Vorstellung: Projekt Ladekonzept für Taxis in Ingolstadt

Re: Vorstellung: Projekt Ladekonzept für Taxis in Ingolstadt

Beitragvon AndiH » Mi 8. Mär 2017, 13:36

Die Stadtwerke Ingolstadt sind doch bei Ladenetz.de (https://www.ladenetz.de/partner/stadtwerkepartner) dabei? Dann sollte sie auch in der Lage sein öffentliche Ladestationen mit Abrechnung zu installieren und an den eigenen Säulen ein "Sondertarif" für Großverbraucher wie z.B. E-Taxis einzustellen. Das Roaming mit TNM, ChargeNow und anderen sollte damit auch kein Problem sein und die Netzseite wäre dann auch erledigt.

Gruß

Andi
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Re: Vorstellung: Projekt Ladekonzept für Taxis in Ingolstadt

Beitragvon wchriss » Mi 8. Mär 2017, 14:39

Barthi hat geschrieben:
Nichtsdestotrotz muss man Chademo zugute halten, dass es der erste vernünftige Schnellladestandard war, der die E-Mobilität vorangebracht hat und aufgrund von den beiden Nissans (was beides gute Autos sind), hat er im Moment noch auf jeden Fall seine Daseinsberechtigung.


Ja auf alle Fälle, nicht zu vergessen daß entzwischen schon eine ganze weile die Chademo-Adapter für Tesla´s unterwegs sind.
Da habe ich auch schon einige damit laden sehen.

Verdrehst du da nicht ein bischen die Tatsachen, Chademo gab es schon lange vor CCS, also ist in meinen Augen CCS völlig überflüssung, was die Steckervielfalt angeht. Dein Argument das es Platzsparender ist, lasse gelten. Vergiss aber nicht wie das dann mal in 7 oder 10 Jahren ist, wenn die Anschlüsse nicht mehr neu sind, da hat ein 2-Steckersystem eindeutige vorteile was den Verschleiß angeht !
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Re: Vorstellung: Projekt Ladekonzept für Taxis in Ingolstadt

Beitragvon Barthi » Mi 8. Mär 2017, 15:46

wchriss hat geschrieben:
Verdrehst du da nicht ein bischen die Tatsachen, Chademo gab es schon lange vor CCS, also ist in meinen Augen CCS völlig überflüssung, was die Steckervielfalt angeht.
Hast du meinen Post richtig gelesen? Ich habe doch gesagt, dass Chademo als erstes kam. Im Moment ist keines von beiden Standards überflüssig

wchriss hat geschrieben:
Vergiss aber nicht wie das dann mal in 7 oder 10 Jahren ist, wenn die Anschlüsse nicht mehr neu sind, da hat ein 2-Steckersystem eindeutige vorteile was den Verschleiß angeht !
Wart mal ab, bis jetzt gibts noch keine belegbaren Erfahrungen mit 10 Jahre alten CCS-Steckern.
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Re: Vorstellung: Projekt Ladekonzept für Taxis in Ingolstadt

Beitragvon Sewi » Mi 8. Mär 2017, 20:18

150kW hat geschrieben:
Sewi hat geschrieben:
...auch der e-tron ist ein Kleinserien-Konzept
Angebliche geplante Stückzahl ist 60.000 pro Jahr. Das Werk in dem er gebaut wird, schafft derzeit über 100.000 Audi A1 pro Jahr. Passt also grundsätzlich.
Google hat bisher was von "100 Stück" ausgespuckt. Für wann sind die 60k geplant?

150kW hat geschrieben:
Sewi hat geschrieben:
7,2kW ist aber auch nur sehr begrenzt sinnvoll und im deutschen Stromnetz quasi nicht in großem Stil genehmigungsfähig.
Zweiphasig (so wie beim e-Golf ;) ) schon.

7,2kW = 32A einphasig war gemeint. Aber auch zweiphasig bestätigt wieder 22kW als sinnvolle Größe für Ladestationen.

150kW hat geschrieben:
Sewi hat geschrieben:
Wir haben einen Standard, der nennt sich CHAdeMO, einen möchtegern-Standard namens CCS, der praktisch kaum Unterstützung in Fahrzeugen hat,...
Na ja, viele Fahrzeuge haben entweder CCS (Ioniq, Ampera-e), es ist optional (e-Golf, e-Up, i3), es ist zukünftig geplant (ZOE, e-tron, EQ, MEB,..) oder Gerüchte zur Umstellung sind im Umlauf (Leaf, Soul).

