Ladesäulen für öffentlichen Einsatz - Marken, Typen, Preise

Re: Ladesäulen für öffentlichen Einsatz - Marken, Typen, Pre

Beitragvon Alex1 » So 9. Feb 2014, 14:54

"Schuko: kann Zoe (noch) nicht, ist auch nur bis 10A Ladungen zu empfehlen. Ist nicht Zukunftssicher."

Einspruch:

1) Kann Zoe schon längst, schon vor dem "offiziellen" Notladekabel gab es funzende Lösungen.
2) Geht natürlich auch mit 16A. Muss halt nur vorher geprüft werden.
3) Natürlich zukunftssicher. Schuko ist überall und jederzeit. Und garantiert so zukunftsicher wie E-Autos überhaupt.

"CEE Blau: Da muss man selbst einen Adapter haben oder ein separates Ladekabel gebaut/gekauft haben. Nicht Zukunftssicher."

Einspruch! Heutzutage ist es praktisch ein Muss, Adapter und mobile Wallbox dabei zu haben. Und das gilt sicher für die nächsten 5 Jahre genauso.

"CEE Rot: Man braucht immer einen Adapter oder eine mobile Ladebox."

Richtig! Und genau diese mobile Box ist heute - und sicher für die nächsten 5 Jahre - unentbehrlich für Jeden, der mehr als in 50 km Umkreis fährt, in der Ladesäulendiaspora lebt oder nicht immer zum Zapfen in die Stadt fahren will.

Natürlich ist die multifunktionale Ladesäule die Zukunft. Aber schon allein mit einem CEE-Anschluss, den ja praktisch jeder stationär Gewerbe Treibende zur Verfügung hat, sind die Marktführer von Renault abgedeckt. Und ich denke, all die vielen tausend Pioniere mit ihren Twikes, Mini-/CityEls, Hotzenblitzen, CitySax, E-Golf usw, die kommen sämtlich mit CEE bestens zurecht. Und erst recht die Hunderttausenden von E-Bikes und E-Rollern.

Nichtsdestotrotz, Niks Ding mit dem leicht verständlichen Leitfaden für Gemeinden und Gewerbetreibende ist absolut notwendig (Not wendend). Am besten mit einem Link/SmartTag auf eine aktuelle Seite.
Herzliche Grüße
Alex
Neue Zoe R90 Intens 15" 06/17
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Echten Ökostrom: http://www.ews-schoenau.de/ Fast Alternativlos.
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Re: Ladesäulen für öffentlichen Einsatz - Marken, Typen, Pre

Beitragvon silberstrom » So 9. Feb 2014, 15:21

Ich denke auch, dass die beiden CEE mit in die Liste sollten. Wenn man das richtig anfängt, könnte man allein mit CEE-Anschlüssel eine MENGE an Lademöglichkeiten schaffen. Kann ohne großen finanziellen Aufwand zugänglich gemacht werden und hat fast jeder mind. mittelgroße Betrieb.

Dass das als Nutzer eines modernen Fahrzeugs nicht so angenehm ist, ist klar. Aber ich halte das für einen vertretbaren Aufwand, wenn man mit einem Elektrofahrzeug unterwegs ist, sich damit auseinanderzusetzen.
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Re: Ladesäulen für öffentlichen Einsatz - Marken, Typen, Pre

Beitragvon Kelomat » So 9. Feb 2014, 15:32

Lieschen Müller kauft einen Zoe.

Sie geht zum Händler und will ein Schukoladekabel haben. Weil sie irgendwo gehört hat das man auch den Strom von der ganz normalen Steckdose ins Auto laden kann. Der sagt: Gibt es nicht.
Woher soll sie, die keine Ahnung davon hat, so ein Kabel überhaupt herbekommen?
Wenn sie zu CEE rot kommt wird sie sagen: "Der Sch... Stecker passt nicht rein." Sie Hat keine Ahnung von einer Ladebox und will sich auch nicht damit auseinandersetzen, und schon gar nicht mehr als 500€ investieren.


