Chademo 20kW vs. 50kW

Re: Chademo 20kW vs. 50kW

Beitragvon TeeKay » Sa 3. Jan 2015, 13:35

Dann bräuchte er aber für die Abrechnung auch noch einen Gleichstromzähler. Die geladenen kWh hab ich von der TNM-Website.
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Re: Mädchen Chademo(20kW) vs. 50kW

Beitragvon midimal » Sa 3. Jan 2015, 22:19

TeeKay hat geschrieben:
Ich hab eben mal meine letzte Chademo-Ladung an 17,5kW bei The New Motion überprüft. An kam ich mit 2km Restreichweite. Das sind nach meiner Erfahrung 5-10% SOC. Ich habe aufgehört zu laden, als die angezeigte Leistung unter 17kW fiel. Das war nach 20min und 20s und 5,73kWh. Macht einen Durchschnitt von 16,9kW, obwohl die ganze Zeit über am Display mehr als 17 angezeigt wurden.


Ich hatte beim ähnlichen SOC in Holland an 50kW TNM Säule laut HP von TNM

9.273kW in 12m 51s geladen

Alles klar? ;)
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Re: Chademo 20kW vs. 50kW

Beitragvon midimal » Fr 9. Jan 2015, 18:36

So Leute:
Die "Mädchen"Chademo ist nun nicht mehr kostenlos. Und jetzt haben wir den Salat! Da die Säule eine lahme Chademo ist aber königlich bezahlt werden soll (nach Zeit!) haben wir folgende Preise zu bezahlen:

TNM möchte an dieser lahmen Säule
für den Start der Ladung: 2,50Euro und dann pro Minute: 0,25€

30.12.14 habe ich lt.TNM-Homepage 8.526kWh in 42m53sek geladen

DIe o.g. Ladung würde mich heute 2,50€ + 10,70€ = 12,75€ kosten
1kWh kosten demnach 1€49Ct !! :evil: :?

SAG MAL THE NEW MOTION - GEHT's NOCH????????


Solche Säulen werden wohl verstauben (abgesehen von den Ahnungslosen die aber max bis zur nächsten Rechnung laden werden)
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Re: Chademo 20kW vs. 50kW

Beitragvon TJ0705 » Fr 9. Jan 2015, 19:56

Hi Midimal,

eine Frechheit. Aber das regelt sich, wie Du schon sagst, sehr schnell von selbst. ;-)

Ich sage schon seit ner Ewigkeit - die Anbieter geben sich merkwürdigen Hoffnungen hin bezüglich ihrer Geschäftsmodelle. Die werden sich noch wundern, was realistisch bezahlt wird pro kWh. Selbst 1,49 Euro/kWh deckt die Kosten nicht, wenn dafür nur jede Woche einer laden kommt...

Grüße Dirk
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Re: Chademo 20kW vs. 50kW

Beitragvon eDEVIL » Fr 9. Jan 2015, 20:03

Mit 12KW Schnitt vergeht einem da die Freude (ich nehme an, es waren 9.273 kwh :mrgreen: )

Für 50KW würd ich ja noch die Hälfte davon zahlen wollen, aber fürs lange warten dann soviel zahlen... :? :roll:
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Re: Chademo 20kW vs. 50kW

Beitragvon midimal » Fr 9. Jan 2015, 20:34

eDEVIL hat geschrieben:
Mit 12KW Schnitt vergeht einem da die Freude (ich nehme an, es waren 9.273 kwh :mrgreen: )

Für 50KW würd ich ja noch die Hälfte davon zahlen wollen, aber fürs lange warten dann soviel zahlen... :? :roll:


und auch noch für den Start 2.5 berechnen.
Bricht die Ladung ab und wird es neu gestartet - 2,50€ zum 2ten. Eine Frechheit ist das Leute
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Re: Chademo 20kW vs. 50kW

Beitragvon TJ0705 » Fr 9. Jan 2015, 20:49

*hihi*

Frechheit ist vielleicht ein bisschen hart. Habe es aber auch im ersten Reflex so genannt. Zumindest ist es imo eine krasse Fehleinschätzung der Lage.

Midimal, gleich kommen wieder die ersten und predigen Dir, Du sollst gefälligst dankbar sein, wenn Du schon so eine merkwürdige Art der Fortbewegung pflegst. Paß auf, gleich gehts los. 3...2...1...
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Re: Chademo 20kW vs. 50kW

Beitragvon PowerTower » Fr 9. Jan 2015, 21:00

Wie sagten einige Betreiber so schön: bei Schnellladung (>20 kW) bezahlst du nicht für den Strom, sondern für die Dienstleistung. Du hast ja einen messbaren Vorteil gegenüber einer 3,7 kW Wallbox oder einer Schukodose. Für diesen Vorteil hat der Betreiber im Fall einer DC Säule eine fünfstellige Summe investiert. Die Ladestation wirtschaftlich zu betreiben heißt Anschaffungs- und Unterhaltskosten über kurz oder lang einzuspielen. Mit 50 cent / kWh funktioniert das nicht. Die Drewag hat mal ausgerechnet, dass man für den wirtschaftlichen Betrieb einer Typ2 Ladesäule bei zwei Ladevorgängen am Tag um die 70 cent / kWh verlangen müsste. Und DC kostet den Betreiber eben einiges mehr.

