Ladeinfrastruktur in Parkhaus, Eure Meinung

Re: Ladeinfrastruktur in Parkhaus, Eure Meinung

Beitragvon flow2702 » Fr 20. Okt 2017, 19:10

EVduck hat geschrieben:
Mag das erste mal sein, 100% Zustimmung für ecopower. M.E. sieht man in dieser Diskussion deutlich, wer Praktiker ist...


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Oder wer mit simplen, nicht zukunftsfähigen Lösungen viel Geld verdienen will...
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Re: Ladeinfrastruktur in Parkhaus, Eure Meinung

Beitragvon ecopowerprofi » Fr 20. Okt 2017, 20:18

flow2702 hat geschrieben:
Oder wer mit simplen, nicht zukunftsfähigen Lösungen viel Geld verdienen will...

Von der Economie scheinst Du nix zu verstehen. Geld kann man nur verdienen, wenn man die Lösungen bietet, die für wenig Geld ein Maximum an Wirtschaftlichkeit erreichen. Ein Parkhausbetreiber will Geld verdienen und nicht ausgeben. 90% der Parkhauskunden kennen den Unterschied zwischen 3,7 und 22 kW gar nicht. Aber die wollen nicht nach einer halben Stunde ins Parkhaus rennen müssen um die Ladesäule frei zu machen. Dass das Sch... ist, erkennen die schon. Die kommen auch nicht mit absolut leerer Batterie dort an. Die wollen nur nach einigen Stunden wieder nach Hause kommen. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn alle Plätze belegt sind muss man die Leistung bei den WB mit Lastmanagement sowieso runterfahren. Der Parkhausbetreiber will nach Möglichkeit alle Plätze belegt haben. Also warum soll er den drei bis vierfachen Preis ausgeben, wenn bei voller Belegung es eh nicht mehr Ladeleistung gibt. Nur damit so ein paar Hansel, wenn es mal ausnahmsweise nicht so voll ist, mit 22 kW laden können. Träum weiter.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: Ladeinfrastruktur in Parkhaus, Eure Meinung

Beitragvon spark-ed » Fr 20. Okt 2017, 20:31

Sehr schöne Zusammenfassung.
Wünschte, alle Anbieter für Ladeinfrastruktur würden ähnlich pragmatisch und lösungsorientiert denken und anbieten.

Da draussen sind aber scheinbar leider überwiegend Theoretiker ohne jegliche Wirtschaftlichkeits- oder Budgetzwänge unterwegs.
An die dadurch im Feld verbockten Lösungen haben wir uns jetzt gewöhnt und glauben dabei noch, das wäre das Maß der Dinge.
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Re: Ladeinfrastruktur in Parkhaus, Eure Meinung

Beitragvon ecopowerprofi » Sa 21. Okt 2017, 06:21

spark-ed hat geschrieben:
Da draussen sind aber scheinbar leider überwiegend Theoretiker ohne jegliche Wirtschaftlichkeits- oder Budgetzwänge unterwegs.
An die dadurch im Feld verbockten Lösungen haben wir uns jetzt gewöhnt und glauben dabei noch, das wäre das Maß der Dinge.

+1 :thumb:
Dadurch wird die E-Mobilität nicht gefördert und voran gebracht sondern ausgebremst.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: Ladeinfrastruktur in Parkhaus, Eure Meinung

Beitragvon flow2702 » Sa 21. Okt 2017, 16:53

spark-ed hat geschrieben:
Sehr schöne Zusammenfassung.
Wünschte, alle Anbieter für Ladeinfrastruktur würden ähnlich pragmatisch und lösungsorientiert denken und anbieten.

Da draussen sind aber scheinbar leider überwiegend Theoretiker ohne jegliche Wirtschaftlichkeits- oder Budgetzwänge unterwegs.
An die dadurch im Feld verbockten Lösungen haben wir uns jetzt gewöhnt und glauben dabei noch, das wäre das Maß der Dinge.


