienstwagenfahrer, die GTEs oder sogar rein elektrische Fahrzeuge aus dem VW-Konzern für ein halbes Jahr probegefahren sind und sich nun schweren Herzens davon verabschieden mussten, weil sie nach 6 Monaten kein weiteres e-Fahrzeug ordern konnten. Die Nachfrage von Kunden ist zu hoch. E-Fahrzeuge sind derzeit nicht mehr als Dienstwagen freigegeben.
Wir kommen an die Kapazitätsgrenzen im Ein-Schicht-Betrieb in der Gläsernen Fabrik in Dresden. Das kann sich im Sommer 2018 ändern, wenn eine zweite Schicht eingeführt wird. Das ist offiziell angekündigt und kann in Zeitungen nachgelesen werden.

Zurück zum Thema Wüstenregionen: Es gibt nur zwei Möglichkeiten, Wüstenregionen zu beenden. Entweder mehr Ladesäulen (und ich meine Schnelllader) oder größere Reichweiten in E-Fahrzeugen.
Das Ladesäulenparadies Braunschweig rühmt sich mit 50 öffentlichen Ladesäulen auf 250.000 Menschen. Ein nettes Hämmerchen, wenn man es mit Rostock (auch etwa 250.000 Einwohner) mit 15 Ladesäulen vergleicht, wo die einzige Schnellladesäule von Volkswagen ständig zickt und ausfällt. Bis 17. 1. 18 war sie defekt:
https://www.goingelectric.de/stromtanks ... se-3/6533/
(Zwischenbemerkung: Ich hätte da gern mal ein Update, bis Sommer 2018, weil ich da Urlaub mache. Welcher Forist kann da mal ein Update einstellen? )

Aber wirklich rühmenswert ist die Situation in Braunschweig nicht, wenn man sie mit Amsterdam vergleicht, wo zeitgleich von einem Anbieter zwischen 3.000 und 10.0000 öffentliche Lademöglichkeiten zur Verfügung stehen. Ein Hammer, oder?
Auf welchem Planeten leben wir hier in Deutschland?
Eine Million E-Fahrzeuge wird es nur geben, wenn die Ladeinfrastruktur so ist, dass man auch mit dem Auto von A nach B kommt. Ich kaufe mir doch keine Straßenbahn, sondern ein E-Auto, damit ich mal meine lokale Komfortzone verlassen kann, um von einer Stadt zur nächsten zu kommen, ohne Angst zu haben, saft- und kraftstromlos liegenzubleiben.

Deshalb muss sich 2018 hier dringend etwas ändern. Ich lebe in diesem Schnellladerparadies Braunschweig, aber ich möchte mal mit meinem kleinen E-Büffel zu saftigen Weidegründen in den Wilden Osten, Wilden Süden, Norden oder Westen aufbrechen.
Alternativ muss ich mir einen größeren Büffel mit größerer Reichweite kaufen.

Mit indianischen Grüßen
Pandy


In Warnemünde, am Kirchplatz, hätte nur die Karte von den Stadtwerken funktioniert.
Bei mir kam extra jemand vorbei um freizuschalten. App ging nicht mit Paypal, obwohl es hätte funktinieren müssen.
Die Situation kann sich aber sicherlich wöchentlich ändern.
e-Golf seit 08.06.2017 (15.000km/Jahr=Erstwagen)
Passat Variant GTE seit 06.02.2017
PV-Anlage 18kWp, Speicher 13,5kWh netto
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Re: Wüstenregionen

Beitragvon Pandy » Fr 16. Feb 2018, 21:06

@ freifallspoiler
ich fahre seit 25 Jahren jedes Jahr an die Ostsee nach Warnemünde zum Urlaubmachen. Hier gibt es die meisten Sonnenstunden in Deutschland nach der Zugspitze und einen tollen Strand für Kinder. Also einfach unschlagbar.
Nun bin ich E-Mobilist geworden und arbeite mich mit meinem e-up nach Nordosten vor.
Heute war ich in Uelzen und habe in Wittingen und Suderburg an den CCS - Ladern geladen. Die Strecke ist erprobt und zuverlässig erreichbar.
Ich suche nach einer tauglichen Strecke an die Ostsee. Ein CCS-Lader im Wendland wäre klasse. Da bin ich bei meinem letzten Versuch gestrandet, als ich mit meinem E-Auto(chen) nach Rostock fahren wollte. In Dömitz war Schluss.
Ich habe 2017 erfahren, dass es in Dömitz einen Bürgermeister geben soll, der eine CCS-Schnelladesäule aufstellen will.
Das wäre aus meiner Sicht der Durchbruch.

Rostock sollte 2018/19 zum Stadt- und Universitätsjubiläum sich eine neue CCS Schnellladesäule gönnen. Das wäre finanziell drin und touristisch sinnvoll.

@bernd_1967,
vielen Dank für die INformationen zu Lademöglichkeiten in Warnemünde.
Wie kommt man an die Ladekarte der Rostocker Stadtwerke? Nur als Einwohner?

Ich habe mir bei meinem letzten Besuch (mit meinem Verbrenner) die Ladesäule im Technologiepark angeschaut:
https://www.goingelectric.de/stromtanks ... se-3/2992/
Hast du die schon mal ausprobiert? Geht die wirklich mit jeder RFID-Karte?

Viele Grüße
Pandy
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