VW plant auf eigenen Parkplätzen 12 000 Ladestellen

Re: VW plant auf eigenen Parkplätzen 12 000 Ladestellen

Beitragvon THellweg » Sa 20. Jun 2015, 04:29

lautlos-unterwegs hat geschrieben:
Woher soll das Finanzamt auch wissen, dass du dein Auto mit Strom tankst?
Ich wüsste nicht, dass mein Finanzamt weiß, welches Auto ich fahre. Es sei denn die lesen hier mit


Hallo lautlos-unterwegs,
das ist ganz einfach. Die Sache ist die - der Umstand ist der:
eAuto=Geschäftsfahrzeug > Abschreibung-Fahrzeugkosten in Steuererklärung + Fahrtenbuch (10% Regelung)
Daher weiss das Finanzamt davon!
Bei etwa 25tkm/Jahr im Fahrtenbuch legt ein Verbrennerfahrer i.d.R. einen Schuhkarton voller Tankquittungen vor!
Ein EV-Fahrer, wie z.B. ich, legt dem Finanzamt stattdessen seine Quartalsabrechnungen für (z.B.) RWE-Autostrom vor.
Die paar, darin aufgeführten, kostenpflichtigen Ladungen summieren sich aber nur auf etwa 250€/Jahr, weil ich vorwiegend kostenlose Ladepunkte nutze, wie z.B. die Ökostrom-Ladesäule der Stadtwerke Soest.
Wann und wie oft ich diese kostenlose Ladesäule nutze sollte dem Finanzamt doch völlig egal sein und ich glaube auch nicht, dass ich damit Steuerhinterziehung betreibe oder, dass jemand beim Finanzamt nun eine Schätzung meines realen EV-Stromverbrauches vornimmt um mich der Steuerhinterziehung zu beschuldigen. Sind wir uns da einig?

Viele Grüße,
Thomas
#1 Ioniq electric premium (aurora) ersetzte Zoe #1 seit 10/17. #2 ZOE Intens (schwarz, Jahreswagen, q210) seit 12/15
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Re: VW plant auf eigenen Parkplätzen 12 000 Ladestellen

Beitragvon Hamburger » So 21. Jun 2015, 09:22

Da wir ja alle durchschnittlich nur um die 40km Pendelstrecke also 20km einfache Strecke fahren und über Nacht zu Hause laden, sollte das Thema "Geldwerter Vorteil für Laden von Mitarbeiter-Elektrofahrzeugen am Arbeitsplatz" eigentlich per Gesetz wegen Geringfügigkeit keine Anwendung finden und auch keine teure Messeinrichtung pro Ladesteckdose notwendig sein:
20 km x 15 kW/100 km => 3 kW x 0,3 EUR/kw = 0,9 EUR/Tag x 220 Tage = 198 EUR : 12 Monate = 16,50 EUR/Monat

Obwohl so einfach ist das Thema in Summe betrachtet möglicherweise wohl doch nicht :?: :shock:
http://www.datev.de/portal/ShowContent.do?pid=dpi&rid=595412
Ein findiger Steuerrechtler sollte doch eigentlich bereits heute einen legalen Weg finden, wie Arbeitgeber ihre Mitarbeiter beim Umstieg auf die Elektromobilität unterstützen können und diesen Weg auch publizieren.

Aber hey, wir wollen ja nicht zwingend kostenlos in der Firma laden ... wäre zwar schön, aber überhaupt Anspruch auf Ladesteckdosen am Arbeitsplatz zu fairen Bedingungen zu haben, wäre der Verbreitung von Elektrofahrzeugen durchaus förderlicher als jedes Leuchtturmprojekt. Die Arbeitgeber sollten den Strom zum Selbstkostenpreis pauschaliert per individuellen Entfernungskilometern abgerechnet abgeben können. Das vielleicht kombiniert mit einer dem Lastprofil und der Abfahrtszeit angepassten Laderegelung und den daraus resultierenden Einnahmen verrechnet, könnte dann doch noch zu kostenlosem Stromtanken im Betrieb führen. :roll:
seit 16.09.16 : i3 94Ah :)
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Re: VW plant auf eigenen Parkplätzen 12 000 Ladestellen

Beitragvon Berndte » So 21. Jun 2015, 10:05

Deine obige Rechnung hat einen gravierenden Fehler drin,
deshalb stimmt deine Endsumme von 16,50€ im Monat überhaupt nicht. ;)

Mir sind mehrere Firmen bekannt, welche einen Stromeinkauf von weit unter 10 Cent/kWh haben!
Deshalb kommt an monatlichen Kosten maximal 5€ raus.
Und ja, es gibt schon legale Wege das auch zu machen.... wenn man will!

O-Ton Vorstandsvorsitzender zu mir: "Wegen den 5€ im Monat werde ich der Lohnbuchhaltung sicher nicht noch einen extra Posten zumuten -> der Strom wird verschenkt, Basta!"
Sep 2014: Renault Zoe
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Okt 2015: 2x 43kW und 1x 14kW am Arbeitsplatz
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Re: VW plant auf eigenen Parkplätzen 12 000 Ladestellen

Beitragvon 300bar » So 21. Jun 2015, 10:18

Berndte hat geschrieben:
O-Ton Vorstandsvorsitzender zu mir: "Wegen den 5€ im Monat werde ich der Lohnbuchhaltung sicher nicht noch einen extra Posten zumuten -> der Strom wird verschenkt, Basta!"

