Schnellladesäulen: eine Totgeburt ???

Re: Schnellladesäulen: eine Totgeburt ???

Beitragvon spark-ed » Sa 20. Mai 2017, 13:23

Wir reden bei den vergleichsweise spottbilligen DC Ladern immer noch vom Henne Ei Problem.
Wie stellt man sich das bei induktivladen vor.
Wir haben knapp 13.000 Autobahnkilometer und nochmal über 40.000km Bundesstraßen. Solange das nicht flächendeckend erschlossen ist bleibt es nur eingeschränkt nutzbar.
Für lokale Anwendungen als Option (Taxispuren z.B.) kann ich mir das noch vorstellen.
Solange wir wegen ein paar tausend erforderlichen DC Ladern dermaßen rumeiern ist diese Induktionsdiskussion für mich nix als ein Ablenkungsmanöver.
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Re: Schnellladesäulen: eine Totgeburt ???

Beitragvon Karlsson » Sa 20. Mai 2017, 13:48

Induktivladen während der Fahrt halte ich für eine Totgeburt.
Das ist nur Wunschdenken vom EPP, der schon öfter seine Realitätsferne bewiesen hat. Der zweifelt auch die Existenz von Superchargern oder Ladeleistungen >50kW beim Ioniq an und will gern seine AC Boxen verticken.
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Re: Schnellladesäulen: eine Totgeburt ???

Beitragvon ecopowerprofi » Sa 20. Mai 2017, 13:54

spark-ed hat geschrieben:
bei den vergleichsweise spottbilligen DC Ladern

Wenn man jetzt an einer Autobahntankstelle ca. 10 Zapfsäulen hat, dann muss man ersatzweise ca. 50 St. 100 kW DC Ladesäulen hinstellen. Die Säule zu 25000€. Und das dann an allen Autobahntankstellen.

spark-ed hat geschrieben:
nicht flächendeckend erschlossen ist

Dass muss nicht Flächendenkend sein, da es nur für die Langstrecke ist. Somit auch nur abschnittsweise auf den Autobahnen. Auch auf den Rastplätze kann man die Stellplätze mit Induktionsladern ausstatten. In Kombination kann man dann die unbegrenzte Reichweite erreichen.

Eagle_86 hat geschrieben:
der Unterschied zwischen 3,6 kW

Die 3,6 kW sind der üblichen Hausinstallation geschuldet. (230V mit 16A)

Eagle_86 hat geschrieben:
während der Fahrt.

Da die meisten Neuwagen ein Spurassistenzsystem haben, dürfte das Spurhalten kein Problem sein.

Eagle_86 hat geschrieben:
diese tatsächlich nutzbar unter dem Auto zur Verfügung zuhaben verlangt aufwendigere Konstruktionen

Wie denn das. Moderne E-KFZ haben unterm Auto meisten nur die Batterie. Eine große gerade Fläche.

Eagle_86 hat geschrieben:
als mal eben dem 5er eine Spule unter die Ölwanne zu klemmen.

Seit wann haben E-KFZ eine Ölwanne?
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Re: Schnellladesäulen: eine Totgeburt ???

Beitragvon ecopowerprofi » Sa 20. Mai 2017, 13:56

Karlsson hat geschrieben:
Das ist nur Wunschdenken vom EPP, der schon öfter seine Realitätsferne bewiesen hat. Der zweifelt auch die Existenz von Superchargern oder Ladeleistungen >50kW beim Ioniq an und will gern seine AC Boxen verticken.

Dummes Gelaber. Du solltest Dich mal an der eigene Nase fassen.
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Re: Schnellladesäulen: eine Totgeburt ???

Beitragvon kub0815 » Sa 20. Mai 2017, 14:34

ecopowerprofi hat geschrieben:
Wenn man jetzt an einer Autobahntankstelle ca. 10 Zapfsäulen hat, dann muss man ersatzweise ca. 50 St. 100 kW DC Ladesäulen hinstellen. Die Säule zu 25000€. Und das dann an allen Autobahntankstellen.


