Landkreis Forchheim - Aufbau Ladeinfrastruktur

Landkreis Forchheim - Aufbau Ladeinfrastruktur

Beitragvon Hachtl » Di 15. Nov 2016, 22:21

Nachdem es bald losgeht mache ich hier mal einen Fred auf.

Im Landkreis Forchheim soll es noch im Dezember eine Ausschreibung für ein Landkreisweites Ladeinfrastrukturnetzwerk geben. Dieses soll dann über Mittel der Städtebauförderung realisiert werden. Alle Gemeinden im Landkreis wurden daher aufgerufen potentielle Standorte an das LRA zu melden.

In diesem Thred sammeln wir mal den Fortschritt und neueste Infos.
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Re: Landkreis Forchheim - Aufbau Ladeinfrastruktur

Beitragvon Solarmobil Verein » Di 15. Nov 2016, 23:14

Interessant, daß es "erst" im Dezember eine Aussschreibung geben soll, wenn doch noch im November in Fo-Süd (Medical Valley) eine Solid-Säule aufgestellt werden soll und die Solid-Säule, die die Park&Charge-Säule bei den Stadtwerken ersetzen soll, (angeblich) schon längst im Lager bei den Stadtwerken liegt.
Bei letzterem wird's interessant, weil das wird ein Neubau. Sockel neu, Absicherung neu (die P&C sollte 32A Vorsicherung pro Phase haben, sind aber nur 16A => 3-Phasenlader + 1-Phasenlader = Phasenausfall). Ich würde mich wetten trauen, daß auch die Zuleitung nicht entsprechend ausgelegt ist, daher auch neu.

Stadtwerke und Industriegebiet, das sind ja mal wirklich anziehende Standorte.
Schwimmbad oder irgendwo in der Stadtmitte (nicht gerade da, wo dauernd wegen Weihnachtsmarkt, Handwerkermarkt usw. abgesperrt ist) fände ich jetzt sinnvoller.

Warum machen sie es nicht einfach so, wie es Landkreis und Stadt Bamberg machen?
Ach nee, das wäre ja zu einfach ...

Und nachdem manch ein Hausener Gemeinderat meint, ob es sinnvoll wäre, noch Ladesäulen mit Steckdosen aufzustellen, weil das ja eine aussterbende Technik sei und man vielleicht besser auf Induktionsladung setzt (stand so in der Zeitung), ... arghl ...
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Re: Landkreis Forchheim - Aufbau Ladeinfrastruktur

Beitragvon michaell » Mi 16. Nov 2016, 09:07

Stadt Bamberg, hat doch erst wieder eine Ladeverbundsäule aufgestellt :)
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Info (at) Solar-lamprecht.de
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Re: Landkreis Forchheim - Aufbau Ladeinfrastruktur

Beitragvon Solarmobil Verein » Mi 16. Nov 2016, 10:44

michaell hat geschrieben:
Stadt Bamberg, hat doch erst wieder eine Ladeverbundsäule aufgestellt :)
Wo?
Die neueste ist wohl die bei der AWO - und das ist eine TNM.
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Re: Landkreis Forchheim - Aufbau Ladeinfrastruktur

Beitragvon Hachtl » Mo 21. Nov 2016, 00:52

Hier schonmal ein paar Beiträge aus den Gemeinden:


Gemeindezeitung Eggolsheim 19/2016 hat geschrieben:
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Kinder und Jugendliche,

