Tesla versucht Standard bei Ladetechnik einzuführen

Re: Tesla versucht Standard bei Ladetechnik einzuführen

Beitragvon TeeKay » Di 10. Jun 2014, 20:07

gabriels hat geschrieben:
Doch verrate ich dir.
Ich denke das ein laden bei jedem Bauer oder Betrieb viel praktikabler ist als irgenwelche Stationen.
Das Henne Ei problem existiert dann nämlich nicht.


Nochmal: In der B-Klasse steckt ein Ladegerät aus dem Model S. Im Model S stecken bis zu zwei davon. Zusätzlich gibts noch Supercharging. Worin besteht nun der Vorteil, wenn sich die B-Klasse auf das Minimum dessen beschränkt, was Model S bietet?
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Re: Tesla versucht Standard bei Ladetechnik einzuführen

Beitragvon EV_de » Di 10. Jun 2014, 20:44

Gibgts keinen SPAM-Filter für solchen bezahlten Propaganda Mi...t ? :roll:

... Noch immer gibt es kein einheitliches Konzept, um Elektroautos zu laden. ...


Richtig , weil sich Deine Auftraggeber nicht an den, von Ihnen selbst und Mennekes, erfunden Standard ( Typ2 )
halten wollen, sondern unbedingt ihren CCS Sch... verbreiten wollen ....
Zuletzt geändert von EV_de am Di 10. Jun 2014, 20:50, insgesamt 1-mal geändert.
Bild ... ZOE #47 ... Team Sieger eRUDA 2014+2015
Bild Model S P85+ - seit 05.12.14 / Model X EU P9 - verkauft ...
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Re: Tesla versucht Standard bei Ladetechnik einzuführen

Beitragvon zitic » Di 10. Jun 2014, 20:49

Ich hatte mal gefragt, ob es am Platz liegt(im Model S-Dickschiff ist das ja alles kein Problem). Kam eine Bejahung, aber nichts näheres. Kann mir das aber gut vorstellen. Ist ja nur eine schnelle, günstige Nummer, die man an Tesla outsourct hat, um u.a. in California was anbieten zu können. Entsprechend auch nicht mal der minimale Aufwand für Chademo und/oder CCS. Hat man einfach 1:1 "alt" von Tesla einbauen lassen. Dass Supercharge ziemlich sinnlos bei den Akkugrößen ist, ist ja auch klar. Nicht engmaschig genug(jetzt bitte nicht wieder "ich, ich, ich würde es aber mit meinem Leaf ab und an nutzen" ) , 135 kW ohnehin überdimensioniert(Tesla läd ja nicht mal 2C, während die anderen bei den 50kW-Ladern schon drüber sind). Entsprechend ist das Angebot aktuell nur rein symbolisch und hat mehr Marketingzweck. Mal sehen was die Zukunft bringt. Würde natürlich schön mit CCS harmonieren. Beide Schnellladestandards in einem Stecker, Kommunikation wohl ohnehin ziemlich identisch. Tesla könnte die DC-Stifte für den Superchargerausbau noch mit nutzen und einfach in höhere Leistungsdimensionen eintreten.

Aber letztlich sind die Chancen generell klein. Beide IEC-DC-Schnelllade-Standards setzen zumindest auf eigenständige DC-Stifte(rede nicht davon was theoretisch mit dem Ausgangsprodukt von Menekes möglich ist, sieht man am Supercharger ja ohnehin). Herstellerübergreifende Lösungen/Synchronisation sind ohnehin nicht so trivial wie eine Inhouselösung. Und an dieser Tesla-Abhängigkeit hat ja auch kein Hersteller Interesse. Mal sehen wie sich das entwickelt.
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Re: Tesla versucht Standard bei Ladetechnik einzuführen

Beitragvon dibu » Mi 11. Jun 2014, 12:30

Stimme dir voll zu, lingley. Ich bin gerade im Urlaub unterwegs und habe 2500 km in 2 Wochen abgespult. Mit der Zoė ist das ja kein Problem. Aber ohne die 43 kW-Lader in Berghaupten und Hechingen (danke an stromer und Herrn Krause, die das ermöglichen!) hätte das bedeutend weniger Spaß gemacht.
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Re: Tesla versucht Standard bei Ladetechnik einzuführen

Beitragvon lingley » Mi 11. Jun 2014, 13:22

Wenn ich die Kosten für die Aufrüstung des Hausanschlusses nicht scheuen würde, hätte ich schon länger eine >22kW Lademöglichkeit realisiert. Die Bauteile dafür habe ich im Keller vorrätig !
Aber wer weiß ... vielleicht juckts mich demnächst doch mal ...
Nur DC Lader sind bei den aktuellen Preisen für Privatleute nicht stemmbar.
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Re: Tesla versucht Standard bei Ladetechnik einzuführen

Beitragvon AbRiNgOi » Mi 11. Jun 2014, 14:15

lingley hat geschrieben:
...
Nur DC Lader sind bei den aktuellen Preisen für Privatleute nicht stemmbar.


