Leider selber schuld.....

Re: Leider selber schuld.....

Beitragvon harlem24 » Fr 6. Jan 2017, 20:35

Was soll ich jetzt sagen?
Als ich mit dem Miettesla unterwegs war, habe ich diesen natürlich an die Ladestation gehängt und bin auf den Weihnachtsmarkt gegangen. Notwendig wäre es sicherlich nicht gewesen, weil die 38km zum nächsten SuC hätte ich sicherlich problemlos geschafft.
Nur, wenn man die Stationen nicht nutzt, erkennen die Betreiber nicht, dass Bedarf besteht.
Als ich zurückkam hingen insgesamt 3 Fahrzeuge dran, zwei Teslas und ein Drilling.
Natürlich wäre es möglich gewesen, dass ich zwischendurch vorbeigekommen wäre und den Wagen hätte umparken können, ohne App wußte ich aber nicht wann. Und mehrfach zwischendurch den Besuch unterbrechen, wäre mir auch zu doof gewesen. Also blieb der Wagen dort stehen und das sicherlich länger als er geladen hat...
Gruß

CHris

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Re: Leider selber schuld.....

Beitragvon TeeKay » Fr 6. Jan 2017, 20:58

Also ich freu mich über jeden PHEV, den ich an der Ladesäule sehe. Und wenn der da den ganzen Tag steht, ist das eben so. Ob er das wegen des Parkplatzes, der Umwelt oder für Gott tut, ist mir dabei gänzlich egal. Denn am Ende fährt er eben 30-50km elektrisch und nicht mit Verbrenner. Wenn die Ladeplätze häufiger genutzt werden, lässt sich auch ein Ausbau rechtfertigen. Am Geld scheiterts dabei sicher nicht, sondern am Willen. In Norwegen werden auch ganze Parkhäuser mit Typ2 ausgestattet. Das kostet bei Masseninstallationen dann auch keine 10.000 Euro mehr pro Ladepunkt.

Soll der Staat die mit jedem Fahrzeug eingenommene Umsatzsteuer für 1,5-2 Ladepunkte pro Fahrzeug nutzen, so wie die Niederländer.
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Re: Leider selber schuld.....

Beitragvon Majaleia » Fr 6. Jan 2017, 21:36

AbRiNgOi hat geschrieben:
Hier gilt für mich, der Langstreckenfahrer ist bei Aldi die Nummer 2, wenn aber frei ist, soll er halt voll machen.


Wäre in Norwegen z.B. bei Kiwi und Fortum nicht möglich, Kiwi ist eine Supermarktkette und fast an allen Standorten gibt es (Schnell)-Ladesäulen von Fortum, dort darf nur geladen werden, solange man bei Kiwi einkauft...wer das Gelände vor oder nach dem Einkauf zu Fuß verlässt, bekommt eine saftige Strafe von ca. 100 Euro aufgebrummt.
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Re: Leider selber schuld.....

Beitragvon Majaleia » Fr 6. Jan 2017, 21:51

E-ndorphine hat geschrieben:
Wie sieht das eigentlich da aus wo man schon weiter ist mit der E-Mobilität?
Ist das in Norwegen irgendwie geregelt? Oder ist das gar kein Thema weil es an vielen Parkplätzen eh Steckdosen gibt?


Dort ist es eigentlich kein Problem, da die meisten Einkaufszentren bis zu 10-20 oder mehr Ladeplätze haben und dort kann frau dann bequem laden...ausserdem haben die Supermarktkette Kiwi und Mc Donalds sich mit Fortum zusammengetan und fast an allen Standorten ausserhalb der großen Städte gibt es genug Ladestationen. Dort darf man allerdings nur laden, wenn man bei Kiwi einkauft oder bei McDonalds isst. Und: viele laden ja während der Arbeit auf den firmeneigenen Parkplätzen, dort stehen auch Ladestationen. Das Institut für Luftforschung (NILU) in Kjeller z.B., wo mein Mann gearbeitet hat, hat glaube ich mehr als 30 Ladeplätze, da viele der Luftforscher natürlich ein E-Auto fahren. Ist klar, oder?
Zuletzt geändert von Majaleia am Fr 6. Jan 2017, 21:59, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Leider selber schuld.....

Beitragvon Riedmuehle » Fr 6. Jan 2017, 21:53

Jack76 hat geschrieben:
-> Schnelllader an Autobahnen und Schnellstraßen (max 45 Minuten "Parkzeit")
-> 11-22KW Ladesäulen an Zielpunkten wie Einkaufszentren, Kino, Innenstadtparkhäusern und ähnlichem (max. 2-3 Std. Parkzeit)
-> Schnarchladepunke (Schuko, 3,7KW AC etc) an Pendlerparkplätzen, Dauerparkmöglichkeiten, "Laternenparker" etc.... (Parkzeit unbeschränkt)

So oder ähnlich könnte man zumindest das gros abdecken... Aber da sind wir einfach (noch lange) nicht!


