Ladesäulen/Schnellader an der Autobahn

Re: Ladesäulen/Schnellader an der Autobahn

Beitragvon ZoePionierin » Sa 8. Nov 2014, 18:57

Da der portugisische Hersteller Efecec auch der Meinung ist, dass Single-Lader nur in sehr begrenzten Fällen sinnvoll ist liegt hier der Preisunterschied zwischen dem Singel- und Triple-Lader bei 1.000 Euro. Ironischerweise stehen an der A9 sogar Efecec-CCS-Säulen. Waren offensichtlich keine 10.000 Euro mehr übrig um die zehn Lader zu Multistandard-Ladern zu macehn.

Bei ABB sind es 12.000 Euro. Würde mich aber wundern, wenn die diesen Preis halten können. Da Efecec bei einigen Aufträgen offenbar ABB ausbooten konnte.
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Beitragvon Solarstromer » Sa 8. Nov 2014, 19:24

Mike hat geschrieben:
Sorry Solarstromer, aber diese Diskussion wurde bereits sehr oft hier im Forum geführt. Vorerst geht es bei der Politik darum, japanische Konkurrenz aus dem deutschen Markt zu halten. Und die Verbreitung der Elektromobilität in D wird dabei auch noch ausgebremst. Das ist der falsche Weg und wird auf Dauer nicht funktionieren.


Ach, hier geht es doch nur um egoistische Besitzstandswahrung von Leuten, welche ein CHAdeMO Auto fahren. Es steht den Asiaten offen in ihre Fahrzeuge anstatt CHAdeMO nun CCS einzubauen. So wie BMW in seinen i3 CHAdeMO für den japanischen Markt einbaut. Mit *einem* Standard wird in keiner Weise jemand vom Markt ferngehalten.

Verstehe mich nicht falsch, ich fahre selbst ein CHAdeMO Auto. Wo die japanischen Ignoranten einen Typ1 Stecker anstatt des europäischen Typ2 Standards verbaut haben. Mittlerweile habe ich 3 Zusatzteile mit Typ1 Stecker: 1 Wallbox, 1 Typ1==>Typ2 Kabel, ein zusätzliches EVSE. Wenn ich auf ein Typ 2 Auto umsteigen will, kostet mich das 3 neue Stecker macht zusammen rund 400€ und einpaar Stunden Zeit bis ich die Stecker besorgt und montiert habe. Für was?

Und das noch vor dem Hintergrund, dass die EU viel Geld in die Hand nimmt um die Typ3 Stecker an den Ladesäulen in Frankreich, Italien, ... auf den Standard Typ 2 umzubauen. Um auf *einen* AC Standard in Europa zu kommen.

Krass teuer wird es aber erst, wenn ich das Auto als Speicher in mein Photovoltaik-Hausnetz einbinden will. Wenn ich das mit CHAdeMO mache und ich möchte später auf ein CCS Auto wechseln möchte oder umgekehrt, dann wird es um mehrere 1000€ gehen. Für nix und wieder nix.

Diese parallelen AC und DC Standards sind der größte Schwachsinn. Kosten nur unnötig Geld und schaffen nichts außer Probleme.
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Re: Ladesäulen/Schnellader an der Autobahn

Beitragvon TeeKay » Sa 8. Nov 2014, 20:00

ZoePionierin hat geschrieben:
Bei ABB sind es 12.000 Euro. Würde mich aber wundern, wenn die diesen Preis halten können. Da Efecec bei einigen Aufträgen offenbar ABB ausbooten konnte.

Nicht übertreiben. Es sind 7.140 Euro inkl. Umsatzsteuer, wenn du einen Lader abnimmst. Bestellst du mehrere, eröffnen sich Verhandlungsspielräume, wie ABB mir sagte. Und im Gegensatz zu Efacec funktionieren die ABB-Lader vergleichsweise zuverlässig.
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Re: Ladesäulen/Schnellader an der Autobahn

Beitragvon ZoePionierin » Sa 8. Nov 2014, 20:01

Das war die Aussage die ich von ABB auf der eCarTec bekommen habe. Aber dein Preis spricht ja noch mehr dafür, dass es sinnvoller ist Triple-Säulen zu bauen.
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Re: Ladesäulen/Schnellader an der Autobahn

Beitragvon TeeKay » Sa 8. Nov 2014, 20:59

Meinen Preis hab ich aus einem schriftlichen Angebot von ABB zum Kauf der Lader. :)
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Re: Ladesäulen/Schnellader an der Autobahn

