soll uns die DC-Ladung klein und abhängig halten?

Re: soll uns die DC-Ladung klein und abhängig halten?

Beitragvon e-lectrified » Sa 11. Apr 2015, 13:36

rolandk hat geschrieben:
Profitgeile BWLer?


Mittelfristig bestimmt! Denn die haben sich ausgerechnet, wie viel sie schon jetzt mit Elektroautos sparen können. Nur wird die Ladeinfrastruktur dadurch noch nicht automatisch öffentlich. Da kommt es dann immer darauf an, wer welches Interesse daran hat, Ladeinfrastruktur aufzustellen.Ich finde, dass da gerade Supermärkte und vor allem größere Einkaufsgelegenheiten noch viel zu wenig tun, auf lange Sicht aber mehr tun werden, weil dieser Service relativ günstig und immer stärker gefragt sein wird.

Auf der Langstrecke sehe ich eigentlich nur eine sinnvolle Entwicklung, nämlich die schrittweise Umwandlung von Sprit-Tankstellen in Strom-Tankstellen. Spätestens dann, ist auch endlich die leidige Thematik der Barriere erledigt, denn sobald ich auch so bezahlen kann wie beim Sprit tanken, gibt es keine Probleme mehr. Und natürlich werden die Tankstellen dann auch darum bemüht sein, dass die Säulen regelmäßig gewartet werden und man nicht vor der Situation steht mitten auf dem Weg plötzlich nicht tanken zu können, weil die einzige Säule, die da steht, ausgerechnet nicht funktioniert. Für die Tankstellen wäre auch eine grundsätzliche "Dreifaltigkeit" (CHAdeMO, CCS, 43 kW Typ2) der Ladestandards absolut unproblematisch, wobei natürlich die stärker vertretenen Standards dann auch am stärksten repräsentiert sein werden, klar. Wenn jedoch eine Vereinheitlichung kommt, wird es natürlich umso einfacher für die Tankstellenbetreiber.
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Re: soll uns die DC-Ladung klein und abhängig halten?

Beitragvon Karlsson » Sa 11. Apr 2015, 13:40

e-lectrified hat geschrieben:
Denn die haben sich ausgerechnet, wie viel sie schon jetzt mit Elektroautos sparen können.

Bin gespannt auf Deine TCO Rechnung zum nächsten Fahrzeugwechsel hin.
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Re: soll uns die DC-Ladung klein und abhängig halten?

Beitragvon e-lectrified » Sa 11. Apr 2015, 13:46

Karlsson hat geschrieben:
e-lectrified hat geschrieben:
Denn die haben sich ausgerechnet, wie viel sie schon jetzt mit Elektroautos sparen können.

Bin gespannt auf Deine TCO Rechnung zum nächsten Fahrzeugwechsel hin.


Mein lieber Karlsson,

du redest mal wieder wirres Zeug: wessen TCO meinst du jetzt? Meinen oder den der BWL-er, die jetzt schon massiv ihren Fuhrpark ausbauen? Über meinen TCO musst du dir keine Sorgen machen! Da ich fast ausschließlich kostenlos lade, bin ich äußerst zuversichtlich, dass ich da sehr gut abschneiden werde. Und die paar Kröten, die ich dann evtl. mehr ausgegeben habe, werde ich verschmerzen für ein Top-Fahrzeug, mit 1a Fahrgefühl und einem guten Gewissen gegenüber der Umwelt.

Du kannst ja weiter an deinem Schreibtisch rechnen, während andere MACHEN! Elektromobilität MUSS MAN LEBEN und nicht theoretisieren!!!
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Re: soll uns die DC-Ladung klein und abhängig halten?

Beitragvon lamouette » Sa 11. Apr 2015, 13:51

ich hatte mich auch schon oft gefragt, warum ein 50kW-DC-Lader 20000€ kosten soll, wenn ein kompletter Zoe inkl. 43 kW-Ladegerät nur 15000€ kostet.
Ein Zoe als stationäres Ladegerät wäre zwar sperrig, aber immerhin steht er ja auf Rollen - da kann man ihn auch mal beiseite schieben...