Auch mit verschenken wäre das Thema "geldwerter Vorteil" nicht vom Tisch. Das ist ein heikles Thema und Steckenpferd von Betriebsprüfern. Bei einer Steuerprüfung würde dies den Mitarbeitern nachträglich angerechnet werden.
Das wäre meines Erachtens nur dann lösbar, wenn alle Ladesäulen öffentlich und barrierefrei nutzbar sind.
Mitarbeiter würden dann eben zufällig auch dort laden, wie jeder Betriebsfremde.
Gruß Reinhard
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Re: VW plant auf eigenen Parkplätzen 12 000 Ladestellen

Beitragvon Berndte » So 21. Jun 2015, 11:03

... du hast verstanden, wie das einfach zu lösen ist ;)
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Re: VW plant auf eigenen Parkplätzen 12 000 Ladestellen

Beitragvon fabbec » So 21. Jun 2015, 22:12

12000 Landestellen mit typ2 und 3,7kw für ihre etron Blabla und bestimmt mit irgendwelchen Wirtschaftlichen Hilfen
Omg

Ich klatsch erst in die Hände wenn die 11kw und mehr haben! Dann wäre es eMobilitäts förderlich!
mit eAuto rund um die Welt https://www.nomiev.com/80edays/blog/ oder fb /NoMiEVmobility/
Tesla 1000EUR Rabat Referral link: http://ts.la/detlef8569
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Re: VW plant auf eigenen Parkplätzen 12 000 Ladestellen

Beitragvon Spüli » So 21. Jun 2015, 22:29

Moin!
So lange ein Typ2 Kabel nicht bei den PlugIns Serie ist, kann es nur Schuko werden. Die Werksangehörigen tauschen die Leasingkisten nach 6-9 Monaten und achten genau auf die Preise. Teilweise gibt es auch gleich Tankkarten dazu.

Auf einem solchen Parkplatz braucht auch niemand 11 oder mehr kW. Für Gäste gibt es gesonderte Bereiche (oder einen Triple?).
Gruß Ingo
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Re: VW plant auf eigenen Parkplätzen 12 000 Ladestellen

Beitragvon feuerwagen » Mo 22. Jun 2015, 07:58

300bar hat geschrieben:
Berndte hat geschrieben:
O-Ton Vorstandsvorsitzender zu mir: "Wegen den 5€ im Monat werde ich der Lohnbuchhaltung sicher nicht noch einen extra Posten zumuten -> der Strom wird verschenkt, Basta!"

Auch mit verschenken wäre das Thema "geldwerter Vorteil" nicht vom Tisch. Das ist ein heikles Thema und Steckenpferd von Betriebsprüfern. Bei einer Steuerprüfung würde dies den Mitarbeitern nachträglich angerechnet werden.
Das wäre meines Erachtens nur dann lösbar, wenn alle Ladesäulen öffentlich und barrierefrei nutzbar sind.
Mitarbeiter würden dann eben zufällig auch dort laden, wie jeder Betriebsfremde.


Mann habt Ihr Probleme in Deutschland! Da gehört der Steuermafia ja mal wirklich ein Tritt in den Hintern. Wenn ichs recht bedenke versaufe ich täglich auf Kosten meines Arbeitgebers mehr als 5.-- Stutz an Kaffee und da kräht kein Hahn danach, obwohl die Kaffeemaschine sicher teurer ist als eine 16A Dose zum Scharchen während der Arbeitszeit.
Ganz zu Schweigen der Unterhalt. Die wird jeden Tag frisch gefüllt und geputz. Sollte beim Strom unnötig sein - obwohl in der Schweiz weiss man ja nie ;-)
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Re: VW plant auf eigenen Parkplätzen 12 000 Ladestellen

Beitragvon Pumi » Mo 22. Jun 2015, 08:33

fabbec hat geschrieben:
12000 Landestellen mit typ2 und 3,7kw für ihre etron Blabla und bestimmt mit irgendwelchen Wirtschaftlichen Hilfen
Omg

Ich klatsch erst in die Hände wenn die 11kw und mehr haben! Dann wäre es eMobilitäts förderlich!

Für mich ist beim besten Willen keine sinnvolle Kombination aus Länge der Fahrt zum Betrieb und täglicher Arbeitszeit vorstellbar, bei der man während der Arbeitszeit die für die Anfahrt verbrauchte Energie NICHT auch mit Typ2 und 3,7 kW wieder aufladen könnte.

Natürlich ist mehr immer besser, aber wozu es auf einem Werks-Parkplatz, wo das Auto eh 8 Stunden unbewegt herum steht, unbedingt 11 kW oder mehr sein müssen, ist mir absolut unverständlich.

Ständige "immer mehr"- und "was ihr macht, reicht mir nicht"-Forderungen sind der eMobilität sicher auch nicht förderlich.
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Re: VW plant auf eigenen Parkplätzen 12 000 Ladestellen

Beitragvon Berndte » Mo 22. Jun 2015, 08:45

... weil es einfach sinnfrei ist eine Typ2 Dose nur mit einer Phase zu belegen und diese auch noch auf 16A zu begrenzen.
Es gibt keinen Kostenunterschied, die 2 Kupferadern mehr sind im Gesamtpreis des Anschlusses im Promillebereich.
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