Absichtlich verbreitete Falschinformationen ("Fake News") trifft es eher. Die Aussage habe ich auch bekommen und habe gemein wie ich bin bei Nissan nachgefragt. Dort ist - auch nach konzerninternen Rückfragen - nichts, aber auch rein gar nichts bekannt, dass CCS konkret oder auch nur geplant ist. Das BMWI konnte keine Quelle nennen und hat jetzt vermutlich einen mehr oder weniger freundlichen Brief von Nissan vorliegen. Den gleichen Wahrheitsgehalt würde ich der Zoe zurechnen. e-tron ist VW und gerade die haben das Steckerchaos ja mit verursacht, also werden sie selbstverständlich momentan CCS angeben.

Dennoch ist Type 2 für AC derzeit unumstritten. Selbst Nissan liefert (vermutlich eher unfreiwillig) Type 2 -> Type 1 Kabel mit aus. Für DC sieht es aus wie an Tankstellen, wo es auch quasi nur "Tripletanker" für Diesel, E10 und Super gibt (plus/minus ein paar Sorten). Alles außer einem Triplelader ist für öffentliches DC derzeit Unsinn, weil auf Grund des aktuellen Mix bei Neuwagen in den nächsten 10 Jahren definitiv noch beide Stecker geben wird. Bis dahin wird sich (vielleicht) abzeichnen, ob sich einer durchsetzt.
(Wobei ich Micro USB noch nicht ganz abschreiben würde... :lol: )

Barthi hat geschrieben:
Dito.
@sewi: CCS ist kein "Möchtegern-Standard", er IST Standard.
Übrigens arbeitet grad der Verein CharIN daran, alle Fahrzeughersteller der Welt zu CCS zu bringen und es sind sogar schon so gut wie alle wichtigen an Bord.

Ja, CCS ist Standard. In Deutschland. Auf dem Papier ;)
Von Nissan habe ich schwarz auf weiß, dass dem nicht so ist, auch wenn die CCS-Lobby das gerne (ohne Quellen oder Belege und bis zu den obersten Ebenen) behauptet. Bei anderen Herstellern habe ich mangels persönlichem Interesse nicht nachgefragt.
Ich sage ja gar nicht, dass sich CCS nicht durchsetzen wird. Derzeit klafft zwischen Wunsch bzw. eigenem Empfinden und der Realität einfach noch eine riesengroße Lücke. Am Ende bin ich derzeit doch wieder bei Tripleladern, alles andere ist für DC Unsinn.
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Re: Vorstellung: Projekt Ladekonzept für Taxis in Ingolstadt

Beitragvon 150kW » Do 9. Mär 2017, 09:02

Sewi hat geschrieben:
Google hat bisher was von "100 Stück" ausgespuckt. Für wann sind die 60k geplant?
Dann meinst du wohl den R8 e-tron. Der ist inzwischen aber schon eingestellt. Ich meinte den e-tron quattro.

Sewi hat geschrieben:
7,2kW = 32A einphasig war gemeint.
Ich weiß. Ich wollte nur darauf hinweisen das 7,2kW auch zweiphasig (2x3,6kW) sein kann.

Sewi hat geschrieben:
Absichtlich verbreitete Falschinformationen ("Fake News") trifft es eher. Die Aussage habe ich auch bekommen und habe gemein wie ich bin bei Nissan nachgefragt. Dort ist - auch nach konzerninternen Rückfragen - nichts, aber auch rein gar nichts bekannt, dass CCS konkret oder auch nur geplant ist.
Logisch, sonst wäre es ja bestätigt und kein Gerücht/Vermutung. Und nimm es mir nicht übel, aber konzerninterne Strategien und Planungen gibt man nicht einer beliebigen Anfrage preis.

Sewi hat geschrieben:
Den gleichen Wahrheitsgehalt würde ich der Zoe zurechnen.

"Französischen Medien gegenüber hat Renault bestätigt, dass man zukünftig den Schnellladestandard CCS Combo DC verwenden wird."
http://www.elektroauto-news.net/2016/re ... rhaeltlich
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Re: Vorstellung: Projekt Ladekonzept für Taxis in Ingolstadt

Beitragvon ecopowerprofi » So 12. Mär 2017, 03:40

Barthi hat geschrieben:
Welche Probleme könnte uns die LSV (Ladesäulenverordnung) denn machen?

