TESLA Dose und CCS verschmelzbar?

TESLA Dose und CCS verschmelzbar?

Beitragvon Super-E » Mo 8. Sep 2014, 17:30

Hallo zusammen,

ich habe gerade einen Tesla am BMW turm an der Typ2 Säule tanken sehen, da er ja die freien CCS an der BMW Welt nicht nutzen kann. Dabei habe ich mir folgendes überlegt:

Sowohl der CCS als auch der Teslastecker basieren auf Typ 2. Beim einen gibt es zusätzliche DC pins beim anderen sind die TYP 2 Pins verlängert (?). Grundsätzlich sind aber beide Buchsen Typ2-Stecker kompatibel. Wenn jetzt TESLA auch noch die CCS Buchsen an seiner Dose vorsieht, müsste man doch neben Typ2 und Tesla auch noch den CCS Stecker einstecken können, oder? Der Hardwareaufwand dürfte ja nicht wirklich groß sein (500€ max?). Damit würde man ohne Adapter auch noch an sämtlichen CCS Säulen tanken können. Wenn es dann mal 100kW CCS gibt werden die erst recht interessant. Zusammen mit dem Chademoadapter wäre Tesla mal wieder die Eierlegende Ladesau...

Geht das, oder mache ich einen Gedankenfehler? (zum Beispiel eine Verriegelung bein SC, die im Bauraum der CCS Buchse ist, etc.)

Im Internet hab ich dazu nach kurzer Suche noch nix gefunden...

Das ist deswegen interessant, weil ich denke, dass sich dies dann als der europäische Standard entwickeln könnte. Dass die großen Hersteller diesen Schritt als erstes gehen glaubt ja wohl keiner. Aber TESLA traue ich so eine Wendigkeit, die kaum kosten, aber viel Nutzen bringt zu...

Bitte nicht vergessen, es ist nur die Buchse, nicht der Stecker, der sich ändert. Es wird also nix größer oder klobiger. Wenn aber irgendwann jedes Auto sowohl Typ2, als auch Teslaplug als auch CCS Plug verträgt, wird der schlechteste (ohne Wetung ;-) aussterben...
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Beitragvon TeeKay » Mo 8. Sep 2014, 17:49

Tesla nutzt soweit ich weiß eine dem Chademo-Protokoll ähnliche Kommunikation, CCS eine gänzlich andere. Prinzipiell spräche natürlich nichts dagegen, das Protokoll zusätzlich in die Steuergeräte aufzunehmen und den derzeit zu kleinen Ladeport an der Rückleuchte zu vergrößern. Wäre dann aber nicht mehr so schön.

Da Tesla seine Supercharger schneller ausbaut als irgendjemand die CCS-Stationen, ist der Handlungsdruck aber nicht grad groß. Tesla hat andere Sorgen als die Unterstützung eines Standards, den Tesla-Fahrer absehbar bald nicht mehr benötigen.
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Re: TESLA Dose und CCS verschmelzbar?

Beitragvon Super-E » Mo 8. Sep 2014, 18:36

Der Teslafahrer heute hätte es gut gebrauchen können. Des Weiteren. SCs entstehen hauptsächlich auf den Strecken zwischen Städten, während die CCS Stationen sich derzeit in den Städten befinden. Ich glaube auch nicht, dass Tesla seine SCs so schnell in die Städte bringen wird. TESLA denkt auch nicht so fundamentalistisch wie einige hier im Forum, die lieber mit Typ 2 laden würden als einen pfuibäh CCS 100kW anzufassen. (Ja, gibt es noch nicht, aber ich sag ja auch nicht, dass TESLA das morgen machen soll)...

Aber danke für die Info mit dem Protokoll.
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Re: TESLA Dose und CCS verschmelzbar?

Beitragvon eW4tler » Mo 8. Sep 2014, 19:39

Mennekes hat den Typ2 auch für DC-Low (=40kW) und DC-Mid (=70kW) ausgelegt. Das hätte doch für die aktuelle Akku-Generation gereicht. Weiß man, warum die Varianten übersprungen wurden und DC-High mit verminderter Leistung ausgeführt wird?
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Re: TESLA Dose und CCS verschmelzbar?

Beitragvon eDEVIL » Mo 8. Sep 2014, 20:14

Da ja noch nicht mal der Chademo_Adapter verfpgbar ist (oder weiß da jemand etwas neues?) sehe ich da keinerlei Hoffenung, das es da in absehbarer Zeit ein CCS-Adapter geben wird. Ein klobige CCS Buchse halte ich für nahezu ausgeschlossen, wenn das nicht grad zum vorherschenden Weltstandard wird. :lol:
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Re: TESLA Dose und CCS verschmelzbar?

Beitragvon fabbec » Mo 8. Sep 2014, 20:22

eW4tler hat geschrieben:
Mennekes hat den Typ2 auch für DC-Low (=40kW) und DC-Mid (=70kW) ausgelegt. Das hätte doch für die aktuelle Akku-Generation gereicht. Weiß man, warum die Varianten übersprungen wurden und DC-High mit verminderter Leistung ausgeführt wird?
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Re: TESLA Dose und CCS verschmelzbar?

