Leider selber schuld.....

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Beitragvon nitro1177 » Fr 6. Jan 2017, 12:57

Liebe Freunde der elektrischen Fortbewegung.....

leider ist mir vermehrt Aufgefallen das wir uns selbst blockieren, damit meine ich das
viele Plug-in Fahrer ihr Auto an öffentlichen Säulen an Bahnhöfen , Rathhäuseren usw. den ganzen Tag
"SchnarchParken"
Ich habe mal einen MB T Modellfahrer darauf angesprochen das er einem "Only Plug" Fahrer die
Chance nimmt zu tanken und das man nur an der Ladestelle stehen soll bis Auto "voll".
Er meinte nur das mit dem Elektisch Gedöns sei ihm egal er fand die Prämie toll und das er nun kostenlos direkt vorm
Bahnhof tanken kann......

Anderes Beispiel anderer Bahnhof selbes Spiel BMW und Mitzubuschi Hybride blockieren den ganzen Tag die Ladestelle
sind beide S-Bahnanhestellte und so nur 50m von ihrer Arbeit weg.

Weiteres Beispiel ein Teslafahrer der den ganzen Tag auf 1,5 Ladestellen - Plätzen parkt und sich nicht mal die Mühe macht zum Schein ein Kabel dran zu machen.....
(gesehen in Saarbrücken, St Ingbert, Homburg, Brebach,Neunkirchen ... )

Liebe Leute so wird das nix mit ausreichender Infrastruktur und wie soll man es den Verbrennerfahren nahe bringen wen
wir es selbst nicht besser machen.

Gruß
Heiko
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Beitragvon Schüddi » Fr 6. Jan 2017, 13:02

Ich kann dich schon verstehen ABER auch wir Plug in Fahrer haben ein Recht auf elektrisches fahren. Nur weil wir mit Benzin fahren KÖNNEN heißt das nicht das wir das auch WOLLEN.
ich habe mich für eine. Plug in entschieden aus vielen verschiedenen Gründen. Trotzdem möchte ich einem möglichst hohen Prozentsatz elektrisch fahren und dafür werde ich hin und wieder auch mal eine Säule zum Laden nutzen.
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Re: Leider selber schuld.....

Beitragvon Majaleia » Fr 6. Jan 2017, 13:04

Laden ist ja ok, aber dauerhaft sollten diese "Ladeplätze" halt nicht als Parkplätze verwendet werden. Jeder sollte die Möglichkeit haben, zu laden.
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Re: Leider selber schuld.....

Beitragvon Jack76 » Fr 6. Jan 2017, 13:18

Anderes Beispiel: tägliche Fahrt zum Bahnhof (Pendler halt), von dort S-Bahn-elektrisch in die City. Zum Bahnhof sinds ~30km, ne Strecke die ein Twizy zwar hin aber im bergigen Überlandverkehr nicht wieder zurück schafft, schon gar nicht bei den aktuellen Temperaturen, also laden ist Pflicht. Ladesäule hat glücklicherweise 1x Schuko und 1x Typ2, so dass ich einen Typ2 dort nicht blockieren muss. Leider ist diese Säule aber auch gerne mal defekt, da heisst es dann zum nächsten Ort (nächste Bahn-Haltestelle), da steht ne zuverlässige RWE/innogy-Säule, 2x Typ2. Ist aber auch egal, man steht dort halt den gesamten Arbeitstag, geht nun mal nicht anders.
Und jetzt?

Wir brauchen viel mehr sinnvoll platzierte und errichtete Lademöglichkeiten!

Da wird für teuer Geld ein ganzer Bahnhof neu gemacht inkl. Pendlerparkplatz aber nicht eine einzige popelige Steckdose vorhanden. 2 Orte weiter wird gerade angefangen der Bahnhof (inkl. Pendler-Parkplatz) zu erneuern. Und was denkst Du? An (Schnarch-)Lademöglichkeiten bei der Planung gedacht??? Wir sind in DE, frühestens in 2040 und nur wenn der Gesetzgeber es verlangt und die 150 Gerichtsverfahren dagegen erfolglos blieben...
Bis dahin stehen Bürgermeistersäulen an Rathäusern und merkwürdigen Plätzen über die Städte und Dörfer nach Schema "Hauptsache Pressephoto gemacht" verteilt. Und wir werden uns noch weiter gegenseitig über Dauerlader oder Zuparker ärgern ohne uns der Tatsache stellen zu können, dass verschiedene Lademöglichkeiten und -varianten notwendig sind.
-> Schnelllader an Autobahnen und Schnellstraßen (max 45 Minuten "Parkzeit")
-> 11-22KW Ladesäulen an Zielpunkten wie Einkaufszentren, Kino, Innenstadtparkhäusern und ähnlichem (max. 2-3 Std. Parkzeit)
-> Schnarchladepunke (Schuko, 3,7KW AC etc) an Pendlerparkplätzen, Dauerparkmöglichkeiten, "Laternenparker" etc.... (Parkzeit unbeschränkt)

So oder ähnlich könnte man zumindest das gros abdecken... Aber da sind wir einfach (noch lange) nicht!
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Re: Leider selber schuld.....

