Ladesäulennetz der Energieversorger vs private Initiativen

Re: Ladesäulennetz der Energieversorger vs private Initiativ

Beitragvon Tachy » Fr 19. Apr 2013, 13:16

green_Phil hat geschrieben:
Tachy hat geschrieben:
Ausgetickt sind hier ganz andere. Ich habe mich bei Dir sogar ausdrücklich dafür bedankt, dass Du den Thread aufgeräumt hast

Hallo Johannes. Natürlich, jetzt wäscht Du aber Deine Hände in Unschuld. Aber zu einem Streit gehören immer zwei.
Und wenn ich dann dies hier lese (was nicht gelöscht wurde), dann weiß ich auch wieder, wo mir Flau im Hirn wurde:
Tachy hat geschrieben:
Wir sind hier noch Pioniere und haben jetzt NOCH die Chance, den Ladesäulenmarkt mitzugestalten. Das geht aber meiner Meinung nach in die Hose, wenn wir nach dem Motto "Weß Brot ich ess, dess Lied ich sing" auf die Marketingmasche der vier Energiekonzerne hereinfallen.

Du sprichst vom (Zitat von Dir) "Kundenschaf" und tust so, als ob wir ZOE-Käufer eindimesional denkende Wesen wären.


Ach komm.. das meinst Du jetzt nicht Ernst, oder? Ich habe nicht gesagt, dass hier bellende (weil getroffene) Hunde herumlaufen. Das so in den falschen Hals zu bekommen, habe ich von Dir NICHT gedacht.

Beim "Kundenschaf" habe ich mich allgemein ausgedrückt, denn wenn es mal so weit ist, dass die Masse die Elektroautos in die Hände bekommt, wird die sich sicher nicht mehr so idealistisch verhalten wie wir. Deshalb ist es jetzt an der Zeit, zu gestalten und falschen Richtungen Einhalt zu gebieten.
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Beitragvon green_Phil » Fr 19. Apr 2013, 14:14

Ok, das wird jetzt zum Missverständnis. Wir bellten nicht, weil wir getroffene Hunde sind, da sind wir uns einig. Wir bellten, weil sich unsereins über einen KAmm geschoren gefühlt hat mit jeglichem Vollhonk, der seinen eigenen Tellerrand bzw. sein eigenen Portemanaierand nicht (dr)überblicken kann. Ich denke deshalb haben wir so heftig reagiert. WIR lassen uns nicht von Renault, RWE oder sonst wem was vormachen. U.a. deshalb tauschen wir uns ja hier aus. Und dennoch hast Du uns genau dieses Gefühl gegeben. Hoffentlich war das keine Absicht, leider kam es dennoch so an. Ich glaube im Prinzip sind wir uns ja alle einig. Ich bin mir noch nicht mal sicher, ob Du wirklich so radikal bist, wie Du mir erschienst. Wenn man nicht aufpasst geht im geschriebenen Medium schnell einiges schief. Wir Menschen achten eben auf mehr, als nur die Wortwahl um unser Gegenüber zu verstehen... Deshalb Appell an alle (und auch an mich selbst): Schreiben mit Köpfchen!

Wahrscheinlich hast Du Recht: Viele Massenmarktkonsumenten werden nicht darauf achten, welchen Strom sie tanken. Machen wir also Druck, dass man nur noch grünen Strom tanken kann! (Das geht sicher bis zu einem gewissen Grad über Netzwerke, aber der Massenmarktmensch wird kein Drehstromkistenmitglied sein, da nützt aller Ausbau nix.)
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Re: Ladesäulennetz der Energieversorger vs private Initiativ

Beitragvon BuzzingDanZei » Fr 19. Apr 2013, 15:00

Tachy hat geschrieben:
Beim "Kundenschaf" habe ich mich allgemein ausgedrückt, denn wenn es mal so weit ist, dass die Masse die Elektroautos in die Hände bekommt, wird die sich sicher nicht mehr so idealistisch verhalten wie wir. Deshalb ist es jetzt an der Zeit, zu gestalten und falschen Richtungen Einhalt zu gebieten.


