Können wir frei wählen, welche Ladestandards wir nutzen?

Re: Können wir frei wählen, welche Ladestandards wir nutzen?

Beitragvon TJ0705 » Di 11. Nov 2014, 11:27

Jogi, das Dumme daran ist nur, daß wieder der kleine Arbeiter und wir alle als Volkswirtschaft diese Ignoranz und Überheblichkeit ausbaden werden. Sonst wäre ich sehr dafür, sie einfach voll vor die Wand laufen zu lassen.
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Re: Können wir frei wählen, welche Ladestandards wir nutzen?

Beitragvon Jogi » Di 11. Nov 2014, 11:30

TJ0705 hat geschrieben:
das Dumme daran ist nur, daß wieder der kleine Arbeiter und wir alle als Volkswirtschaft diese Ignoranz und Überheblichkeit ausbaden werden.

Da hast Du sicher Recht, leider.

Aber ich sehe keine realistische Alternative.
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Re: Können wir frei wählen, welche Ladestandards wir nutzen?

Beitragvon Jogi » Di 11. Nov 2014, 11:40

Und außerdem hoffe ich immer noch, daß irgendwann (hoffentlich noch rechtzeitig) auch in den Vorständen die Einsicht erzwungen wird, das Ruder herumzureissen.

Wenn die Großen es wirklich wollen, und es so rechtzeitig passiert, dass sie auch noch handlungsfähig sind, dann können sie Tesla ganz schnell überflügeln, aber wie gesagt, damit darf man nicht warten, bis einem das Wasser bis zum Hals steht.

Im Moment spüren sie halt noch nicht mal nasse Füße.
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Re: Können wir frei wählen, welche Ladestandards wir nutzen?

Beitragvon mlie » Di 11. Nov 2014, 11:42

Leider, ja.

Ich hätte ja auch gerne den eNV200 von einem deutschen Hersteller gekauft, aber da ist ja NIX im Angebot, mir würde ein Kombi wie früher der VW Passat oder Mercedes W124 als Elektroversion reichen. Oder eben eGolf Kombi. Aber ausser absoluten Kleinwagen für "um den Briefkasten fahren" ist ja NIX im Angebot, was näherungsweise Kangoo/eNV200 oder wenigstens Kombigröße hätte.
Wie bekannt, würde ich mir wünschen, dass sich in Europa CCS flächendeckend durchsetzt, weil es wesentlich mehr Vorteile hat als Scheißdemo (Man merkt eben, dass es in .de noch echte Ingenieure gibt und nicht nur die Schmalspurvariante ( Masters oder Bachelors)). Aber wenn wir uns festlegen müssen, dann eben Scheißdemo, weil die momentane Flotte entweder AC lädt oder Scheißdemo hat.
Aber es muss doch langsam mal ein vernünftiges Angebot kommen. Ansonsten füge ich mit dem eNV200 wieder eine ChadeMo-Bedarfstelle mehr in .de hinzu...
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Re: Können wir frei wählen, welche Ladestandards wir nutzen?

Beitragvon eDEVIL » Di 11. Nov 2014, 11:45

Wäre ja nicht so ungeduldig, wenn es technisch noch nicht gehen würde, aber mit vergleichsweise wneig Geld kann man eine gut nutzbare Infrastruktur schaffen.
Wenn man noch einen Stinker im Haushalt hat, ist amn ncith so unetr Druck, der sich mangels "Freude am Fahren" dafür entschieden hat, seinen letzten verbliebenen Verbrenner vor nem 3/4 Jahr zu verkaufen.

Ich bin bereit Einschränkungen hin zu nehmen, aber wenn bis auf hohle Ankündigungen kaum etwas passiert und das Geld mit beiden händen verpulvert wird, wird man schon etwas stinkig.

Mit 1 Mrd. EUR könnte DE zum echten innovativen Land im Bereich eMobility werden. Eine flächendecken Infrastrutur auf hohen Niveau wäre für die hälte möglich und der Rest geht dann in den öffentlichen Nahverkehr.

