Nutzung der Ladesäulen von Schnell- und Langsamladern

Re: Nutzung der Ladesäulen von Schnell- und Langsamladern

Beitragvon Mike » Di 17. Jun 2014, 11:40

MarkusD hat geschrieben:
Wobei ich immer noch meine Handynummer reinlege,

Das mache ich genau so. Ist auch kein Akt und sollte jeder machen der beim laden nicht beim Fahrzeug bleibt.
Was ich auch als "Schnarchlader" nicht leiden kann, ist wenn die Ladesäule nicht einigermaßen zeitnah nach dem Laden wieder frei gemacht wird. Ladesäulen die von nicht mehr ladende EVs zu geparkt sind, das muss nicht sein!

Vielleicht gibt es auch irgendwann eine Trennung zwischen Parken mit langsam laden und Schnellladesäulen die immer sofort wieder frei gemacht werden müssen. Ich meine, in Norwegen ist das schon so? Und ja, dort ist auch ein Leaf kein Schnarchlader! ;)
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Re: Nutzung der Ladesäulen von Schnell- und Langsamladern

Beitragvon Rudi L. » Di 17. Jun 2014, 12:05

MarkusD hat geschrieben:

Rudi L. hat geschrieben:
dies scheitert aber an der geringen Ladesäulendichte in Verbindung mit der Uneinsichtigkeit mancher Nutzer von Elektrofahrzeugen.
Das will ich jetzt schon etwas näher erklärt haben.
Was meinst du damit?

Nehme ich deine Aussagen so, wie ich sie hier lesen kann, kommst du mir ein wenig unflexibel vor.


MarkusD,

ich meine das so wie es da steht. Beispiele für die Uneinsichtigkeit wurden schon genannt. Ein weiteres Beispiel ist das fertig geladene Fahrzeuge die Säule blockieren.

Das mit der Handynummer mache ich im übrigen auch so. :) Selbstverständlich müssen wir uns arrangieren, aber dies ist kein Dauerzustand und nervt.

Wenn Du mich für unflexibel hälst ist das natürlich Deine Wahrnehmung. Ich für meinen Teil halte mich für so flexibel, daß ich versuche die Elektromobilität so gut es geht in meinen Alltag zu integrieren, trotz Widrigkeiten. Das ist schon manchmal ne sportliche Herausforderung 8-) zuweilen schlicht unmöglich, leider. Aber es kann nur besser werden, daran glaube ich.

Grüße
Rudi
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Re: Nutzung der Ladesäulen von Schnell- und Langsamladern

Beitragvon Rudi L. » Di 17. Jun 2014, 12:57

Mike hat geschrieben:
Ich setze da große Hoffnung in die nachfolgenden Generationen. Bei vielen jungen Menschen ist das Auto kein Statussymbol mehr. Wenn es nicht unbedingt gebraucht wird, besitzt man auch keins. Die Autohersteller haben das bereits voller schrecken erkannt und engagieren sich verstärkt in Carsharing.


Das stimmt, bei den meisten jungen Leuten ist ein Wunsch nach uneingeschränkter Mobilität vorhanden, das muß nicht (mehr) zwingend ein eigenes Auto bedeuten.

Meine Tochter macht mit 26 Jahren jetzt erst den Führerschein, vorher hat sich es nicht für nötig gehalten dank guter Öffi Anbindung.

Zu "meiner Zeit" undenkbar. Mit 16 mußte es ein Leichtkraftrad sein, das Auto stand schon 4 Wochen vor dem 18. Geburtstag in der Garage. Die Prüfung wurde 3 Wochen vorher gemacht, den Schlüssel hat Vaddern versteckt.
Wobei der Hauptgrund in der schlechten Anbindung von Bus und Bahn lag und natürlich die eigene Bequemlichkeit, weil der Hobel eben vor der Tür stand. Wenn mir einer damals prophezeit hätte ich würde mich später freiwillig in ein Auto setzen, welches nur maximal 140km/h und im Mittel nur 100km/h fahren kann, ich hätte ihn ausgelacht 8-)

Grüße
Rudi
Rudi L.
 

Re: Nutzung der Ladesäulen von Schnell- und Langsamladern

Beitragvon TeeKay » Di 17. Jun 2014, 14:39

In Norwegen werden an manchen Parkplätzen 40 Schukos aufgestellt. Wenn man dann am Vormittag kommt, stehen dort 40 ladende Elektroautos und 10, die keinen Platz mehr fanden. Denkt hier irgendjemand, dass in Oslo jemand Mittags zum Parkplatz läuft, um das Auto wegzufahren? Wohl kaum. Wenn die 40 Schukos nicht reichen, muss die Stadt eben nochmal 40 aufbauen.

