Öffenliche Lademöglichkeit für Pedelecs

Öffenliche Lademöglichkeit für Pedelecs

Beitragvon Major Tom » Do 10. Nov 2016, 17:14

Ich bin mir zwar nicht ganz sicher ob das Thema in diese Rubrik gehört, trotzdem wollte ich eure Meinungen dazu hören.

Bei uns in der Stadt ist diese Woche die zweite öffentliche (kostenfreie) Ldemöglichkeit für E-Bikes eröffnet worden. Dabei handelt es sich um eine Art Schrank mit verschiedenen (3-4) abschließbaren Fächern, in denen jeweils eine Schukodose installiert wurde. Gesichert wird das Fach mittels PIN.
Gesponsort wurde die letzte LAdestation von der Volksbank. In Zukunft sollen noch weitere Ladestationen folgen.

Ich finde schon, dass E-Bikes eine tolle Sache sind (habe zwar selbst keins) und ein Teil der sauberen Mobilität darstellen. Den konkreten Praxisnutzen sehe ich jedoch nicht.

Um den Akku zu laden, muss das Ladegerät mitgenommen werden. Ist das realistisch?
Sind die 'normalen' Strecken wirklich so lange (bzw. die Akukapazität so gering), dass ein Nachladen notwendig ist?
Was sind denn typische Ladezeiten für einen Pedelec-Akku? Ist das Lade über Nacht nicht praktischer?

Wie seht ihr das?
ciao
Tom
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Beitragvon Tho » Do 10. Nov 2016, 17:20

Ich habe selbst ein eBike und schaffe in der Regel 60-70km mit einer Akkuladung. Mehr will ich am Tag aber auch nicht fahren.
Nutzen für diese Ladestationen seh ich nur für Radtouristen, die mehrtätig unterwegs sind.
Da würde es aber auch eine Schukosteckdose in der Pension tun.

Eine Anekdote aus meiner Region:
Wir installieren hier mit unserer Energiegenossenschaft Typ2 Ladepunkte.
Erste Frage des Tourismusvverbandes: Kann man da auch Fahrräder dran laden :roll: :lol:

Ladezeit liegt bei meinem bei ca. 90min. Rein gehen 400 Wattstunden.
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Re: Öffenliche Lademöglichkeit für Pedelecs

Beitragvon Volt » Do 10. Nov 2016, 17:24

aus meiner sicht unsinnig, schade ums geld.
ich habe auch eins.
für mich gibt es da schon einen praxisnutzen.
ich habe probleme mit meinen knien, ohne kann ich nicht mit meiner freundin mithalten.
reichweite bei mir 70-100km.
eine aufladestation erscheint mir dafür schon übertrieben,
aber das fahrrad steht dann allerdings schön trocken und sicherer auf kosten anderer.
bei uns in teltow (bei Berlin) gibt es sowas auch, keine ahnung ob das genutzt wird.
wenn ja, dann eher aus dem grund: das fahrrad steht dann schön trocken und sicherer auf kosten anderer.
Aufladezeit so 3 Stunden.
Stefan
Zum berechnen der Ladekosten an öffentlichen Ladesäulen ist eine Excel Tabelle sinnig.
Flatrates können keine Lösung sein, sind für viele aber Interessant.
Anstelle zu Hause zu laden werden dann die Ladesäulen verwendet,
das erscheint mir falsch.
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Re: Öffenliche Lademöglichkeit für Pedelecs

Beitragvon MineCooky » Do 10. Nov 2016, 17:27

Ich würde die Ladepunkte in die Kategorie 'Spielerei' stellen, die Pedelecs nicht, die halte ich für sinnvoll.

