Vorstellung: Projekt Ladekonzept für Taxis in Ingolstadt

Re: Vorstellung: Projekt Ladekonzept für Taxis in Ingolstadt

Beitragvon Barthi » So 5. Mär 2017, 21:03

Helfried hat geschrieben:
Habt ihr nicht das Problem, dass in Deutschland E-Autos außer Tesla nicht als Taxis verwendet werden dürfen?
Die umstrittene neue Eichverordnung, wird zum Glück nochmal überarbeitet: (siehe unten bei "Update")
https://www.electrive.net/2017/01/31/wi ... sgebremst/
Wir hoffen, dass die Überarbeitung bald fertig ist...

EV_de hat geschrieben:
In Ingolstadt wird man da nicht lange Freude daran haben ... wenn die Ladestellen günstig liegen , werden die
ruck zuck mit eTrons zugeparkt ... wegen frei Parken während des Ladevorganges.

.. Gut das so ein eTron nur Schnarchladung hat
Wir stellen Schilder auf, die die Parkdauer auf eine Zeit z.B. 1 Stunde begrenzen. Außerdem soll der Preis eine Kombination aus kWh und Minuten sein.

@iOnier: bitte nur ernsthafte Beiträge ;)
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Beitragvon bernd » So 5. Mär 2017, 21:11

Gutes Projekt
www.bednarz-elektrotaxi.de

Läuft grad an, Planungszeit 1 Jahr.
Fazit, alles alleine auf die Beine stellen....
Leaf ist übrig geblieben schon vor der Eichverordnungsänderung.
1. Günstig
2. Nissan fördert Ladesäulen
3. Raumangebot ähnlich B-Klasse
4. Erfahrungen aus ausländischen Taxifirmen sehr Positiv.

Probleme durch die aktl. LSV, gelöst nur durch Betriebsgelände.
Da ein 24 Std. Betrieb Vorgabe war, ist ein Rumstehen beim Fahrer eh keine Option gewesen.
Totes Kapital...

1. Monat Probephase, 3 fahren und eins bleibt am Betriebshof an der LS.
2. Monat Probephase alle auf Strecke und Pausen, Leerlaufzeit sowie Schichtwechsel als Ladezeit nutzen.
Auswertung und festlegen der Nutzungsvorgabe.

Laut alten Fahrlisten sollte der Dauerbetrieb aller Fahrzeuge auf der Strasse klappen, aber zur Vorsicht ist halt der erste Monat so gelegt worden.


.
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Re: Vorstellung: Projekt Ladekonzept für Taxis in Ingolstadt

Beitragvon Barthi » So 5. Mär 2017, 21:15

Vielen Dank Bernd

Welche Probleme könnte uns die LSV (Ladesäulenverordnung) denn machen?
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Re: Vorstellung: Projekt Ladekonzept für Taxis in Ingolstadt

Beitragvon Sewi » So 5. Mär 2017, 21:28

BITTE BITTE BITTE lasst die Finger von Allego!

Selbst wenn Ihr selbst nichts an Allego für die Ladungen zahlt - alle anderen zahlen pro 100km das drei bis vierfache (oder mehr) der aktuellen Verbrenner. Nicht wenige sind davon überzeugt, dass der Laden bald in Richtung Insolvenz schlittern wird, weil schon jetzt kaum noch jemand dort läd. Die paar, die noch laden, teilen sich in Fahrer, denen der Preis nicht bekannt ist (die laden nur noch genau bis zur nächsten Rechnung dort), Fahrer die keine Alternative haben (durch das Förderprogramm aber ziemlich sicher bald welche bekommen werden) und ein paar wenige Fahrer denen es egal ist.

Für den Einsatzzweck "Taxi" kann ich mir allerdings kein Szenario basteln, an denen Schnelllader sinnvoll wären.