Korrekt, wenn der Massenmarkt startet, werden viele die öffentlichen (und zumeist "bösen") Angebote blind in Anspruch nehmen. Selbst wenn sie eigentlich eine andere Wahl hätten. Ich bezweifel allerdings, dass man da jetzt was gegen tun kann. Wer soll ein alternatives Ladenetz aufbauen???

Das Ladenetz.de als solche ist eine super Idee, wenn dann aber nicht mal die Richtigen (z.B. Naturstrom.de) da auch mitmachen, nützt das nix! Ich hab die schon mehrfach angeschrieben, dass ich gerne deren Angebot annehme und mir für 100 Euro im Jahr einen Naturstrom Aufkleber anbringe. Allerdings dann auch erwarte, dass ich Naturstrom im "Tank" habe. Leider haben sie daran kein Interesse. Warum? Keine Ahnung. Vielleicht ist die Teilnahme zu teuer?
Zuletzt geändert von BuzzingDanZei am Fr 19. Apr 2013, 20:53, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Ladesäulennetz der Energieversorger vs private Initiativ

Beitragvon agentsmith1612 » Fr 19. Apr 2013, 16:31

Ich würde sagen es ist schon schwer genug überhaupt ein Ladenetz aufzubauen. Jeder kocht sein eigenes Süppchen sowohl was Lademodus als auch Ladestecker angeht.
Das muss erstmal alles flächendeckend aufgebaut werden, danach kann man sich dann Gedanken über den Strom machen. Wenn schon Ökostrom vorhanden ist spricht nicht dagegen den direkt zum Laden zu nutzen aber jetzt direkt Ladesäulen und Ökostrom daran, dass ist denke ich zuviel auf einmal.
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Re: Ladesäulennetz der Energieversorger vs private Initiativ

Beitragvon BuzzingDanZei » Fr 19. Apr 2013, 20:54

Das sehe ich anders. Das zeigen ja auch die Ladesäulen die bisher aufgestellt werden, zumindest nominell werden sie alle mit Ökostrom betrieben. Wie grün der wirklich ist, mag auf einem anderen Blatt stehen.
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Re: Ladesäulennetz der Energieversorger vs private Initiativ

Beitragvon Tachy » Sa 20. Apr 2013, 15:22

BuzzingDanZei hat geschrieben:
Das sehe ich anders. Das zeigen ja auch die Ladesäulen die bisher aufgestellt werden, zumindest nominell werden sie alle mit Ökostrom betrieben. Wie grün der wirklich ist, mag auf einem anderen Blatt stehen.


Eigentlich recht simpel.

Geld für Strom aus Ladesäule -> RWE.

unternehmensweiter RWE Strommix laut Stromkennzeichnung:

Kohle: 70,5%
Kernenergie: 20,5%
Erdgas: 5,1%
Sonstige fossile: 0,3%
-----------------------------
=Atom+Fossil: 96,4%

Erneuerbare: 3,6%

Quelle: https://www.rwe.com/web/cms/mediablob/d ... ternet.pdf

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Re: Ladesäulennetz der Energieversorger vs private Initiativ

Beitragvon Guy » Sa 20. Apr 2013, 15:26

Johannes, dein Einsatz ist einfach deutlich ideologischer als meiner. Damit bürdest du der Elektromobilität eine große Last auf, die sie vielleicht gar nicht zu schultern in der Lage ist.

Selbst wenn nun der Strom für diese Fahrzeuge komplett aus Atomanlagen oder Braunkohlekraftwerken kommen sollte, wäre meiner Meinung nach schon ein Menge gewonnen. Um diesen Umstand zu ändern, benötigt es nämlich nicht mehr viel.

Für mich sind das deshalb auch zwei Punkte, die nur bedingt etwas miteinander zu tun haben. Elektromobilität ist auch ohne ökologischen Umschwung sinnvoll und die Energiewende nicht vom Elektroauto abhängig.

