Schweiz: Ladeinfrastruktur und Bezahlsysteme

Re: Schweiz: Ladeinfrastruktur und Bezahlsysteme

Beitragvon muellae » Do 8. Okt 2015, 13:22

Poolcrack hat geschrieben:
Habt Ihr noch Platz für einen Software-Entwickler aus Deutschland? Naja, an das etwas kältere Klima müsste ich mich erst noch gewöhnen.


Klar! Komma rum!
Das Klima ist gar nicht wirklich kälter. Im Winter etwas kälter, im Sommer aber wärmer. Solange du nicht in den Bergen wohnst, bekommt man davon nicht viel mit. Dafür wirst du mit mehr Sonnenschein belohnt als in DE.

(BTW: Wir suchen gerade Software-Entwickler in der Schweiz..... Was kannst du denn? :) )
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Re: Schweiz: Ladeinfrastruktur und Bezahlsysteme

Beitragvon che70 » Do 8. Okt 2015, 15:23

ich werde die Schweizer Ladeinfrastruktur auch demnächst testen dürfen. Ich muss von München nach Freiburg, und das geht trotz 100km Umweg wesentlich schneller über Österreich und die Schweiz. Bin gespannt ....
Servus, Christian

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Re: Schweiz: Ladeinfrastruktur und Bezahlsysteme

Beitragvon p.hase » Do 8. Okt 2015, 19:57

kann man die schnelllader ohne vignette ansteuern? bregenz - locarno ohne vignette möglich? schaffhausen - locarno ohne vignette möglich?
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Re: Schweiz: Ladeinfrastruktur und Bezahlsysteme

Beitragvon muellae » Do 8. Okt 2015, 21:10

Klar! Die Vignette brauchst du "nur" auf der Autobahn. Soviel ich weiss sind viele Schnelllader auch so zugänglich. Grauholz ist eine Ausnahme die ich kenne. Wie's allerdings Richtung Süden aussieht kann ich Dir nicht sagen, hab ja noch kein EV ;)

Wenn du aber in den Süden willst ohne AB, dann fährst du über einen Pass (Gotthard oder San Bernardino). Da machst du wohl so 2000+ HM. Geile Strecken, unbedingt volladen und/oder gut rechnen ;)
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Re: Schweiz: Ladeinfrastruktur und Bezahlsysteme

Beitragvon p.hase » Do 8. Okt 2015, 21:56

wenns halt 5x so lange dauert ist nix gewonnen. aber die ein- oder andere schöne strecke wäre ja mit der schnellladerei kombinierbar auf dem weg in den süden. urlaub kann ich mir in der schweiz nicht mehr leisten, muss rüber auf die italienische seite.
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Re: Schweiz: Ladeinfrastruktur und Bezahlsysteme

Beitragvon trainlord » Fr 9. Okt 2015, 16:03

muellae hat geschrieben:
Also:
move = grundgebühr, sonst bisher mehrheitlich gratis (ausnahme Grauholz BE)
evite = bisher gratis
rest = mehrheitlich gratis (oder so wie, wenn du was konsumierst, darfst du auch mein Klo benutzen ;) )
Danke für die Infos, ihr seid die Besten! :)


Ich fahre kein E-Mobil nur Leihweise, was du da schreibst stimmt teilweise nicht.
Move = Grundgebühr und Pro Kwh
Evite = teils teils, da ein Teil im Move Verbund ist :)
Besitze kein Elektroauto, Träum aber von einem :)
Schallerreservierung Nr. 28 und freue mich wenn ich mein Erstes eigenes Auto hab, auch wenn nur als Hobby ;) :lol:
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Re: Schweiz: Ladeinfrastruktur und Bezahlsysteme