die Elektromobilität ist derzeit in aller Munde. Bislang waren es nur wenige Firmen wie Tesla oder auch Renault,
die das Thema sehr ernsthaft behandelt haben. Aktuell haben fast alle Autobauer fertige Konzepte oder
marktreife Fahrzeuge im Angebot.
Wichtigste aktuelle Themen sind die Reichweite der Fahrzeuge, der Ausbau einer Ladesäuleninfrastruktur
und der Preis. Mit der Produktion neuer und leistungsfähigerer Batterien bzw. Akkus kann die Reichweite in
kurzer Zeit verdoppelt und verdreifacht werden, und das zu vernünftigen Preisen. Bezüglich der Ladesäuleninfrastruktur
gibt es sowohl auf Landes- wie vor allem auch auf Bundesebene sehr konkrete Ausbauziele mit
entsprechender Förderung. In Bayern soll das Instrument der Städtebauförderung genutzt werden können. In
unserem Landkreis sind wir für das Ausbaukonzept die Leitkommune. Alle Gemeinden konnten Vorschläge
für die richtigen Standorte und die passende Zahl von Ladesäulen vorbringen. Dies wird nun vom Klimamanager
des Landkreises gebündelt und dann kommt es im Winter zu einer Gemeinschaftsausschreibung. Auf
Beschluss des Gemeinderates hin sind wir sehr gerne die Leitkommune für diesen innovativen Bereich. Und
beim dritten wichtigen Thema, dem Preis für Elektroautos, kann man günstige Fahrzeuge finden. Es muss ja
nicht unbedingt Tesla sein…
Wir sind bezüglich der Elektroautos Vorreiter im gesamten Landkreis. Bei insgesamt etwa 90 Fahrzeugen gibt
es in Eggolsheim drei behördliche und fünf private E-Autos. Wir sind also überproportional stark mit dieser
innovativen Technik unterwegs. Das ist aber natürlich nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Ob und wie
es mit den Elektroautos weitergeht, damit hat sich vor knapp zwei Wochen ein Beitrag im ZDF beschäftigt.
Am 9. Oktober lief die halbstündige Sendung Elektroautos – Top oder Flopp? Ich beschäftige mich viel mit
dem Thema und kann Ihnen diesen Beitrag als einen der besten empfehlen. Sie finden ihn im Internet in der
Mediathek des ZDF, einfach in der Suche den Titel der Sendung eingeben und schon werden Sie umfassend
informiert.
Als überzeugter und schon mehrjähriger Fahrer eines Elektroautos stellt sich für mich nur noch die Frage nach
der Geschwindigkeit, mit der sich die E-Autos durchsetzen werden. Wenn es ab nächstem Jahr Fahrzeuge wie
zum Beispiel den Opel E-Ampera zu einem Preis von unter 30.000 Euro, nach Abzug der staatlichen Förderung
gibt, dann wird es nach meiner festen Überzeugung sehr schnell gehen. Für den öffentlichen Bereich werden
wir in jedem Fall weiter auf E-Fahrzeuge setzen. Wenn diese Fahrzeuge mit regenerativem Strom betrieben
werden, sind sie echte Beiträge zum Klimaschutz. Der Markt Eggolsheim kauft seinen Strom ausschließlich
bei der Naturstrom AG, die nächstes Jahr mit mehreren Elektroautos ins Lindner-Gelände einziehen wird. Nur
mit Ökostrom machen die E-Autos Sinn. Wir sind damit auf dem richtigen Klimaweg…

Claus Schwarzmann
1. Bürgermeister

Quelle: http://eggolsheim.de/files/inhalte/GZ-Archiv/GZ-2016/1916-web.pdf


InFranken / Sylvia Hubele / 21.10.2016 hat geschrieben:
Ladesäule für Hallerndorf
Auf dem Grünstreifen an der Ecke Kreuzbergstraße und Schulstraße in Hallerndorf wird eine Ladestation für Elektrofahrzeuge errichtet. Klimaschutzmanager Dominik Bigge vom Landratsamt Forchheim hatte das Konzept dafür im Gemeinderat vorgestellt und wies darauf hin, dass die Gemeinden für diese Ladestationen mit einer städtebaulichen Förderung von 60 Prozent rechnen könnten. Die Kosten für die Errichtung und Installation schätzte Bigge auf 10 000 bis 15 000 Euro pro Ladesäule. Gerhard Bauer (WG Hallerndorf) fand den Vortrag wenig überzeugend, ihm fehlten notwendige Informationen. Thomas Bauer (WG Pautzfeld) fand sogar, dass diese Technik keine Zukunft habe.
Bigge stellte mögliche Standorte für eine Ladestation vor. Für Claudia Kraus (WG Trailsdorf) macht eine solche Station nur am Kreuzberg Sinn, gekoppelt mit einer Ladestation für E-Bikes. Werner Fischer (WG Hallerndorf) zeigte sich skeptisch und schlug vor, diese Station im Verbund mit jemandem zu errichten, der sich an den Kosten beteiligen könne. Matthias Erlwein (JAB) bezeichnete die Technik als unwirtschaftlich, unpraktikabel und plädierte dafür, das Geld für sinnvollere Vorhaben auszugeben. Bigge warnte die Gemeindevertreter, dass es später keine Förderung mehr gebe und erhielt von Georg Gunselmann (JAB) Unterstützung: Wenn wir fortschrittlich sein können, sehen wir nur Probleme. Bigge erinnerte daran, dass Kommunen auch in Schwimmbäder und andere unwirtschaftliche Vorhaben investieren: "Das ist einfach für die Bürger."
"Wollen wir mitmischen oder die Finger davon lassen", forderte Bürgermeister Torsten Gunselmann seine Gemeinderäte zur Abstimmung auf. Zehn stimmten für eine Ladesäule, sechs dagegen. Dafür, dass diese schlussendlich in Hallerndorf errichtet werden soll, sprachen sich zwölf Gemeinderäte aus, während vier ebenfalls dagegen votierten. hu

