Ladekarten sind unsicher - wie man auf fremde Rechnung lädt

Re: Ladekarten sind unsicher - wie man auf fremde Rechnung l

Beitragvon Roland81 » Do 28. Dez 2017, 23:23

Angeblich würde Roaming mit anderen Ladenetz Säulen funktionieren.
Da ich, wie gesagt, keine Möglichkeit habe zu testen -> PN, gonium, tho?
Ioni(q)siert seit 18.11.2016 :D
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Re: Ladekarten sind unsicher - wie man auf fremde Rechnung l

Beitragvon SirTwist » Fr 29. Dez 2017, 01:04

Tho hat geschrieben:
Jetzt entsteht entweder durch die Nutzer und durch die Medien ein Druck, dass das Verfahren geändert werden muss


Nein, Tho, der Druck entsteht durch die Dummheit der Anbieter bzw. deren Führungskräfte, die es zugelassen haben, ein derart unsicheres Verfahren überhaupt zu etablieren.

Siehe auch beA.
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Re: Ladekarten sind unsicher - wie man auf fremde Rechnung l

Beitragvon novalek » Fr 29. Dez 2017, 17:51

Sturm im nicht vorhandenen Wasserglas.
Ein Benzinklau ist denkbar "sicherer" für den Dieb.
Ein Ladekartenklau liefert die Hammelbeine gleich mit:
- Fahrzeug steht 1/4 oder 1/1 Stunde am identifizierten Ort
- Fahrzeug hat Kennzeichen oder hinter Frontscheibe lesbare Fahrzeug-ID
- der KlauLader kommt garantiert wieder an den Ladeort zurück, um sein Auto abzuholen.
Ein Leichtes jenen so greifen, schätze mal, Strafrahmen wie beim BenzinKlau, also EinfachTat Geldstrafe, MehrfachTat Haftstrafe.
Die Säulenaufsteller bekommen doch Infos:
- eine Karte mit gleicher ID in München und Flensburg ... geht doch nicht
- eine Widerspruchsmeldung eines Nutzers mit Nachweis seines Bewegungsmusters
- Ladung, die sein Fahrzeug garnicht kann, 50kW-Ladung, obwohl ein ZOE-R240 gemeldet wurde (Übertragsbarkeits-Klausel).
Ähnlich gelagert ist die Problematisierung im Tesla-Fastnet.
Was soll dann die ganze Aufregung überhaupt, wegen 20-40-100 Euro so einen Aufwand und Risiko, direkt geschnappt zu werden ?
Zuletzt geändert von novalek am Fr 29. Dez 2017, 18:08, insgesamt 1-mal geändert.
novalek
 

Re: Ladekarten sind unsicher - wie man auf fremde Rechnung l

Beitragvon Lewis » Fr 29. Dez 2017, 18:03

novalek hat geschrieben:
Was soll dann die ganze Aufregung überhaupt?

Poste hier mal Deine NM ID, frühestens einen Monat später hast'e Stress :)
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Re: Ladekarten sind unsicher - wie man auf fremde Rechnung l

Beitragvon novalek » Fr 29. Dez 2017, 18:22

Lewis hat geschrieben:
Stress :)
Wieso ?
The New Motion blockiert die Ladekarte und schickt dem Kunden gegen einen Kostenersatz von EUR 10 eine neue Karte.
Vor einer Sperrung fragen die die persönlchen Daten (Geburtstag, Wohnort, etc.) ab, wie auch bei der GiroCard, MasterCard usw. Ansonsten ist TNM ein Vermittler; für Zugangs- und Manipulationsangelegenheiten ist der Säulenaufsteller zuständig, also z.B. das Stadtwerk oder dessen Subunternehmer.
Aus Daffke könnte ich ja mal ein Foto meiner Karte reinstellen ...
novalek
 

Re: Ladekarten sind unsicher - wie man auf fremde Rechnung l

Beitragvon Berndte » Fr 29. Dez 2017, 20:00

Damit deine Aussagen glaubwürdig sind, einfach mal ungefragt ein Foto deiner Ladekarte... wenn das alles kein Problem für dich ist, dann mal los.
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Re: Ladekarten sind unsicher - wie man auf fremde Rechnung l

Beitragvon gekfsns » Fr 29. Dez 2017, 21:44

Es reicht auch die Information an welchen Ladesäulen du üblicherweise öffentlich ladest ;) :lol:
Es ist momentan nicht besonders kompliziert sich eine umfangreiche Sammlung von Kartennummer anzueignen, d.h. jedesmal eine neue Nummer mit neuem Opfer. Wo soll da das Entdeckungsrisiko sein ?
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Re: Ladekarten sind unsicher - wie man auf fremde Rechnung l

