Welche Ladetechnik setzt sich durch?

Re: Welche Ladetechnik setzt sich durch?

Beitragvon eDEVIL » So 22. Sep 2013, 11:51

Schon allein wg. dem zweiphasigen LAden macht es Sinn die Option mit zu buchen.
Mit 7KW kann mans chon akzeptabel laden .

Obwohl ich den LEaf bald 4 Wochen habe, konnt eich kein einziges mal Chademo nutzen. Diese Woche war es soweit eine Ladesäule anzusteuern, aber diese war defekt :shock: :roll: :cry:
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Re: Welche Ladetechnik setzt sich durch?

Beitragvon teutocat » Mo 23. Sep 2013, 00:03

eDEVIL hat geschrieben:
... Chademo nutzen. Diese Woche war es soweit eine Ladesäule anzusteuern, aber diese war defekt :shock: :roll: :cry:


Welche/Wo denn? Falls RWE: Du hast das doch hoffentlich gleich gemeldet, oder?

Gruß
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Re: Welche Ladetechnik setzt sich durch?

Beitragvon Super-E » Fr 27. Sep 2013, 15:56

Hallo,

ich denke, dass sich die CCS Schnittstelle durchsetzen wird. Wieso? Die CSS-Schnittstelle bietet einen vollwertigen Typ2 Anschluss+170kW Gleichstromladung on top.
Das kann derzeit zwar kein Auto und keine Station, aber ein heutiger i3 kann sich z.B an jede Typ 2 Säule hängen und in Zukunft auch an 100kW Gleichstromsäulen (auch wenn er dann nur mit 50kW lädt).

Mann muss aber klar zwischen Autoschnittstelle und Ladestationen trennen.

Auf Autobahnrastplätzen, die man nur zum Laden ansteuert wird man diese Gleichstromlader benutzen. Im privaten und halbprivaten Bereich (zu Hause, Arbeitsplatz, Supermarkt) wird es definitiv nur die billigen Typ2 Lader geben - Mann stelle sich mal vor, dass bei IKEA 100 E-Autos gleichzeitig mit 50kW laden -> 5MW? Und dann die Investitionskosten für die Ladestationen?.

Was das einzelne Auto mit der Schnittstelle macht ist jetzt davon vollkommen unabhängig. Theoretisch könnte man eine CCS - Schnittstelle auch relativ einfach in die nächste Generation ZOEs einbauen - Mit Chameleonlader+50kW Gleichstromladung.

Wozu braucht man die Gleichstromladung? Das ist eher Zukunftsmusik. Aber man will ja nicht in 10 Jahren gleich wieder obsolet sein. Wenn man dann mit seinem 100kWh Akku (der das gleiche Gewicht hat wie heute 20kWh) in den Urlaub düst, werden die Tankstellen schon mit 150kW laden müssen, damit es nicht zum Tankstau kommt. Spätestens hier ist dann Wechselstromladung an seinen Grenzen.

Mein Fazit:
Der Typ2 hat am Auto also keine Vorteile, da er im CCS integriert ist. Chademo ist nicht kompatibel zu Typ2.
Bei den Ladesäulen wird es eine Koexistenz von Typ2 und Gleichstromschnelladern geben. Letztere werden mittelfristig wohl CSS UND Chademo Stecker haben. Ob Chademo in Europa irgendwann ausstirbt? keine Ahnung. Obs ich CSS im Rest der Welt verbreitet? keine Ahnung

Hätte BMW seinem i3 einen 3phasen Lader spendiert, könnte man (je nach Auslegung) die gesamte Typ2 Landschaft voll ausnutzen und wäre der King im Ladering - hätteretät...
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Re: Welche Ladetechnik setzt sich durch?

Beitragvon Efan » Fr 27. Sep 2013, 17:10

"The number of CHAdeMO DC Quick charger installed up to today is 3073."

Quelle: http://www.chademo.com/

Die tatsächliche Anzahl an CCS-Säulen ist unbekannt, es werden 2 vermutet.

