Welche Ladetechnik setzt sich durch?

Re: Welche Ladetechnik setzt sich durch?

Beitragvon mlie » Fr 20. Sep 2013, 13:51

Nicht unbedingt, die Elektrofachbetriebe, die sich informiert und qualifiziert haben, werden bei einer Anfrage nach einer Ladestelle automatisch eine Wallbox oder eine Säule mit Typ2 und je nach Möglichkeit des Kunden 11 oder 22kW oder gar 43kW anbieten. Deckt ja mittlerweile wohl so 80% der Fahrzeuge ab (Notladung ala Kangoo/Leaf mit Typ2->Typ1-Kabel eingeschlossen).

Die early adopters a la Stromos haben den Adapter von Typ2 auf CEE32 und dann ihr Ladegerät eh im Kofferraum.

Provokativ: Wen interessiert dann da so'n CCS von drei einzelnen Herstellern mit momentaner Marktbedeutung im einstelligen Prozentbereich? Die werden sich schon noch anpassen. eher sehe ich da noch ChaDeMo-säulen oder Kombigeräte, aber der typische Parkplatz bekommt den europäischen Standard Typ2 und man hat mit Minimalinvest 80% der potentiellen EA-Fahrer glücklich gemacht...
Hieß der Mensch nicht Pareto mit seinem Prinzip 80zu20? Mit 20% der Kosten (z.B. eine Wallbox Typ2 mit FI Typ B) erreicht man 80% der Kunden, die restlichen 20% der Kunden erreicht man mit 80% der Kosten (ChadeMo/CCs Kombisäule).
Aufgrund der noch überschaubaren Anzahl an EA-Fahrern ist die Entscheidung der nächsten 4-5 Jahre wohl recht klar.

Ist so ein wenig wie Deutsches Grundig mit Video2000 vs den Rest der Welt mit VHS. 30(?) Jahre später eben CCS vs Typ2/ChadeMo.
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Re: Welche Ladetechnik setzt sich durch?

Beitragvon Twizyflu » Fr 20. Sep 2013, 13:54

Es war doch die EU, die einen einheitlichen Standard forderte und diesen bei Typ 2 Mennekes dann fand?
Wozu also CCS. Aber wir dürfen die Marktmacht von VW und BMW nicht unterschätzen.
Ich glaube an kombinierte Säulen. Hat die Kelag bei uns so vor. TYP 2, CHAdeMO, CCS
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Re: Welche Ladetechnik setzt sich durch?

Beitragvon Spürmeise » Fr 20. Sep 2013, 16:05

Twizyflu hat geschrieben:
Aber wir dürfen die Marktmacht von VW und BMW nicht unterschätzen.

Sowas denke ich auch. Liebliche Stadtwerke die bislang auf Schuko-Ladesäulen gesetzt haben, um damit ihre Elektrorollerflotte zu promoten, werden jetzt abwarten bis VW und BMW den nächsten Subventionstopf für ihr Ladesystem durchgemerkelt haben (ohne Extras wie Typ 2). Jedenfalls in Bayern.
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Re: Welche Ladetechnik setzt sich durch?

Beitragvon Spürmeise » Sa 21. Sep 2013, 18:38

mlie hat geschrieben:
Wir werden aufgrund des herbeigeredeten Fachkräftemangels wohl bald in den Stellenanzeigen lesen:"Lademöglichkeit mit Typ2 22kW für das Elektroauto des Bewerbers ist selbstverständlich auf dem Firmenparkplatz vorhanden".


Wohl eher des Elektromobilisten feuchter Traum... Wahrscheinlicher: "Ihren Cayenne bringen Sie auf unserem großzügigen Firmenparkplatz ohne weiteres unter - mit Chaffeurservice!"
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Re: Welche Ladetechnik setzt sich durch?

Beitragvon mlie » Sa 21. Sep 2013, 22:43

Na ja, wenn eine Firma ECHTE Fachkräfte sucht und nicht nur Leute, die möglichst billig sind, ist das schon ein Faktor.
Wenn zwei Firmen mir das Gleiche bieten, eine Firma versinkt bei der Frage nach der Lademöglichkeit in interne Zuständigkeitssuche, die andere teilt mit, dass das überhaupt kein Problem ist, dann ist die Wahl bei ansonsten gleichen Voraussetzungen ja wohl recht klar. In der Regel gewinnen dann natürlich die kleineren Firmen, aber das muss nicht mal schlecht sein.
Und das sind die Sachen, mit denen sich die Firmen in den nächsten Jahren beschäftigen müssen. Aber dafür gibt es hochbezahlte Human Resources Abteilungen...

Das geht natürlich nur, wenn man als höchsten Schulabschluss mehr als "Fahrschule" hat und ein wenig Berufserfahrung kann auch nicht schaden. Aber sonst wäre man ja auch keine Fachkraft. Auch wenn unsere Regierung seit Jahren daran arbeitet, im Zuge der Leistungsanpassung alles auf das Niveau der Hauptschule zu drücken, damit die Durchfallquote nicht so hoch ist...
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Re: Welche Ladetechnik setzt sich durch?