Beitragvon c-zero-stegen » Mo 19. Okt 2015, 21:59

Eine Tour Freiburg-Melisau (Bregenzerwald) zu http://www.rehm.at (Heizung isolieren, Sonntag hin / Montag zurück) ging prima via Schweiz - ca. 430 km insgesamt.
Auf der kürzeren Strecke nördlich des Bodensees gibt es bekanntlich weit und breit keinen einzigen CHAdeMO-Lader.
Stationen in Schaffhausen (ABB), Weinfelden und Au - alle super und kosten- wie vignettenfrei.
BaWü ist leider trotz rot-grüner Landesregierung im Südschwarzwald in dieser Hinsicht Diaspora.
Schöne Grüsse
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Re: Schweiz: Ladeinfrastruktur und Bezahlsysteme

Beitragvon tom » Mi 21. Okt 2015, 09:27

Ich kenne mich mit der Schweizer Schnelllade-Infrastruktur ziemlich gut aus. Einerseit betreibe ich den entsprechenden Blog http://www.schnellladen.ch, wo alle neuen Schweizer Schnelllade-Stationen vorgestellt werden (auch jeweils in diesem Thread: ladesaeulen-status/schweizer-schnelllade-infrastruktur-t4757.html).
Andererseits, da ich selbst aus der Region Winterthur komme und mit meinem Leaf regelmässig unsere Verwandschaft in der Westschweiz und Innerschweiz besuche.

Die Westroute Genf - St. Gallen ist in der Tat bereits recht gut ausgebaut. Die Strecke ist auch problemlos kostenlos zu machen. Man braucht einfach etwas mehr Zeit, da diese kostenlosen Ladestationen (häufig mit dem EVite Label) meist nur 20kW bieten. Es gibt durchaus auch kostenlose 50kW Lader. Diese sind dann aber schon seltener und nicht immer optimal gelegen.
Die Tendenz ist auch in der Schweiz ganz klar weg von der Kostenlosen-Ladung hin zu kostenpflichtigen Ladungen an 50kW Stationen. Hier hat MOVE bereits im letzten Jahr mit ABB Terra Stationen in Grauholz (bei Bern) und Bursins VD begonnen. Dieses Jahr sind dann noch Fribourg, Estavayer-le-lac und Ecublens hinzugekommen. Wenn man also oft eher im Westen der Schweiz unterwegs ist und gern etwas schnelller lädt, dann ist man mit einer MOVE-Karte gut beraten. Ich habe mit kleinen Kindern auf der Rückbank nicht immer die Musse lange an einem 20kW Lader zu verweilen ;)

Was derzeit im Aufkommen ist, sind Ladestationen mit SwissCharge Anbindung. Hier funktioniert die Bezahlung über Intercharge/Hubject. Das ist sehr bequem und erfordert neben einem Smartphone und einer Kreditkarte keine vorgängige Anmeldung. Mit einer Anmeldung können hier erstmals auch Ladestationen kostenpflichtig auf einen bestimmten Zeitpunkt reserviert werden. Auch lässt sich abfragen ob die Station funktionsbereit und frei ist. Hier wurden kürzlich 50kW Schnelllader in Chur und Schaffhausen errichtet.

Anders als beim nördlichen Nachbarn scheint sich in der Schweiz derzeit auch die Erkenntnis durchzusetzen, dass es sinnvoll ist bei Autohäusern jeweils auch die Ladestandards der Konkurrenz anzubieten. Den Anfang machte hier VW mit der AMAG Gruppe bereits Mitte 2014 an 8 Standorten. Anfang 2015 sprang der erste Nissan Händler auf den Zug auf und nach anfänglichem Sträuben hatte nun kürzlich auch der erster BMW Händler ein Einsehen :)

Was derzeit noch schlecht abgedeckt ist, ist die Route durch die Alpen. Zwar ist das Tessin selbst gut mit Schnellladestationen bestückt, jedoch ist es zwischen dem letzten 20kW 3in1 Lader in Beckenried und dem ersten CHAdeMO in San Antonio bzw. dem ersten CCS in Lamone etwas weit...
Auch die San Bernardino Strecke mit dem letzten 3in1 Lader in Chur hat es in sich. Ist beides im Sommer auch mit einem Leaf zu schaffen und wurde auch schon öfter gemacht (nicht von mir). Aber warum hier die Raststätten oder Energieversorger rund um den Gotthard nicht endlich etwas anbieten ist mir wirklich unerklärlich. Mit 22kW Typ 2 Ladegerät ist hier die Situation wie immer etwas entspannter als mit einem DC Lader...