Nun ist Schuko billiger im Bau als eine Typ2-Säule und gleichzeitig für Durchreisende uninteressant, deshalb kann in Norwegen die Stadt so viele davon bauen. Aber niemand zwingt Deutschland, die Infrastruktur mit Typ2-Säulen aufzubauen. Der Preismechanismus funktioniert eigentlich wunderbar, wenn er denn genutzt würde. Parkplätze mit 40 Schukos und 2x22kW Typ2 für Durchreisende würden wunderbar funktionieren, wenn die Preise an den Typ2-Säulen zeitabhängig und höher als an Schuko sind.
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Re: Nutzung der Ladesäulen von Schnell- und Langsamladern

Beitragvon lingley » Di 17. Jun 2014, 15:53

Genau !!!
Ladeparks mit 40+ Ladeplätze in der grünen Wiese, mit Schnelltrassenanschluss, neben den stadtflüchtenden Einkaufszentren. Optimal, weit besser als dauerbelegte Innenstadt- oder geförderte Bürgermeistersäulen.
Aber wer hat in D den Mumm sowas aufzuziehen ?
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Re: Nutzung der Ladesäulen von Schnell- und Langsamladern

Beitragvon mlie » Di 17. Jun 2014, 20:28

Gedankenspiel:
Es gibt in Deutschland laut Senfglaspedia 2062 Städte, welche ja meistens einen Speckgürtel mit den Einkaufszentren und ggf. etwas Platz für dein Parkplatzprojekt haben. Rechnen wir mal im Mittel mit 10 solcher Einkaufszentren auf der grünen Wiese pro Stadt
Wenn man noch etwas größere Orte in den wohnwertgesteigerten Gegenden ( auch bekannt als "ländliche Regionen") mit sagen wir mal bis 5000 Einwohner dazuzählt, welche meistens auch vorm Ort so ein Einkaufszentrum haben, kommen wir auf 20620+10000(geschätzt)=30.000 Ladeplätze.

Selbst wenn jetzt an jedem Platz "nur" 21 Parkplätze mit Typ2-3,7 kW zur Verfügung stehen (Hausfrau Kleinmüller möchte nicht lange mit dem Ziegel rumhantieren, sondern Typ2 da reinstecken, fertig), dann sind das 630.000 Typ2-Buchsen.
Damit dürfte der Preis für eine Wallbox im deutlich unteren dreistelligen Bereich liegen, wenn man eine Wallbox mit 3 Typ2-Buchsen immer zwischen 4 Parkplätzen anordnet. Der teure FI Typ B entfällt, weil einphasig.
Gebuddelt werden muss eh, egal ob Schuko, Ceeblau oder Wallbox. Wichtig ist, dass wir von der Einzelfertigung wegkommen zur Serie. Und bei 210.000 Wallboxen kann man bei Mennekes eher den Preis diskutieren als bei 2 Stück...
Dazu kommen ja noch X Wallboxen zu Hause.

Ist das so einfach oder hab ich einen Denkfehler?
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Bevor man den 200. Tröt zu einem längst ausdiskutierten Sachverhalt aufmacht, IMMER erstmal die Suche benutzen. Es gibt in diesem Forum KEIN Elektroautothema, welches nicht schon längst abschliessend diskutiert wurde!
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Re: Nutzung der Ladesäulen von Schnell- und Langsamladern

Beitragvon mitleser » Di 17. Jun 2014, 20:46

lingley hat geschrieben:
Genau !!!
Ladeparks mit 40+ Ladeplätze in der grünen Wiese, mit Schnelltrassenanschluss, neben den stadtflüchtenden Einkaufszentren. Optimal, weit besser als dauerbelegte Innenstadt- oder geförderte Bürgermeistersäulen.
Aber wer hat in D den Mumm sowas aufzuziehen ?

und diese Ladeparks...was machen die dann? weniger dauerbelegte Innenstadtsäulen?
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Re: Nutzung der Ladesäulen von Schnell- und Langsamladern

Beitragvon imievberlin » Di 17. Jun 2014, 20:49

Ich würde es begrüßen wenn es wie in Holland ? ist, jeder der ein EV kauft bekommt am Wohnort eine Lademöglichkeit. Wenn das nur 3,7kW sind ist es auch völlig ok denn die 22kW Säulen sind ja jetzt nicht mehr so oft belegt und bei Bedarf dann nutzbar.
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Re: Nutzung der Ladesäulen von Schnell- und Langsamladern

Beitragvon lingley » Di 17. Jun 2014, 22:33

mitleser hat geschrieben:
und diese Ladeparks...was machen die dann? weniger dauerbelegte Innenstadtsäulen?

Ich verstehe diese Frage nicht, Ihr vielleicht ?
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Re: Nutzung der Ladesäulen von Schnell- und Langsamladern

Beitragvon Rudi L. » Mi 18. Jun 2014, 08:09

Ich verstehe die Frage auch nicht. :roll:

Eine Innenstadt bietet möglicherweise einen hohen Freizeitwert wenn ich durch die Gegend gondle und Zeit habe. Will ich von A nach B fahren interessiert mich das herzlich wenig.

Ich fahre mit dem Verbrenner auf Reisen schließlich auch nicht in eine Innenstadt um zu tanken, sondern an die Autobahnraststätte.

Daher, die Ladeparks mit ein bißchen Bewirtung an Schnelltrassen wären genau richtig. Tesla macht so etwas ja prinzipiell für seine Autos. Nur ob das ein Hersteller alleine stemmen kann/will?
Rudi L.
 

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