Wie man dann auf die Idee kommen kann, daß CCS Chademo ablöst, ist mir ein Rätsel.
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Re: Welche Ladetechnik setzt sich durch?

Beitragvon eDEVIL » Fr 27. Sep 2013, 18:10

Efan hat geschrieben:
Wie man dann auf die Idee kommen kann, daß CCS Chademo ablöst, ist mir ein Rätsel.

naja, wenn amn die zahlen für DE nimmt und den Einfluß der dt. Authersteller im land dazu, wird klar, das sowas durchaus passieren kann.

Warum bekommt es Nissan nicht hin, jedem ZE Händler eine chademo für lau zur verfügung zu stellen, wenn der händler diese von außen zugänglich 24/7 und strom auf eigene kosten betreibt?

Da wurde viel Vorsprung eingebüßt. Aktuell ist man in vielen gegenden von Dtld. mit dem Leaf ein "Schnarchlader" :roll:
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Re: Welche Ladetechnik setzt sich durch?

Beitragvon Jogi » Fr 27. Sep 2013, 20:03

Ich denke auch, daß mittelfristig CCS und CHAdeMO problemlos eine friedliche Koexistenz untereinander und mit Typ2 eingehen werden.
Das ist technisch relativ einfach umzusetzen und wird sogar schon angeboten (e8energy).

Darüberhinaus wird sich jedoch die Induktionsladung immmer mehr etablieren, abhängig davon, welche Ladeleistung sich damit realisieren lässt (bisher liegen die Werte eher im Bereich "Schnarchladung" oder "Mädchenstrom").
Aber der Komfort der Induktionsladung ist einfach unschlagbar.
Wenn früher alles besser war,
hätte man's ja auch so lassen können.
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Re: Welche Ladetechnik setzt sich durch?

Beitragvon lingley » Fr 27. Sep 2013, 21:29

benoit_elsass hat geschrieben:
da weiss du mehr dann als ich...recht hast du normalerweise....schreibe an renault.
renault hat mit bolloré eine partnerschaft unterschrieben und was kommt raus ?
ein neues auto 3 besitzer
bolloré batterien 250km autonomie fuer renault fluence ze kangoo ze vielleicht fuer den zoe
renault will renault zoe und twizy als nissan in den usa verkaufen rede darueber
ab 1 dezember 2013 verkauft renault den zoe in skandinavien mit einem winter paket.?????
der renault kangoo ze wird als personenwagen naechstens verkauft
neuer kleiner renault elektro ab 2015.
dacia elektro ab 2015.
eine neue battery in entwicklung mit matra.
renault denkt an einer neue uebernahme von better place
letzte news : Entwicklung des ZOE Preises dem Erfolg des BMW I3 entsprechend

ALSO VIELE NEWS

tchuess


Kommt etwa doch noch "die Batteriewechselstation" von Renault-Nissan/VW/BMW ?
Wäre ein Knaller - alle 100km, nur 5min Aufenthalt ... :roll:
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Re: Welche Ladetechnik setzt sich durch?

Beitragvon Efan » Fr 27. Sep 2013, 21:57

Batteriewechselsysteme sind in meinen Augen ein totgeborenes Kind. Nicht ohne Grund hat BetterPlace die Tore geschlossen.

Akkus sind zwar nicht so teuer wie die Autobauer uns glauben machen wollen, aber immerhin kostet ein Akku gut 7k bis 10k Euro, dieser kann bei pfleglicher Nutzung nach 3 Jahren noch 80-90% Leistung bringen, oder aber schon nach 2 Jahren unter 70% gehen, wie man aus den Sonnenstaaten der U.S. hört.

Wer also möchte seinen "gepflegten" 90%-Akku gegen einen 70%-Akku eines Sizilianers tauschen, der gerade eine Europarekordtour fährt?

