Laden auf dem Bauernhof

Laden auf dem Bauernhof

Beitragvon rollo.martins » Sa 5. Apr 2014, 11:40

Hallo allerseits

Es gibt doch dieses tolle YouTube Video, wo sie mit einem E-Smart von Paris nach Le Mans fahren.

Wenn ich mich richtig erinnere, gibt es da eine Szene, wo sie auf einem Bauernhof Strom schnorren. Ok, mit cee 16 einphasig nur etwas langsam...

Frage: Gibt es auf Bauernhöfen eigentlich in der Regel Starkstromanschlüsse? Das wäre gerade beim Überlandfahren u. U. ein interessantes Mittel gegen Ladenot... Und die Ladeweile kann man sich an solchen Orten gut mit einem Spaziergang vertreiben.

Habt Ihr schon Erfahrungen gemacht? In der Schweiz, in Deutschland? Hat man den Hofhund auf Euch gehetzt?

Immerhin könnte man das Ganze ja auch freundlich angehen und für den Strom zahlen oder den Bauern mit Schoggi bestechen, wie sich der Lieferant einer Utensilientasche für den Tesla so schön überlegt hat :-) Oder den Bauern eine Runde fahren lassen :-)

Gruss und danke

R.
Zuletzt geändert von rollo.martins am Sa 5. Apr 2014, 11:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Michael4711 » Sa 5. Apr 2014, 11:45

Bauernhöfe mit Kuhzucht und Melkmaschinen müssten in der Regel CEE 32A haben, da die Maschinen die entspr. Power benötigen.
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Re: Laden auf dem Bauernhof

Beitragvon Spüli » Sa 5. Apr 2014, 11:55

Moin!

Nicht nur Bauernhöfe, sondern auch viele Werkstätten und Lagerhallen dürften über eine CEE-Dose verfügen. Überall dort, wo größere elektrische Geräte betrieben werden sind solche Dosen verbaut. Meist für Schweißgeräte, große Kreissägen und so etwas in de Art. Auch auf Baustellen wird man in der Regel so etwas finden.
Gruß Ingo
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Re: Laden auf dem Bauernhof

Beitragvon rollo.martins » Sa 5. Apr 2014, 11:55

Danke. Die Frage ist dann noch, ob die Dose irgendwo von draußen zugänglich ist. Durch den Stall mit dem Verlängerungskabel ist etwas problematisch ;-)
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Re: Laden auf dem Bauernhof

Beitragvon rollo.martins » Sa 5. Apr 2014, 11:58

Der Hof hätte den Vorteil, daß meistens jemand da ist.

Was mir auch schon aufgefallen ist: Diese Abfallpresscontainer (meist bei größeren Betrieben wie Hotels etc vorhanden und vor allem : gut zu finden, weil gross) sind meist mit cee rot angeschlossen. Aber eben : Mindestens der Hausmeister sollte da schon sein Ok geben, bevor man das Auto anhängt. Und der ist oft nicht da.
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Re: Laden auf dem Bauernhof

Beitragvon mlie » Sa 5. Apr 2014, 13:01

Bauernhöfe haben wie geschrieben immer Drehstrom, auch für das Förderband zum Heuboden oder für das Gebläse. Und diese Dosen sind meistens aussen, also für "unsere" Zwecke sinnvoll nutzbar.

Wer also auf Stromsuche ist, sollte sich an Elektrobetriebe, Metallverarbeitende Betriebe (Schweißen), Sandstrahlbetriebe (33 kW Kompressorleistung ist da ein Witz- ist aber meist Staubig in der Nähe) oder eben Bauenhöfe wenden.
Tischlereien gehen auch, aber die haben meistens Ihre Geräte an festen Orten stehen, so dass sich nicht so häufig Steckdosen in der Nähe einer Aussenwand befinden.

An Bauernhöfen könnte es aber Probleme geben mit der Erdung, da die Altbestände per Vorschrift im TT-System sind - müssten die ZOEisten wie der Energieingenieur mal testen.
110Mm elektrisch ab 11/2012.

Bevor man den 200. Tröt zu einem längst ausdiskutierten Sachverhalt aufmacht, IMMER erstmal die Suche benutzen. Es gibt in diesem Forum KEIN Elektroautothema, welches nicht schon längst abschliessend diskutiert wurde!
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Re: Laden auf dem Bauernhof

Beitragvon herbhaem » Sa 5. Apr 2014, 13:09

Achtung! Manche ältere Installationen haben keinen Nullleiter, da nur ein Drehstrommotor mit wuchtigem Schalter, ohne Schütz, dranhängt (z.B. Jauchepumpe oder Heuaufzug). Für solche Besonderheiten gibt es den Begriff "Bauerndrehstrom".
Gruß aus dem Vorarlberger Rheintal,
Herbert
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Re: Laden auf dem Bauernhof

Beitragvon eW4tler » Sa 5. Apr 2014, 15:01

Beim Laden auf dem Bauerhof sollte man sich vorher einen Eindruck verschaffen wie der Strom zum Drehstromanschluss kommt bzw. wie alt die Elektroinstallation ist. Meist genügt ein Blick in der Verteilerkasten, wo der Anschluss abgesichert ist. Ist das in einem Holzkasten mit Schmelzsicherungen und einem uralten-FI ist Vorsicht geboten.

Grundsätzlich hat aber so gut wie jeder Neubau eines Einfamilienhaus eine CEE-32A oder zumindest einen CEE-16A Drehstromanschluss, da die in der Bauphase gebraucht werden. Wenn man z.B. einen Fließestrich aus dem Silo bekommt, so braucht man dazu einen Drehstomanschluss mit 400V/25A.
Wenn der Hauseigentümer/Elektriker bei der Planung mitgedacht hat, so ist der Anschluss meist in oder in der Nähe der Garage. :-)

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Re: Laden auf dem Bauernhof

Beitragvon rollo.martins » Sa 5. Apr 2014, 17:55

Super, herzlichen Dank für Eure raschen Antworten! Sollte also kein Problem sein. Gut zu wissen.

Bei "Bauerndrehstrom" wird die crOhm Box wohl motzen. Also kaum ein Problem. Abgesehen davon sollte man sich die Sicherungen natürlich anschauen. So ein abgebrannter Bauernhof wäre seehr unschön :-)

Gruss R.
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Re: Laden auf dem Bauernhof

Beitragvon Jogi » So 6. Apr 2014, 17:09

rollo.martins hat geschrieben:

Bei "Bauerndrehstrom" wird die crOhm Box wohl motzen.


Auch wenn man PE und N brückt?
(Ist nicht legal, ich weiß...)
Wenn früher alles besser war,
hätte man's ja auch so lassen können.
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