Sehen wir mal 5 Jahre in die Zukunft:

Die Akkus sind auf 40-80kWh gewachsen.
Eine Ladung mit 2,2kW an Schuko dauert 18-36h. Ist das wirklich Zukunftssicher?
Bei solchen Akkugrößen ist 11kW die Schnarchladung die ich mir aktuell für meinen Leaf wünschen würde.
Das Gleiche gilt für CEE Blau, nur sind es halt 11h bzw. 22h.

Sicher ist eine Schukodose Gold wenn sie einem Strom für die restlichen 5km liefert, auf denen man sonst sein Auto hätte schieben müssen.


Hier geht es ja um einen "Leitfaden für Ladesäulen"

Da gehören nur 2 Sachen rein:
TYP2 als die Günstige Variante, wo jeder Laden kann aber halt nicht Schnell.
Kombisäulen als die Variante die für alle Attraktiv ist, wo auch jeder schneller Laden kann.

Schuko und CEE gehören höchstens am Rande erwähnt, das es dafür Notlösungen gibt.
Hauptauto: Nissan Leaf 2012er mit isolierter Heizung
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Sonst keine fossile Dreckschleuder zur Fortbewegung ;)

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Re: Ladesäulen für öffentlichen Einsatz - Marken, Typen, Pre

Beitragvon tom » So 9. Feb 2014, 15:36

Kelomat hat geschrieben:
Lieschen Müller kauft einen Zoe.

Sie geht zum Händler und will ein Schukoladekabel haben. Weil sie irgendwo gehört hat das man auch den Strom von der ganz normalen Steckdose ins Auto laden kann. Der sagt: Gibt es nicht.
Woher soll sie, die keine Ahnung davon hat, so ein Kabel überhaupt herbekommen?
Wenn sie zu CEE rot kommt wird sie sagen: "Der Sch... Stecker passt nicht rein." Sie Hat keine Ahnung von einer Ladebox und will sich auch nicht damit auseinandersetzen, und schon gar nicht mehr als 500€ investieren.


Sehen wir mal 5 Jahre in die Zukunft:

Die Akkus sind auf 40-80kWh gewachsen.
Eine Ladung mit 2,2kW an Schuko dauert 18-36h. Ist das wirklich Zukunftssicher?
Bei solchen Akkugrößen ist 11kW die Schnarchladung die ich mir aktuell für meinen Leaf wünschen würde.
Das Gleiche gilt für CEE Blau, nur sind es halt 11h bzw. 22h.

Sicher ist eine Schukodose Gold wenn sie einem Strom für die restlichen 5km liefert, auf denen man sonst sein Auto hätte schieben müssen.


Hier geht es ja um einen "Leitfaden für Ladesäulen"

Da gehören nur 2 Sachen rein:
TYP2 als die Günstige Variante, wo jeder Laden kann aber halt nicht Schnell.
Kombisäulen als die Variante die für alle Attraktiv ist, wo auch jeder schneller Laden kann.

Schuko und CEE gehören höchstens am Rande erwähnt, das es dafür Notlösungen gibt.


100% Zustimmung. Sehe ich genau so!
Wallboxen, mobile Lader, Ladekabel und Zubehör in unserem
umfangreichen Onlineshop unter: http://www.schnellladen.ch

Schnelllade-Infrastruktur-Blog: http://www.schnellladen.ch/blog
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Re: Ladesäulen für öffentlichen Einsatz - Marken, Typen, Pre

Beitragvon silberstrom » So 9. Feb 2014, 15:39

Nehmen wir mal theoretisch an:
Bei 20 Unternehmen/etc. wird angefragt.
10 wollen garnicht
9 können CEE zugänglich machen, aber nichts anderes aufstellen
1 kann Typ 2 aufstellen
Würdet ihr hier auf neun Lademöglichkeiten verzichten, damit Lieschen Müller nicht frustriert ist?
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Re: Ladesäulen für öffentlichen Einsatz - Marken, Typen, Pre

