Machen wir einen Fehler bei der Standortwahl der Ladestatio?

Re: Machen wir einen Fehler bei der Standortwahl der Ladesta

Beitragvon Bernd_1967 » Do 3. Aug 2017, 13:04

Helfried hat geschrieben:
AbRiNgOi hat geschrieben:
Und haben wir nun weniger Stau, gefühlt nein, noch immer viel zu viele Autos in der Stadt unterwegs


Wien ist beim Fahren schon relativ autofahrerfreundlich, "nur" halt nicht beim Parken. Kommt freilich aufs selbe raus. :)

Mir wurde von Fachleuten gesagt, man könne derzeit den Autoverkehr kaum noch mehr einschränken, da die U-Bahnen überlastet seien (und auch sind) seit der Bevölkerungszuwachskrise und eine Intervallverdichtung kaum noch möglich sei.


Elektrobusse? Elektrotaxis?
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Beitragvon Hanseat » Do 3. Aug 2017, 13:13

AbRiNgOi hat geschrieben:
Was kosten die Öffis? da wird jetzt mal gleich jeder Deutsche neidig. Eine Fahrt durch Wien 2,20€. Keine Zonengrenzen nix, quer durch die Stadt eine Zone, 2,20€ und gut ist. Pro Tag für ganz Wien 4,80€ im frei wählbaren 8er Block. Und eine Jahreskarte? haltet Euch an: 365€ pro Jahr, das ist genau 1€ pro Tag!


Ich würde, wenn nicht vom Arbeitgeber deutlich subventioniert 172,80 € zahlen.
Im Monat versteht sich.
Falls sich noch jemand fragt, warum Leute mit dem Auto in die Stadt fahren.
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Re: Machen wir einen Fehler bei der Standortwahl der Ladesta

Beitragvon Helfried » Do 3. Aug 2017, 13:16

Bernd_1967 hat geschrieben:
Elektrobusse? Elektrotaxis?


Elektrobusse haben superlaute Klimaanlagen. Vermutlich könnte man das technisch auch besser hinbekommen.
Und dann natürlich die Haltestellen selber, das sind auch Lärmquellen, wenn man sowas vor der Tür hat.

Elektrotaxis sind auch eine Verbesserung, dennoch habe ich lieber eine Straße als einen Taxistandplatz vorm Haus.
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Re: Machen wir einen Fehler bei der Standortwahl der Ladesta

Beitragvon squanto » Do 3. Aug 2017, 13:59

Aussperren halte ich für keine akzeptable Lösung. Den ÖPNV, zu Fuß gehen und radfahren fördern ist eine viel bessere Methode, um Innenstädte vom Autoverkehr zu entlasten.
Dass ausgerechnet Trier als Beispiel für eine Aussperrlösung genannt wird, ist schon bemerkenswert, wird der ÖPNV doch erst seit wenigen Jahren als auszubauen erkannt. Aber bitte eigenwirtschaftlich - da gibt es einen Tag- und einen Nacht- bzw. Wochenendfahrplan. Dafür dürfen hohe Fahrpreise gezahlt werden. Es werden Schleifen zur Entschleunigung der Buslinien gefahren, gerne einmal 'rum um die Porta Nigra, und ein großes ÖPNV Projekt wurde mangels ausreichenden Nutzen-Kosten-Faktors wieder zu den Akten gelegt. Der Ausbau von Radwegen verläuft auch mehr als schleppend.
Immerhin: auch in Trier wurde der Bau eines weiteren Parkhauses vor einigen Jahren verhindert und steht seither nicht mehr zur Debatte.
Die (Mittel-)Schnelladesäule im Alleencenter-Parkhaus wäre für Durchreisende am Moselufer aber sicher besser aufgehoben gewesen.
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Re: Machen wir einen Fehler bei der Standortwahl der Ladesta

Beitragvon Bernd_1967 » Do 3. Aug 2017, 14:47

squanto hat geschrieben:
Aussperren halte ich für keine akzeptable Lösung. Den ÖPNV, zu Fuß gehen und radfahren fördern ist eine viel bessere Methode, um Innenstädte vom Autoverkehr zu entlasten.
Dass ausgerechnet Trier als Beispiel für eine Aussperrlösung genannt wird, ist schon bemerkenswert, wird der ÖPNV doch erst seit wenigen Jahren als auszubauen erkannt. Aber bitte eigenwirtschaftlich - da gibt es einen Tag- und einen Nacht- bzw. Wochenendfahrplan. Dafür dürfen hohe Fahrpreise gezahlt werden. Es werden Schleifen zur Entschleunigung der Buslinien gefahren, gerne einmal 'rum um die Porta Nigra, und ein großes ÖPNV Projekt wurde mangels ausreichenden Nutzen-Kosten-Faktors wieder zu den Akten gelegt. Der Ausbau von Radwegen verläuft auch mehr als schleppend.
Immerhin: auch in Trier wurde der Bau eines weiteren Parkhauses vor einigen Jahren verhindert und steht seither nicht mehr zur Debatte.
Die (Mittel-)Schnelladesäule im Alleencenter-Parkhaus wäre für Durchreisende am Moselufer aber sicher besser aufgehoben gewesen.


