soll uns die DC-Ladung klein und abhängig halten?

Re: soll uns die DC-Ladung klein und abhängig halten?

Beitragvon Solarstromer » Sa 11. Apr 2015, 08:26

Maverick78 hat geschrieben:
Solarstromer hat geschrieben:
Adersrum! Der Grund ein EV zu fahren ist die eigene PV Anlage. Ohne PV hätte ich kein EV.


So ein Quatsch. Ich hab auch keine PV und fahr EV, weil es einfach besser und effizienter ist.


Sorry, ich hatte die beiden Worte "für mich" vergessen. Ich persönlich hätte derzeit jedenfalls noch kein EV, wenn ich keine PV hätte.
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Re: soll uns die DC-Ladung klein und abhängig halten?

Beitragvon eDEVIL » Sa 11. Apr 2015, 08:52

Selbst wenn man nur das Ziel hat die hälfte des Jahres sein Autotagsüber aus PV-Strom zu versorgen, wird das aus den üblichen eher kleinen EFH-Anlagen auch mit Schuko kaum etwas.

Dann besser ne Bidi-Box , die mit 600W-6000W direkt per DC Laden kann. Beim LEaf in Japan gibt es dafür ja "LEaf2home"
Verwendung korrekter physikalischer Einheiten
"Online" heißt nicht, das ich gerade hier im Forum aktiv bin.

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Re: soll uns die DC-Ladung klein und abhängig halten?

Beitragvon stromr » Sa 11. Apr 2015, 09:12

Berndte hat geschrieben:
stromr hat geschrieben:
... und Du baust das teure Trumm lieber ins Fahrzeug selber ein. Das verschiebt doch nur die Kosten. Und bei einer angestrebten Zahl von 1 Lader auf 10 EVs erhöht das auch die Kosten. Jedenfalls aus Volkswirtschaftlicher Sicht.
...


Fragen:
Was kostet der 43kW AC Lader im Zoe? Was kostet eine 43kW CCS/CHAdeMO Ladesäule?
Was kostet der 22kW AC Lader im Smart Aufpreis? Was kostet eine 20kW CCS/CHAdeMO Ladesäule?

Und um gleich weitere "Gerüchte" zu Thema "Trumm" zu entkräften: Was wiegt der 43kW AC Lader im Zoe? Was wiegt ein 43kW CCS/CHAdeMO Lader?

Das ist jetzt keine Beweihräucherung auf den Zoe, aber Fakt ist nun einmal, dass das Chamelion-Ladesystem unschlagbar günstig und leistungsstark implementiert wurde. Ob das jetzt aus Absicht oder eher ein Versehen (meine Vermutung) war, das werden wir wohl nie herausfinden. Warum nutzt sonst kein Autobauer diese Ladetechnik? Kein "Wollen"?
Kein "Können" kann ich mir nicht vorstellen. Meine Güte, wir fliegen zum Mars, aber es soll angeblich an Lizenzen scheitern?

Es macht in meinen Augen keinen Sinn, eine einzige Ladesäule mit einem einzigen AC Lader in einem Auto zu vergleichen. Da muss schon der Faktor 10 ins Spiel, wie erwähnt.
Ausserdem helfen mir Deine Fragen nicht weiter, denn ich kenne die Antworten nicht. Du vermutlich auch nicht, sonst würdest Du sie hinschreiben.
Generell sind Kosten bei EVs derzeit ja nicht wirklich transparent, sondern spiegeln nur das, was man sichtbar machen möchte. Wie anders erklärt sich der eklatante Preisunterschied beim Leaf Ersatzakku (derzeit wohl 6000EUR) zum Ampera (da wurden > 10K EUR genannt)? Die einen rechnen vermutlich die Akkurückgabe ein, die anderen nicht.
Auch bei einer Ladesäule ist die Elektronik ja nur ein Teil der Gesamtkosten. Bei Größenordnungen von 100kW sind die Erschließungskosten und baulichen Maßnahmen auch noch zu sehen.Das macht ja bei 50kW Säulen oft schon 40% der Gesamtkosten einer Säule aus, was ich so höre. Das drückt auf das preisliche Gewicht des für DC Ladung nötigen Gleichrichters.