Quelle: http://www.infranken.de/regional/artikel_fuer_gemeinden/Ladestation-fuer-Hallerndorf;art154303,2270130


InFranken / Alexander Hitschfel / 27.10.2016 hat geschrieben:
Auch Hausen bekommt eine Ladesäule
Im Gemeindegebiet Hausen soll es - so hat es der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen - schon bald Ladestationen für Elektroautos geben. Mit 12:4-Stimmen entschied das Gremium, sich am Ladeinfrastrukturkonzept des Landkreises Forchheim zu beteiligen, welches eine Sammelbestellung solcher Ladesäulen für den gesamten Landkreis Forchheim vorsieht.
Auf seiner Tour durch den Landkreis machte der Klimaschutzmanager des Landratsamtes Forchheim, Dominik Bigge, auch Halt im Hausener Sitzungssaal und stellte das Modellprojekt vor Der Landkreis Forchheim habe sich zum Ziel gesetzt, dass Thema Elektromobilität weiter zu forcieren, sei gemeinsam mit dem Landkreis Kulmbach zu Modellgemeinden in Bayern ausgewählt worden. Aktuell gebe es im Landkreis Forchheim rund 90 Elektrofahrzeuge und rund 200 Hybridfahrzeuge, so Bigge.
Ziel sei es, in jeder Landkreiskommune eine Stromladesäule zu installieren und aktuell sehe es mit der Zielerreichung auch ganz gut aus. Die Gemeinde Hausen liege in der Metropolregion verkehrstechnisch "attraktiv". Sollten sich Kommunen an diesem Projekt beteiligen, würden die Kosten für die Anschaffung, Installation und Platzgestaltung aktuell zu 60 Prozent aus Mitteln der Städtebauförderung bezuschusst. Neben der prozentualen Förderung zahle der Landkreis Forchheim nochmals 2250 Euro pro installierte Ladesäule obendrauf.
Das vom Landratsamt beauftragte Planungsbüro habe sowohl das Rathaus als auch das Gewerbegebiet "Pilatus Campus" als sogenannte "Priorität-1-Standorte", und die beiden ortsansässigen Supermarktketten als "Priorität 2-Standort" bewertet. Nachdem Bigge demnächst eine Sammelausschreibung für Elektroladestationen durchführen will, wolle er nun den Bedarf in den einzelnen Kommunen ermitteln, so der Mitarbeiter des Landratsamtes. Die Anschaffungs- und Installationskosten pro Ladesäule würden zwischen 10 000 bis 15 000 Euro sowie 100 Euro laufende Kosten pro Monat liegen.
Gemeinderat Hans-Jürgen Saam (CSU) wollte wissen, ob Erkenntnisse über die Auslastung solcher Ladestationen vorliegen und was die Installation solcher Säulen der Kommune bringe. "Vom Stromverkauf hat die Gemeinde nichts, das Geld bekommt der Ladesäulenbetreiber", so Bigges Antwort. Die Anschaffung der Ladesäulen sei eine Investition in die Infrastruktur der Gemeinde, eben wie der Kauf einer Parkbank. "Wir finanzieren also den Ladesäulenbetreiber", fasste Saam zusammen.
Gemeinderat Martin Heilmann (UWG) warnte davor, in eine "veraltete Technik" zu investieren, schließlich gebe es inzwischen die Möglichkeit des induktiven Ladens. Rund 1,5 Stunden dauert es aktuell, ein Elektrofahrzeug einmal vollständig zu laden. "Was machen die Bürgerinnen und Bürger aber eineinhalb Stunden lang im Rathaus, wenn sie dort ihr Auto laden wollen", fragte ein anderer Gemeinderat in die Runde. Katja Steinbrenner (CSU) regte an, doch auf den Inhaber des Gewerbegebiet Pilatus Campus zuzugehen und anzufragen, ob er auf seine Kosten nicht auch eine solche Ladestation dort installieren würde. Bürgermeister Gerd Zimmer (SPD) schlug schließlich vor, eine Ladesäule am Rathaus zu installieren und zu versuchen, auf dem Areal Pilatus Campus einen weiteren Standort zu finden. Der Beschlussvorschlag wurde mit 12:4-Stimmen angenommen.