Ich weiß nicht, ob es heute noch so ist, wohne nicht mehr in der Nähe.
Vor zig Jahren hat man dort an den Adventssamstagen ein kostenloses Park and Ride angeboten und es wurd wahnsinnig gut angenommen. Alle 10 Minuten fuhr vom damaligen Ratioparkplat bsp. ein Bus in die Innenstadt. Dann gab es Busse, wo man einfach seinen Einkauf wegsperren konnte.
Schade, dass es nicht immer so ist.
Trier hätte außen rum die Möglichkeit von großen Parkplätzen: von der Autobahn kommen, von Bitburg, von Hermeskeil, von Konz und von Zewen aus ist Platz.
Daher das Beispiel Trier.
Außerdem ist dort manchmal die Luft sehr schlecht, weil es eine Art Kessel ist.

Man muss halt Ideen entwickeln, wie man die Leute dazu bekommt, nicht in die Stadt mit dem Auto zu fahren.
Damals war das Parken am Stadion noch kostenlos und es gab dort freie Plätze.
Ich bin dann bis dorthin mit dem Auto gefahren und die ca. 9 Minuten zu Fuß in die Innenstadt gegangen.
Man muss auch die vielen Kilometer sehen, die manche alleine nur zur Parkplatzsuche zurück legen!
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Re: Machen wir einen Fehler bei der Standortwahl der Ladesta

Beitragvon Michael_Ohl » Do 3. Aug 2017, 15:19

Ich finde es jedenfalls sehr gut, das in Hamburg sehr deutlich ausgebaut wird, und ich inzwischen in der Nähe vieler meiner Kunden ein Ladmöglichkeit finde.
Verglichen mit einem Ticket des ÖPNV für schmale 8,70€ mit denen mein Kangoo 200km weit fährt kostet mich eine Stunden Laden + Parken bei 3,7kW etwas über einen Euro. Aus dem Speckgürtel mit Bus und S/U-Bahn dauert es in die Stadt etwa 1 Stunde mit dem Auto 20-40 Minuten. Mit einem Sever unter dem Arm komme ich mit dem ÖPNV garn nicht klar. Spontanes Einkaufen oder einen PC eines Kunden mitnehmen alles Fehlanzeige. für mich einfach nicht brauchbar ähnlich wie VW - Völlig Wertlos.

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Re: Machen wir einen Fehler bei der Standortwahl der Ladesta

Beitragvon TMi3 » Do 3. Aug 2017, 15:20

Ich glaube das Thema ist wissenschaftlich gründlich studiert worden. Wer weniger Schadstoffe/Autos in der Stadt haben will, kann sehen wie es bei anderen funktioniert.
https://en.wikipedia.org/wiki/Congestion_pricing
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Re: Machen wir einen Fehler bei der Standortwahl der Ladesta

Beitragvon Bernd_1967 » Do 3. Aug 2017, 15:32

hab' grad nicht die Zeit das alles zu lesen.

Hier noch ein Link zu Zürich. Wer das noch studieren möchte. kam vor Jahrzehnten mal ein Bericht im Fernsehen als Beispielstadt, wie es geht.

"Am unkompliziertesten bewegt man sich in Zürich zu Fuss und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln wie dem Tram, dem Bus oder der Bahn.

In der Stadt Zürich gibt es ca. alle 300 Meter eine Bus- oder ZVV Tramhaltestelle...."


https://www.zuerich.com/de/besuchen/oef ... rkehrsnetz
https://www.stadt-zuerich.ch/ted/de/ind ... r2025.html
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Re: Machen wir einen Fehler bei der Standortwahl der Ladesta

Beitragvon TMi3 » Do 3. Aug 2017, 16:15

In Zürich kommt man super mit dem ÖPNV voran. Preislich aber nicht mit Wien in der selben Liga ...
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Re: Machen wir einen Fehler bei der Standortwahl der Ladesta

Beitragvon flieger_flo » Do 3. Aug 2017, 16:36

Helfried hat geschrieben:
Bernd_1967 hat geschrieben:
Elektrobusse? Elektrotaxis?


Elektrobusse haben superlaute Klimaanlagen. Vermutlich könnte man das technisch auch besser hinbekommen.


Wir haben in Regensburg ENDLICH die Innenstadtbusse durch Elektrobusse ersetzt. Ich sitze gerne und oft in einer recht belebten Gasse, durch die der Bus fährt und freue mich seither über jeden Emil (so heißt der), der an mir vorbeifährt. "Superlaut" ist da nichts, man hört es nichtmal, wenn man vor dem Bus geht. Alles tausenmal besser, als der Verbrenner.

Und eine Tram-Klingel hat er jetzt deswegen auch bekommen. Witzig <3
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