Und nun noch ein Ausblick in die Zukunft. Alpiq werkelt mit Swisscom, Siemens und der Zürich Versicherung an einem neuen Abrechnungssystem für die Schweiz. Sobald dieses steht, werden diverse bisher kostenlose Ladestationen diesem System angeschlossen und somit kostenpflichtig werden. Ich kann mir sogar vorstellen, dass dies einen Grossteil der derzeitigen EVite Stationen betreffen wird, welche ja vorwiegend von Alpiq installiert (nicht finanziert) wurden.

Man kann das nun schade finden. Ich denke jedoch dass die Zukunft nicht in kostenlosem Strom liegt, man lädt ja ohnehin vor allem zuhause. Wenn die Ladung unterwegs etwas kosten darf, dann lock dies auch Investoren auf den Plan, welche etwas verdienen wollen und sich auch zuverlässig um die Säulen kümmern bzw. für einen hohen Durchsatz sorgen wollen. Das bedeutet im optimalen Endeffekt: Gute Standorte, reservierte Plätze, Schnelle Stationen, wenige und nur kurze Ausfälle und Redundanz.
Mir ist das tausendmal mehr wert als kostenlos von 20kW zu 20kW hangeln zu können, was derzeit zwar schon fast schweizweit möglich ist, aber wohl der Mehrheit der potenziell Umsteigewilligen nicht zugemutet werden kann.

Beste Grüsse
Thomas
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Schnelllade-Infrastruktur-Blog: http://www.schnellladen.ch/blog
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Re: Schweiz: Ladeinfrastruktur und Bezahlsysteme

Beitragvon trainlord » Do 22. Okt 2015, 22:21

tom hat geschrieben:
Ich kenne mich mit der Schweizer Schnelllade-Infrastruktur ziemlich gut aus. Einerseit betreibe ich den entsprechenden Blog http://www.schnellladen.ch, wo alle neuen Schweizer Schnelllade-Stationen vorgestellt werden (auch jeweils in diesem Thread: ladesaeulen-status/schweizer-schnelllade-infrastruktur-t4757.html).
Andererseits, da ich selbst aus der Region Winterthur komme und mit meinem Leaf regelmässig unsere Verwandschaft in der Westschweiz und Innerschweiz besuche.

Was derzeit im Aufkommen ist, sind Ladestationen mit SwissCharge Anbindung. Hier funktioniert die Bezahlung über Intercharge/Hubject. Das ist sehr bequem und erfordert neben einem Smartphone und einer Kreditkarte keine vorgängige Anmeldung. Mit einer Anmeldung können hier erstmals auch Ladestationen kostenpflichtig auf einen bestimmten Zeitpunkt reserviert werden. Auch lässt sich abfragen ob die Station funktionsbereit und frei ist. Hier wurden kürzlich 50kW Schnelllader in Chur und Schaffhausen errichtet.

Beste Grüsse
Thomas


Sali Tom

Frage hast du Erfahrung mit Swisscharge und den Preisen wie sehen die so aus ?
Würd mich mal interessieren :)
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Re: Schweiz: Ladeinfrastruktur und Bezahlsysteme

Beitragvon Kim » Fr 23. Okt 2015, 10:40

Und neu dazu: i3 (60Ah) Rex seit 24.11.2017
Outlander PHEV von 02.2015 bis 12.2017 / 56.000km bei 11gr CO2/km mit 0.5l/100km
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