Wenn dann noch irgendwann die Angi kommt und je kWh 50 cent "Stromsteuer als Ersatz für Mineralölsteuer" haben will, dann wird es so oder so lustig mit den Preisen.

Auf der anderen Seite hat man eben den elektromobilen Nutzer, der bei Preisen >1 Euro / kWh dankend ablehnt. Das ist ein großes Dilemma bei der derzeitigen Infrastruktur. Die einen können damit kein Geld verdienen, weil die anderen natürlich nicht den fünffachen Preis von der Heimladung bezahlen wollen. Das ist völlig verständlich. Das könnte ein Grund sein, warum man so auf DC fixiert ist. Damit kann man den Nutzer mehr oder weniger die Pistole auf die Brust setzen, denn er hat keine Alternative wenn er schnell voran kommen will. Und da kann man ihn natürlich zur Kasse bitten.
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Re: Chademo 20kW vs. 50kW

Beitragvon TeeKay » Fr 9. Jan 2015, 21:13

TNM betreibt doch gar keine Säule selbst. Die Preise kommen also vom Säulenbetreiber, in dem Falle wohl Apcoa.

PowerTower hat zwar einerseits Recht, aber andererseits auch nicht. Angebot und Nachfrage werden das Regeln. Bei den aufgerufenen Preisen kommt einfach niemand laden und der Betreiber hat die fünfstellige Summe umsonst ausgegeben. Ein merklicher Return on Investment wird nur kommen, wenn die Preise eine möglichst hohe Auslastung begünstigen. Erstens, weil dann viele kWh kleine Beträge pro kWh einbringen. Und zweitens, weil die Ladegäste möglicherweise auch im Shoppingcenter einkaufen. Kurz gesagt: Lieber 10.000kWh mit je 5 Cent Deckungsbeitrag als 100 kWh mit 1,25 Euro Deckungsbeitrag.

Aus Anbietersicht macht es keinen Sinn, in 22kW DC-Lader zu investieren. Die kosten fast genauso viel wie 50kW-Lader, der potentielle Kunde ist aber nicht bereit, pro Zeiteinheit fast genauso viel zu bezahlen wie für einen 50kW-Lader.
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Re: Chademo 20kW vs. 50kW

Beitragvon PowerTower » Fr 9. Jan 2015, 21:26

Da hast du ja aber das Problem im Shoppingcenter. Die Leute wollen dort meistens Zeit verbringen, und für gewöhnlich eben nicht nur eine halbe Stunde. Wenn du jetzt eine hohe Auslastung willst müsste der Kunde aber nach 30 Minuten umparken und sich vielleicht sogar außerhalb des Parkhauses einen Parkplatz suchen, weil zur besten Shoppingzeit alle Parkplätze belegt sind. Der 50 kW Lader wäre dort also für die heutigen Akkus schon zu schnell und zu stressig für den "gemütlichen Shopper" und der kleine Lader wirft kein Geld für den Betreiber ab. Da wird wohl das Shoppingcenter selbst Geld zuschießen müssen, um so diese neue elektromobile Kundengattung zu halten. Wenn du nach 30 Minuten deine Shoppingtour beenden musst wegen umparken, werden deine Verbrennerfreunde nur ungläubig mit dem Kopf schütteln. Eine große Menge günstiger AC Wallboxen würde die Situation entspannen, aber die benötigen je nach Situation und Fahrzeug vielleicht schon wieder zu lange zum laden.

An der Autobahn ist die Sache klar - da will keiner länger bleiben als nötig. Schnell laden am 50/50/43 kW Triple Lader (minimum), möglichst zwei Fahrzeuge gleichzeitig abfertigen und am Tag ordentlich Durchsatz generieren. Da funktioniert das Geschäftsmodell deutlich besser. Das erfordert aber auch eine gute zeitliche Koordination der Fahrzeuge, nicht dass Samstag Vormittag 10 Autos Schlange stehen und nachts ist 8 Stunden gar keiner da. Um Warteschlangen zu vermeiden würden mehrere Lader benötigt, was aber wiederrum höhere Kosten bedeutet aber die durchschnittliche Auslastung reduziert.

Das wird noch eine interessante Zukunft. Wie wäre es mal wieder mit einer Studie? :mrgreen:
Zuletzt geändert von PowerTower am Fr 9. Jan 2015, 21:40, insgesamt 1-mal geändert.
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