Politik: Tankstellen -> BauPrämie + Betriebspflicht

Politik: Tankstellen -> BauPrämie + Betriebspflicht

Beitragvon novalek » Mo 19. Feb 2018, 22:23

Warum eiert man um das Problem so herum?
Herkömmliche Tankstellen haben alles, ein Kaffee-to-Go, FastFood, Starkstromanschluß, Eintrag in allen Kfz-Navis, starke Verbreitung, E-mobiles Werbepotential und vielfach Freifläche - weiterhin, ein Kümmerer und ein Überwachungssystem wären da, der Vandalen abschreckt.
Deshalb wünsche ich mir D-weit die Förderung und gleichzeitige Verpflichtung von Tankstellen zur Einrichtung mindestens eines CCS50/TYP2-43 Laders.
Für Bundesbeamten mal ein Rechenwerk: 15.000 Tankstellen mit 50%tiger Förderung von 10.000€ Fundament und 30.000€ Säule ergäbe 300 Mio. €, also rund 3 km AutobahnNeubau.
Wann, eigentlich sofort, weil den Politikern das Problem bald auf die nackten Füße fällt. Der Lieferstau der bestellten E-Kfz wird bald in Lade-Bedarfsfälle umgemünzt, dann ist Laden angesagt und die Lieferkapazität der Säulenproduzenten wird aus dem Stand auch nicht aufstockbar sein.
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Re: Politik: Tankstellen -> BauPrämie + Betriebspflicht

Beitragvon TeeKay » Di 20. Feb 2018, 16:22

In Russland gibts so eine Pflicht. Darum tauchen da jetzt irgendwo im aus deutscher Sicht nirgendwo teure 50kW ABB Triplelader auf
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Re: Politik: Tankstellen -> BauPrämie + Betriebspflicht

Beitragvon geko » Di 20. Feb 2018, 16:33

Eine Verpflichtung zum Bau verbunden mit einer lediglich 50%-Förderung würde ich mir als Tankstellenpächter oder auch als Mineralölkonzern schön verbitten.
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Re: Politik: Tankstellen -> BauPrämie + Betriebspflicht

Beitragvon novalek » Di 20. Feb 2018, 18:37

geko hat geschrieben:
als Tankstellenpächter oder auch als Mineralölkonzern schön verbitten.
Andere Verpflichtungen gab es doch auch schon und zwar teure, mit neuem Erdtank.
Kommt man ins rechnen, hat der Pächter bei 0,5€/kWh reichlich 0,20€ Rendite.
Im Schnitt möge jeder 20kWh DC laden, also 1/2 Stunde, macht 4 €, pro Tag sagen wir 30€, pro Jahr sind das abzüglich Wartung 10.000€. Hinzu kommen Food&Coffee.
Die öffentlichen Tripple-Charger sind doch nur ein fast vergeblicher Zwischenschritt, weil Platzmiete (an die Kommune) und Vandalismus diese Vorhabensstrategie nicht fördern können.
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Re: Politik: Tankstellen -> BauPrämie + Betriebspflicht

Beitragvon TeeKay » Di 20. Feb 2018, 22:33

Es gibt so viele Bauverpflichtungen ohne Zuschuss, dass über die Ladesäule nicht gemeckert werden muss. Zumal die vermutlich nicht der Pächter bauen muss, sondern der Verpächter.

Frag mal Shoppingcenter, wieviel Zuschuss sie für ihre zwangsweise gebauten, halb leeren Parkhäuser bekamen. 0.
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Re: Politik: Tankstellen -> BauPrämie + Betriebspflicht

Beitragvon ecopowerprofi » Mi 21. Feb 2018, 08:44

novalek hat geschrieben:
Im Schnitt möge jeder 20kWh DC laden, also 1/2 Stunde, macht 4 €, pro Tag sagen wir 30€, pro Jahr sind das abzüglich Wartung 10.000€. Hinzu kommen Food&Coffee.

Wie ich schon mal an andere Stelle beschrieben habe, muss man das Tankstellendenken beseite legen. Beim Sprit kann ich 700 kWh in fünf Minuten tanken. Reicht je nach Verbrauch für ca. 1000 km. In Strom müsste ich ca. 160 kWh in fünf Minuten laden können. Ergibt eine Ladeleistung von ca. 2000 kW. Das ist eine ILLUSION !!!!

Große Batterie mit zu Hause, beim Arbeitgeber, während der Pause und am Zielort laden ist angesagt. Alles andere ist absoluter Blödsinn. Daher Parkplätze mit Ladepunkte und deren Betriebpflicht muss kommen.
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Re: Politik: Tankstellen -> BauPrämie + Betriebspflicht

Beitragvon p.hase » Mi 21. Feb 2018, 12:34

hier ums eck wird mit grossem brimborium eine neue benzintankstelle eröffnet nach 5 jähriger planung. ohne strom, schon klar. aber süssigkeiten gibts und eine waschstrasse.
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Re: Politik: Tankstellen -> BauPrämie + Betriebspflicht

Beitragvon novalek » Mi 21. Feb 2018, 13:06

Ich sehe nur, zerstörte Triple-Lader auf anonymen Großparkplätzen, die nicht mehr repariert werden, weil dauernd Kabel abgeschnitten oder Stecker zerdroschen oder das Display mit Farbe überstrichen wurden.
Das geht nicht. Man lerne einfach von Skandinavien, Motel & Tanke ringsum und Kümmerer in der Nähe.
Die anstehenden 100kWh-Akkus daheim zu laden, wo 11kW die übliche Grenze ist, erfordern Stunden Geduld.
Um darauf zu zählen, daß an Laternen oder am Straßenrand Schukosteckdosen oder 11/22kW die Ladeerwartungen abdecken würden, stoßen doch niemals auf breite Zustimmung.
Meine Denke wären 2 Szenarien
1) wer hat, kann zu Hause oder auf Arbeit häppchenweise laden.
2) wer, weil Mietwochnung oder Außenparker, dem bleibt an sich nur der Express-Lader, eine 1/2 Stunde und fertig. Der will doch bitte nicht Schnarchladen und damit ein nicht fahrtüchtiges Fahrzeug zu haben.

Auf die Idee, Benzin-Tanken und kwh-Laden gegeneinander aufzurechnen, komme ich bei bestem Willen nicht.
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Re: Politik: Tankstellen -> BauPrämie + Betriebspflicht

Beitragvon p.hase » Mi 21. Feb 2018, 14:24

schnellladung wird überbewertet. bald sind "alle" schnelllader alteisen, wenn sich die preise/freischaltung weiterhin so toll entwickeln.
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Re: Politik: Tankstellen -> BauPrämie + Betriebspflicht

Beitragvon ecopowerprofi » Mi 21. Feb 2018, 21:06

novalek hat geschrieben:
Die anstehenden 100kWh-Akkus daheim zu laden, wo 11kW die übliche Grenze ist, erfordern Stunden Geduld.

Nee, einen gesunden 8 Std. Schlaf mit einem umfangreichen Frühstück ohne Eile. In der Ruhe liegt die Kraft.

PS: Bitte mal rechnen wie viel 11 kW mal 9 Std. ergeben. Genau 99 kWh. Mist, da fehlt ja noch eine kWh.
Da schaffe ich die 625 km ja doch nicht. :x
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