Ich denke, ein grundsätzliches Problem der DC-Ladung ist, dass die Ladesäule auch einen Teil der Verantwortung für den Autoakku tragen muss. Wenn das Chademo- oder CCS-Auto von der Säule 417Volt Gleichstrom anfordert, dann muss auch genau diese Spannung (und nicht 471V) anliegen. Kommunikationsprobleme zwischen fernöstlichem Auto und deutscher Ladesäule (oder umgekehrt) sind schnell eklig.
Da ist die Kommunikation der AC-Ladung extrem simpel und robust.
(Hoch lebe das Chamäleon.)
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Re: soll uns die DC-Ladung klein und abhängig halten?

Beitragvon stromr » Sa 11. Apr 2015, 14:16

Berndte hat geschrieben:
Magst du vielleicht nicht doch noch auf meine Fragen antworten?
Wenn du dazu recherchierst, dann wird dir sicher auch einiges meiner spitzen Formulierungen klarer.
Das ist nichts persönliches, aber gerade die immer wiederkehrende Verbreitung solches falschen Stammtischwissens bringt die Autobauer und auch Kunden dazu zu glauben, dass ein Elektroauto an der Schukosteckdose geladen werden sollte.
"Schnelllader" werden dann mit 20kW oder gar mit 6,6kW angepriesen. Sogenannte "Doppellader". Sorry, aber das ist so absurd, da kann ich nur drüber schmunzeln, sonst reg ich mich zu sehr auf. Wenn ich als Serienausstattung 1kW Lader einbaue, dann habe ich bei 4kW einen ultraschnellen Quattrolader, der das Fahrzeug dann "vier mal so schnell wieder auflädt"?
43kW an Drehstrom? Das ist für viele wahrscheinlich Hexenwerk und Teufelszeug! 120kW DC ist einfach gelogen, das geht ja technisch überhaupt nicht... das dauert noch ewig, vielleicht in 10 Jahren mal, wenn man genug geforscht hat!

Ich mache mir jetzt nen Baldriantee...

Das klingt ja schon wieder ganz anders. Wenn der Ton stimmt, bin ich gerne wieder dabei.
Habe mir mal Dein Profil angesehen. 6 Monate Forum, ein paar Monate E-Auto. Das ist sicher mehr Erfahrung, als ich habe. Offenbar bist Du E-Techniker. Scheinen gute Voraussetzungen für das Crowdfunding-Säulenprojekt zu sein.
Dein Wissen hast Du Dir aber unter anderem auch mit Hilfe des Forums erarbeitet. Und da war der Ton ganz anders...

Ich gehe davon aus, dass wir hier Wissensaustausch betreiben und keine Egos nähren müssen. Von daher sehe ich es auch nicht als meine Aufgabe an, Deine Behauptungen zu Recherchieren, sondern eher umgekehrt, Du solltest Deine Aussagen belegen. Auch wenn das immer wieder nötig sein sollte - so funktioniert ein Forum eben mal.

Jetzt zu Deinen Argumenten:
Berndte hat geschrieben:
Wieso macht es keinen Sinn einen Lader und ein Auto zu vergleichen? Bist du etwa auch der Meinung, dass pro 10 Fahrzeuge eine Säule ausreicht? Wie lange reicht das aus? Die nächsten 5 Jahre vielleicht. Im Supermarkt gehört langfristig an jeden Stellplatz ein Typ2 Kabel.

Ich gehe davon aus, dass die meisten Ladevorgänge zuhause über nacht passieren. Da funktioniert alles von 3,7 kW bis 22 kW mehr oder weniger gut. In Zukunft werden Lademöglichkeiten beim Arbeitgeber auch immer mehr kommen. Da tun es aber auch relativ niedrige Leistungen - man hat ja 8 Stunden Zeit. Thema hier ist ja DC Schnelladung. Und da sehe ich tatsächlich den Faktor 1 zu 10 gar nicht so falsch. Ich persönlich brauche Schnelladung dann, wenn ich weiter als meine 150km fahren will. Das ist selten der Fall. Daher denke ich, dass 1 zu 10 ausreichen wird.