All das was du schreibst, spricht FÜR ein Lastmanagement.
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Re: Ladeinfrastruktur in Parkhaus, Eure Meinung

Beitragvon flow2702 » Sa 21. Okt 2017, 16:57

ecopowerprofi hat geschrieben:
Von der Economie scheinst Du nix zu verstehen. Geld kann man nur verdienen, wenn man die Lösungen bietet, die für wenig Geld ein Maximum an Wirtschaftlichkeit erreichen. Ein Parkhausbetreiber will Geld verdienen und nicht ausgeben. 90% der Parkhauskunden kennen den Unterschied zwischen 3,7 und 22 kW gar nicht. Aber die wollen nicht nach einer halben Stunde ins Parkhaus rennen müssen um die Ladesäule frei zu machen. Dass das Sch... ist, erkennen die schon. Die kommen auch nicht mit absolut leerer Batterie dort an. Die wollen nur nach einigen Stunden wieder nach Hause kommen. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn alle Plätze belegt sind muss man die Leistung bei den WB mit Lastmanagement sowieso runterfahren. Der Parkhausbetreiber will nach Möglichkeit alle Plätze belegt haben. Also warum soll er den drei bis vierfachen Preis ausgeben, wenn bei voller Belegung es eh nicht mehr Ladeleistung gibt. Nur damit so ein paar Hansel, wenn es mal ausnahmsweise nicht so voll ist, mit 22 kW laden können. Träum weiter.


Schlag deine Ideen doch mal einem DSL- oder Mobilfunkanbieter in Bezug auf Datenraten vor!
Ob der dann noch Kunden bekommt ist halt dann die Frage.

Ganz ehrlich: Für garantierte 3,7 kW hol ich das Ladekabel nicht raus.
Und wenn ich auf eine Ladung angewiesen bin, fahr ich woanders hin.

Und spar dir bitte diesen Schwachsinn von wegen drei- bis vierfachen Preis für das Lastmanagement.
(Oder vergleichst du das mit nem Preis für ne Schukodose? Dann hast du dich endgültig disqualifiziert.)
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Re: Ladeinfrastruktur in Parkhaus, Eure Meinung

Beitragvon harlem24 » Sa 21. Okt 2017, 17:11

Wie lange stehst Du im Parkhaus eines Einkaufszentrums?
Ich sag jetzt mal, eher nicht unter 2h. Und dann hast Du auch bei 3,7kW über 7kWh geladen und dass sich normalerweise 50km.
Anreisen über 50km und damit mit komplett leerem Akku anzukommen ist auch eher ungewöhnlich.
Für solche Fälle sollte man als Anbieter noch einen Schnelllader vorhalten.
Für den Parkhausbetreiber reichen aber in den meisten Anwendungsfällen die kleinen Boxen, davon aber möglichst viele, dann gibt es auch keine Zuparkprobleme.
Such mal nach dem E-Auto-Parkhaus in Oslo, dort werden an allen Plätzen 7,4kW, dafür gibt es zusätzlich drei Schnelllader.
Wenn wir über einen Einzehändler/Supermarkt reden, dann braucht's was Schnelleres, für alles wo man länger steht, reichen kleine Leistungen.

P.S.: Wahrscheinlich wirst Du das Kabel noch nicht mal rausholen müssen, denn es ergibt Sinn, zukünftig die Boxen direkt mit Typ2 Kabeln auszustatten...
Gruß

CHris

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Re: Ladeinfrastruktur in Parkhaus, Eure Meinung

Beitragvon eDEVIL » Sa 21. Okt 2017, 17:40

Nicht jeder kann zu hause laden.

da nicht alle gleichzeitig ankommen, dürfte im mittel genug leisrung da sein.

wer 3h da ist und dessen r90 nach 2h fast voll ist.
gibt ja automatisch die Leistung für später ankommende frei.
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"Online" heißt nicht, das ich gerade hier im Forum aktiv bin.

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Re: Ladeinfrastruktur in Parkhaus, Eure Meinung

Beitragvon ecopowerprofi » Sa 21. Okt 2017, 18:15

flow2702 hat geschrieben:
Schlag deine Ideen doch mal einem DSL- oder Mobilfunkanbieter in Bezug auf Datenraten vor!

