Studie Ad-hoc-Laden und spontanes Bezahlen empfiehlt GiroGo

Re: Studie Ad-hoc-Laden und spontanes Bezahlen empfiehlt Gir

Beitragvon ecopowerprofi » Fr 1. Dez 2017, 07:43

AndiH hat geschrieben:
Die ganze komfortable Bargeldlose Bezahlung ist Mist, Prepaid noch am wenigsten.

Ich glaube, dass die meisten nicht wissen wie das mit dem Abrechnen beim Bargeldlosenzahlungsverkehr an den Ladepunkten tatsächlich funktioniert. Es funktioniert grundsätzlich genauso wie an jeder Supermarktkasse, Tankstelle usw. Der Ladepunktbetreiber hat ein Kartenleser eines beliebigen Anbieters. Dieser Anbieter stellt die örtliche Infrastruktur und die Datenübertragung zu deren Server her. Der Ladepunktbetreiber kann auswählen welche Karten akzeptiert werden sollen, denn je nach Kartenanbieter werden unterschiedliche Gebühren gefordert. Beim Bezahlen wird vom Kartenleseranbieter beim Kartenanbieter erst nur geprüft ob die Karte gesperrt ist (Kreditlimit überschritten, Karte gesperrt usw.). Nach Abschluss des Vorgangs werden die Daten zum Kartenleseranbieter übertragen. Dieser schreibt den Betrag dem internen Konto des Ladepunktbetreibers gut und rechnet mit dem Kartenanbieter aber sofort ab. Der Kartenanbieter rechnet gem. des jeweiligen Vertrages mit dem Kartenbesitzer ab. Meistens bekommt der Zahlungsempfänger (hier Ladepunktbesitzer) den Gesamtbetrag einmal monatlich auf sein Konto gutgeschrieben.

Der Ladepunktbetreiber hat mit keinem Kartenanbieter einen Vertrag sondern nur mit der Firma die den Kartenleser zur Verfügung stellt. Der Kartenleseranbieter unterliegt der Bankenaufsicht. Ein Ladekartenanbieter nicht, denn der belastet das Konto des Ladekarteninhabers durch Lastschrift direkt. Diese Lastschrift kann ja notfalls widersprochen werden.

Der Anbieter der Infrastruktur vor Ort verdient immer mit und den kann nur der Ladepunktbetreiber auswählen.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
http://www.perdok.info Ladeboxe und mehr.
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Re: Studie Ad-hoc-Laden und spontanes Bezahlen empfiehlt Gir

Beitragvon AbRiNgOi » Fr 1. Dez 2017, 10:06

Wir reden aber von GiroGo, als kostengünstige Alternative zu Online Lesegeräte.
Das funktioniert halt nur in Kombination mit einem Konto bei einer deutschen Bank wirklich problemlos. Als Ausländer das mehr als diskriminierend wenn ich pro Jahr 7 Euro für die Karte Zahlen muss, das Guthaben da drauf nach einem Jahr und sechs Monaten ungültig wird und das aufladen nur an einem PC funktioniert den ich um ein Lesegerät um 70€ aufrüsten muss. Vor Ort habe ich keinen PC also bin ich nicht in der Lage diese Deutsche Lösung zu verwenden. Daher meine Meinung Schrott.

Das es nun andere Online Bezahlmöglichkeiten (Kreditkarte, Bankkarte) gibt, mag sein, ist hier aber nicht Thema gewesen.

Wenn schon PrePaid, dann wären hier diese erfolgreichen und kostengünstige Lösungen zu erwähnen, auch wenn ich mich vor Reiseantritt darum kümmern muss:
Ich halte noch immer am meisten von der PrePaid der EnBW, die kann ich unendlich lange benützen (meine ist schon über 4 Jahre alt) und ich kann diese mit dem Handy wieder aufladen, ohne extra Lesegerät, sondern Online.