Sehe ich auch so. Nix ist ärgerlicher, wenn man an eine beschleunigte Typ2 - 22 kW Säule kommt und rasch weitermöchte, und diese sinnlos von einer 1-phasigen e-kraxn stundenlang verparkt wird. Die sollten ihre Schnarchlader-Stationen bekommen oder zuhause laden. Solche Probleme treten üblicherweise an Gratisladestationen auf.
Wenn 1-phasen Lader jedoch für alle 3 Phasen den Stellplatz bezahlen, ist es mir auch recht. Es sollte sich also Richtung Stellplatzgebühr entwicklen, und wenn sich Schnarchlader das dann leisten möchten ist es ja ok.
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Re: Leider selber schuld.....

Beitragvon Majaleia » Fr 6. Jan 2017, 22:02

Hier mal ein paar Zahlen zu Norwegen:

Ladestasjoner totalt: 2016
Ladepunkt totalt: 8684
Ladepunkt offentlige: 7707
Schuko: 4828
AC: 1569
Ladestasjoner semi/hurtig: 458
CHAdeMO hurtigladere: 517
CHAdeMO semihurtigladere: 1
Combo hurtigladere: 478
Combo semihurtigladere: 1
AC Type 2 hurtigladere: 65
AC Type 2 semihurtigladere: 726
AC Type 2 11kW: 116
Tesla superladepunkt: 228
Ladepunkt sanntidsstatus: 1540
Planlagte hurtigladestasjoner: 18
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Re: Leider selber schuld.....

Beitragvon eAndal » Fr 6. Jan 2017, 22:06

Riedmuehle hat geschrieben:
Sehe ich auch so. Nix ist ärgerlicher, wenn man an eine beschleunigte Typ2 - 22 kW Säule kommt und rasch weitermöchte, und diese sinnlos von einer 1-phasigen e-kraxn stundenlang verparkt wird. Die sollten ihre Schnarchlader-Stationen bekommen oder zuhause laden. [...]

Was soll ein 1-Phasen Lader denn tun, wenn er laden muss? Sich eine 3,7kW Säule suchen? :shock:
Als ich 1-Jahr lang einen Fluence hatte hab ich auch an einer 22kW Säule "schnarchgeladen" weil ich keine möglichkeit habe Zuhause zu laden! Mit Ladescheibe und Kontaktdaten natürlich...

Aber ja, es müsste mehr Schnarchlade-Plätze geben um die 22kW für die Schnelllader freizuhalten. ;)
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Re: Leider selber schuld.....

Beitragvon Karlsson » Fr 6. Jan 2017, 22:21

PowerTower hat geschrieben:
Jeder soll Strom laden, wenn es passt. Jeder verbrannte Liter Kraftstoff weniger, ist ein guter Liter - und gut für unsere Luft.

Absolut richtig und deshalb soll aus jeder Säule so viel Strom wie möglich gezogen werden, damit mit der Infrastruktur möglichst viele elektrische Kilometer gefahren werden können.
Und das klappt am besten wenn da
- keine Autos vollgeladen dran hängen und
- die ladenden Autos mit möglichst hoher Leistung laden
=> Regelt sich automatisch mit Zeittarifen
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Re: Leider selber schuld.....

Beitragvon Toumal » Fr 6. Jan 2017, 23:10

PowerTower hat geschrieben:
Dass die Diskussionen immer und immer wieder auftreten zeigt doch ganz deutlich, dass die Ladeinfrastruktur nach wie vor deutlich hinter den Erwartungen zurück liegt. Und nur da liegt das Problem. Dass ein Autofahrer seinen Alltag nach der Ladesäule richten soll, ist keine akzeptable Lösung.


Volle Zustimmung. Allerdings sehe ich PHEVs hier als Problemmultiplikator. Dazu kommt eine gewisse Einstellung einiger PHEV-Fahrer, die das mit dem Stecker als Parkticket sehen.

Die Spitze hier im Forum war fuer mich dann der Anwurf ich sei selber schuld ein BEV zu fahren, warum ich mir nicht einfach einen (viel teureren) Outlander kaufe.

Fazit: es wird bei mir wohl das Akkuupgrade werden, denn an den Ladesaeulen wird es in Wien zunehmend unangenehm. Bevor die Infrastruktur ausreichend waechst werden die Reichweiten steigen. Und letztlich werde ich zu einem Hersteller wechseln der eigene Infrastruktur unterhaelt, und wo sowohl Verbrenner als auch PHEV abgeschleppt werden das beides an einem Schnellader absolut nichts zu suchen hat.
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Re: Leider selber schuld.....

Beitragvon Helfried » Fr 6. Jan 2017, 23:14

Wenn ich den Thread hier so lese, er deckt sich auch mit gewissen Beobachtungen meinerseits, ist eine gewisse Arroganz der Pluginhybrid-Fahrer nicht zu übersehen. So nach dem Motto, wenn ich schon 4000 Euro Aufpreis zahle, damit ich zu meinem fossilen Motor noch einen Alibi-Akku dazubekomme, möchte ich auch den ganzen Tag, 365 mal im Jahr, gratis parken dürfen.

So kann ich mir das eigentlich nicht auf Dauer vorstellen.

Grad neulich habe ich so einen erwischt. Plugin, Migrant, fährt zielsicher zur Ladestelle und steigt ungeniert aus (noch dazu ohne zu laden). Wenigstens war er nett und peinlich berührt.
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