Berndte hat geschrieben:
Die Gesamtkosten belaufen sich bei einem 50kW Triplelader oder von mir aus auch nur CCS50 auf weit über 20.000€... die Netzanschlusskosten sind mit 1000,-€ zu machen... also da "drückt" der Preis sicher nicht bei den Anschlusskosten.
Wie bei allen Rechnungen, kann man so oder so rechnen.

Meine Informationen sehen da anders aus. Einen CHAdeMO Lader habe ich schon für 14000 EUR gsehen. Mag sein, dass das noch netto war. Dann ist man bei 16600 EUR. Und nicht jede Säule steht gleich neben dem Hausanschluß. Oft muss ein Parkplatz aufgerissen und aufgegraben werden. Da kommen leicht mehr als 1000 EUR zusammen. Ein konkretes Beispiel bei einem Nissan-Hänlder waren da 5000 EUR. Aber Du schreibst ja selbst, man kann so oder so rechnen. Und wenn Du dann noch höher in der Leistung gehst, brauchst ja bald Mittelspannung und die entsprechenden Kosten gehen weiter hoch. Das muss ich Dir aber sicherlich nicht erklären.

Wie gesagt, ich habe nix gegen AC-Laden und finde das Chamäleon-System von Renault auch gelungen. Aber muss man deshalb alle anderen Gedanken und Ideen heruntermachen? Auch wenn sie sich teils mit der Industrie decken? Der Zoe ist ja auch ein industrielles Produkt...

Auf weiterhin fruchtbare Diskussion
Michael
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Re: soll uns die DC-Ladung klein und abhängig halten?

Beitragvon stromr » Sa 11. Apr 2015, 14:29

Karlsson hat geschrieben:
e-lectrified hat geschrieben:
Denn die haben sich ausgerechnet, wie viel sie schon jetzt mit Elektroautos sparen können.

Bin gespannt auf Deine TCO Rechnung zum nächsten Fahrzeugwechsel hin.

Hallo Karlsson,

Ich habe lange Zeit die gleichen Gedanken wie Du gehabt. Trage mich schon seit 2012 damit, ein EV zu kaufen. Erst heute, nein, gestern, bin ich stolzer Besitzer eines Nissan Leafs geworden. Sogar das Tekna Modell. Weil er gebraucht einfach in Preisregionen zu haben ist, die ihn nur noch etwas teurer werden lassen als einen vergleichbaren Verbrenner. Und das "etwas" (zwischen 4 und 10 Prozent, wenn man billig laden kann, evtl. sogar andersrum) ist mir die Umwelt und der Vorbildcharacter meinen Kindern gegenüber und auch der Gesellschaft gegenüber wert. Wenn nicht Leute wie Du voran gehen, wer dann?
Und zum Thema Kombi: Wir sind jetzt auch eine kombilose vierköpfige Familie und haben damit sogar den Ski-Urlaub gemeistert, dank Dachbox. Wenn man will, geht alles. Es ist vielleicht nicht ganz so einfach, aber durchaus möglich.

Also, gib Dir einen Ruck :)

Viele Grüße
Michael
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Re: soll uns die DC-Ladung klein und abhängig halten?

Beitragvon eDEVIL » Sa 11. Apr 2015, 16:30

stromr hat geschrieben:
Berndte hat geschrieben:
Wieso macht es keinen Sinn einen Lader und ein Auto zu vergleichen? Bist du etwa auch der Meinung, dass pro 10 Fahrzeuge eine Säule ausreicht? Wie lange reicht das aus? Die nächsten 5 Jahre vielleicht. .

Thema hier ist ja DC Schnelladung. Und da sehe ich tatsächlich den Faktor 1 zu 10 gar nicht so falsch. Ich persönlich brauche Schnelladung dann, wenn ich weiter als meine 150km fahren will. Das ist selten der Fall. Daher denke ich, dass 1 zu 10 ausreichen wird.