Quelle: http://www.infranken.de/91353-Hausen~/Auch-Hausen-bekommt-eine-Ladesaeule;art154303,2285984


Markt Egloffstein / Protokoll Gemeinderatssitzung 7.7.2015 hat geschrieben:
Förderung der E-Mobilität

Mobilität ist ein Grundbedürfnis der Gesellschaft. Wie dieser berechtigte Anspruch zukünftig unter Beachtung von Umweltschutz- und Wirtschaftlichkeitsbelangen gelöst werden kann, gehört zu den großen Diskussionspunkten einer Energiewende.

Der Landkreis Forchheim hat die Gemeinden gebeten, an der Verwirklichung eines einheitlichen Ladesäulennetzes im ganzen Landkreis mitzuwirken. Parallel hierzu hat Freistaat Bayern über die Regierung von Oberfranken ein dementsprechendes Förderprogramm zur Errichtung von Ladesäulen durch die öffentliche Hand aufgelegt. Die genauen Details sind noch nicht bekannt. Nach ersten Informationen wird es wohl zu einem Fördersatz in Höhe von 60 % der förderfähigen Kosten kommen.

Eine weitere Möglichkeit ist das jüngst veröffentliche Förderprogramm des Bundesministeriums für Verkehr - hier stehen ebenfalls die Details noch nicht fest, außer dass es sich um ein zweistufiges Förderverfahren handelt. In Stufe 1 stellt man seine Planungen vor, diese werden vom Ministerium überprüft und erst dann kann man den Förderantrag stellen.

Der Landkreis Forchheim spricht sich für ein Modell der Europäischen Metropolregion Nürnberg aus. Hier wird versucht, über den "Ladeverbund Franken+" nordbayernweit ein einheitliches Ladesäulen- und Steckersystem zu etablieren. Die von den regionalen Stromnetzbetreibern getesteten Ladesäulenmodelle haben eine Leistung von 22 kw. Dadurch sind sie in der Lage, z. B. ein E-Mobil vom Typ eines Renault Zoe in rund 1 h für eine Reichweite von rund 160 km zu laden.

Die Anschaffungskosten liegen bei rund 4.500,- € zuzüglich Fundament- und Kabelarbeiten.

Im Bereich des Marktes Egloffstein wäre z. B. das Freibad ein geeigneter Standort für eine Ladsäule. Zum einen wäre dies ein gutes Instrument der Öffentlichkeitsarbeit für das Freibad, zum anderen ist außerhalb der Badesaison reichlich Platz vorhanden. Des Weiteren könnten aufgrund der dort befindlichen Trafostation die Tiefbauarbeiten im überschaubaren Bereich gehalten werden und/oder evtl. Synergieeffekte in Zusammenhang mit dem geplanten Nahwärmenetz genutzt werden. Bei fiskalischer Abwicklung über die Stromversorgung Egloffstein könnte die Mehrwertsteuer als Vorsteuer in Abzug gebracht werden.


Beschluss 38/2015

Der Markt Egloffstein spricht sich für die Errichtung einer Ladesäule für E-Mobile am Freibad aus. Die Verwaltung wird beauftragt, in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Forchheim und den Fördermittelgebern die günstigste Variante zu ermitteln. Die Entscheidung, welches System Verwendung findet wird aufgrund der geringen Investitionskosten auf den zuständigen Fachausschuss (Bau- und Grundstücksausschuss) delegiert. Die erforderlichen Haushaltsmittel sind im Haushalt 2016 vorzusehen.

Abstimmungsergebnis: 14:0

Quelle: http://www.egloffstein.de/sites/gensite.asp?SID=cms16102011100809116&Art=1082
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