Wenn eine Ladesäule öffentlich ist, dann besteht die Möglichkeit, dass, wenn ein Taxi Laden muss, die Ladesäule durch dritte belegt ist. Die Fahrstrecken werden vom Disponenten optimiert. Auch die Standzeiten an der Ladesäulen sollten auf ein Minimum beschränkt werden. Stehen dann fremde Fahrzeuge an der Säule, dann ist jede Disposition dahin.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: Vorstellung: Projekt Ladekonzept für Taxis in Ingolstadt

Beitragvon Fluencemobil » So 12. Mär 2017, 08:38

Deshalb könnte eine Kooperation mit der Stadt und Audi ( wenn sie sich finanziell einbringen) Sinn machen, wenn an einfach reichlich typ2 in der Stadt verteilt aufgestellt werden.
Da die Taxis nicht am Taxistand warten sollen, können sie so je viertel / halbe stunde die sie frei sind, an einer Ladesäule warten. Der Preis an der öffentlich nutzbaren Säule muss hält so gewählt werden, das sie nicht als Parkplatz für die e-trons missbraucht werden. Deshalb wäre es wichtig wenn ihr euch finanziell beteiligt, auch ein Mitspracherecht zu bekommen was die spätere Preisgestaltung bzw. Anpassung in ein paar jahren angeht.
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Re: Vorstellung: Projekt Ladekonzept für Taxis in Ingolstadt

Beitragvon ecopowerprofi » So 12. Mär 2017, 09:41

Fluencemobil hat geschrieben:
Da die Taxis nicht am Taxistand warten sollen, können sie so je viertel / halbe stunde die sie frei sind, an einer Ladesäule warten.

Das funktioniert in Spitzenzeiten nicht. Deswegen gibt es in Bochum das Wechseltaxi. Das steht an der Schnellladesäule und bei Bedarf wird dann nur das Fahrzeug getauscht. Deswegen kann die Säule auch nicht öffentlich sein. Die Säule habe ich gestern erst angeschlossen. Daher kann man noch nicht über Erfahrungen berichten. So in zwei bis drei Monate wird man wissen wie oft ein Fahrzeug gewechselt werden muss oder ob andere Lösungen vielleicht auch funktionieren. Aber erst mal wollte man kein Risiko eingehen. Zusätzlich gibt es für jedes Fahrzeug am Abstellplatz noch eine Wallbox, sodass bei Schichtbeginn das Fahrzeug voll geladen ist.
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Re: Vorstellung: Projekt Ladekonzept für Taxis in Ingolstadt

Beitragvon Fluencemobil » So 12. Mär 2017, 10:29

Ja ist auch eine Möglichkeit. Nur was ist wenn 2 Taxis gleichzeitig eine große Fahrt bekommen?
Da wäre es besser gewesen, das Geld was der Schnelllader gekostet hat, in viele typ2 ( mit einem Partner noch mehr) gesteckt zu haben. So das alle Taxis ihre standzeiten mit laden verbringen können, so das sie zur Spitzenzeit alle fast wieder voll sind.
Für den Fall das es den ganzen Tag regnet (oder Silvester ist), braucht man danndoch einen Schnelllader.
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Re: Vorstellung: Projekt Ladekonzept für Taxis in Ingolstadt

Beitragvon ecopowerprofi » So 12. Mär 2017, 14:50

Fluencemobil hat geschrieben:
Nur was ist wenn 2 Taxis gleichzeitig eine große Fahrt bekommen?

Man fährt den Akku ja nicht ganz leer. Wenn der SoC weniger als 50% beträgt, dann tauscht man das Fahrzeug sobald man in der Nähe ist. Der Disponent weiß ja wie viel jeder gefahren ist und kann dafür sorgen, dass nicht alle auf einmal tauschen wollen. Das ist dann eine Aufgabe des Disponenten. Das teuerste am Taxi sind die Fahrer. Daher sollten die fahren und nicht an der Ladesäule warten bis der Akku wieder voll genug ist.

PS: Man hat ja vorgesorgt und die zweite Schnellladesäule kommt in ca. 2 bis 3 Wochen. Es sollen ja auch nicht nur 4 Fahrzeuge bleiben sondern alle 12 sollen so weit möglich durch E-KFZ ersetzt werden. Man muss sich den neuen Gegebenheiten anpassen. Da müssen die Fahrer und der Disponent u.U. auch lieb gewordene Gewohnheiten ablegen.
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