Ich würde mit dieser Behauptung noch einen Schritt weiter gehen: DC Lader sind bei den aktuellen Preisen für niemanden stemmbar. Ich sehe aus heutiger Sicht kein Geschäftsmodell welches einen DC Lader trägt. Wenn der Strom teurer als an der Steckdose verkauft wird, jammern alle und niemand geht hin, wenn man Grundgebühr ein hebt will das auch niemand. Also so wie Tesla alles kostenlos? Wer hat die SuperCharger dann bezahlt? Der Nutzer beim Kauf des Fahrzeuges? Die Sponsoren von Tesla? und wann sehen die Sponsoren Ihr Geld wieder?

Das Problem der DC Ladestellen ist neben der drei verschiedenen Stecker (Chademo, Tesla, CCS) der Preis. Wenn eine Säule 30.000€ kostet (Minimum), der Strom um 10ct teurer verkauft als eingekauft wird, ist die Säule nach 300.000kWh bezahlt, damit müsste man 2400h mit 125kW laden. Wenn so eine Säule nun täglich 4h benützt wird, (was sie nicht wird), wäre diese nach 2 Jahren in der Gewinnzone. So und nun real: Die Stromverrechnung kosten schon mal mehr als die 10ct, es kommt maximal 1 Fahrzeug pro Woche vorbei und aus ist es mit der Gewinnzone bevor die Säule ausgetauscht werden muss.... :?

Ich glaube (jetzt hört die Realität auf und meine Glaubenswelt beginnt) dass es nur eine Übergangslösung ist, dass es Schnellladesäulen gibt, wenn die Reichweite in 10 Jahren an die 1000km geht, benötigt niemand mehr Schnellladung. Wenn auch 43kW AC dann nicht mehr Schnellladung sein wird (1000km = 150kWh = 4 Stunden@43kW = 8 Stunden@22kW) werden wir diese an allen Hotels und Garagen vorfinden. Unterwegs brauch ich dann nix. Hotels und Privatleute werden sich den Strom selber produzieren und das Netz gar nicht belasten. Mir ist aber auch bewusst, dass es viele Leute auf der Welt gibt, die das nicht wollen. Aber irgendwann gewinnt die Vernunft und nicht die Gewinngier.

Und wenn es denn in 10 Jahren keine Schnellladesäulen mehr gibt, wer soll diese jetzt bezahlen, wenn sich diese in den nächsten 10Jahren nicht rechnen?

Ok, ich höre Euch schon: träum weiter. Aber ich glaube daran.
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Re: Tesla versucht Standard bei Ladetechnik einzuführen

Beitragvon eDEVIL » Mi 11. Jun 2014, 14:46

Mit steigenden Akkugrößen wird der Strombedarf unterwegs ja nicht sinken. Meinst Du ich würde mit 60 km/h durch die Gegend schleichen, wenn ich einen 100 kwh Akku im LEaf hätte?
Da würde ich schön mit 130 auf der Autobahn fahren und lieber noch einmal kurz laden, also mehr als doppelt so lange unterwegs zu sein.

22KW AC ist gut etwas für zu Hause und mittelfristig werden auch 50KW unterwegs zu wenig sein. Da erwartet man 100-200KW, um nicht so lange warten zu müssen.
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Re: Tesla versucht Standard bei Ladetechnik einzuführen

Beitragvon dkt » Mi 11. Jun 2014, 14:48

AbRiNgOi hat geschrieben:
Und wenn es denn in 10 Jahren keine Schnellladesäulen mehr gibt, wer soll diese jetzt bezahlen, wenn sich diese in den nächsten 10Jahren nicht rechnen?


Die Möglichkeit schnellzuladen lehnt sich an die bisherige Praxis der Benzintankstelle an. Man möchte im Ladevorgang (kWh Benzin und kWh Strom möglichst konkurrenzfähig bleiben. Hinzu kommt, der kleine Tank (Batterie).