Beitragvon TMi3 » Sa 30. Dez 2017, 08:04

Die Videoüberwachung im öffentlichen Raum ist grösser als man denkt. Da müsste man zum Laden schon immer die Schilder abschrauben, das fällt auf ...
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Re: Ladekarten sind unsicher - wie man auf fremde Rechnung l

Beitragvon Berndte » Sa 30. Dez 2017, 10:12

Häh?
Also ich tippe auf eine Überwachungsrate von vielleicht 10%, wenn überhaupt.
Meinst du, dass dann zB so CSI-mässig eine Schar von Spezialisten das Videomaterial der umliegenden Geschäfte durchsucht um den 5€ Stromdieb zu erwischen?
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Re: Ladekarten sind unsicher - wie man auf fremde Rechnung l

Beitragvon zoppotrump » Sa 30. Dez 2017, 12:07

Ich sehe das kritischer.

novalek hat geschrieben:
Ein Ladekartenklau liefert die Hammelbeine gleich mit:
- Fahrzeug steht 1/4 oder 1/1 Stunde am identifizierten Ort

Na und? Wer wo lädt wird doch AFAIK nicht in Echtzeit überwacht. Wurde im CCC Vortrag auch gesagt.

novalek hat geschrieben:
- Fahrzeug hat Kennzeichen oder hinter Frontscheibe lesbare Fahrzeug-ID

Na und? Wer sollte das lesen?

novalek hat geschrieben:
- der KlauLader kommt garantiert wieder an den Ladeort zurück, um sein Auto abzuholen.
Ein Leichtes jenen so greifen, schätze mal, Strafrahmen wie beim BenzinKlau, also EinfachTat Geldstrafe, MehrfachTat Haftstrafe.

Solange die Original-Karte nicht gesperrt ist, sollte das nicht auffallen. Und auch danach wäre eine Straftat erstmal zu beweisen.

novalek hat geschrieben:
Die Säulenaufsteller bekommen doch Infos:
- eine Karte mit gleicher ID in München und Flensburg ... geht doch nicht

Und wenn es nicht gleich, sondern zeitversetzt ist?

novalek hat geschrieben:
- eine Widerspruchsmeldung eines Nutzers mit Nachweis seines Bewegungsmusters

Und wenn niemand Widerspruch anmeldet? Ich kenne zig Leute, die nichtmal ihre Kreditkartenabrechnung anschauen, solange die Summe halbwegs plausibel ist. Von Mobilfunk und anderen Verbrauchsrechnungen ganz zu schweigen. Oder denke mal an die ganzen Firmenkunden. Da prüft doch niemand seine Abrechnung in der Zentrale und fragt die Nutzer ob sie an dem und dem Tag dort geladen haben.
Nachweis eines Bewegungsmusters auf welcher Grundlage? Oder wenn Du das nicht kannst.

novalek hat geschrieben:
- Ladung, die sein Fahrzeug garnicht kann, 50kW-Ladung, obwohl ein ZOE-R240 gemeldet wurde (Übertragsbarkeits-Klausel).
Ähnlich gelagert ist die Problematisierung im Tesla-Fastnet.

Bei meiner Ladekarte musste ich nicht angeben, mit welchem Auto ich laden will.

novalek hat geschrieben:
Was soll dann die ganze Aufregung überhaupt, wegen 20-40-100 Euro so einen Aufwand und Risiko, direkt geschnappt zu werden ?

Das ist es eben. Es ist kein Aufwand, sondern sehr einfach.

novalek hat geschrieben:
The New Motion blockiert die Ladekarte und schickt dem Kunden gegen einen Kostenersatz von EUR 10 eine neue Karte.

Da geht´s doch schon los. Wieso soll der Kunde 10€ zahlen? Er hat doch nichts falsch gemacht.

novalek hat geschrieben:
Vor einer Sperrung fragen die die persönlchen Daten (Geburtstag, Wohnort, etc.) ab, wie auch bei der GiroCard, MasterCard usw.

Wenn sie diese Daten abfragen, dann kennen das von mir tausend Leute. Nur ein gemeinsames Geheimnis wie bspw. ein hinterlegtes Passwort wäre sicher.

novalek hat geschrieben:
Ansonsten ist TNM ein Vermittler; für Zugangs- und Manipulationsangelegenheiten ist der Säulenaufsteller zuständig, also z.B. das Stadtwerk oder dessen Subunternehmer.
...

Das klingt schon sehr nach ping-pong-Spiel wer Zuständig ist. Und der Kunde hat erstmal die Rennerei und den Aufwand...
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