Rentabilität von Ladesäulen

Re: Rentabilität von Ladesäulen

Beitragvon ecopowerprofi » Fr 9. Mär 2018, 14:04

Eine Ladesäule mit 8 Anschlüsse ist nicht zielführend. Besser mehrere einfache mit zwei Anschlüsse zwischen zwei Parkplätze.
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Re: Rentabilität von Ladesäulen

Beitragvon HeinHH » Fr 9. Mär 2018, 15:43

ecopowerprofi hat geschrieben:
Eine Ladesäule mit 8 Anschlüsse ist nicht zielführend. Besser mehrere einfache mit zwei Anschlüsse zwischen zwei Parkplätze.

Acht finde ich auch etwas übertrieben (sieht dann ja fasst aus wie auf 'nem Campingplatz :-)), aber ein Vierer in der Mitte ist auf vielen, öffentlichen Parkplätzen sicherlich noch praktikabel.

Bye Thomas
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Re: Rentabilität von Ladesäulen

Beitragvon BrabusBB » Fr 9. Mär 2018, 18:11

Ich vermute mal, dass er bei 8 Anschlüssen unterschiedliche meint (z. B. 4 AC und 4 DC).
ecopowerprofi hat geschrieben:
Eine Ladesäule mit 8 Anschlüsse ist nicht zielführend. Besser mehrere einfache mit zwei Anschlüsse zwischen zwei Parkplätze.
Ist für die Auslastung vermutlich besser, da bei der o. g. Lösung (4+4) immer die Hälfte nicht nutzbar ist.
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Re: Rentabilität von Ladesäulen

Beitragvon ecopowerprofi » Fr 9. Mär 2018, 21:48

HeinHH hat geschrieben:
Acht finde ich auch etwas übertrieben

Ich dachte dabei überwiegend an Rastplätze an der Autobahn. Dort würden viele einfache Ladesäulen Sinn machen. Auch in Einkaufzentren usw. würden viele 22 kW oder kleiner mehr Sinn machen als ein paar Schnelllader.
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Re: Rentabilität von Ladesäulen

Beitragvon kub0815 » Fr 9. Mär 2018, 23:15

ecopowerprofi hat geschrieben:
Ich dachte dabei überwiegend an Rastplätze an der Autobahn. Dort würden viele einfache Ladesäulen Sinn machen. Auch in Einkaufzentren usw. würden viele 22 kW oder kleiner mehr Sinn machen als ein paar Schnelllader.


22kw Ladesäulen machen an Autobahnrastolätze für mich so gut wie keinen Sinn. Es gibt recht wenig Autos die 22kw laden können und so gut wie niemand der das nutzen will.
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Re: Rentabilität von Ladesäulen

Beitragvon ecopowerprofi » Sa 10. Mär 2018, 09:20

Naja, der Smart, der BYD, der ZOE könnten mit 22 kW laden. Die letzten beiden können sogar 43 kW. Die japanische Modelle wie der LEAF usw. brauchen die 22 kW damit die wenigstens mit 6,6 bzw. 7,4 kW laden können. Häufig reicht ja nur ein wenig Nachladen um das Ziel dann auch erreichen zu können. Man sollte nicht von den jetzige Akkugrößen ausgehen sondern von dem was die nächste Generation hat. Wenn man 500 km im Akku hat aber eine Strecke von 600 km zurücklegen will, dann reicht auch eine kurze Pause mit geringere Ladeleistung um ans Ziel zu kommen. Ich gehe davon aus, dass der Strompreis an einer 22 bbzw. 43 kW AC Ladesäule geringer sein wird als an einer DC-Säule und das der breite Masse der E-Mobilisten der Strompreis nicht egal sein wird.
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Re: Rentabilität von Ladesäulen

Beitragvon kub0815 » Sa 10. Mär 2018, 13:32

Hi,
wenn die nix anders wie AC laden können okay. Aber ein Leaf wird sich nicht an der Autobahn ohne not mit AC laden wenn er einen Chademo zur verfügung hat.
Vg
Jürgen
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Re: Rentabilität von Ladesäulen

