Standortansprüche für Schnelllader

Re: Standortansprüche für Schnelllader

Beitragvon Schneemann » Sa 6. Aug 2016, 19:48

Ich möchte noch die üblichen regelmäßig besuchten Freizeitmöglichkeiten hinzufügen, wie z.B. Schwimmbäder oder Sporthallen und Fitnessstudios. Und vor dem Hintergrund der größer werdenden Akkus sollte man schon über den Sinn von Ladern unter 22kW nachdenken. Auch größere Autos werden zukünftig elektrifiziert und die kriegen dann in der selben Zeit weit weniger Kilometer geladen.

Bei Tankstellen besteht immer das Problem des privaten Betreibers. Bei Rasthöfen (430 in Deutschland) und Autohöfen (200) sollte es überall Schnelllader geben. Bei großzügig geschätzten Installationskosten für einen Triple-Charger von 50000 Euro sprechen wir da gerade mal von rund 35 Millionen Euro für ein flächendeckendes Netz deutschlandweit.

300km Reichweite und alle 30km an allen vielbefahrenen deutschen Straßen eine Lademöglichkeit und wir sind bereit für die Zukunft.
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Re: Standortansprüche für Schnelllader

Beitragvon eDEVIL » Sa 6. Aug 2016, 22:41

Das was heute als Schnellader bezeichnet wird, macht auch beim Discounter o.ä. sinn.

Kaufe öfter beim Lidl in Schöneberg ein, obwohl es zeitlich keinen sinn für mich macht, aber mit 43KW passt das sehr gut zur typ. Einkaufzeit für mich. 22KW wäre zu langsam.

@Schneemann ein tripple je Rasthof ist zu wenig. Min 3 sollen es sein und dazu noch min zwei säulen mit je 2x22KW

@MineCooky Für den Wletmarkt sind 150 kwh Akkus vlt. nicht soooo wichtig, aber bei größeren Fahrzeugen a la Model S wird auch da nicht unbedingt schluss sein. Kann aber ggf. auch in die Richtung gehen, das man auf LAdegeschwindigkeit optimiert
d.h. 120 kwh Akku, den man mit 3C Laden kann d.h. 360KW Anfangspower 90 kwh kann man dann in 15min nachladen. Das ist dann einmal WC + Kaffee holen und im Auto trinken.

Destinion-Charging sollte langfristig bei min 22KW liegen. Die Ansprüche an die Fahrgeschwidigkeit steigen.
Was davon tatsächlich abgerufen wird, kann man dann durch preisgestaltung optimeirt auf netzlast entscheiden.
Die Regelenergie kann sehr gut fürs Netz sein.
Da kann es ggf. sinnvoller sein, dass das Fahrzeug über Nacht dann vom netz gesteuert zw. 4 und 5 uhr mit 22KW gelaen wird.

Schnellader sind imho langfristig 150KW+
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Re: Standortansprüche für Schnelllader

Beitragvon Schneemann » So 7. Aug 2016, 10:06

eDEVIL hat geschrieben:
Das was heute als Schnellader bezeichnet wird, macht auch beim Discounter o.ä. sinn.

Kaufe öfter beim Lidl in Schöneberg ein, obwohl es zeitlich keinen sinn für mich macht, aber mit 43KW passt das sehr gut zur typ. Einkaufzeit für mich. 22KW wäre zu langsam.

@Schneemann ein tripple je Rasthof ist zu wenig. Min 3 sollen es sein und dazu noch min zwei säulen mit je 2x22KW

@MineCooky Für den Wletmarkt sind 150 kwh Akkus vlt. nicht soooo wichtig, aber bei größeren Fahrzeugen a la Model S wird auch da nicht unbedingt schluss sein. Kann aber ggf. auch in die Richtung gehen, das man auf LAdegeschwindigkeit optimiert
d.h. 120 kwh Akku, den man mit 3C Laden kann d.h. 360KW Anfangspower 90 kwh kann man dann in 15min nachladen. Das ist dann einmal WC + Kaffee holen und im Auto trinken.

Destinion-Charging sollte langfristig bei min 22KW liegen. Die Ansprüche an die Fahrgeschwidigkeit steigen.
Was davon tatsächlich abgerufen wird, kann man dann durch preisgestaltung optimeirt auf netzlast entscheiden.
Die Regelenergie kann sehr gut fürs Netz sein.
Da kann es ggf. sinnvoller sein, dass das Fahrzeug über Nacht dann vom netz gesteuert zw. 4 und 5 uhr mit 22KW gelaen wird.

Schnellader sind imho langfristig 150KW+


Ich denke, was du beschreibst, ist das Ziel und nicht der Weg. Dafür bin ich ganz deiner Meinung. Aber angesichts der zu erwartenden Lebensdauer einer Ladesäule können wir sicherlich noch von mindestens einer abgespeckten Zwischengeneration hin zum von dir beschriebenen Ziel sprechen.
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Re: Standortansprüche für Schnelllader

Beitragvon graefe » So 7. Aug 2016, 10:31

MineCooky hat geschrieben:
Glaubt ihr, die Akkus gehen über 150kWh? Technisch locker möglich, aber sinnvoll?