Beitragvon meta96 » Sa 21. Sep 2013, 23:06

Spürmeise hat geschrieben:
meta96 hat geschrieben:
ich hoffe, dass die Entscheidungsträger diesmal Nägel mit Köpfen machen und zukunftsorientiert >=22kW installieren


Die Entscheider werden jetzt gar nichts machen, schließlich kommen erstmal Fahrzeuge aus deutscher Produktion, die sich nicht mit dem Typ 2-Standard aufhalten.


Zum Glück haben der i3 und der eUP! auch einen Typ2. Und zum Glück hat der i3 zumindest optional einen 2Phasen Lader, d.h. Typ2-3phasig wäre somit wohl die Mindestausstattung für AC ;) ...

... obwohl konnte vor kurzen wieder eine Werbung für eine "neue, moderne" Ladesäule mit 6xSchuko und 2xCEE lesen.

Möchte man DC Ladestationen realisieren, wäre im realen Wirtschaftsleben zwischen CCS oder Chademo keine Diskussion. Weil betrachtet man die Gesamtkosten (Planung, Kabel, Fundament etc.) ist der Mehrpreis von Kombianlagen (sogar inkl. Typ2 mit 63A) gegenüber z.B. nur-CCS relativ gering (5-10%), aber man erhöht gleichzeitig die Anzahl der möglichen Kunden um 90%. Problematisch sind da eher Förderprojekte, die zwar sehr nett sind, aber oft auch dem Selbstzweck dienen (d.h. Hauptsache man bekommt dafür Kohle) und/oder auch noch lobyiert werden (z.B. mit der Vorgabe CCS und aus!). Daher wäre einmal eine Statistik interessant wieviele Typ2 / Chademo / CCS Fahrzeuge in Deutschland / Europa zur Zeit herumkurven?

Wichtig ist auch das reale Userverhalten, wann Elektromobilisten wirklich, wie, wo und wielange laden möchten. D.h. ich finde alle Alltagsberichte auf goingelectric.de dazu super hilfreich, dafür ein kleines Danke :thumb: . Vor allem auch, um blödsinnige Dinge zu vermeiden (so wie: Wir brauchen unbedingt DC-Lader an jeder Ecke ...)

Excurs: Habe gestern wieder eine neue Studie für Elektrofahrräder bekommen, wo behauptet wird, dass neue Ladestationen für Elektrofahrräder ein total wichtiger Punkt für die Verbreitung von Elektrofahrrädern ist. Mag schon stimmen, nur die Elektrofahradfahrer die ich kenne, und die es täglich verwenden, laden ihres sicher nicht/nie auf öffentlichen Ladestationen (Gewicht Lader, Zeit, Diebstahl, Regen, etc.), wenn dann max. auf Touren und dort laden viele dann auch lieber in/vor den Gasthäusern ... nach Rücksprache bei den Autoren, stellte sich heraus, dass dies allgemeine Aussagen waren, wo nur ein geringer Teil Erfahrung mit Elektrofahrrädern hatte (ganz toll, jungs!). Insofern problematisch, da diese Studie eventuell wieder als Grundlage für neue Schuko-Ladestationen herangezogen wird ... gleiches kann schnell auch bei Elektroautos passieren, vor allem aber sollen Entscheidungsträger wieder ein bisserl mehr Verantwortung nehmen und sich trauen das Richtige (d.h. was die echten Nutzer wollen) zu tun ...
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Re: Welche Ladetechnik setzt sich durch?

Beitragvon Spürmeise » So 22. Sep 2013, 07:52

meta96 hat geschrieben:
Zum Glück haben der i3 und der eUP! auch einen Typ2.

Kommt der beim i3 nicht nur mit dem CCS-Aufpreis ("Schnell Laden Wechselstrom/Gleichstrom, u.a. AC-Stecker Typ 2, 1590,-")? Bzw. was ist beim i3 das "serienmäßige Standardladekabel"?
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Re: Welche Ladetechnik setzt sich durch?

Beitragvon BuzzingDanZei » So 22. Sep 2013, 07:56

Typ2 hat er immer, in der Basis eben nur mit einphasiger Ladung.
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Re: Welche Ladetechnik setzt sich durch?

Beitragvon Twizyflu » So 22. Sep 2013, 10:22

Eben. Also ist der bmw genauso ein typ 2 auto.
Ob da jeder CCS mitkauft wird sich zeigen.
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Re: Welche Ladetechnik setzt sich durch?

Beitragvon ATLAN » So 22. Sep 2013, 10:39

Twizyflu hat geschrieben:
Eben. Also ist der bmw genauso ein typ 2 auto.
Ob da jeder CCS mitkauft wird sich zeigen.


IMHO wird fast jeder potentielle i3-Kunde gut beraten sein die 1340.- für 2. Lader incl. CCS zu Investieren, da die Flexibilität und vorallem der Wiederverkaufswert massiv eingeschränkt sind ohne diese Optionen , REX hin oder her...

MfG Rudolf
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