Man könnte das auch ohne großartige Investitionnen packen, wenn man die Verbrenner mit zweckgebundenen Aufshclägen versieht, aber da straut sich ja keiner. Kaufsteuer wie in Norwegen und noch etwas aufschlag auf den Sprit und los gehts!
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Re: Können wir frei wählen, welche Ladestandards wir nutzen?

Beitragvon Jogi » Di 11. Nov 2014, 11:51

eDEVIL hat geschrieben:
Kaufsteuer wie in Norwegen und noch etwas aufschlag auf den Sprit und los gehts!


Nur ist da leider die "Demokratie" vor...

Keiner an der politischen Spitze wird so eine Harakiri-Aktion wagen, denn dann wäre nach der nächsten Wahl nicht mal mehr Schwarz-Rot als Koalition möglich.
Dann könnten wir uns auf Blau-Braun einstellen... :evil:
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Re: Können wir frei wählen, welche Ladestandards wir nutzen?

Beitragvon Jogi » Di 11. Nov 2014, 11:57

Uns bleibt eigentlich nur, mit den Füßen abzustimmen und die "Revolution von unten" zu betreiben, auch wenn das eine Eselsgeduld, ein dickes Fell und ein gerüttelt Maß an Starrköpfigkeit und auch Opferbereitschaft erfordert.
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Re: Können wir frei wählen, welche Ladestandards wir nutzen?

Beitragvon TeeKay » Di 11. Nov 2014, 12:05

Gäbe es flächendeckend, sicher verfügbar, mit einheitlichem Bezahlsystem und direkt an Autobahnen ein Schnellladenetz, würde ich auch keinen Tesla kaufen. Ich fuhr auch in den letzten 10 Jahren mit V6 und V8-Motoren gern und oft nur 95 hinter LKW, weil ich ohnehin keinen Zeitdruck habe und lieber entspannt rumgondele. Ich mach auch ständig irgendwelche Pausen, weil ich beim Autofahren immer Unmengen trinke. Bestmarke: 6l Volvic von Berlin nach Frankfurt, pro 100km einen Liter Wasser. Wenn ich also eh alle 100km anhalte und dort 15min Sanifairgutscheine sammle, hat ein Verbrenner gegenüber dem Zoe, Leaf, i3, sonstwas keinen Zeitvorteil mehr. Wenn es denn diese global gesehen billige (24 Mio einmalig + 4 Mio pro Jahr reichen aus, um Bundesstraßen und Autobahnen alle 80km mit Kombiladern auszustatten) Ladeinfrastruktur gäbe.
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Re: Können wir frei wählen, welche Ladestandards wir nutzen?

Beitragvon mlie » Di 11. Nov 2014, 12:29

Na ja, dann bist du eher ein Durchlauferhitzer als ein Autofahrer. ;-)

Den Sprit teurer machen klingt natürlich erstmal toll, vergesst aber nicht, dass es viele Leute gibt, die mit dem Auto gerade so zur Halbtagsarbeit auf 450€ Basis bei KIK&Konsorten kommen, wenn man da jetzt einfach die Preise für Sprit anhebt, werden gerade solche Leute bestraft und die, die mehr als genug Geld haben juckt es immer noch nicht. Und nein, umziehen oder Elektroautokaufen ist nicht die Option der Wahl und die Elektromobilität fördert man so auch nicht!
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Re: Können wir frei wählen, welche Ladestandards wir nutzen?

Beitragvon TeeKay » Di 11. Nov 2014, 12:42

@mlie: Das ist doch kein Argument. Will man Minderheiten schützen, dann schreibt man einfach ins Gesetz, dass 450 Euro Kräfte die Mineralölsteuer direkt von der Einkommenssteuer abziehen dürfen, auch soweit, dass es sogar zu Zahlungen vom Finanzamt an den Steuerzahler kommt. Die Energiesteuern werden ohnehin schon zur Umverteilung genutzt (Rasen für die Rente), da kommt es auf einen weiteren Ausnahme-Tatbestand nicht mehr an.
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