Aber ich habe nix gegen AC-Ladung. Wenn das im Zoe so perfekt funktioniert und von der Automobilindustrie übernommen wird, warum nicht? Dann kann der nächste Tesla die über 200 kW, die bei einer Vollbremsung anfallen dürften, 1:1 in die Batterie jagen. Wenn die das ab kann. Wie häufig der Fall dann vorkommt und die Amortisation des Gleichrichters im Auto vorantreibt, muss wohl jeder für sich entscheiden.

Viele Grüße
Michael
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Re: soll uns die DC-Ladung klein und abhängig halten?

Beitragvon Berndte » Sa 11. Apr 2015, 09:46

Tu dir mal einen Gefallen und informiere dich vorab ausreichend über die Ladetechniken, bevor du Stammtischwissen verbreitest. Ich erlaube mir hingegen zu behaupten, dass ich mich mit den Ladetechniken soweit ganz brauchbar auskenne.

Meine Fragen oben waren voller Ironie, Sarkasmus und Zynik ;)

Wieso macht es keinen Sinn einen Lader und ein Auto zu vergleichen? Bist du etwa auch der Meinung, dass pro 10 Fahrzeuge eine Säule ausreicht? Wie lange reicht das aus? Die nächsten 5 Jahre vielleicht. Im Supermarkt gehört langfristig an jeden Stellplatz ein Typ2 Kabel.
Die Gesamtkosten belaufen sich bei einem 50kW Triplelader oder von mir aus auch nur CCS50 auf weit über 20.000€... die Netzanschlusskosten sind mit 1000,-€ zu machen... also da "drückt" der Preis sicher nicht bei den Anschlusskosten.
Wie bei allen Rechnungen, kann man so oder so rechnen.
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Re: soll uns die DC-Ladung klein und abhängig halten?

Beitragvon stromr » Sa 11. Apr 2015, 11:07

Berndte hat geschrieben:
Tu dir mal einen Gefallen und informiere dich vorab ausreichend über die Ladetechniken, bevor du Stammtischwissen verbreitest. Ich erlaube mir hingegen zu behaupten, dass ich mich mit den Ladetechniken soweit ganz brauchbar auskenne.

Meine Fragen oben waren voller Ironie, Sarkasmus und Zynik ;)

Wieso macht es keinen Sinn einen Lader und ein Auto zu vergleichen? Bist du etwa auch der Meinung, dass pro 10 Fahrzeuge eine Säule ausreicht? Wie lange reicht das aus? Die nächsten 5 Jahre vielleicht. Im Supermarkt gehört langfristig an jeden Stellplatz ein Typ2 Kabel.
Die Gesamtkosten belaufen sich bei einem 50kW Triplelader oder von mir aus auch nur CCS50 auf weit über 20.000€... die Netzanschlusskosten sind mit 1000,-€ zu machen... also da "drückt" der Preis sicher nicht bei den Anschlusskosten.
Wie bei allen Rechnungen, kann man so oder so rechnen.

Ups, jetzt ist er nicht nur sarkastisch sondern wird auch noch persönlich...

Na, dann bitte die Stammtischgespräche ohne mich weiterführen.

Solange alle glauben, die Technik bestimmt, was die nächsten Jahre in der Ladetechnik passiert, bringen die Diskussionen hier wenig.

Viele Grüße
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Re: soll uns die DC-Ladung klein und abhängig halten?

Beitragvon rolandk » Sa 11. Apr 2015, 11:34

stromr hat geschrieben:
Solange alle glauben, die Technik bestimmt, was die nächsten Jahre in der Ladetechnik passiert, bringen die Diskussionen hier wenig.


Wer soll es denn bestimmen?