Genau umgekehrt. Gerade heute, wo es relativ wenig eAutos gibt, benötigt man verhältnismäßig viele Ladepunkte je Fahrzeug, denn wenn jemand aus Berlin nach Hilden fahren möchte, benötigt er dafür 5-8 DC-LAdepunkte gut verteilt und das auch, wenn er diese Strecke nur dreimal im Jahr fahren möchte.

150km heißen ja, 75km Radius um den Heimladepunkt bzw. ggf. noch Arbeit dazu.
Ich denke es gibt wenig Menschen mit eignem Auto, die weniger als fünfmal im Jahr über 75km Radius von zu Hause entfernen möchten oder am Zielort bequem ohne Probleme langsam wieder nachladen können.

Das ist wie mit irgendwelche Durschnittwerten pro Tag. Ich fahre mit dem LEaf duschnittlich wneiger als 50km am Tag. Das nutzt mir nur nix, wenn ich 15 Tage im Monat gar nicht fahre. 10 Tage im Monat <20km und an 3 Tagen mehr als 200 km am Tag.

Natürlich kann man auch Autos mieten, aber wenn man am Zielort durchschnittlich 3 Tage ist, kommen da schnell mal 2-4K EUR im Jahr für Mietwagen zusammen. :roll:

Mit AC ALdung ist das wzar kein Zuckerschlecken, aber erträglich, da man pro Tag genügend Kilometer schafft. Klar ist man länegr unterwrgs, aber wer eh viel Online ist, kann die Pause dafür nutzen. Ob ich nun abends am PC 80min im Forum bin oder während zwei 40 minütiger Ladepausen ist dann fast auch egal.
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"Online" heißt nicht, das ich gerade hier im Forum aktiv bin.

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Re: soll uns die DC-Ladung klein und abhängig halten?

Beitragvon Karlsson » Sa 11. Apr 2015, 16:35

@Stromr
Keine Sorge, ich schlage auch noch zu. Das Finanzielle hemmt natürlich auch, aber das ist nicht das, woran es zur Zeit noch scheitert.
Sobald wir Nachwuchs haben, steht aber ein Auto der Größe Golf Variant oder mehr Nutzwert vor der Tür. Solange es das nicht elektrisch gibt, bleibt ein Verbrenner vor der Tür.
Das zweite Auto wird beim nächsten Wechsel aller Wahrscheinlichkeit nach aber schon elektrisch und wir werden natürlich auch versuchen, möglichst viele Kilometer damit zu fahren.

@e-lectrified
Gemeint waren natürlich Deine eigenen konkreten TCO. Und ich mache mir keine Sorgen um Deine Finanzen. Mir geht es nur um die Wahrheit. Daher interessiert mich, wie viel Du da dann unterm Strich selbst sparst, wo Du das immer so betonst.
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Re: soll uns die DC-Ladung klein und abhängig halten?

Beitragvon Cavaron » Sa 11. Apr 2015, 16:45

rolandk hat geschrieben:
Was spricht eigentlich dagegen, den 43kW-Zoe-Lader (der garantiert noch Reserven hat) stationär einzurichten?

:shock: ist eigentlich ne geniale Idee. Sind Komponenten aus Massen-Fertigung und auch technisch und regulatorisch schon ziemlich genau für diesen Zweck zertifiziert. Klaubt man die Teile dann noch von Auto-Verwerter...
Wie war das, der Chamäleon nutzt Teile des E-Motors beim Ladevorgang? Müsste man irgendwie anders lösen... oder man hätte ne Säule mit nem Motor drinnen. Wäre irgendwie lustig.
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Re: soll uns die DC-Ladung klein und abhängig halten?

Beitragvon stromr » Sa 11. Apr 2015, 17:08

Karlsson hat geschrieben:
Das zweite Auto wird beim nächsten Wechsel aller Wahrscheinlichkeit nach aber schon elektrisch und wir werden natürlich auch versuchen, möglichst viele Kilometer damit zu fahren.

Ja, genauso läufts bei uns auch - der Zweite ist der REX :)
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