Beitragvon Elektrolurch » So 9. Feb 2014, 15:42

Ich will an dieser Stelle nochmal meinen Gedankengang bekräftigen, dass die Investitionskosten für einen einfachen Ladepunkt (z.B. 22kW Typ 2 + Schuko) sehr gering sind, wenn auf Abrechnungsfunktionalität (im Sinne verbauter Technik) verzichtet wird. Dann ist das Ganze schon im Bereich um 2.000,- € inkl. Installation zu bewerkstelligen. Das ist auch für kleine Unternehmen keine zu große Hürde. Das Werbebudget ist oft schon höher und der ROI eines solchen Ladepunkts ist garantiert größer.

Die Argumentation folgt zwei Linien:

1. Für die Mehrkosten, die für einen Ladepunkt mit Abrechnungstechnik anfallen würden, können sehr viele EV sehr oft laden kommen.

2. Der Ladepunkt dient nicht dazu, direkt damit Geld zu verdienen, sondern die eigentliche Dienstleistung gegenüber Mitbewerbern für EV-Fahrer attraktiver zu machen. Die laufenden (Strom-)Kosten gehen wahrscheinlich im Gesamtstromverbrauch des Unternehmens unter. Während der Ladeweile geben die EV-Fahrer/innen ihr Geld im Unternehmen aus.

Kompensationsmöglichkeiten bieten sich dennoch, z.B. über Parkgebühren, Dienstleistungspauschale (ähnlich eines Internetzugangs) oder schlicht über eine Spendenbox.

Den Zugang zum Ladepunkt kann man auch per Schlüssel regeln.
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Re: Ladesäulen für öffentlichen Einsatz - Marken, Typen, Pre

Beitragvon Spüli » So 9. Feb 2014, 15:45

Kelomat hat geschrieben:
Schuko und CEE gehören höchstens am Rande erwähnt, das es dafür Notlösungen gibt.

Sehe ich auch so.
Einfach der Vollständigkeit halber sollte man diese erwähnen. Aber der neue Standard ist nun mal Typ2.

Die Ladeleistung wird bei vielen im Bestand aber durch die maximale Anschlußleistung begrenzt sein. Habe neulich erst was zum Thema "Gleichzeitigkeits-Faktor" gelernt. Wäre in einem Restaurant ja blöd wenn die Sicherungen fliegen, nur weil ein paar Spinner an der Wallbox nuckeln...ihr versteht? Je nach Betriebsgröße ist es auch gar nicht so einfach, diese Lastreserven zu ermitteln.
Der kleinste gemeinsame Nenner wäre somit die 3,7kW Typ2, wobei ich schon 11 oder 22kW bevorzugen würde. Aber in einem Hotel sind mehrere kleine Anschlüsse besser wie nur ein Typ2. Oder würde jemand von Euch den Wagen mitten in der Nacht umparken wollen? Aufgrund des geringen Mehrpreis der Boxen sollten die 22kW aber immer angestrebt werden. Damit könnten dann auch die einphasigen Lader voll bedient werden.
Gruß Ingo
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Re: Ladesäulen für öffentlichen Einsatz - Marken, Typen, Pre

Beitragvon TeeKay » So 9. Feb 2014, 16:21

Ich bin Autor bei einem Verlag, der sich auf hochpreisige Ratgeberliteratur spezialisierte. Der Verlag hat seit 30 Jahren großen Erfolg damit, eben nicht jede Möglichkeit darzustellen und den Leser wählen zu lassen, sondern klipp und klar zu sagen: "Mach es so, ich als Autor habe das für dich schon überprüft. Befasse dich nicht mit irgendwelchem Mist, sondern lies nur kurz, was ich dir schreibe und mach es dann."

