Nutzerworkshop für CCS in Berlin: “Wir forschen doch noch"

Re: Nutzerworkshop für CCS in Berlin: “Wir forschen doch noc

Beitragvon mig » Do 18. Jun 2015, 13:02

e-future hat geschrieben:

Ein interessantes Detail übrigens, dass der Bedarf an DC Ladern bei >7000 liegen soll, das lässt die Offerte von Dobrindt in SLAM noch lächerlicher aussehen. Wo kommen denn die restlichen 6400 her, wenn bis 2017 die ersten 400 (angeblich) stehen? Immerhin befinden wir uns bereits in der Markthochlaufphase und ab 2017 ist Massenmarkt angesagt (haha).

Es ist wohl eher so, dass weder die Verantwortlichen bei der NPE noch sonstwo irgendwer diese Zahlen kennen, geschweige denn danach handeln würden. Sind lediglich Empfehlungen.


Die Grafik zeigt das Szenario "Pro", d.h. wenn es tatsächlich im Jahr 2020 1Mio EVs geben sollte. Im Bericht steht auch, dass die NPE derzeit vom mittleren Szenario ausgeht. Das wären 500000 EVs 2020.
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Beitragvon feuerwagen » Do 18. Jun 2015, 16:41

Meiner Meinung nach ist es eh Blödsinn von irgendwelchen prognostizierten Zahlen auszugehen. Das ist sowas wie Planwirtschaft und die funktioniert nie (Beweis sind die Massenweisen Reallife - Forschungen des letzten Jahrhunderts).
Die sinnvolle Vorgehensweise ist die Wege frei räumen und die Leute machen lassen.

Vorschlag:
1) Hausverwaltungen, Eigentümergemeinschaften, Firmen müssen es Bewohnern erlauben Ladepunkte an den Stellplätzen einzurichten.
2) Stadtverwaltungen müssen auf jedem öffentlichen Parkareal mindestens 1 oder bei mehr als 20 Stellplätzen 1 pro 10 Stellplätzen Barrierefreien (was nicht unbedingt heisst kostenlosen) Ladepunkt einrichten. (Kann auch eine 16A Steckdose mit Münzautomat sein)
3) Wer privat, als Firma oder als Institution einen Schnellader betreibt kann Anschaffung und Betrieb absetzen, solange dieser Barrierefrei ist.
4) ...
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Re: Nutzerworkshop für CCS in Berlin: “Wir forschen doch noc

Beitragvon TeeKay » Do 18. Jun 2015, 16:43

feuerwagen hat geschrieben:
3) Wer privat, als Firma oder als Institution einen Schnellader betreibt kann Anschaffung und Betrieb absetzen, solange dieser Barrierefrei ist.

Das kann ich als Unternehmer schon heute als Betriebsausgabe absetzen.
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Re: Nutzerworkshop für CCS in Berlin: “Wir forschen doch noc

Beitragvon e-future » Do 18. Jun 2015, 21:06

feuerwagen hat geschrieben:
Meiner Meinung nach ist es eh Blödsinn von irgendwelchen prognostizierten Zahlen auszugehen. Das ist sowas wie Planwirtschaft und die funktioniert nie (Beweis sind die Massenweisen Reallife - Forschungen des letzten Jahrhunderts).
Die sinnvolle Vorgehensweise ist die Wege frei räumen und die Leute machen lassen.

Vorschlag:
1) Hausverwaltungen, Eigentümergemeinschaften, Firmen müssen es Bewohnern erlauben Ladepunkte an den Stellplätzen einzurichten.
2) Stadtverwaltungen müssen auf jedem öffentlichen Parkareal mindestens 1 oder bei mehr als 20 Stellplätzen 1 pro 10 Stellplätzen Barrierefreien (was nicht unbedingt heisst kostenlosen) Ladepunkt einrichten. (Kann auch eine 16A Steckdose mit Münzautomat sein)
3) Wer privat, als Firma oder als Institution einen Schnellader betreibt kann Anschaffung und Betrieb absetzen, solange dieser Barrierefrei ist.
4) ...


