Wasserstoff-Zeitalter: Das kostet der Aufbau

Wasserstoff-Zeitalter: Das kostet der Aufbau

Beitragvon EV Fahrer » Mi 15. Mär 2017, 12:40

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Re: Wasserstoff-Zeitalter: Das kostet der Aufbau

Beitragvon just_cruise » Mi 15. Mär 2017, 13:05

Tja, mit nur 200 Millionen Euro Fördergeld (+ Geld der Betreiber) werden dennächst 5.000 Schnelllader für BEV gebaut. Selbst wenn die Fördergelder nur ein Drittel der Kosten für die Schnelllader ausmachen, sind das gerade mal 1% der genannten 61 Mrd., die für die H2-Infrastruktur erforderlich sind.

http://www.zeit.de/mobilitaet/2017-03/e ... estationen

Den Rest der (vorläufig) notwendigen BEV-Lademöglichkeiten gibt es entweder heute schon (bei Tank&Rast, in private Garagen, an Stellplätzen, bei IKEA, Aldi etc.) bzw. lässt sich einigermaßen kostengünstig bauen. Jedenfalls für viel viel weniger als bei H2.

Die hohen Kosten für die H2-Infrastruktur sind aber nur EIN Grund (von vielen) dafür, dass FCEV sich bei Pkw nicht durchsetzen werden. Hier und im tff-Forum gibt es ja schon etliche Diskussionen dazu.
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Re: Wasserstoff-Zeitalter: Das kostet der Aufbau

Beitragvon akg » Do 16. Mär 2017, 10:35

Krass, gibt's denn echt immer noch so viele Schwachmaten, die versuchen, das Wasserstoff-Zeitalter herbeizufabulieren? Was ist mit denen? Kann die mal einer einweisen?
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Re: Wasserstoff-Zeitalter: Das kostet der Aufbau

Beitragvon umrath » Do 16. Mär 2017, 15:18

Wasserstoff ist nicht die Zukunft.
Warum?
Weil es viel zu teuer ist!

Für 61 Milliarden Euro (so viel kostet die Infrastruktur zum tanken), könnte ich wohl jedem einzelnen Auto eine dedizierte Ladesäule in die Landschaft pflanzen, 42 Millionen Stück.
Die kosten nämlich bei derartigen Stückzahlen voraussichtlich nicht viel mehr als einen Tausender. Mal ganz abgesehen davon, dass es so viele Ladesäulen überhaupt nicht braucht.

Wie sie mit dem errechneten Strom hinkommen wollen, würde mich sehr interessieren. Das ist viel zu wenig, denn die Erzeugung von Wasserstoff aus Wasser verballert 85 % der investierten Energie.
Selbst wenn ich großzügig bin und davon ausgehe, dass sie den Wirkungsgrad bis dahin verdoppeln (was nicht gerade wahrscheinlich ist) habe ich noch immer 70 % Verlustenergie.
Das sind, sehr wohlwollend gerechnet, 3 mal mehr Strom, als wenn wir die Autos direkt beladen würden. Wir müssten also die Stromerzeugung nicht um 123 TWh nach oben drehen, sondern um 410 TWh.

Wir müssten unsere heutige Stromerzeugung also mehr als verdoppeln!
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Re: Wasserstoff-Zeitalter: Das kostet der Aufbau

Beitragvon Schneemann » Do 16. Mär 2017, 21:04

Ich glaube ja auch eher an die Zukunft der E-Mobilität. Aber kann man dem Bericht so glauben? In der Summe sind 10000 Tankstellen und Pipelines enthalten. Die Infrastruktur haben wir doch schon, bzw. wird nicht benötigt. Wasserstoff kann doch ähnlich behandelt werden wie herkömmlicher Treibstoff. Wenn ich es richtig verstanden habe, sind die Anforderungen an Aufbewahrungs- und Transportbehältnisse schon anders als bei Benzin. Aber es muss doch nicht alles auf der grünen Wiese neu aufgebaut werden. So liest sich der Artikel für mich allerdings.
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Re: Wasserstoff-Zeitalter: Das kostet der Aufbau

Beitragvon ecopowerprofi » Fr 17. Mär 2017, 09:34

Schneemann hat geschrieben:
Wasserstoff kann doch ähnlich behandelt werden wie herkömmlicher Treibstoff. Wenn ich es richtig verstanden habe, sind die Anforderungen an Aufbewahrungs- und Transportbehältnisse schon anders als bei Benzin.

Wasserstoff (H2) wird z.Zt. in großen Mengen bei der Benzinherstellung benötigt. Der wird erst bei über 200 bar flüssig. Als auf der A43 bei Recklinghausen ein H2-Transporter verunglückte brauchte man über zwei Tage um den zu bergen. Grund war die Ex-gefahr und die benötigten Sicherheit der Feuerwehr. Das einzigst wirtschaftliche ist die Beimischung im Erdgas. Dort kann man ca. 5% beimischen ohne dass zusätzliche Maßnahmen benötigt werden.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: Wasserstoff-Zeitalter: Das kostet der Aufbau

Beitragvon Themse » Fr 17. Mär 2017, 10:14

Umwandlungsverluste, Kosten, Komplizierte Technik im Auto,
alles spricht zur Zeit gegen Wasserstoff im Automobilbau !
Ob es die Forscher in Jülich nach Abschluß der Studie wohl auch gemerkt haben ? ;)
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Re: Wasserstoff-Zeitalter: Das kostet der Aufbau

Beitragvon Mei » Fr 17. Mär 2017, 10:19

just_cruise hat geschrieben:
Tja, mit nur 200 Millionen Euro Fördergeld (+ Geld der Betreiber) werden dennächst 5.000 Schnelllader für BEV gebaut. Selbst wenn die Fördergelder nur ein Drittel der Kosten für die Schnelllader ausmachen, sind das gerade mal 1% der genannten 61 Mrd., die für die H2-Infrastruktur erforderlich sind.....


Wie immer hier, wird die Hälfte vergessen.

Was kostet deine Ladesäule eigentlich, wenn das Kabel noch nicht liegt und du die Kosten mit einberechnest?
Also das Kabel von der Nordsee bis nach Rosenheim?
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Re: Wasserstoff-Zeitalter: Das kostet der Aufbau

Beitragvon umrath » Fr 17. Mär 2017, 10:38

Wie realistisch ist das? Die Kabel liegen eben schon - im Gegensatz zu Wasserstoffpipelines.
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Re: Wasserstoff-Zeitalter: Das kostet der Aufbau

Beitragvon Mei » Fr 17. Mär 2017, 11:00

umrath hat geschrieben:
Wie realistisch ist das? Die Kabel liegen eben schon - im Gegensatz zu Wasserstoffpipelines.


Genau,
das hat ja schon jemand anders bezahlt.......
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