Was passiert mit CHAdeMO in Deutschland/Europa

Re: Was passiert mit CHAdeMO in Deutschland/Europa

Beitragvon Maverick78 » Sa 18. Apr 2015, 22:18

Weil sie's können.
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Re: Was passiert mit CHAdeMO in Deutschland/Europa

Beitragvon Efan » Sa 18. Apr 2015, 22:54

Maverick78 hat geschrieben:
Weil sie's können.



offenbar können sie es ja nicht, sonst wäre CCS ja an Chademo vorbeigezogen...
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Re: Was passiert mit CHAdeMO in Deutschland/Europa

Beitragvon Karlsson » So 19. Apr 2015, 13:20

Efan hat geschrieben:
Wieso mußten sich deutsche Automobilbauer einen neuen Standard einfallen lassen, obwohl es Chademo damals schon gab?

Weil DC keine Option für Zuhause ist und zusätzlich ein weiterer AC Ladeanschluss benötigt wird. Also hat man zwei Anschlüsse, wo mit CCS nur einer nötig ist.

Bitte den Mumpitz mit der Atomkraft hier nicht breit treten, dafür kann man ja einen Extra Thread aufmachen, dann muss das nicht jeder lesen, der sich für diesen Thread interessiert.
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Re: Was passiert mit CHAdeMO in Deutschland/Europa

Beitragvon TeeKay » So 19. Apr 2015, 14:12

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Re: Was passiert mit CHAdeMO in Deutschland/Europa

Beitragvon Hamburger » Mo 20. Apr 2015, 06:33

Wenn Combo 2, wie gerne von einigen wenigen Herstellern in Deutschland proklamiert, tatsächlich DER einzige in Europa zugelassene DC-Schnellladestandard wäre, wie könnte dann eine solche EU-Förderung von CHAdeMO & Combo 2 zustande gekommen sein:
http://www.chademo.com/wp/wp-content/uploads/2015/01/2015-01-19%20EU-funded%20projects.pdf

In internationalen Veröffentlichungen heisst es:
"DC fast charging system standards IEC 61851-23 gives the requirements for “DC chargers” and provides the general requirements for the control communication between a DC fast charger and an EV. IEC 62851-24 defines digital communication between a DC fast charger and an EV.
In all of the aforementioned technical committees, CHAdeMO is among the 3 different systems that were approved to be international DC charging standards: CHAdeMO proposed by Japan (System A), GB/T by China (B), COMBO1 by the US and COMBO2 by Germany (C)."
http://www.automotiveworld.com/news-releases/chademo-officially-recognised-international-dc-fast-charging-standard-published-iec/

Die Verschwendung von Zeit und Geld in die Grabenkämpfe welcher Standard denn besser sei, sollte rasch beendet werden und das Geld besser in den raschen Aufbau eines europaweiten DC-Schnellladenetzes gesteckt werden. Wenn z.B. an ALLEN Autobahnen und Bundesstrassen alle öffentlichen Parkplätze mit WC-Anlage (PWC-Anlagen) zusätzlich eine AC+DC-Schnellladestation erhielten und alle Autos über einen DC-Schnellladeanschluss verfügen würden, kämen wir tatsächlich mit 200 km Reichweite bequem aus.
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Re: Was passiert mit CHAdeMO in Deutschland/Europa

Beitragvon Jogi » Mo 20. Apr 2015, 09:21

Hamburger hat geschrieben:
Wenn z.B. an ALLEN Autobahnen und Bundesstrassen alle öffentlichen Parkplätze mit WC-Anlage (PWC-Anlagen) zusätzlich eine AC+DC-Schnellladestation erhielten und alle Autos über einen DC-Schnellladeanschluss verfügen würden, kämen wir tatsächlich mit 200 km Reichweite bequem aus.

Wie wahr...

Leider wird's zumindest in D noch lange am Denken in alten Strukturen scheitern:

Die Fahrzeughersteller waren bisher nicht verantwortlich für die Infrastruktur um die Autos mit Fahrenergie zu versorgen.
Warum also sollten sie jetzt plötzlich diese Aufgabe schultern? Zu verdienen gibt's da ja nix.
Und genau das verhindert den massiven Einstieg anderer Player in die Ladeinfrastruktur, siehe RWE und EnBW, die legen da auch auf absehbare Zeit nur Geld drauf.

--> Es entwickelt sich keine Ladeinfrastruktur, die für Anbieter und User gleichermaßen attraktiv ist, so bleibt auch das E.-Auto weiterhin ein Nischenprodukt mit dem gleichen Makel (hohe Preise für die Kunden bei schlechten Gewinnaussichten für die Anbieter).