Lassen wir es statt 50 eher durchschnittlich 200 Säulen sein. Bei 400 Raststätten sind das 80.000 Schnellader a 25.000 Euro sind das 2 Milliarde Euro.

wir haben in Deutschland ~12.000 Gemeinden wenn jede noch mal 3bis 4 aufstellt sind noch mal 1 Milliarden Weg

Wir haben 15.000 Tankstellen da auch noch mal 3 bis 4 aufstellen nochmal 1 Milliarde weg.

Geschätzter Haushaltsüberschuss war doch letztens im Radio bei 55 Milliarden. Oder auf 40mio Autos 100 Euro Pro Auto. Also mir kann keiner erzählen das das ein Geld problem sein kann Schnellader aufzustellen.

Bei den Induktionsladen bin ich skeptischer. Wir haben 13.000 km Autobahnen wenn jetzt jeder km 5 millionen Kostet sind das 65 Milliarden Euro. Nur für die Autobahen.
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Re: Schnellladesäulen: eine Totgeburt ???

Beitragvon Karlsson » Sa 20. Mai 2017, 15:01

Ich glaube nicht, dass man so rechnen sollte. Man wird 95% zuhause laden und für 300km auch nicht nachladen müssen und da auch wieder am Ziel laden. Der 08/15 Nutzer braucht die Schnelllader äußerst selten. Erst recht wenn die Akkus >60kWh Standard werden.
Auch haben wir nicht über Nacht 100% E-Autos, sondern erst in ein paar Jahren mal 10% Anteil bei den Neuverkäufen. Im Bestand dann mit entsprechender Verzögerung.
Auch muss man bei einem Standort mit 25 Ladern nicht annehmen, dass das die 25-fache Summe eines einzelnen Laders kosten würde.
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Re: Schnellladesäulen: eine Totgeburt ???

Beitragvon kub0815 » Sa 20. Mai 2017, 15:28

Karlsson hat geschrieben:
Ich glaube nicht, dass man so rechnen sollte. Man wird 95% zuhause laden und für 300km auch nicht nachladen müssen und da auch wieder am Ziel laden. Der 08/15 Nutzer braucht die Schnelllader äußerst selten. Erst recht wenn die Akkus >60kWh Standard werden.


Was für ein verhältniss Schnellader pro Auto braucht es den? Heute muss man ja erst mal eine schlachtplan machen bei den meisten Autos um von Hamburg nach München zu fahren....
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Re: Schnellladesäulen: eine Totgeburt ???

Beitragvon elektrozauber » Sa 20. Mai 2017, 16:02

Vor zwei Jahren gab's doch schon diesen Ladesäulen-Roboter von Kuka/VW, der automatisch den Tankrüssel ans Auto stöpselt. Das erscheint mir viel kostengünstiger als Induktion, wäre nachrüstbar an bestehenden Säulen und erlaubt höhere Ladeleistungen.
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Re: Schnellladesäulen: eine Totgeburt ???

Beitragvon Karlsson » Sa 20. Mai 2017, 16:14

kub0815 hat geschrieben:
Was für ein verhältniss Schnellader pro Auto braucht es den? Heute muss man ja erst mal eine schlachtplan machen bei den meisten Autos um von Hamburg nach München zu fahren....

5 x 50 kW + 5 x 150kW mit Pufferspeicher und Lastmagement alle 50km entlang der Autobahnen. Ausbau dann je nach Auslastung.
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Re: Schnellladesäulen: eine Totgeburt ???

Beitragvon gekfsns » Sa 20. Mai 2017, 17:11

Ich persönlich glaube die DC Schnelllader werden ziemlich schnell günstiger werden wenn die chinesischen Hersteller mit lokalem deutschen Vertrieb den Markt mit ihren Säulen überfluten. Hab mal ein Bild von einem Hersteller in China gesehen der die Hallo voll mit DC Ladesäulen stehen hatte. Mit hohen Stückzahlen können bestimmt auch die europäischen Hersteller noch was optimieren, ich hoffe es zumindest denn ansonsten wird das meiner Meinung nach enden wie mit den Solarmodulen. Da hat sich die letzten 10 Jahre einiges am Preis und noch übrig gebliebenen Herstellern geändert.
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