Du vergleichst Äppel mit Birnen.

flow2702 hat geschrieben:
Ganz ehrlich: Für garantierte 3,7 kW hol ich das Ladekabel nicht raus.

Ist Dein Problem und nicht die des Parkhausbetreibers.

harlem24 hat geschrieben:
Wie lange stehst Du im Parkhaus eines Einkaufszentrums?

Genau diese Frage ist zu beantworten.

harlem24 hat geschrieben:
für alles wo man länger steht, reichen kleine Leistungen.

+1 :thumb:

harlem24 hat geschrieben:
zukünftig die Boxen direkt mit Typ2 Kabeln auszustatten..

Die Kabel gegen Diebstahl zu sichern ist nur ein geringer Aufwand oder man macht die nur sehr kurz (3m) denn dann lohn es sich bei einer 3,7 kW Wallbox gar nicht.

eDEVIL hat geschrieben:
Nicht jeder kann zu hause laden.

Aber das kann doch nicht das Problem des Parkhausbetreibers sein. Vor allem nicht für Nutzer, die aus einem Umkeis von 50 bis 70 km kommen. Für diese Klientel gibt es ja öffentliche Ladesäulen.

eDEVIL hat geschrieben:
da nicht alle gleichzeitig ankommen, dürfte im mittel genug leisrung da sein.

Hab ich schon öffters geschrieben. An einem 32 A Anschluss kann man ohne weiteres neun WB mit 3,7 kW anschliesen. Stichwort: Gleichzeitigkeistfaktor

Es wird hier vergessen, das der Parkhausbetreiber ja das Parkhaus nicht aus Jux und Dollerei gebaut hat. Ein Parkhaus ist meistens an einem Einkaufzentrum angeschlossen. Je länger die Kunden dort verweilen um so mehr Geld geben die aus. Also warum soll er Schnellladesäulen oder ähnliches installieren. Dann hauen die Kunden schneller ab und geben weniger aus. Schaut euch mal ein Supermarkt an. Warum sind Fleisch usw. wohl am anderen Ende als der Eingang. Genau, damit die Kundin (nicht der Kunde) länger im Laden verweilen. Alles super aus geklügelt und dann sollen die im Parkhaus genau das Gegenteil machen.

Als E-mobilisten denkt ihr immer noch als Verbrennerfahrer, die das Verbrennerzeitalter noch im Kopf haben (vorfahren, 2 Min. tanken, fertig) und glauben, dass das der beste und einzigste Weg ist. Laden wenn ich parke ist angesagt. Das Auto steht ca. 90% der Zeit rum und parkt. Mit den größeren Akkus muss man den Akku nicht immer randvoll haben.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: Ladeinfrastruktur in Parkhaus, Eure Meinung

Beitragvon AndiH » So 22. Okt 2017, 08:29

flow2702 hat geschrieben:
Ganz ehrlich: Für garantierte 3,7 kW hol ich das Ladekabel nicht raus.
Und wenn ich auf eine Ladung angewiesen bin, fahr ich woanders hin.


Nochmal, wenn du laden willst fährst du nicht in das Parkhaus, dort fährt man hin zum parken. Dort ist das laden ein "nebenher" Service der so einfach wie nur irgend möglich nutzbar sein sollte. Wenn man erst überlegen muss mit welcher Leistung bei welcher Belegung zu welchem Zeitpunkt und wie lange man laden kann, dann kannst du das auch bleiben lassen. Wenn du für 3,7kW nicht dein Ladekabel raus holen willst nimmst du halt die Parkplätze ohne Strom, wenn du die (längere) Standzeit nutzen willst um ein paar Elektronen nach zu füllen nimmst du den Platz mit Anschluss.
Parkplätze sind das Kerngeschäft im Parkhaus, das laden muss günstig nebenher angeboten werden können und für die gesamte Kundschaft sinnvoll nutzbar sein.
Seit 02/2016 über 1.200 Liter Diesel NICHT verbrannt...
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