Beitragvon Schüddi » Fr 6. Jan 2017, 13:24

Das ist schon richtig was du sagst Majaleia. Der erste Beitrag kommt bei mir eben so rüber - Schublade auf, alle Plug in Fahrer rein, Schublade zu.
Außerdem kommt es so rüber das wir mit unseren "Schnarchladern" es ja nicht nötig haben. Diese Aussage würde aber gegen die elektromobilität sprechen. Natürlich ist man immer bemüht möglichst schnell die Säule wieder frei zu bekommen jedoch ist das nicht immer sofort möglich. Ein Problem das ums heute noch trifft, vielleicht lachen wir in ein paar Jahren darüber.
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Re: Leider selber schuld.....

Beitragvon Solarstromer » Fr 6. Jan 2017, 13:33

Bei uns in der Stadt sind die meisten Ladesäulen auf 3 Stunden begrenzt. An einigen wenigen darf man dagegen unbegrenzt stehen. Beides mal 'während des Ladevorgangs'.

Ich finde es muss beide Art von Ladeplätzen geben. Auch jemand der ein EV mit 3,6 kW Lader fährt, sollte die Möglichkeit haben es z.B. während er im Büro ist voll zu laden. Das mache ich auch gelegentlich, auch wenn es dann manchmal schon 1 Stunde voll ist, bis ich komme.
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Re: Leider selber schuld.....

Beitragvon hardybaer » Fr 6. Jan 2017, 13:35

Moin moin,

Wäre doch ganz einfach, wenn alle respektieren würden, dass es keine E-Parkplätze, sondern E-Ladeplätze sind. Ist das wirklich so schwer oder ist der individuelle Egoismus einfach zu ausgeprägt, auch unter den E-Mobilisten?

Mit freundlichen Stromstößen
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Re: Leider selber schuld.....

Beitragvon PowerTower » Fr 6. Jan 2017, 13:43

Jeder soll Strom laden, wenn es passt. Jeder verbrannte Liter Kraftstoff weniger, ist ein guter Liter - und gut für unsere Luft.

Es ist bei vielen Destination Ladepunkten schlicht unmöglich, das Fahrzeug direkt nach dem Ladevorgang umzuparken. Gerade am Bahnhof ist das doch völlig unrealistisch, wenn ich gerade ein paar km vom Auto entfernt bin. Viele Arbeitnehmer können auch nicht einfach mal so das Firmengelände verlassen, um das Auto umzuparken (sie dürften wahrscheinlich schon, nimmt aber die gesamte Pausenzeit in Anspruch). Auch ich habe ein eher langsam ladendes Fahrzeug und es ist mir schlicht nicht möglich, immer den perfekten Zeitpunkt zum Umparken zu finden. Ansonsten ist es eine massive Einschränkung der Alltagstauglichkeit, die so niemand hinnehmen möchte.

Was es braucht sind einfach mehr, viel mehr Destination Ladepunkte an Standorten mit absehbar langer Parkdauer. Ein sinnvoll neu errichteter P+R Parkplatz muss wenigstens 3% aller Stellplätze mit Lademöglichkeiten vorsehen. Und es sollten schon Kabel gelegt werden, um dies entsprechend auf 10% auszubauen. Was bekommen wir heute? Einen neuen Parkplatz mit 500 Stellplätzen und einer gut gemeinten Ladesäule mit zwei Anschlüssen. Das ist einfach Fehlplanung und wird nicht dem Bedarf gerecht.

Insofern sind hier nicht die Autofahrer die Ansprechpartner, sondern die Besitzer / Verwalter der entsprechenden Grundstücke, sowie die potentiellen Betreiber wie z.B. Stadtwerke.
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Re: Leider selber schuld.....

Beitragvon Toumal » Fr 6. Jan 2017, 13:52

Das Thema habe ich schon vor Monaten angeschnitten, seitdem machen sich Porsche Cayenne, Mercedes S, BMW X5 und dergleichen an den Ladepunkten breit und laden meist viele Stunden um ihre Miniakkus vollzubringen.

Das Argument, dass jeder elektrische km gut ist, ist ein Scheinargument. Statt Cayenne und co liesse sich mit kleineren Verbrennern wesentlich mehr Abgase und Benzin sparen.

Die wollen nur die "exklusiven Parkplaetze" und vermeintlich ein paar Cent sparen.

Die Hybriden sollen zuhause laden, da spart der Fahrer auch am meisten. Draussen aber ab an die Zapfsäule.
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Re: Leider selber schuld.....

Beitragvon Schüddi » Fr 6. Jan 2017, 13:57

So und wer ist jetzt hier der Egoist!? Schubladendenker! Ausgrenzer! Und es gibt auch Hybriden mit kleinen Benzinern... wie bei mir zum Beispiel.
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