Fahren die Taxis Nachts nicht/selten, habt Ihr schon die passenden Standorte: Vor der Tür der Taxifahrer, die die Fahrzeuge mit nach Hause nehmen.
Fahren die Taxis 24/7, ist eher Zeit für regelmäßiges Anstecken bei Wartezeiten an einer von vielen Type 2 Säulen als das Fahrzeug zwischendurch für 'ne halbe Stunde von 0 auf 80% laden lahmzulegen. Ganz nebenbei ist DC-Schnellladen für den Akku ungesünder als langsameres AC-Laden. Außerdem bezweifele ich, dass die Fahrer auf 0% runter fahren wollen/werden/können, schließlich könnte der nächste Kunde mit einer 20 oder 30km Tour ankommen.

Glaubt man den Zahlen von HamburgEnergie, lassen sich zum Preis eines DC-Laders 10 Doppel-AC-Säulen aufstellen.

Stehen die Fahrer immer an der Halte oder warten sie auch mal wo anders auf den nächsten Auftrag?

Hier in unserer Kleinstadt sind die Taxi-Halten reservierte Plätze auf normalen Parkplätzen. Mit einer Dual-Typ2-Säule ließen sich (mit 5-6m Kabel) beide Dosen sowohl von den normalen Parkplätzen als auch von den Taxiplätzen nutzen.
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Re: Vorstellung: Projekt Ladekonzept für Taxis in Ingolstadt

Beitragvon bernd » So 5. Mär 2017, 21:28

Da Nissan nur Chademo sponsort, könnt ihr die nicht im öffentlichen Raum aufstellen.

Bleibt also nur der abgesperrte Betriebshof.

Trippler sind wenn diese Öffentlich betrieben werden durch die Fremdfinanzierung zu teuer beim Strombezug.

20Ct/kWh gegenüber 50Ct/kWh sind bei den benötigten Strommengen schon ein Argument.


.
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Re: Vorstellung: Projekt Ladekonzept für Taxis in Ingolstadt

Beitragvon Ludego » So 5. Mär 2017, 21:41

Ja denke die Großraumtaxis sind wirklich das Problem. was sind den die Einzelstrecken die die Taxis fahren.
Würde auch sagen das hier am ehesten Nissan mit leaf und E-NV200 in Frage kommt. Da passt das gesammt Konzept. Ampera e wird nicht so schnell verfügbar sein, da würde ich nochmal prüfen, ob man nicht doch paar e6 von BYD bekommt wären aber 10-15k€ teuerer als der Ampera e. i3 hat ja auch das Problem, genau wie Golf und ZOE, aber hoffen wir mal das dies Schnell geklärt wird.
der IONIQ wäre schön, aber das wird bei der Menge Vorbestellungen schwierig für dieses Jahr. Es hängt denke ich mal von den Strecken ab die das Großraumtaxis am Stück schaffen muss. Notfalls behält man erstmal 1-2 konventionelle Großraumtaxis.
Denke bei den Chademoladern lässt Nissan bestimmt mit sich reden, vielleicht findet sich ja ein geeigneter Platz, beim Bäcker Schüren dürfen ja auch andere laden.
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Re: Vorstellung: Projekt Ladekonzept für Taxis in Ingolstadt

Beitragvon iOnier » So 5. Mär 2017, 21:48

Barthi hat geschrieben:
Wir stellen Schilder auf, die die Parkdauer auf eine Zeit z.B. 1 Stunde begrenzen.

Da Ihr mit der Stadt in guter Verbindung steht: gleich auch besprechen, dass es zu erheblicher Missachtung kommen kann (und im Zweifel wird) und dass dann konsequent abgeschleppt werden muss. Dazu gehört aber auch eine Informationskampagne für die Bürger. Hamburg macht's gerade vor, und da scheint sich auch wirklich etwas zu verbessern. Vielleicht kann sich Eure Stadtverwaltung mit Erfahrungen der Kollegen aus Hamburg helfen lassen? Obwohl's ja Preissn san, die Hamburger ;-)
Außerdem soll der Preis eine Kombination aus kWh und Minuten sein.

