Ladesäulen für öffentlichen Einsatz - Marken, Typen, Preise

Re: Ladesäulen für öffentlichen Einsatz - Marken, Typen, Pre

Beitragvon energieingenieur » Sa 8. Feb 2014, 17:53

Kelomat hat geschrieben:
Leute wenn ihr Tipps für Ladesäulen gebt denkt bitte nicht nur an euch!

Da gebe ich dir absolut recht!
Kelomat hat geschrieben:
Also bitte nur Kombisäulen fordern. Die können ja nicht um so viel Teurer sein als nur TYP2.

Doch, leider sind die Kombisäulen deutlich teurer. Wenn man will bekommt man AC Typ2 22kW für 1.000-3.000 EUR fix und fertig hin. Wenns hübsch sein soll, dann vll. 3-5.000 EUR. Dafür kaufst du eine Kombisäule Materialseitig allerdings nicht mal ein. Von der Installation gar nicht erst zu sprechen. 22kW sind auch elektrisch deutlich leichter zur Verfügung zu stellen, als 50kW.

Wenn CSS so einfach/preisgünstig machbar wäre, hätten es BMW und VW sicherlich im Rahmen der gigantischen Investitionen in die neue Fahrzeugentwicklung geschafft, dass etwas mehr als 17 Stück CCS-Lader in Deutschland stehen. Dagegen stehen (laut GE-Verzeichnis) 2.319 Typ2-Ladestationen, von denen 1.585 Stück 22kW oder mehr beherrschen. Okay, Typ2 gibt es schon länger, aber daran kann es nicht liegen. Die CHAdeMO-Stationen beschränken sich auch auf 153 Stück und CHAdeMO war vor Typ2 auf dem Markt.

Typ2 22kW ist so gerade noch der Punkt, wo viele Unternehmen sagen: Der Preis ist kein großes Risiko, auch wenn das Projekt floppt. Es genügt etwas Motivation und vll. etwas Werbebudget, um das zu realisieren. Einen Kombi bzw. CCS-Lader stellt man nicht mal eben so auf den Hof. Dieser Invest tut den meisten Unternehmen richtig weh. Ich halte es daher zum heutigen Zeitpunkt mit Typ2 22kW für deutlich einfacher, eine flächendeckende Ladeinfrastruktur aufzubauen, als mit CCS/CHAdeMO.
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Re: Ladesäulen für öffentlichen Einsatz - Marken, Typen, Pre

Beitragvon ATLAN » Sa 8. Feb 2014, 18:25

Wenn es ohne Abrechnungssystem sein darf:

Hersteller:
http://www.keba.com/de/energieautomatio ... ntact-p20/

zB. erhältlich bei:
http://www.conrad.at/ce/de/product/4313 ... archDetail

Dazu passender Edelstahl-Standfuss zur Montage von 2 Boxen:
http://www.conrad.at/ce/de/product/4314 ... P20-Silber

Materialkosten ca. 2000.- excl. für eine Säule mit 2 Typ2-Ports bis 22kW

Übrigens sehr robust & wertig verarbeitet, hab selber so eine vor kurzem erst montiert.

MfG Rudolf
Ab 18-11-2013 Fluence, seit 16-6-2015 MS 85D, seit 16-6-2017 MX 90D :-D Gratis SuC gefällig? :) http://ts.la/rudolf798
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Re: Ladesäulen für öffentlichen Einsatz - Marken, Typen, Pre

Beitragvon kai » Sa 8. Feb 2014, 18:34

Hi,

ich finde die hier für Gemeinden/Kommunen usw. gut, wurden schon mal genannt,
http://www.e8energy.de/leistungen-und-p ... stationen/

CCS, CHAdeMO und 22kw AC in einer Säule !

Anschluß über ne rote CEE32 Drehstromdose (gibts quasi überall in jeder Gemeinde)

Kostet so ca. 17.000€, damit können aber Alle Marken, Alle Fabrikate mit 22kw AC UND DC geladen werden.

Da auf 22kw begrenzt quasi überall "mal schnell" aufgebaut.

Gruß

Kai
BildZOE Zen, CrOhm Box mit 22kw, PV seit 2009 mit Eigenverbrauch und 9,43 kWp (Hausspeicher mit 25 kWh geplant)
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Re: Ladesäulen für öffentlichen Einsatz - Marken, Typen, Pre