Doch wenn die E-Autos eines nahen Tages im Minimum 50 kWh und Maximum 100 kWh speichern, dann ist der Vergleich zur herkömmlichen "Tanke" (Benzin) nicht mehr notwendig. Denn ungleich dem Benziner hat das E-Mobil - neben seiner KWh Ökonomie - genug Alternativen (McDonalds, Hotelparkplatz, zu Hause, in der öffentlichen Garage usw.) eine Vielzahl von "Tankmöglichkeiten" die den obligatorischen Stop an der klassischen Tankstelle überflüssig machen.

Im Gegenteil es wird dann zur Selbstverständlichkeit immer dort den Stecker hineinzusachieben, wo neben dem Parkplatz auch eine Steckdose (wie auch immer) ist. Also ich neige auch zu der Ansicht, dass mit der Entwicklung der Speichertechnik (Batterie) der Vergleich zum benzinalen "Schnellladevorgang" in den Hintergrund tritt und das neue "Freiheitsgefühl" (Strom ziehen wo immer) dominieren wird.

Da ist die Schnellladesäule dann schnell ein Auslaufmodell. Da kannst Du schon recht haben, neben der Rentabilitätsbetrachtung. Mich würde nicht wundern, wenn das auch Musk überlegt, bzw. das kostenfreie Schnellladen nur, wie wir in Bayern sagen würden, zum "ohfuadan (anfüttern)" dient. ;)
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Re: Tesla versucht Standard bei Ladetechnik einzuführen

Beitragvon eDEVIL » Mi 11. Jun 2014, 15:11

dkt hat geschrieben:
Doch wenn die E-Autos eines nahen Tages im Minimum 50 kWh und Maximum 100 kWh speichern, dann ist der Vergleich zur herkömmlichen "Tanke" (Benzin) nicht mehr notwendig. Denn ungleich dem Benziner hat das E-Mobil - neben seiner KWh Ökonomie - genug Alternativen (McDonalds, Hotelparkplatz, zu Hause, in der öffentlichen Garage usw.) eine Vielzahl von "Tankmöglichkeiten" die den obligatorischen Stop an der klassischen Tankstelle überflüssig machen.

Schnellader ungleich klassische Tanke. Bei 100 kwh Akku muß man ja schon min 30min dort verweile, das der Stop lohnt.
Da wo man sowieso länger als 2h verweilt, sind Schnellader dagegen verzichtbar, wenn man Schnellader mit min 50KW definiert.
IN 5-6h ist der 100kwh Akku auch an 22KW wieder voll.

kostenfreie Schnellladen kann es nur im Premiumsegment geben, da ein akzeptabler Fharzeugpreis ja kaum möglich ist, wenn man einberechnet, das die ganze "Sparfüchse" dann am SC abgreifen würden.
Wer isch ein Model S leisten kann, wird nicht unnötig zum SC pilgern...
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Re: Tesla versucht Standard bei Ladetechnik einzuführen

Beitragvon EVduck » Mi 11. Jun 2014, 15:25

AbRiNgOi hat geschrieben:
lingley hat geschrieben:
...
Nur DC Lader sind bei den aktuellen Preisen für Privatleute nicht stemmbar.


Ich würde mit dieser Behauptung noch einen Schritt weiter gehen: DC Lader sind bei den aktuellen Preisen für niemanden stemmbar. Ich sehe aus heutiger Sicht kein Geschäftsmodell welches einen DC Lader trägt. Wenn der Strom teurer als an der Steckdose verkauft wird, jammern alle und niemand geht hin, wenn man Grundgebühr ein hebt will das auch niemand.

Soweit bin ich bei dir.
Also so wie Tesla alles kostenlos? Wer hat die SuperCharger dann bezahlt? Der Nutzer beim Kauf des Fahrzeuges? Die Sponsoren von Tesla? und wann sehen die Sponsoren Ihr Geld wieder?

Das Kostenmodell bei Tesla ist doch ganz einfach: Der Käufer zahlt vorab. Flatrate wie beim Handy. Und das ist das einzige Modell, welches funktioniert.
[...]
Ich glaube (jetzt hört die Realität auf und meine Glaubenswelt beginnt) dass es nur eine Übergangslösung ist, dass es Schnellladesäulen gibt, wenn die Reichweite in 10 Jahren an die 1000km geht, benötigt niemand mehr Schnellladung.

Warum nicht? Auch nach Tausend Kilometern möchte ich noch weiterfahren können, bzw. innerhalb kurzer Zeit weiterfahren...
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