Hinzu müssen natürlich ENORME Wechselkosten hereinkommen, schließlich wird ein Industrieroboter den Akku austauschen, dieser muß bezahlt und gewartet werden. Es werden einige Akkus auf Lager vorgehalten werden müssen, diese sind wertvoll, und in der Masse für Diebe sicher interessant. Die Wechselstation muß also eher bemannt sein, auch um kurzfristig Probleme zu lösen, die im Betrieb auftreten. Das alles kostet viel Geld, das der Wechselwillige im Endeffekt bezahlen soll. Und habe ich schon vom Strom gesprochen? Den gibt es auch nicht kostenlos.

Wieviel einfacher und weniger wartungsintensiv sind da schon Induktionsladestellen: Drauffahren und laden, fertig. Kein Personal, keine aufwendige Technik, superbequem.

Genau DAS wird die Zukunft der Ladetechnik sein.

Edit: Von wegen Zukunft, für den Leaf und den Ampera bereits Gegenwart:
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Zuletzt geändert von Efan am Sa 28. Sep 2013, 08:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Welche Ladetechnik setzt sich durch?

Beitragvon dkt » Sa 28. Sep 2013, 06:04

Efan hat geschrieben:
Genau DAS wird die Zukunft der Ladetechnik sein.

Edit: Von wegen Zukunft, für den Leaf und den Ampera bereits Gegenwart:
http://www.pluglesspower.com/get-started/


Die Induktionsladung muss – nach meiner Auffassung – noch die folgenden Hürden überwinden:

1. Nutznießer dieses Systems ist, neben dem Eigentümer, eigentlich vor allem das Netz mit dem System „Vehicle to Grid“. Das aber braucht als Voraussetzung, eine Norm für Induktionsladesysteme, dann, die Bereitschaft aller Autobauer das Auto bereits mit einer Systemspule auszurüsten. Hinzu kommt dann die Ladeelektronik. Hier könnte jedoch möglicherweise, die Leistungselektronik zwischen Motor und Batterie, wie bei Renault (Chamäleon) genutzt werden.

2. Die Bereitschaft, öffentliche Induktionsladestationen auf Parkplätzen zu schaffen, die dann auch von Falschparkern freigehalten werden.

3. Die Hersteller müssten für die eigene Garage dann auch routinemäßig, Ladestationen zum einfachen Einbau anbieten.

Und zum Schluss – um die große Masse der induktiv ladenden Autos nutzen zu können, müssten die Netzbetreiber attraktive Konditionen mit einfacher Handhabung anbieten, die genügend Anreiz geben, damit der Eigentümer des E-Autos, auch am System „Vehicle to Grid“, teilnimmt.

Ich habe keinen Zweifel, dass das die Zukunft des Ladeanschlusses, in der Mehrheit, werden wird. Doch – und das ist die negative Seite dieser Technik. Bis sich alle Hersteller zusammenraufen und gemeinsam mit der Politik und den Netzbetreibern das technisch schaffen, wird viel Zeit vergehen.
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Re: Welche Ladetechnik setzt sich durch?

Beitragvon Efan » Sa 28. Sep 2013, 08:43

dkt hat geschrieben:
...
Und zum Schluss – um die große Masse der induktiv ladenden Autos nutzen zu können, müssten die Netzbetreiber attraktive Konditionen mit einfacher Handhabung anbieten, die genügend Anreiz geben, damit der Eigentümer des E-Autos, auch am System „Vehicle to Grid“, teilnimmt...


Mir kommt dieses ganze „Vehicle to Grid“ vor, als hätte da jemand Subventionen abgeschöpft, eine Arbeit veröffentlicht, und jetzt bezieht sich jeder darauf.

Auch dieses System ist ein totgeborenes Kind, denn entweder bezahlt der Energieversorger genug, daß der Nachteil beim Akku-Besitzer aufgehoben wird, dann jedoch kann der Energieversorger auch gleich selber Akkus anschaffen, oder aber der Energieversorger erwartet, daß der Akkubesitzer ihm etwas schenkt, das halte ich für unwahrscheinlich.

Neben der Abnutzung des Akkus kommt noch eine geringere Flexibilität hinzu, denn woher soll ich die Reichweite nehmen, wenn ich just in dem Moment losfahren möchte, wenn der Energieversorger meinen Akku gerade auf dem Tiefpunkt hat?
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