Beitragvon stromer » Sa 8. Feb 2014, 18:48

Durch Zufall bin ich vor ein paar Tagen auf einen Pressebericht vom November 2012 gestoßen. Darin wird von einem Hotel im Schwarzwald berichtet, das für seine Gäste kostenloses Laden während des Restaurant- u. Hotelaufenthalts anbietet.
Dieser Ladepunkt war natürlich in keinem Verzeichnis gemeldet. Darauf habe ich den Betreiber per Mail gefragt , ob die Ladestation noch vorhanden ist, welche Steckdosen verbaut sind und ob ich diese in die Verzeichnisse eintragen darf.
Als Antwort teile mir der Besitzer mit daß dort eine Schuko-Steckdose vorhanden ist und in de ganzen Zeit lediglich 2 Tesla-Fahrer vorbeigekommen wären, aber wegen nur Schuko natürlich nicht geladen haben. Diese haben ihm empfohlen zusätzlich noch CEE16A o. 32A zu installieren. Hier ist natürlich alles falsch gemacht worden, was man falsch machen kann. Für den Übernachtungsgast könnte mit einer Ladung mittels Notladekabel sicher noch leben, (Tesla-Fahrer ausgenommen) aber dem Restaurantbesucher nutzt das, bei einer Verweildauer von einer Stunde, nichts.
Was ich festgestellt habe ist, daß man zwar gerne etwas anbieten möchte, aber gar nicht genau weiß, warum das Angebot nicht angenommen wird.
Was hier fehlt ist ein Leitfaden den man zur Verfügung stellt, in dem verständlich beschrieben wird welche Steckdosen und Ladeleistungen Sinn machen. Auflistungen von Wallboxen, Ladesäulen-Verzeichnissen. Wäre es nicht möglich im Rahmen dieses Forums eine PDF-Datei mit allen wichtigen Informationen zusammenzustellen und diese an Hotels und Restaurants zu versenden ?
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Re: Ladesäulen für öffentlichen Einsatz - Marken, Typen, Pre

Beitragvon Spürmeise » Sa 8. Feb 2014, 20:34

stromer hat geschrieben:
Was hier fehlt ist ein Leitfaden den man zur Verfügung stellt, in dem verständlich beschrieben wird welche Steckdosen und Ladeleistungen Sinn machen.

Dazu gibt es im Forum keinen Konsens - es wimmelt ja nur so von hochenergetischen Vorschlägen, die mit notwendiger Neubautrasse für die 20kV-Anbindung zum Restaurant/Hotel Huntertausende Euro kosten.

CEE war eine gute Idee von den Tesla-Gästen.
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Re: Ladesäulen für öffentlichen Einsatz - Marken, Typen, Pre

Beitragvon silberstrom » Sa 8. Feb 2014, 21:21

Das mit dem von stromer vorgeschlagenen pdf finde ich eine gute Idee!
Dazu gibt es im Forum keinen Konsens - es wimmelt ja nur so von hochenergetischen Vorschlägen, die mit notwendiger Neubautrasse für die 20kV-Anbindung zum Restaurant/Hotel Huntertausende Euro kosten.
Das Dokument könnte man doch so gestalten.
"Wenn man mit einem Elektrofahrzeug unterwegs ist, ist man von Zeit zu Zeit auf Strom angewiesen. Dabei ist jede Lademöglichkeit eine Hilfe. Hier eine Übersicht über Anschlüsse, Ladesäulen und Kosten:

- Schuko
Eine Lademöglichkeit ist besser als keine. Eine Steckdose ist ohne große Kosten und ohne großen Aufwand zugänglich zu machen. Je nach Fahrzeug kann das Aufladen aber von 3,5 Stunden (Renault Twizy) bis hin zu 12 Stunden (Nissan Leaf) und darüber hinaus dauern.

usw. usf.

- CEE 16A/230V
- CEE 14A/400V
...
-Typ 2 11 kW
...
Chademo
..."

Für jeden Anschluss die Kosten, die Vor- und Nachteile für den Betreiber, die Vor- und Nachteile für den Aufladenden und weitere Gedanken aufgelistet. So kann sich der Interessent für sein Budget und seine Anforderungen das für ihn passende raussuchen.
silberstrom-am-horizont.de
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Re: Ladesäulen für öffentlichen Einsatz - Marken, Typen, Pre

Beitragvon Alex1 » Sa 8. Feb 2014, 22:54

Gute Ideen, präsumptive Anbieter brauchen wirklich Hilfestellung.
Herzliche Grüße
Alex
Neue Zoe R90 Intens 15" 06/17
So gelingt die Energiewende. Alternativlos.
Echten Ökostrom: http://www.ews-schoenau.de/ Fast Alternativlos.
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Re: Ladesäulen für öffentlichen Einsatz - Marken, Typen, Pre

Beitragvon Elektrolurch » So 9. Feb 2014, 07:01

stromer hat geschrieben:
Was hier fehlt ist ein Leitfaden den man zur Verfügung stellt, in dem verständlich beschrieben wird welche Steckdosen und Ladeleistungen Sinn machen. Auflistungen von Wallboxen, Ladesäulen-Verzeichnissen. Wäre es nicht möglich im Rahmen dieses Forums eine PDF-Datei mit allen wichtigen Informationen zusammenzustellen und diese an Hotels und Restaurants zu versenden ?