Meine Oma hat so ein Pedelec und das fährt wohl auf der schwächsten Stufe 100km weit, selbst wenn man die stärkste Hilfsstufe einstellt fährt das noch 50km weit. Ich glaube nicht das man da unterwegs nochmal nach laden muss.
Ich weis aber auch nicht ob man mit Pedelecs plötzlich viel mehr fährt als mit dem Fahrrad davor. Also ob da das gleiche Phänomen zum tragen kommt, wie wenn man seinen Verbrenner durch einen Stromer ersetzt hat und plötzlich aus Spaß an der Freude locker mehr fährt.
Früher 451er ED (Schnarchlader, >166.666km), nun ein 453er ED(EQ) mit 22kW-Lader.
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Re: Öffenliche Lademöglichkeit für Pedelecs

Beitragvon Helfried » Do 10. Nov 2016, 17:28

Major Tom hat geschrieben:
Um den Akku zu laden, muss das Ladegerät mitgenommen werden. Ist das realistisch?
Sind die 'normalen' Strecken wirklich so lange (bzw. die Akukapazität so gering), dass ein Nachladen notwendig ist?
Was sind denn typische Ladezeiten für einen Pedelec-Akku? Ist das Lade über Nacht nicht praktischer?


Ladegeräte sind proprietär und müssen daher mitgenommen werden. Im E-Auto sind die Ladegeräte ja auch immer dabei.
Bei vielen Höhenmetern beim Mountainbiken ist der Akku schon rasch leer und wird dann im Gasthaus aufgeladen. Dauert 2 bis 8 Stunden je nach Marke.
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Re: Öffenliche Lademöglichkeit für Pedelecs

Beitragvon TeeKay » Do 10. Nov 2016, 17:32

Wenn du mal die Kosten so einer Pedelec-Ladestation siehst, schlackern dir die Ohren. Dafür gibts teilweise schon einen billigen Schnelllader.

Von Bike Energy gibts aber auch schon Wallboxen, bei denen du dein Ladegerät zuhause lassen kannst. Kostet auch nicht mehr als diese RFID-geschützten Stahlschränke mit Schuko-Dosen.
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Re: Öffenliche Lademöglichkeit für Pedelecs

Beitragvon Schrauber601 » Do 10. Nov 2016, 18:31

Komisch - fast genau so eine Fragestellung hatte ich bereits hier
http://www.goingelectric.de/forum/pedelec/nutzung-oeffentlicher-ladeboxen-t19751.html
nieder geschrieben.
Leider gab es da keine Reaktion - offenbar schauen die Wenigsten in die Pedelec Rubrik...

MfG
Jan
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Re: Öffenliche Lademöglichkeit für Pedelecs

Beitragvon Gluehbert » Do 10. Nov 2016, 18:44

Moin,

also, früher habe ich oft das Fahrrad an die Park and Charge Boxen angeschlossen. Heute würde ich stumpf an die Typ 2 Säulen gehen.

Mit dem Roller ist das auch so eine Sache: Da fliegen bei den Pedelecstationen gern mal die LS-Schalter raus, selbst beim kleinen 1-kW-Lader. Also bleiben auch da nur die Typ 2er.
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Re: Öffenliche Lademöglichkeit für Pedelecs

Beitragvon Tho » Do 10. Nov 2016, 19:15

Gluehbert hat geschrieben:
Heute würde ich stumpf an die Typ 2 Säulen gehen.

Auch bei Zeitabrechnung? :lol:
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Re: Öffenliche Lademöglichkeit für Pedelecs

Beitragvon Greenhorn » Do 10. Nov 2016, 19:27

Wir hatten hier vor 14 Tagen einen Workshop zum Thema Mobilität.
Dort hat jemand vom ADFC einen Vortrag gehalten. Nach seiner Aussage hält er die Boxen für unsinnig, was auch entsprechende Umfragen ergeben hätten. Wer nur in der Stadt unterwegs ist, nützt die Reichweite praktisch nie aus und lädt zu Hause. Wer auf längere Touren geht hat meistens noch einen Ersatzakku mit und benötigt die auch nicht, weil bei der Übernachtung geladen wird.
Wir bekommen jetzt auch so eine Station. Man möchte nicht nur Ladesäulen für EV bauen, sondern auch beim Fahrrad ein Zeichen setzen. Bei uns soll das ganze mit abschließbaren Boxen für die hochwertigen Pedalen gemacht werden, um die Leute zum Umstieg in den Bus zu bewegen.
Weiß aber nicht, wie man verhindern will, dass sich die Leute einen Joke machen und dort Schrott Fahrräder einschließen.
Gruß Bernd
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In Planung: Ford Streetka-E-Roadster.
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