Lasst das Elektroauto also einfach mal sein, was es wirklich ist, eine andere Form des Antriebs. Wer dies mit einer konsequenten ökologischen Neuausrichtung verbinden mag, sehr begrüßenswert, in meinen Augen jedoch kein Muss.
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Re: Ladesäulennetz der Energieversorger vs private Initiativ

Beitragvon Tachy » Sa 20. Apr 2013, 15:48

Guy hat geschrieben:
Johannes, dein Einsatz ist einfach deutlich ideologischer als meiner. Damit bürdest du der Elektromobilität eine große Last auf, die sie vielleicht gar nicht zu schultern in der Lage ist.

Selbst wenn nun der Strom für diese Fahrzeuge komplett aus Atomanlagen oder Braunkohlekraftwerken kommen sollte, wäre meiner Meinung nach schon ein Menge gewonnen. Um diesen Umstand zu ändern, benötigt es nämlich nicht mehr viel.

Für mich sind das deshalb auch zwei Punkte, die nur bedingt etwas miteinander zu tun haben. Elektromobilität ist auch ohne ökologischen Umschwung sinnvoll und die Energiewende nicht vom Elektroauto abhängig.

Lasst das Elektroauto also einfach mal sein, was es wirklich ist, eine andere Form des Antriebs. Wer dies mit einer konsequenten ökologischen Neuausrichtung verbinden mag, sehr begrüßenswert, in meinen Augen jedoch kein Muss.


Guy, es ist total einfach:

Gib das Geld für den Strom dem Energieversorger, der den grünsten unternehmensweiten(!) Strommix besitzt. Dann klappts auch mit dem Ökostrom.

Übrigens: Nervt es Euch nicht, dass in der Presse das E-Auto beim CO2 andauernd mit dem Strommix angesetzt wird? Das kommt daher, weil jeder meint, er könnte mit der Steckdose nichts steuern. Dabei ist es so, wie ich oben beschrieben habe.

Ich weiß nicht, ob Elektromobilität auch ohne Umschwung viel Sinn macht, denn Elektromobilität und Energiewende ergänzen sich perfekt.

Dieser Flyer hier pappt regelmäßig an meinem Ampera, wenn ich ihn öffentlichkeitswirksam parken kann:

flyer.jpg
Zuletzt geändert von Tachy am Sa 20. Apr 2013, 16:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ladesäulennetz der Energieversorger vs private Initiativ

Beitragvon Guy » Sa 20. Apr 2013, 16:00

Tachy hat geschrieben:
Nervt es Euch nicht, dass in der Presse das E-Auto beim CO2 andauernd mit dem Strommix angesetzt wird?

Nö. Wenn du ein Auto mit bivalentem Antrieb fährst, wird ja ebenfalls mit dem schlechtest möglichen Fall gerechnet.

Nochmal: Das Elektroauto kann ein ökologisch sinnvollerer Antrieb sein, muss es jedoch nicht.

Wie du bereits geschrieben hast, hängt das von der Entscheidung jedes Einzelnen ab. Ich mag da niemandem vorschreiben, welche Farbe die Elektronen haben müssen, die sein Auto antreiben.

Edit:
Dein Flyer hat einen kleinen Schönheitsfehler. Wenn eine PV Strom produziert, ist man in der Regel nicht zuhause, sondern auf der Arbeit. Ich gehe mal davon aus, dass die meisten gegen 8 ihr Heim verlassen und erst gegen 17 Uhr wieder zuhause sind.

Edit2:
Wenn du deine Beiträge immer im Nachhinein veränderst oder Zusätzliches hinzufügst, ist es schwer auf alle Argumente einzugehen.
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Re: Ladesäulennetz der Energieversorger vs private Initiativ

Beitragvon Tachy » Sa 20. Apr 2013, 21:40

Guy hat geschrieben:
Edit2:
Wenn du deine Beiträge immer im Nachhinein veränderst oder Zusätzliches hinzufügst, ist es schwer auf alle Argumente einzugehen.


sorry, iPad.... das schreiben ist da etwas schwerer.
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