Porsche hat die ersten 350kW Säulen aufgestellt

Re: Porsche hat die ersten 400kW Säulen aufgestellt

Beitragvon gekfsns » Sa 15. Jul 2017, 17:30

Haben die Porsche dann einen eingebauten Spannungswandler um an einer normalen 400V/50kW CCS Säule laden zu können ?
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Re: Porsche hat die ersten 400kW Säulen aufgestellt

Beitragvon cpeter » Sa 15. Jul 2017, 17:50

Die Porsche werden sicherlich auch an den bisherigen 50 - 100 kW CCS Säulen laden können. Im einfachsten Fall könnte man ja den Akku "in der Hälfte" beim Laden parallel schalten (2x 400V statt 1x 800V) oder eben einen kräftiger DC/DC Wandler im Auto einbauen. Ersteres wäre aus meiner Sicht deutlich kostengünstiger (und würde im Auto Gewicht sparen).

Eine Limitierung auf 800V Ladesäulen würde voraussichtlich nicht der CCS Norm entsprechen. Dann hätte man auch gleich einen neuen, separaten 800V DC Stecker erfinden können, wenn's zwar mechanisch aber nicht elektrisch passt.
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Re: Porsche hat die ersten 400kW Säulen aufgestellt

Beitragvon ecopowerprofi » Sa 15. Jul 2017, 17:56

Solarstromer hat geschrieben:
Ja, zusätzlich sind die Leiter inkl. einem Stück der Steckerkontakte flüssigkeitsgekühlt bzw. im Winter gewärmt.

Die Kabel sind nicht das Hauptproblem. Die Batterien. Wenn mal sieht, was der ZOE bei 43 kW für ne Kühlung anfährt, dann weiß ich nicht wie dass bei 450A funktionieren soll auch wenn man 5 mal so große Batterien hat. Ich will gar nicht wissen was die noch für ne Lebensdauer haben, wenn die ständig mit 350 kW geladen werden. Nachhaltig ist ganz was anderes.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: Porsche hat die ersten 400kW Säulen aufgestellt

Beitragvon ELECTAGON » Sa 15. Jul 2017, 18:44

So sieht die Zukunft von Porsche aus.
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Re: AW: Porsche hat die ersten 400kW Säulen aufgestellt

Beitragvon Helfried » Sa 15. Jul 2017, 18:54

cpeter hat geschrieben:
Im einfachsten Fall könnte man ja den Akku "in der Hälfte" beim Laden parallel schalten (2x 400V statt 1x 800V)


Das geht aber in der Praxis nicht wirklich.
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Re: Porsche hat die ersten 400kW Säulen aufgestellt

Beitragvon Solarstromer » Sa 15. Jul 2017, 19:47

ecopowerprofi hat geschrieben:
Die Kabel sind nicht das Hauptproblem. Die Batterien. Wenn mal sieht, was der ZOE bei 43 kW für ne Kühlung anfährt, ...


Andere EVs haben keine aktive Akkukühlung und bekommen erst bei hohen Außentemperaturen ( >30 Grad ) und 5 hintereinander folgenden DC Ladungen Probleme. Das ist meine persönliche Erfahrung mit dem Nissan Leaf, der mit ca. 2C lädt. Wenn jetzt ein Porsche mit ca. 3C und aktiver Kühlung lädt, sehe ich bei entsprechender Zellchemie keinerlei Probleme.
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Re: Porsche hat die ersten 400kW Säulen aufgestellt

Beitragvon kub0815 » Sa 15. Jul 2017, 19:57

Sind das die Säulen die das Joint Ventures von BMW Mercedes Ford und VW aufstellen wollen?
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Re: AW: Porsche hat die ersten 400kW Säulen aufgestellt

Beitragvon cpeter » Sa 15. Jul 2017, 21:53

Helfried hat geschrieben:
cpeter hat geschrieben:
Im einfachsten Fall könnte man ja den Akku "in der Hälfte" beim Laden parallel schalten (2x 400V statt 1x 800V)

Das geht aber in der Praxis nicht wirklich.

Na, gehen könnte es schon. Der Akku ist sowieso in einzelne Module unterteilt. Wenn das angenommen 32 Module sind, die im Fahrbetrieb in Serie geschalten sind (Annahme: jedes Modul hat eine Nennspannung von 25V), dann kann man beim Laden an einer 400V DC Säule statt 1x 32 Module in Serie geschaltet (32 x 25V = 800V) umkonfigurieren auf 2x 16 Module (16 x 25V = 400V je 2 Mal). Steuergeräte haben die Module mittlerweile sowieso jedes einzeln, damit die Ladung pro Modul bzw. pro Zelle optimiert wird (inkl. Balancing).

Ja, natürlich ist es in der Praxis schon komplexer als diese Basisüberlegung, aber möglich ist es. Auch ein Tesla Akku besteht aus Zellen-Konfigurationen, die teilweise parallel konfiguriert sind (um die max. Stromentnahme zu ermöglichen) und andererseits auch in Serie (um die Zielspannung des Gesamtsystems zu erreichen).

Beispiel Tesla 85 kWh Akku: jeweils 74 Zellen (18650er Zellen) sind parallel geschalten (Nennspannung 4.1V dieser Parallelschaltung), 96 davon sind dann in Serie geschalten, um die Zielspannung von ca. 400V gesamt zu erreichen.
Physisch sind es jeweils 6 in Serie geschaltene 74er Pakete, also eine Nennspannung von ca. 25V pro Modul/Sheet. 16 dieser Sheets/Module sind dann wieder in Serie (16 x 25V = 400V).
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Re: AW: Porsche hat die ersten 400kW Säulen aufgestellt

Beitragvon Helfried » Sa 15. Jul 2017, 21:58

cpeter hat geschrieben:
Steuergeräte haben die Module mittlerweile sowieso jedes einzeln, damit die Ladung pro Modul bzw. pro Zelle optimiert wird (inkl. Balancing).


Die Zellen werden aber trotzdem seriell geladen, auch wenn sie balanciert werden müssen. Die Balancer sind parallel zu den Zellen geschaltet, der Ladestrom fließt aber stets seriell durch die Zellbänke (die wiederum mehrere Zellen parallel haben können).

Da kann man nix seriell/parallel umschalten, das wäre viel zu viel Aufwand bzw. zu ineffizient. Auch nicht beim Tesla. Das Verschaltungsschema ist fix.
Zuletzt geändert von Helfried am Sa 15. Jul 2017, 22:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: AW: Porsche hat die ersten 400kW Säulen aufgestellt

Beitragvon cpeter » Sa 15. Jul 2017, 22:29

Helfried hat geschrieben:
... der Ladestrom fließt aber stets seriell.

Nein, die 7104 Zellen eines Tesla 85er Akkus werden nicht seriell hintereinander geschalten geladen, dazu bräuchtest du 29 Kilovolt. Jeweils 74 Zellen werden parallel geladen. 96 dieser 74er Pakete sind seriell konfiguriert.
Ja, beim Tesla ist die Konfiguration (was ist parallel geschalten und was seriell) fix. Ich hatte nichts anderes behauptet.
Ich weiß auch nicht, ob Porsche überlegt, die Konfiguration umschaltbar zu machen (zwischen 400V und 800V), aber theoretisch geht das
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