Auch ist die PrePaid Karte von PETROL in Slowenien OK, weil die kann ich in der Tankstelle daneben 24/7 nachladen. Benzin zahle ich ja auch an der Kasse, wirso den Strom nicht auch gleich.)
ZOE Live 6/2013 * Ladegerät 60.500km * AHK legal Typisiert 18.07.2017 * neuer Motor 71.250km
Vertrag für 40kWh Batterie am 05.03.2018 abgeschlossen.
Aktuell: 80.000 km
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Re: Studie Ad-hoc-Laden und spontanes Bezahlen empfiehlt Gir

Beitragvon drilling » Fr 1. Dez 2017, 10:35

AbRiNgOi hat geschrieben:
Auch ist die PrePaid Karte von PETROL in Slowenien OK, weil die kann ich in der Tankstelle daneben 24/7 nachladen. Benzin zahle ich ja auch an der Kasse, wirso den Strom nicht auch gleich.)

Genau das geht mit den kontoungebundenen Girogo Karten grundsätzlich aber auch. Die kann man heute schon an den Stadien gegen Bar aufladen wo sie eingesetzt werden (siehe mein vorheriger Beitrag mit dem Link zu Girogo bei Werder Bremen). Wenn sich Girogo bei den Ladesäulen durchsetzt dann wird man die Karten mich Sicherheit auch an vielen weiteren Orten aufladen können. Siehe dazu:
Es gibt spezielle Ladeterminals, die Sie zum Beispiel in Kantinen und in einigen Fußballstadien finden. Dort ist ein Aufladen auch gegen Bargeld möglich.
https://www.financescout24.de/wissen/ra ... e-aufladen

Und klar, Ladesäulen die Barzahlung an der Tankstellenkasse vorsehen würde ich auch grundsätzlich als die beste Lösung ansehen. Leider gibt es aber nicht bei jeder Ladesäule eine 24/7 bemannte Kasse in der Nähe.
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Re: Studie Ad-hoc-Laden und spontanes Bezahlen empfiehlt Gir

Beitragvon phonehoppy » Mo 4. Dez 2017, 10:22

Die Transaktionskosten für den Anbieter scheinen momentan niedrig, aber ich habe den Verdacht, dass das ein stark subventioniertes System ist, das über den niedrigen Preis in den Markt gedrückt werden soll, weil andere Systeme wie die Geldkarte, sich nicht durchsetzen ließen.
Bei uns im Köln-Bonner Raum wurden irgendwann die Fahrkartenautomaten in den ÖPNV-Fahrzeugen auf Geldkarte umgestellt. Seit im Laufe der letzten Jahre aber immer weniger Banken die Geldkartenfunktion automatisch ausgeben, liegen diese Kartenleser brach und werden praktisch nie mehr benutzt. Das einzige, was sonst an diesen Automaten noch geht, sind Münzen, und bei den heutigen Preisen im ÖPNV kommt man mit einem durchschnittlichen Münzvorrat nicht mehr weit. Ich denke, als Betreiber einer Ladesäule sollte man sich auch überlegen, welche Lebensdauer so ein System hat. Die Investition für den Kartenleser ist ja auch nicht ohne...

Bisher hat sich kein kartengebundenes Micropayment-System wirklich durchgesetzt, und ich bin weiterhin der Meinung, dass das Konzept „Micropayment“ an sich schon eine Sackgasse ist. Es existiert ja nur deshalb, weil die Geldinstitute für „normale“ Kartenzahlungen zu hohe Gebühren verlangen, und weil diese online sind. Für den Benutzer bringt eine Unterscheidung in „kleine“ und „große“ Zahlvorgänge gar nichts. Ich finde, hier sollte man einmal ansetzen und dafür sorgen, dass mit einem allgemein verfügbaren Zahlsystem Beträge jeder Höhe bezahlt werden können, und das auch offline. Da würde ein „Open Source“- Gedanke helfen, aber die Banken und Zahlungsabwickler sind anscheinend noch nicht in der Gegenwart angekommen.


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