Beitragvon Frank » Mo 8. Sep 2014, 22:27

Super-E hat geschrieben:
Hallo zusammen,
ich habe gerade einen Tesla am BMW turm an der Typ2 Säule tanken sehen, ...
Sowohl der CCS als auch der Teslastecker basieren auf Typ 2. Beim einen gibt es zusätzliche DC pins beim anderen sind die TYP 2 Pins verlängert (?).

Der Tesla Typ2 Stecker am Supercharger hat die Kontakte genau so lang wie das Zoe Ladekabel.
Warum noch 2 "Nutzlose" Zusatzpins in den Tesla bauen? Für das klobige unhandliche CCS-Kabel?
Die Leidmarkthersteller sollten lieber den CCS einmotten und auf TYP2 für AC und bei deutlich über 50 kW auch DC gehen. DC macht erst dann Sinn. Und 120kW DC über Typ 2 sind vollkommen ausreichend.
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Re: TESLA Dose und CCS verschmelzbar?

Beitragvon TeeKay » Di 9. Sep 2014, 07:51

Frank hat geschrieben:
Der Tesla Typ2 Stecker am Supercharger hat die Kontakte genau so lang wie das Zoe Ladekabel.

Sagt wer? Nur weil du dein Typ2-Kabel dort reinstecken kannst, müssen die Kontakte nicht genauso lang sein.

Dass 120kW DC ausreichend sein mögen, sagst du. Ich sage, dass sie das nicht sind. Für die 85kWh des Model S sind 120kW DC nichtmal 1,5C Ladeleistung - deshalb lädt Model S auch vergleichsweise langsam am Supercharger. Alle anderen Autos kommen auf 2C - was zufällig den 170kW entspricht, für die CCS spezifiziert ist. Die 170kW bei CCS sind Dauerlast, die 120kW bei Tesla nur Spitzenlast. Die meiste Zeit über sind es kaum mehr oder sogar weniger als 70kW. Und für die 70kW wurde Typ2 DC auch entwickelt.

Teslas Stecker ist also für das aktuelle Auto mit den aktuellen Batterien ausreichend. Er wird aber wahrscheinlich nicht mehr ausreichend sein, wenn sie bessere und/oder größere Batterien verwenden und noch höhere oder länger anliegende Spitzenlasten beim Laden haben.
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Re: TESLA Dose und CCS verschmelzbar?

Beitragvon eDEVIL » Di 9. Sep 2014, 08:07

Langfristig sind auch 170KW für meinen Geschmack zu wenig, aber TEsla könnte den "langen" Typ2 mit den zusatzkontakten dann entsprechend aufbohren. Wenn man mit der Akkuspannung hoch geht, sind da auch >300KW denkbar.
Mit 300A LAdestrom für die Typ2-Pins und dann nochmal 300A für die 2 DC Zusatzkontakte wären das bei 800V Akkuspannung theoretisch 480KW.
mit verbesserter Akkuchemie sollte auch mehr als 2C kein problem sein und dann kann ein 150KWh Akku bei 350KW Durschnittsladestrom in 20min auf 80% geladen werden 8-) :D
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Re: TESLA Dose und CCS verschmelzbar?

Beitragvon Frank » Di 9. Sep 2014, 16:53

TeeKay hat geschrieben:
Frank hat geschrieben:
Der Tesla Typ2 Stecker am Supercharger hat die Kontakte genau so lang wie das Zoe Ladekabel.

Sagt wer? Nur weil du dein Typ2-Kabel dort reinstecken kannst, müssen die Kontakte nicht genauso lang sein.

Sag ich. Ich war in Wilnsdorf am Supercharger, habe mein Zoe-Ladekabel genommen und es außen an den Teslastecker gehalten, die Maße sind identisch. Dann habe ich einen Zahnstocher genommen und in einen der Kontakte des Teslasteckers bis Anschlag gesteckt, mit dem Fingernagel die tiefe des Kontaktes am Zahnstocher markiert und anschließend den Zahnstocher in einen Kontaktpin vom Zoeladekabel gesteckt. Beide sind genau gleich tief.

TeeKay hat geschrieben:
Dass 120kW DC ausreichend sein mögen, sagst du. Ich sage, dass sie das nicht sind.


Annahme:
Batterie 120 kWh
Autobahnverbrauch 30kWh/100km
Durchscnitt 130 (dürfte schwer zu realisieren sein)

Damit kannst Du 400km fahren und brauchst dafür mindestens 3 Stunden.
Danach ca. 1 Stunde laden und wieder 400 km möglich

Braucht man mehr Ladeleistung?
Ist 1 Stunde Pause auf 800km zu viel?
Bei größerer Ladeleistung wird das Kabel noch dicker und schwerer, ist es dann noch handlich genug?

TeeKay hat geschrieben:
Die 170kW bei CCS sind Dauerlast, die 120kW bei Tesla nur Spitzenlast.
Teslas Stecker ist also für das aktuelle Auto mit den aktuellen Batterien ausreichend. Er wird aber wahrscheinlich nicht mehr ausreichend sein, wenn sie bessere und/oder größere Batterien verwenden und noch höhere oder länger anliegende Spitzenlasten beim Laden haben.

Vielleicht hast Du recht das der Stecker die 120kW nicht lange aushält. Ich habe dazu keine Infos. Und das lässt sich auch nicht so einfach feststellen wie die Kontaktlänge.
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