Nach meiner Erfahrung gilt: 99% der Leser wollen nicht umfassend informiert werden, keine Hintergründe kennen und schon gar nicht selbst wählen und Verantwortung tragen. Sie wollen nur schnell wissen, was sie tun sollen. Und im Zweifelsfall wollen sie jemanden, der Schuld ist und mental die Verantwortung trägt - nämlich ich als Autor.

Jetzt also anzufangen und einen Katalog an Ladeoptionen anzubieten, wird nicht zum Ziel führen. Das liest niemand. Und schon gar nicht liest jemand alle Alternativen durch und wählt dann unter Abwägung der Vor- und Nachteile die für ihn passende Option aus. Das landet mit dem Gedanken "Zu kompliziert, in 10 Jahren mache ich es vielleicht" im Müll.

In so einer Broschüre muss stehen:

"Installier 22kW Typ2 ohne Abrechnungstechnik und erschließe dir damit einen solventen, ausgabefreudigen Kundenkreis. Und zwar exklusiv: Denn mit hoher Wahrscheinlichkeit bist du der einzige Gastronom/Hotelier/Dorf im Umkreis von 50km, der sowas anbietet.

Das ganze kostet bei WallB-e.com 940 Euro inkl. Mwst. Verschenke den Strom! Denn das ist für dich trotz des verschenkten Stroms billiger als eine Abrechnung des Stroms. Ein durchschnittlicher ELektroautofahrer wird bei dir Strom im Wert von 3 Euro laden. Dafür hast du diesen Kunden mitunter Stundenlang im Restaurant/Laden/Museum - und dort wird er Geld ausgeben.

Selbst an den zentralsten, kostenlosen Ladesäulen in Berlin wurden in drei Jahren nur 5.000kWh geladen, was dich einen Euro pro Tag gekostet hätte. Die Abrechnungstechnik kostet aber schon 1.000 Euro extra zzgl. einer gehörigen jährlichen Pauschale. Eine Abrechnung lohnt sich also für dich nicht und schreckt Elektroautofahrer aufgrund negativer Erfahrungen mit nicht funktionierender Abrechnungstechnik ab.

Sollten Elektroautofahrer dir die Bude einrennen, kannst du später immer noch über die Installation von Abrechnungstechnik nachdenken. Aber glaube mir: Gastronomen, die Ladesäulen aufstellten und den Strom verschenkten, sind hellauf begeistert. Sie haben sich zu zentralen Anlaufstellen für Elektroautofahrer entwickelt und landen deutschlandweit in der Presse. Und alles, was sie taten, ist die Installation einer 940 Euro Box und das Verschenken von Strom im Wert von 1 Euro pro Tag"

Idealerweise fragt man noch Bäcker Schüren und Taste Kitchen (einfühlsam fragen, ihr Restaurant brannte gerade erst ab), ob sie ein positives Statement abgeben wollen, das man als Testimonial mit Foto abdrucken kann.

Und je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr denke ich, das mal selbst machen zu sollen.
Zuletzt geändert von TeeKay am So 9. Feb 2014, 16:27, insgesamt 2-mal geändert.
https://www.facebook.com/ElektroautoImAlltag/
Projekt Stromspeicher im Selbstbau mit BMW i3 & Passat GTE Batterien: http://www.stromspeicher.blog/
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Re: Ladesäulen für öffentlichen Einsatz - Marken, Typen, Pre

Beitragvon Elektrolurch » So 9. Feb 2014, 16:26

@TeeKay: :massa: :thumb:
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Re: Ladesäulen für öffentlichen Einsatz - Marken, Typen, Pre

Beitragvon Elektrolurch » So 9. Feb 2014, 16:34

TeeKay hat geschrieben:
Das ganze kostet bei WallB-e.com 940 Euro inkl. Mwst.

Aktuell sogar nur noch 840,- € für die Wandladestation wallb-e Home 22kW. Das Ding hat sogar 'ne Ethernet Schnittstelle. Aber man braucht auch noch einen Fi Typ B in der Installation, oder? Da kommen also nochmal ca. 550,- € hinzu. Plus Installation.

Trotzdem super billig das Ganze.
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