Beitragvon dibu » Sa 8. Nov 2014, 21:12

Ich bin sehr dafür, nur noch Triple-Lader an den Autobahnen aufzustellen. Nehmen wir mal einen Zusatzpreis von 2000 Euro an (etwa zwischen Efacec und ABB?), wären das bei 500 Ladern 1 Mio Zusatzkosten. Die meines Erachtens sehr sinnvoll eingesetzt wären, um das Laden jetzt zu ermöglichen. Und wenn es tatsächlich mal zu einem einheitlichen Standard kommen sollte, wäre die 1 Mio in den Sand gesetztes Kapital im Vergleich zu all dem Geld, das im Bereich E-Mobilität derzeit verschleudert wird, marginal.
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Re: Ladesäulen/Schnellader an der Autobahn

Beitragvon PowerTower » Sa 8. Nov 2014, 21:35

Solarstromer hat geschrieben:
Es steht den Asiaten offen in ihre Fahrzeuge anstatt CHAdeMO nun CCS einzubauen. So wie BMW in seinen i3 CHAdeMO für den japanischen Markt einbaut. Mit *einem* Standard wird in keiner Weise jemand vom Markt ferngehalten.

Das sehe ich übrigens auch so und habe gestern eine lange Mail an Mitsubishi geschrieben, die genau dieses Problem beschreibt. Ich finde den i-MiEV nach wie vor interessant und er wäre auch ein Top Kandidat auf meiner Wunschliste, wenn er denn kompatibel zu den regional vorhandenen Lademöglichkeiten wäre. Von der jetzigen Steckerausrüstung hat sich der deutsche Markt längst verabschiedet. Klar, wer nur ~15 Autos pro Monat in Deutschland zulässt hat wenig Lust dafür eine eigene Variante zu entwickeln. Mit der Einstellung wird sich an den schwachen Zulassungszahlen aber auch nichts mehr ändern. Ich finde das sehr schade. Gilt natürlich ebenso für alle anderen asiatischen Fahrzeuge. Eine Antwort auf meine Nachricht erwarte ich nicht.

Natürlich würden Triple Lader das Problem lösen. Ich befinde mich immer noch in einem fetten weißen Fleck auf der CHAdeMO Landkarte (kein CHAdeMO im Umkreis von 180 km). Da hat sich die letzten drei Jahre nichts geändert und vermutlich wird sich daran auch nichts mehr ändern. Obwohl - es gab da mal eine CHAdeMO Station in Leipzig und diese wurde abgebaut. Und mit Typ1 kann ich an Ladestationen mit fest installiertem Typ2 Kabel (steigende Anzahl) auch nicht laden. Ein sehr unbefriedigender Zustand, den der Fahrzeughersteller allerdings leicht beheben könnte. Allein es fehlt der Wille. BMW zeigt dass es mit vertretbarem Aufwand möglich ist, sich dem entsprechenden Land anzupassen.
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Re: Ladesäulen/Schnellader an der Autobahn

Beitragvon Chris » So 9. Nov 2014, 08:11

Auch wenn ich mich wiederhole. Warum musste die deutsche Automobilindustrie noch einen neuen DC-Ladestandard (CCS) erfinden wenn es allein mit dem Typ2 auch funktioniert (siehe Tesla). Das macht es doch nur zusätzlich kompliziert allen Hersteller bei der Ladeinfrastruktur gerecht zu werden.
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Re: Ladesäulen/Schnellader an der Autobahn

Beitragvon TeeKay » So 9. Nov 2014, 08:17

Das Problem bei CCS ist nicht der andere Stecker, sondern das andere Protokoll gegenüber Chademo. Einfach die Steckdose zu tauschen, genügt nicht. Zudem ist der CCS-Stecker für 170kW Dauerlast ausgelegt, Teslas Lösung höchstwahrscheinlich nicht.
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Re: Ladesäulen/Schnellader an der Autobahn

Beitragvon stromer » So 9. Nov 2014, 09:48

Selbst die Umrüstung der bestehenden Leaf auf CCS dürfte für Nissan kein größeres Problem darstellen. DC und AC-Steckverbindungen lösen, Einbaurahmen ausbauen, Neuer Rahmen mit CCS-Dose rein und DC-u. AC-Stecker wieder verbinden. Kommunikation für DC läuft dann über CP des AC-Steckers. Dann noch neue Software eingespielt und das Ganze sollte laufen.
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