warum in D fast ausschließlich 22kW typ2 säulen?

Re: warum in D fast ausschließlich 22kW typ2 säulen?

Beitragvon ElektroAutoPionier » Fr 13. Nov 2015, 12:05

Berndte hat geschrieben:
...
Dazu bin ich schon mit Phoenix e-mobility in Kontakt... nein, nicht wegen der RWE-Säulen, sondern für zukünftige Standorte.

Wenn ich das mit simpelsten Mitteln bei den Crowdfunding-Boxen machen kann, dann sollten das die kommerziellen Anbieter auch können!

Mit wem hast du denn Kontakt? PHOENIX bietet keine 43KW-fähigen Typ2-Stecker an. Die Platine kann das.
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Re: warum in D fast ausschließlich 22kW typ2 säulen?

Beitragvon PowerTower » Fr 13. Nov 2015, 12:13

rolandk hat geschrieben:
Welche Form von Intelligenz soll das sein? Die Ladesäule am Typ2 Anschluß gibt mit dem PWM-Signal vor, welche Leistung das Fahrzeug ziehen darf und basta. Da gibt es keine verschiedenen Bestandsfahrzeuge und das bringt auch keine Säule durcheinander.

1 Fahrzeug dran: PWM 43kW
2 Fahrzeuge dran: 2 x PWM 22kW

Es ging um den anderen Fall Roland, nämlich um die dynamische Lastregelung. Wenn nun eine Ladesäule einem nicht intelligenten Fahrzeug versucht Ströme zwischen 6 und 63 A vorzudiktieren, das Ladegerät aber fest auf z.B. 32 A eingestellt ist (das ist unter anderem der Fall bei zwei parallel arbeitenden Zivan NG9 im Kofferraum), dann funktioniert das eben nicht unbedingt.

Gruß
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Re: warum in D fast ausschließlich 22kW typ2 säulen?

Beitragvon rolandk » Fr 13. Nov 2015, 12:25

PowerTower hat geschrieben:
Es ging um den anderen Fall Roland, nämlich um die dynamische Lastregelung. Wenn nun eine Ladesäule einem nicht intelligenten Fahrzeug versucht Ströme zwischen 6 und 63 A vorzudiktieren, das Ladegerät aber z.B. fest auf 32 A eingestellt ist (z.B. zwei gleichzeitig laufende Zivan NG9 im Kofferraum), dann funktioniert das eben nicht unbedingt.


willst Du damit sagen, das dort mit einem auf 32A eingestellten Lader an Typ2 keine Regelung vorgenommen wird? Sprich, der würde an 16A Typ2 das System abschiessen?
Gut, für solche Fälle haben wir es jetzt an einer Ladestation so realisiert, das, wenn die Ströme zu hoch werden, der Anschluß einfach abgeschaltet wird.

Wobei hier bei der Ausgangsfrage das Problem ja gar nicht auftreten könnte. Denn weniger als 32A würde es ja nicht geben. Entweder 63A oder 32A, eine weiter gehende Regelung findet nicht statt. Es wäre erst dann ein Problem, wenn der Zivan mehr als 32A ziehen wollte, und er sich dann nicht an die Regeln hielte.

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Re: warum in D fast ausschließlich 22kW typ2 säulen?

Beitragvon PowerTower » Fr 13. Nov 2015, 12:32

Genau so ist es, wir müssen manchmal noch darüber nachdenken "kann die Säule nun wirklich 32 A oder doch bloß 16 A?". Leider sieht man das der Typ2 Steckdose nicht an und die Angaben im Verzeichnis schwanken auch ab und zu. Entscheidet man sich falsch schießt man sie ab. Das ist im Prinzip das gleiche wie wenn ein ZOE an einer CEE16 hängt und man die mobile Wallbox auf 32 A stellt. Gehen tut das, für einen kurzen Moment. ;)

Die Lastregelung zwischen 32 und 63 A ist unkritisch, es sei denn man schaltet noch weitere Ladegeräte dazu. Freaks gibt es, aber zum Glück nur wenige. :lol:

Das ist aber sowieso ein zunehmend vernachlässigbares Thema. Unintelligente Fahrzeuge gehen heute über Schuko nicht hinaus und die paar Bestandsfahrzeuge mit leistungsfähigen, aber nicht regelbaren Ladegeräten werden zumindest nicht mehr werden.
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Re: warum in D fast ausschließlich 22kW typ2 säulen?