Die sind groß genug, das ich mal eher Laden fahre, weil ich mit einem so großen Akku auch viel schneller laden kann. Die Tanks in Autos gehen ja auch nicht über die 100l, obwohl das natürlich locker möglich wäre. Bei Laster ist das wieder was anderes.

Man sollte ja niemals nie sagen. Aber vom jetzigen Blickpunkt sehe ich auch für 90% der Nutzer keine Notwendigkeit für eine 500kWh-Batterie. Warum sollte man so ein Monster kaufen und dann mit sich rumschleppen (Effizienz!)? Bei 100-150kWh wird Schluss sein.

Schuko und 3,7 kW-Lader sind kostengünstig und man hat damit in 5-6 Stunden 100km Strecke geladen. Für's Destination Charging für die meisten ausreichend.
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Re: Standortansprüche für Schnelllader

Beitragvon Schneemann » So 7. Aug 2016, 10:52

graefe hat geschrieben:

Schuko und 3,7 kW-Lader sind kostengünstig und man hat damit in 5-6 Stunden 100km Strecke geladen. Für's Destination Charging für die meisten ausreichend.


Wo außer zuhause und bei der Arbeit hält man sich denn 5-6 Stunden auf?
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Re: Standortansprüche für Schnelllader

Beitragvon iOnier » So 7. Aug 2016, 18:12

Als Landei: Beim Shopping in der nächstgelegenen Großstadt mit der Ehefrau alle 4-8 Wochen oder so :-)
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Re: Standortansprüche für Schnelllader

Beitragvon drilling » So 7. Aug 2016, 18:16

graefe hat geschrieben:
Warum sollte man so ein Monster kaufen und dann mit sich rumschleppen (Effizienz!)? Bei 100-150kWh wird Schluss sein.


Sehe ich auch so, ich denke sogar die Kapazität der meisten PKWs wird sich bei 60-80 KWh einpendeln, größere Akkus gibt es dann als Sonderaustattung gegen Aufpreis für die die es brauchen.

Klein und Kleinstwagen werden wohl bei 30KWh bleiben (evtl. größere Kapazität gegen Aufpreis), das ist für Zweitwagen vollkommen ausreichend.
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Re: Standortansprüche für Schnelllader

Beitragvon harlem24 » So 7. Aug 2016, 18:29

Schneemann hat geschrieben:
graefe hat geschrieben:

Schuko und 3,7 kW-Lader sind kostengünstig und man hat damit in 5-6 Stunden 100km Strecke geladen. Für's Destination Charging für die meisten ausreichend.


Wo außer zuhause und bei der Arbeit hält man sich denn 5-6 Stunden auf?


Im Kino, im Schwimmbad, auf dem P+R Parkplatz, im Parkhaus beim Shopping, beim Verwandtenbesuch etc.
Es gibt genügend Ort, an denen sich schmale Lader rentieren würden.
Ich war jetzt in Oslo und da stehen überall Säulen mit Schuko-Dosen rum, formschön und so konstruiert, dass man nicht mal eben im Vorbeigehen den Stecker ziehen kann...
Außerdem bin ich mir sicher, dass unser Stromnetz solche Ladeplätze problemlos abkann.
Die aktuelle Folge von fully charged hat ein Interview mit dem Fastned Chef und der hat auch erklärt, dass sein Ziel ist, die jetzt gebauten Stationen über die Zeit mit nem Shop und einer Toilette auszustatten um den Kunden einen Mehrwert zu bieten.
Bei steigenden Akku-Größen wird man auch mit steigenden Ladeleistungen ein paar Minuten an der Ladestation stehen...
Gruß

CHris

Wenn Ihr Euch für Fotografie interessiert, schaut doch mal im http://forum.digitalfotonetz.de vorbei.
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Re: Standortansprüche für Schnelllader

Beitragvon Helfried » So 7. Aug 2016, 20:17

Supermärkte sollten schon 50kW-Lader haben. Das ist doch der typische Aufenthaltsort im Alltag kurz nach der Arbeit.

Als ich vor einigen Wochen zum ersten(!) Mal ein Elektroauto aufgeladen habe, habe ich mal das Kabel mehr oder minder irgendwie angesteckt und dann ein paar Minuten lang Zweifel gehabt, was ich da eigentlich tue und ob das überhaupt so passt und so. Dann wollte ich die Gebrauchsanleitung von dem Wagen im Handschuhfach suchen, und plötzlich bemerkte ich, dass der Akku schon zu zwei Drittel voll war.

Heureka, das ging ja schon viel schneller als erwartet. Mein Fahrrad braucht 2 Stunden für eine volle Ladung. :D

Wieso stehen eigentlich diese Ladesäulen so häufig in der Affenhitze ohne Dach?
Helfried
 
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Re: Standortansprüche für Schnelllader

Beitragvon iOnier » So 7. Aug 2016, 22:30

Wieso stehen eigentlich diese Ladesäulen so häufig in der Affenhitze ohne Dach?
Damit man die Ladeweile (klimatisiertes Restaurant) nutzt ;-)
Gruß
Werner
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