Alles gute und richtige Vorschläge. Bedenke aber, dass es ohne Anreize, Gesetzesänderungen, Vorrangigkeit, Förderung etc. nicht geht, denn freiwillig machen sowas nur Enthusiasten, also ohne den gesellschaftlichen vielbeschworenen Konsens und das Pflichtenheft der Politik wird es nicht gehen. Das war ja meine Rede von der Strategie, es müßte eben alles eingebettet sein in klare Handlungsanweisungen per Gesetz (z.B für Stadtverwaltungen) und Anreizprogramme für Firmen, Bürger, Gemeinden.
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Re: Nutzerworkshop für CCS in Berlin: “Wir forschen doch noc

Beitragvon joa » So 21. Jun 2015, 12:03

Sorry, bin erst jetzt auf diesen traurigen und ernüchternden Thread gestoßen, muss aber noch mal die von mig gepostete Prognose aufgreifen. Die ganzen dort dargestellten Ladeleistungen und Ladezeiten (wohlgemerkt für das Jahr 2020) basieren auf einer Batteriekapazität von ca. 20 kWh (bei 3,7 kW in 6 h voll etc.). Inzwischen sind wir aber z.B. beim Soul EV schon bei 27 kW und wenn ca. 2017/2018 Leaf und Zoe mit 40 kWh-Batterien kommen, sieht das nochmal ganz anders aus. Da verdoppeln sich bei den angegebenen Ladeleistungen alle Ladezeiten. Komisch, dass das eine solche Prognose nicht im geringsten berücksichtigt.

Grüße, Joachim
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Re: Nutzerworkshop für CCS in Berlin: “Wir forschen doch noc

Beitragvon TeeKay » So 21. Jun 2015, 15:00

Vermutlich, weil von den deutschen Hersteller dahingehend nichts erwartet wird. Soul EV kommt ja eher nicht aus deutschen Landen.
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Re: Nutzerworkshop für CCS in Berlin: “Wir forschen doch noc

Beitragvon imievberlin » So 21. Jun 2015, 15:36

Ich muss dazu aber sagen das bei mir persönlich sich das Nutzungsverhalten mit einem dicken Akku nicht mehr sonderlich ändern würde. Ausgenommen die Trips zur Ostsee reicht mir mein 16kWh Akku aktuell völlig aus. Angenommen ich hätte einen 100kWh Akku dann würde ich nicht mehr täglich laden sondern nur noch einmal in der Woche. Also wird das Netz von mir persönlich nicht ent oder belastet sondern es wird in Summe der gleiche Strombedarf pro Jahr benötigt wie bisher.
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Re: Nutzerworkshop für CCS in Berlin: “Wir forschen doch noc

Beitragvon EVduck » So 21. Jun 2015, 16:17

imievberlin hat geschrieben:
Ich muss dazu aber sagen das bei mir persönlich sich das Nutzungsverhalten mit einem dicken Akku nicht mehr sonderlich ändern würde. Ausgenommen die Trips zur Ostsee reicht mir mein 16kWh Akku aktuell völlig aus. Angenommen ich hätte einen 100kWh Akku dann würde ich nicht mehr täglich laden sondern nur noch einmal in der Woche. Also wird das Netz von mir persönlich nicht ent oder belastet sondern es wird in Summe der gleiche Strombedarf pro Jahr benötigt wie bisher.

Niemand wird mehr laden als er zum Fahren benötigt. Dabei ist es völlig unerheblich, wie groß der Akku ist - ist er klein wird er häufiger geladen, ist er groß eben seltener. Für das 'Große und Ganze' und auch den Netzbezung im Gesamten spielt die Akkugröße keine Rolle, für mich als Nutzer schon. Es sist schon ein Unterschied, ob ich alle 150km anhalten und laden muss, oder nur alle 300km - auf Langstrecken. Aber Langstrecken sind für die meisten Nutzer eh der Ausnahmefall...
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Re: Nutzerworkshop für CCS in Berlin: “Wir forschen doch noc

Beitragvon fabbec » So 21. Jun 2015, 22:40

TeeKay hat geschrieben:
Ja, es fiel mir schwer, so gefasst zu bleiben. Ich sollte an solchen Events nicht mehr teilnehmen, das verdirbt einen nur die Laune.


Herzliches Beileid für die verschenkte Energie äh Zeit :-(
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Re: Nutzerworkshop für CCS in Berlin: “Wir forschen doch noc

Beitragvon e-future » Mo 22. Jun 2015, 20:49

Zoe-Fan hat geschrieben:
Die ganzen dort dargestellten Ladeleistungen und Ladezeiten (wohlgemerkt für das Jahr 2020) basieren auf einer Batteriekapazität von ca. 20 kWh (bei 3,7 kW in 6 h voll etc.).


Wow, das habe ich gar nicht gesehen und macht die Lage ja noch ernüchternder. Eigentlich unfassbar, was sich hierzulande Forschung schimpft im Bereich Technik und Verkehr.
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