Klingt sehr sinnvoll. Damit werden vergleichsweise langsam ladende Fahrzeuge wie ein Drilling nicht zu sehr benachteiligt wie bei einem rein zeitbasierten Preis. Nett wäre es dann noch, auch den Zeitanteil des Tarifs nicht zu hoch zu schrauben. Der sollte IMO in der Größenordnung ortsüblicher Parkraumbewirtschaftung liegen. Vielleicht etwas drüber zur (Mit-) Finanzierung der Infrastruktur. Ein echtes "Geschäft" werdet Ihr daraus aber vorerst nicht machen können; wenn Ihr die Preise so hoch schraubt, dass es sich kurz- bis mittelfristig bereits rentieren würde, dann sind sie zu hoch und es wird nur noch im Notfall bei Euch geladen (siehe Allego-Thread).
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;-)
Aber ausnahmsweise mal :-D
Gruß
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Re: Vorstellung: Projekt Ladekonzept für Taxis in Ingolstadt

Beitragvon Barthi » So 5. Mär 2017, 21:59

Welche Firmen gibt es denn noch, die mit Allego vergleichbar sind?
Was macht Allego (preislich) anders, als andere Betreiber?

@Sewi: Da die meisten E-Autofahrer zu 90-95% zuhause den günstigen Strom laden, sind die hohen Preise bei Schnelllader akzeptabel, weil man dort eher selten lädt. Wenn man dort sehr oft lädt, dann ist das natürlich nicht mehr so akzeptabel.

Renault Zoe und BYD e6 sind, soweit ich weiß leider die einzigen Autos, die 22 kW mit AC laden können.
Stehen die Fahrer immer an der Halte oder warten sie auch mal wo anders auf den nächsten Auftrag?
Aktuell stehen sie schon meistens am Taxistand, aber zukünftig haben wir es so vorgesehen, dass die Fahrer komplett unabhängig von Taxiständen auf hereinkommende Aufträge warten, und in dieser Zeit können sie laden.
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Re: Vorstellung: Projekt Ladekonzept für Taxis in Ingolstadt

Beitragvon iOnier » So 5. Mär 2017, 22:00

Sewi hat geschrieben:
Fahren die Taxis 24/7, ist eher Zeit für regelmäßiges Anstecken bei Wartezeiten an einer von vielen Type 2 Säulen als das Fahrzeug zwischendurch für 'ne halbe Stunde von 0 auf 80% laden lahmzulegen.

Wieso "lahmzulegen"? Ist kein Problem, eine DC-Ladung abzubrechen. Dann geht's halt weiter nach der nächsten Fahrt. Nicht anders als es bei AC-Ladung auch sein würde mit dem Unterschied, dass der Akku in der verkürzten Ladezeit voller geworden ist als er es an AC geworden wäre.
Ganz nebenbei ist DC-Schnellladen für den Akku ungesünder als langsameres AC-Laden.

Das spielt genau dann eine untergeordnete Rolle wenn der Akku schnell voll sein muss, damit das Auto Geld bringt.
Außerdem bezweifele ich, dass die Fahrer auf 0% runter fahren wollen/werden/können, schließlich könnte der nächste Kunde mit einer 20 oder 30km Tour ankommen.

Muss man doch gar nicht. Eine DC-Ladung kann man doch bei jedem SoC beginnen.
Ich denke, eine Kombination aus beidem wäre sinnvoll. Die Triple-Lader an strategischen Standorten aufstellen, wo oft Taxen warten und oft Kunden zusteigen wollen, also die Wartezeiten kurz sind. Typ2-Säulen dann noch in der Stadt verteilen, wo sich dann jeder dranhängen kann, wenn die Säule frei ist und er Wartezeit hat. Gerne auch planmäßig in die Nähe der Wohnungen von Taxifahrern ohne eigenen Stellplatz mit Stromanschluss. Dann haben die wenigstens eine reelle Chance nachts laden zu können und nicht morgens als erstes den DC-Lader anfahren zu müssen.
Gruß
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Re: Vorstellung: Projekt Ladekonzept für Taxis in Ingolstadt

Beitragvon sabter » So 5. Mär 2017, 22:16

Und was mach ihr, wenn ein Anderer lädt, aber ein Taxi dringend geladen werden muss?
Ich denke auch, dass es da "Taxi-only" Stationen braucht. Weil die Ladezeiten sind schon genug, zusätzliche tote Zeit für Fahrer und Auto wird kaum gehen.
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