Beitragvon wp-qwertz » Fr 13. Nov 2015, 15:15

Berndte hat geschrieben:
...
Stellt euch mal vor, dass RWE ihre 2x22kW Standardsäulen alle auf ein Lastmanagement "light" umbaut.
Also wenn nur einer am laden ist bekommt er die vollen 43kW auf den einen Port, wenn noch wer dazu kommt, dann wird halt geteilt. ...
Wenn ich das mit simpelsten Mitteln bei den Crowdfunding-Boxen machen kann, dann sollten das die kommerziellen Anbieter auch können!


tolle idee! wäre doch super!
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Re: warum in D fast ausschließlich 22kW typ2 säulen?

Beitragvon Berndte » Fr 13. Nov 2015, 19:25

ElektroAutoPionier hat geschrieben:
...Mit wem hast du denn Kontakt? PHOENIX bietet keine 43KW-fähigen Typ2-Stecker an. Die Platine kann das.


Mit Hr. Ew***d bin ich in regem Austausch.
Und dass Phoenix keine 43kW hat macht ja nix... ich habe die Bals mit 63A genommen und zusammen haben wir ein wenig an der Software der Phoenixsteuerung rumgetüftelt um den Hella Aktuator vernünftig zu nutzen.

Aktuell bin ich dabei hier die Verriegelung in der Säule nach Ladeende zu öffnen.
Also kann ein nachfolgender das fertig geladene Fahrzeug ausstecken.

Der Vorteil ist ja, dass ich das jetzt an der neuen Säule alles austesten kann.
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Re: warum in D fast ausschließlich 22kW typ2 säulen?

Beitragvon Berndte » Fr 13. Nov 2015, 19:29

AbRiNgOi hat geschrieben:
Zu Deinem Lastmanagement hätte ich eine Anmerkung:

Eins ist klar: wenn nur einer lädt, dann die vollen 43kW. Und wenn ich anstecke, bekomme ich eine Vorhersage, wann das Fahrzeug fertig ist. Und darauf will ich mich verlassen können. Also nicht, ich hetze mich beim Zahlen im Kaffee, und dann wurde aber nur mit 22kW geladen, weil ein zweiter dazugekommen ist, eine weiter halbe Stunde warten. :? Daher meine Idee:
Der zweite geht mit 3kW in "Bereitschaft" bis der erste Energie frei gibt. Wenn dieser dann langsam selber runter regelt, geht umso mehr an den zweiten. Vorteile? Klar: der erste ist schneller fertig und ist berechenbar, dem zweiten passiert nix. Selbst wenn er sich gleich nach dem ersten ansteckt, hat er nach der halben zeit dann die doppelte Leistung, er ist zur gleichen Zeit fertig, wie wenn er 22kW bekommen hätte. Vielleicht sogar früher, weil der zweite schon vor Ablauf der ersten Halbzeit etwas bekommt, ja wenn der erste abregelt sogar mehr. Ich denke dass dann beide schneller fertig sind. Auch sind diese dann gestaffelt fertig, daher kann ein dritter früher anstecken, wenn auch nur wieder in Bereitschaft. Dieser müsste sonst warten bis beide fertig sind, so kann er schon anstecken und die Zeit in der Kneipe nutzen :D
Kurz: auch bei "Vollauslastung" beider Stecker wird es schneller.


Technisch ist das alles kein Problem, aber hier hauen einen dann schnell die Kosten richtig um die Ohren.
Das bei der 750€ Variante der CF-Box zu realisieren ist so gut wie unmöglich.

Aber du kannst dich gern daran versuchen. Unterstützung bekommst du hier auch mit Sicherheit.
Bis jetzt hat diesbezüglich noch keiner bei mir Bedarf angemeldet, der das auch konkret mal bei sich einsetzen will und auch bereit ist die Kosten und das kleine Risiko des Misserfolges zu tragen.

Mir schwebt da zB. mal ein Supermarktparkplatz mit 100A Anschluss und 10 Typ2 Ladedosen dynamisch geregelt vor.
Ist mal ne Herausforderung! Im Moment ist es ja schon schwer mehr als 2 Fahrzeuge zum Testen gleichzeitig zu bekommen ;)
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Re: warum in D fast ausschließlich 22kW typ2 säulen?

Beitragvon prophyta » Fr 13. Nov 2015, 20:00

Bernd, nicht vergessen deine guten Ideen patentieren zu lassen. :!:
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Re: warum in D fast ausschließlich 22kW typ2 säulen?

Beitragvon Berndte » Fr 13. Nov 2015, 20:02

Bin ich wohl zu blöd für ;)
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Re: warum in D fast ausschließlich 22kW typ2 säulen?

Beitragvon rolandp » Sa 14. Nov 2015, 08:01

Aktuell bin ich dabei hier die Verriegelung in der Säule nach Ladeende zu öffnen.
Also kann ein nachfolgender das fertig geladene Fahrzeug ausstecken.

@ Berndte
Das ist eine tolle Idee von Dir und sollte eigentlich in die Ladeboxennormung aufgenommen werden !


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