Es braucht dringend Ladesäulenbetreiber, die die Ladesäulen nicht als Einnahmequelle, sondern als Feature zu ihrem Kerngeschäft sehen, und damit indirekt Kundenfrequenz und -bindung, Umsatz und Gewinn optimieren können.
Aber wer sollte das (großflächig und entlang der Fernstrassen) sein, außer den Fahrzeuganbietern?

In den Städten ist ein Betrieb leistungsschwacher AC-Ladepunkte durch lokale Anbieter (auch Parkraumverwalter!) vorstellbar, aber das bringt auf Fernstrecken genau Null.

Was aus CHAdeMO hierzulande wird, ist ganz schwer vorherzusagen.
Kurzfristig wird sich nicht viel zum Besseren wenden, da gibt es einfach keine Anreize für.
Eher im Gegenteil, wenn CCS massiv wachsen sollte...
Aber auch das ist kurzfristig eher nicht zu erwarten.
Wenn früher alles besser war,
hätte man's ja auch so lassen können.
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Re: Was passiert mit CHAdeMO in Deutschland/Europa

Beitragvon eDEVIL » Mo 20. Apr 2015, 10:09

Jogi hat geschrieben:
Kurzfristig wird sich nicht viel zum Besseren wenden, da gibt es einfach keine Anreize für.
Eher im Gegenteil, wenn CCS massiv wachsen sollte...
Aber auch das ist kurzfristig eher nicht zu erwarten.

Jep. Kurzfristig wird es nur kleine Happen geben. Hier mal ein 20KW da mal ein 43KW, aber keine Steht da, wo dringend benötigt... :roll:
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Re: Was passiert mit CHAdeMO in Deutschland/Europa

Beitragvon TeeKay » Mo 20. Apr 2015, 10:44

@Jogi: Deine Ausführungen widersprechen fundamental denen des CEO von Clever. Die machen das, weil sie damit später richtig viel Geld verdienen wollen und die dänischen Versorger Angst haben, dass ihnen die Fahrzeughersteller wie Tesla das Geschäft mit der Fahrstromversorgung abnehmen.

In Norwegen ist mit Ladeinfrastruktur auch schon Geld zu verdienen. An mehreren Schnellladern gaben sich die Fahrer den Stecker in die Hand - und das für jeweils 99 Kronen pro Ladung.
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Re: Was passiert mit CHAdeMO in Deutschland/Europa

Beitragvon Karlsson » Mo 20. Apr 2015, 12:32

TeeKay hat geschrieben:
In Norwegen ist mit Ladeinfrastruktur auch schon Geld zu verdienen. An mehreren Schnellladern gaben sich die Fahrer den Stecker in die Hand - und das für jeweils 99 Kronen pro Ladung.

Und das ist auch gut so - weil dann regelt der Markt den Ausbau von alleine.
Wenn es dann später mehr Konkurrenz gibt, werden die Preise aber auch sicher wieder sinken.

Man bezahlt ja weniger den Strom als mehr die teure Infrastruktur. Macht aber ja nichts, wenn man im Normalfall billiger (und langsamer) lädt. Für die Strecken, wo man dann die teure Infrastruktur braucht, ist der Preis auch ok.
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Re: Was passiert mit CHAdeMO in Deutschland/Europa

Beitragvon Jogi » Mo 20. Apr 2015, 20:45

TeeKay hat geschrieben:
@Jogi: Deine Ausführungen widersprechen fundamental denen des CEO von Clever. Die machen das, weil sie damit später richtig viel Geld verdienen wollen

Früher wollte ich auch später mal schön, reich und berühmt werden.
Und jetzt schau mich an... :cry:

und die dänischen Versorger Angst haben, dass ihnen die Fahrzeughersteller wie Tesla das Geschäft mit der Fahrstromversorgung abnehmen.

Jetzt mal langsam:
Tesla macht mit der Fahrstromversorgung kein Geschäft, sondern bietet diesen Service als Feature an (natürlich kalkulatorisch in die Fahrzeuge eingepreist).
Das ist es, was ich mit "Feature zur Förderung des Kerngeschäftes" (hier: Fahrzeugverkauf) meine.

In Norwegen ist mit Ladeinfrastruktur auch schon Geld zu verdienen.

Ich sprach aber explizit von "hierzulande".

An mehreren Schnellladern gaben sich die Fahrer den Stecker in die Hand - und das für jeweils 99 Kronen pro Ladung.

Das sind ca. 12,--€.
Wenn das Fahrzeug in der Anschaffung nicht teuerer als ein Verbrenner kommt (dank entsprechender Besteuerung), kann man auch für die Schnellladung, so sie bedarfsgerecht dargeboten wird, diesen Obulus bezahlen.
Die Norweger können anscheinend rechnen.
Wenn früher alles besser war,
hätte man's ja auch so lassen können.
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