Was machen eigentlich so Vereine wie der BEM / Bundesverband eMobilität e.V. oder das Forum ElektroMobilität e.V.? Finden wir uns da irgendwie wieder und vertreten? Wenn nicht, schonmal drüber nachgedacht, einen Verein für EV-Fahrer/innen zu gründen, der unsere Interessen vertritt?
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Re: Ladesäulen für öffentlichen Einsatz - Marken, Typen, Pre

Beitragvon Nik » So 9. Feb 2014, 12:17

Elektrolurch hat geschrieben:
stromer hat geschrieben:
Was hier fehlt ist ein Leitfaden den man zur Verfügung stellt, in dem verständlich beschrieben wird welche Steckdosen und Ladeleistungen Sinn machen. Auflistungen von Wallboxen, Ladesäulen-Verzeichnissen. Wäre es nicht möglich im Rahmen dieses Forums eine PDF-Datei mit allen wichtigen Informationen zusammenzustellen und diese an Hotels und Restaurants zu versenden ?

Was machen eigentlich so Vereine wie der BEM / Bundesverband eMobilität e.V. oder das Forum ElektroMobilität e.V.? Finden wir uns da irgendwie wieder und vertreten? Wenn nicht, schonmal drüber nachgedacht, einen Verein für EV-Fahrer/innen zu gründen, der unsere Interessen vertritt?


Das ist ja genau der Punkt.
Wie im wahren Leben gibt es für alles mögliche irgendwelche Vertreter, die die Interessen vertreten sollen.
Aber seien wir mal ehrlich, kommt es am Ende doch auf die Mitarbeit jedes Einzelnen an.
Mein Ziel in diesem Fred ist es, genau so ein PDF als Vorschlagsliste bereitzustellen.
Nettes vorbereitetes Anschreiben, kleine Liste mit den sinnvollen Möglichkeiten, kleine Liste mit den Preisen, Ansprechpartner für eventuelle Förderungen in der Region etc, etc
Die Details sind stark regionalspezifisch und müssen sowieso vom jeweiligen Forumsmitglied vorbereitet werden.

Die Menschen wollen ja, sie wissen nur nicht wie - siehe Hotelbetreiber von stromer.

Also bitte nicht in Detailkämpfen gegenseitig zerfleischen, ob Typ bla oder CC blubb das bessere Konzept sei.
Das kriegen die großen Autohersteller viel besser hin (das Zerfleischen, meine ich).

Einfach Vorschläge und Fakten sammeln.
Gruß Nik
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Re: Ladesäulen für öffentlichen Einsatz - Marken, Typen, Pre

Beitragvon Kelomat » So 9. Feb 2014, 13:14

kai hat geschrieben:
Hi,

ich finde die hier für Gemeinden/Kommunen usw. gut, wurden schon mal genannt,
http://www.e8energy.de/leistungen-und-p ... stationen/

CCS, CHAdeMO und 22kw AC in einer Säule !

Anschluß über ne rote CEE32 Drehstromdose (gibts quasi überall in jeder Gemeinde)

Kostet so ca. 17.000€, damit können aber Alle Marken, Alle Fabrikate mit 22kw AC UND DC geladen werden.

Da auf 22kw begrenzt quasi überall "mal schnell" aufgebaut.

Gruß

Kai


So etwas hab ich gemeint. Chademo muss ja nicht unbedingt 50kW können.
Ich wäre schon froh über 22 und 11kW Chademos.

Gut die Säule ist deutlich teurer aber für mehr E-Autofahrer attraktiv.

Man muss bei so einen Leitfaden auch an Lieschen Müller denken die mit CEE rot mit keinem Auto was anfangen kann. Das soll in so einen Leitfaden nicht hinein.

mit was können die Heutigen Fahrzeuge was anfangen?

Schuko: kann Zoe (noch) nicht, ist auch nur bis 10A Ladungen zu empfehlen. Ist nicht Zukunftssicher.
CEE Blau: Da muss man selbst einen Adapter haben oder ein separates Ladekabel gebaut/gekauft haben. Nicht Zukunftssicher.
CEE Rot: Man braucht immer einen Adapter oder eine mobile Ladebox.
TYP2: Kann jedes Elektroauto am Markt, aber halt nicht immer die volle Ladeleistung abrufbar.
Chademo: Für die Japaner ;)
CCS: Für die Deutschen ;)

Nur mit Kombisäulen grenzt man keinen aus.

Will ich eine längere Fahrt machen, wäre ich heilfroh wen auf meiner Strecke irgendwo ein Restaurant oder was ähnliches steht was Chademo anbietet mit 11 oder 22kW
Da kann ich eine pause mit Essen einplanen und bekomme auch noch anständig Strom ins Auto.
Wenn der nur TYP2 hat, kann er von mir aus auch eine Schukodose anbieten denn das macht für mich Ladeleistungsmäsig kaum einen Unterschied.
Hauptauto: Nissan Leaf 2012er mit isolierter Heizung
Zweitauto (Von meiner Frau): Citroen Saxo Elektro mit Lithiumakkus
Sonst keine fossile Dreckschleuder zur Fortbewegung ;)

Strom kommt von der PV-Anlage ca. 15kW mit Speicher im Keller
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