Kurzsichtige Autokonzerne? Politiker? Lobbyisten? Profitgeile BWLer?

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Re: soll uns die DC-Ladung klein und abhängig halten?

Beitragvon Berndte » Sa 11. Apr 2015, 11:36

Magst du vielleicht nicht doch noch auf meine Fragen antworten?
Wenn du dazu recherchierst, dann wird dir sicher auch einiges meiner spitzen Formulierungen klarer.
Das ist nichts persönliches, aber gerade die immer wiederkehrende Verbreitung solches falschen Stammtischwissens bringt die Autobauer und auch Kunden dazu zu glauben, dass ein Elektroauto an der Schukosteckdose geladen werden sollte.
"Schnelllader" werden dann mit 20kW oder gar mit 6,6kW angepriesen. Sogenannte "Doppellader". Sorry, aber das ist so absurd, da kann ich nur drüber schmunzeln, sonst reg ich mich zu sehr auf. Wenn ich als Serienausstattung 1kW Lader einbaue, dann habe ich bei 4kW einen ultraschnellen Quattrolader, der das Fahrzeug dann "vier mal so schnell wieder auflädt"?
43kW an Drehstrom? Das ist für viele wahrscheinlich Hexenwerk und Teufelszeug! 120kW DC ist einfach gelogen, das geht ja technisch überhaupt nicht... das dauert noch ewig, vielleicht in 10 Jahren mal, wenn man genug geforscht hat!

Ich mache mir jetzt nen Baldriantee...
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Re: soll uns die DC-Ladung klein und abhängig halten?

Beitragvon Jack76 » Sa 11. Apr 2015, 11:44

@Berndte: vollste Zustimmung, Halbwissen gepaart mit Stammtisch-Schwachsinn ungefiltert wiedergekäut... Kann man fast nur noch im Suff ertragen, also :prost:
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Re: soll uns die DC-Ladung klein und abhängig halten?

Beitragvon rolandk » Sa 11. Apr 2015, 12:13

umberto hat geschrieben:
Glaubt hier echt jemand, daß die CCS/Chademos so billig werden, daß sich ein Privatmann/Hotel sowas hinstellt? Alleine die notwendige Technik für die Gleichrichtung/Kühlung wird den Lader IMMER teurer als einen AC-Lader machen.


Was spricht eigentlich dagegen, den 43kW-Zoe-Lader (der garantiert noch Reserven hat) stationär einzurichten?

Bei den Säulen in Brinkum/Dille/Göttingen hat man ja das Gefühl, das dort genau das gemacht wurde (wenn man das Pfeifen beim DC laden hört).

Da müßte sich doch beim Preis etwas machen lassen.

Problem ist natürlich, wenn diejenigen, die die Hand auf den Steckern und Protokollen haben, die Sachen nicht zu "vernünftigen" Preisen abgeben wollen. Da kann die Technik dahinter noch so günstig sein. Das gleiche Spiel haben wir bei der AC-Ladung auch. Die Steuerkomponenten sind recht günstig gebaut, aber so ein einfacher Plastikkram wie Stecker und Kupplung, die in anderen Bereichen auch nicht die Welt kosten, werden hier zu Mondpreisen angeboten.

Und warum sind die Protokolle nicht frei verfügbar?

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Re: soll uns die DC-Ladung klein und abhängig halten?

Beitragvon eDEVIL » Sa 11. Apr 2015, 12:42

rolandk hat geschrieben:
Was spricht eigentlich dagegen, den 43kW-Zoe-Lader (der garantiert noch Reserven hat) stationär einzurichten?

Die Vermutung liegt nahe, dazu paßt dann auch wie gewisse "Zickigkeit"

Wie hoch sind denn die addierten Ersatzteilpreise beim Zoe für die dafür nötigen Komponenten aus dem Fahrzeug?

Man stelle sich mla eine Säule aus zwei soclher LAder vor. Bei einem 300km Akku wären die max. 86KW ja denkbar und auch sinnvoll.
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