Beitragvon ecopowerprofi » Sa 10. Mär 2018, 14:02

Eine AC-Ladesäule wird eine bessere Rendite haben als eine DC. Die Tripple-Säule sind ein Auslaufmodell, da auch die neuen aus Fernost alle einen Typ2 und / oder CCS haben. Es ist nur die Frage, wie ein Betreiber auf einem Autobahnrastplatz sich aufstellt. Stellt der ein paar reine nur DC Säulen und nur AC-Säulen oder welche gemischte mit AC und DC hin. Da eine AC-Säule nur ein Bruchteil einer DC- oder DC/AC Säule kostet, würde ich vielleicht zwei Säulen mit DC und der Rest eben nur reine AC-Säulen zu geringere Kosten hinstellen. Dadurch könnte man erheblich mehr Fahrzeuge parallel abfertigen. Ergibt eine höhere Rendite
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Re: Rentabilität von Ladesäulen

Beitragvon ilovethesun » Di 13. Mär 2018, 18:03

@alle,
interessanter Thread! Danke. Für einen Newcomer sehr lesenswert!

Im Nachbardorf konnte man bis zum 31.12.2017 kostenlos tanken, da das Backend wohl noch nicht funktionierte.(meine Vermutung.)
Es ist ein Verbund von mehreren Stadtwerken. Seitdem es funktioniert, kostet die einmalige Gebühr 1 Euro, plus 30 Cent je kWh plus 2 Cent je Min. Standzeit. Was ist seit Januar passiert? Man sieht keine E-Mobile mehr dort laden... die Wirtschaftlichkeit ist fraglich. Die Anfangsinvestition (2x22kW) wurde wohl auch unter Marketing/Imagewerbung verbucht?!

Was ich verstanden habe:
Ja, der Wunsch, abrechnen zu wollen, macht das Gesamtpaket zu teuer. Es gibt viele Hände, die dann mitverdienen wollen.
Open source gibt es (noch) nicht.

Fazit:
Münzgeldeinwurf (evtl. mit Identifikation) oder bargeldlos mit Prepaidkarten (oder Bitcoin)? - ohne Roaming.
Authorisierung per Mobilfunk? Mobile Payment aber ohne Mobilfunkanbieter? (Datenschutz?)
Das Geschäftsmodell wird wohl eher wie die modernen Tankstellen aussehen? Supermärkte, die nebenher Sprit verkaufen?!
Ladestationen müssen nur kostendeckend laufen?! ... dann wäre man schon froh. Oder man ist Energieproduzent, z.B. Solar Power Producer, und kann den billigen Solarstrom dumpen?!

Was ich für mich persönlich wichtig fände: Datenschutz, denn ich will keine Spuren in der Datenbank von etlichen Betreibern, Abrechnungsdienstleistern und Roamingpartnern hinterlassen. (Strom ist anonym und sollte anonym bleiben.)

In den Tennishallen gibt es doch auch solche Münzautomaten: 2 DM/ 2 Euro Münze und ein Relais/Schütz schaltet mit Zeitschaltuhr... wie wäre es damit?

meine 50 Cents

Gruß
ilovethesun
p.s. Ich habe Echtzeit-Abrechnungssoftware für Mobilfunk und Voice-over-IP Wholesale in Oracle entwickelt. Ebenso Mobile Payment für Pepsi Deutschland Getränkeautomaten... daher spannendes Thema.
50 kWp auf angepachteten Dächern. Zertifizierung: QCells/ESS, LG Chem/Solaredge, SMA, Mercedes Benz Speichersysteme.
E-Mobil wird erst noch bestellt, derzeit Carsharing zu zweit.
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Re: Rentabilität von Ladesäulen

Beitragvon Tho » Di 13. Mär 2018, 19:53

ilovethesun hat geschrieben:
Was ich für mich persönlich wichtig fände: Datenschutz, denn ich will keine Spuren in der Datenbank von etlichen Betreibern, Abrechnungsdienstleistern und Roamingpartnern hinterlassen. (Strom ist anonym und sollte anonym bleiben.)

Bei CCS ist der Ladende definitiv nicht anonym, da ein eindeutiger Schlüssel zur Säule übertragen wird.
(MAC Addresse der Netzwerkkomponente des Fahrzeugs)
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