ist ein engmaschiges 22/43 KW AC-Netz unnötig ?

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Beitragvon fdl1409 » Sa 30. Aug 2014, 07:18

Kann die ganze Aufregung nicht verstehen und sehe das völlig anders als die Mehrheit hier.

Aus meiner Sicht ist es völlig unnötig, die Republik engmaschig mit zigtausenden von 22kW-Ladestationen zu überziehen, weil die in ein paar Jahren kein Mensch mehr braucht.

Gehe mal davon aus, daß wir in 5 Jahren Reichweiten von 300km haben. Dann braucht im Nahbereich niemand mehr einen Schnelllader, sondern nur noch auf Langstreckenfahrten, die eigentlich immer über die Autobahn gehen. Wir brauchen dann DC-Schnellladung auf jeder Autobahnraststätte und vielleicht noch entlang Bundesstraßen. Es reicht ein ziemlich grobes Raster von 20-50km.

Bis dahin gibt es den REx. Deshalb habe ich einen REx gekauft, und zwar ohne Schnelllader.
Auch die ganzen Ladeboxen könnt ihr in ein paar Jahren in die Tonne werfen, weil es dann andere Möglichkeiten geben wird. Induktionsladung ist ein Thema, Direktladung von PV-Strom ein anderes. Weshalb jetzt tausende von Euro in Systeme stecken, die nur halbgare Lösungen sind. REx ist derzeit die bessere Lösung, und spätestens der kleine Tesla wird in 3 Jahren zeigen, wohin die Reise geht.

Grüße
Frank

Thema abgetrennt von Thread i3 wegen Unbrauchbarkeit zurückgeben?
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Beitragvon endurance » Sa 30. Aug 2014, 07:27

Du ignorierst aber einen Punkt zumindest ich möchte HEUTE möglichst schon von A nach B kommen ohne einen Verbrenner zu nutzen.
Und da es technisch kein Problem ist einen 22 kW Lader OPTIONAL anzubieten kann man diese durchaus von einer Premiummarke erwarten.

Klar geht der REX, ist eben auch eine Einstellungssache.
Zuletzt geändert von endurance am Sa 30. Aug 2014, 08:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: i3 wegen Unbrauchbarkeit zurückgeben?

Beitragvon Starmanager » Sa 30. Aug 2014, 07:31

22kW Lademoeglichkeiten sind preiswert und fuer Einkaufszentren und Parkhaeuser bestens geeignet wenn die Authersteller auch den Drehstrom unterstuetzen. Dann wird diese Loesung ueberleben. Es ist ja auch ein Kostenfaktor CCS kostet mit 50KW Ladung mehr als 30K EUR und dazu kommt dann noch die Absicherung und die dicken Zuleitungen. Nicht jeder kann und will 85KW ladungen vornehmen. DIe meisten Fahrzeuge werden aus Gewichtsgruenden mit kleinen Akkus ausgestatttet. Oekologisch und Sinnvoll.
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Re: i3 wegen Unbrauchbarkeit zurückgeben?

Beitragvon JuergenII » Sa 30. Aug 2014, 10:05

Starmanager hat geschrieben:
22kW Lademoeglichkeiten sind preiswert und fuer Einkaufszentren und Parkhaeuser bestens geeignet wenn die Authersteller auch den Drehstrom unterstuetzen. Dann wird diese Loesung ueberleben.

Überleben wird in Einkaufszentren, Parkhäusern, Park&Ride Stellplätzen wenn überhaupt der 3,7 kW Ladeanschluss. Abgelöst wird er wenn überhaupt vom Induktionslader. Kein Mensch braucht für seine Einkaufsfahrten 22 kW Lader, zumal das gerade mal 3 Fahrzeuge in Deutschland zur Zeit nutzen.

Und fdl1409 hat doch Recht! Die Akkugrößen werden steigen, und die Reichweiten. Damit reichen Ladestationen an oder in der Nähe von Raststätten aus. Dazu noch eine Handvoll Lader in Gebieten, die über keine Autobahnen verfügen. Zu Hause wird es ähnlich laufen. Die ganzen Wallboxen werden in Zukunft entweder wegfallen (Induktion) oder müssen in Zukunft mit einem Smart Grid ausgestattet sein, der die Stromstärke an den Ladepunkten u.a. der Netzkapazität anpasst. Das wird dazu führen, dass in Wohngegenden mit hohem EV Bestand der Halter froh sein darf wenn er überhaupt mit > 4 kW laden kann.

Habe mir zu Hause auch lange überlegt was ich als Ladestation einbauen werde. Jetzt werden es zwei CEE A32 Dosen, an denen eine mobile Ladebox angeschlossen wird. Damit kann ich alle zur Zeit benötigten Leistungen für alle am Markt befindlichen Fahrzeuge abrufen, habe keine großen Kosten und kann jederzeit auf zukünftige Standards wechseln.

Und nein, heutige E-Fahrzeuge sind bis auf das Model S nicht für weitere Strecken geeignet. Die Zukunft an Autobahnen oder Schnellstraßen lautet DC egal ob CCS, CHAdeMo oder ein dritter Standard. Dass was heute als AC Lader in den Fahrzeugen verbaut wird ist alte überholte Technik. Das werden einige hier nicht so sehen, ist aber so. Wer heute gerne 80% seiner Fahrten mit E-Antrieb unterwegs sein will, für den sind die heutigen EV's konzipiert. Wer meint öfters 300 und mehr Km zu fahren sollte sich im Hybridsegment umsehen oder zu einem sparsamen Diesel - / Erdgas Fahrzeug greifen.

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Re: i3 wegen Unbrauchbarkeit zurückgeben?

Beitragvon Starmanager » Sa 30. Aug 2014, 17:23

Hallo Juergen ich meine mit 22KW Ladesaeulen mit Typ 2 Stecker von Mennekes natuerlich. Die werden sich durchsetzen da drei deutsche Hersteller gemeinsam das unterstuetzen. Dann kann ein BMW i3 z.B mit 7,4 KW laden und ist nach 3-4 Stunden wieder fit. So kann man auch mal zum Einkauf in die naechste Stadt fahren. Ansonsten waere es uebel wenn es nur Schuko Stecker fuer Schneckenladung geben wuerde. Zudem wird im nichtoeffentlichen Bereich nur der Typ 2 Stecker ueberleben der ja mit verschiedenen Stromstaerken belegt sein kann. Inzwischen gibt es ja schon Adapterkabel fuer bestehende Fahrzeuge die dann auch Typ 2 verwenden koennen. Aber lass uns mal die Glaskugel abstauben und ein bisschen orakeln.. :mrgreen:
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Re: i3 wegen Unbrauchbarkeit zurückgeben?

Beitragvon p.hase » Sa 30. Aug 2014, 17:33

TYP2 mit seinen 500+ RFIDs wird sukzessive veröden.
VERKAUFE Notladekabel / WALLBOX original RENAULT 10/14A mit 6m TYP2 Kabel, auch für Smart, BMW, etc.
VERKAUFE 2x ZOE INTENS R240, neuwertige 2016er, je 13900€ inkl. MwSt.
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Re: i3 wegen Unbrauchbarkeit zurückgeben?

Beitragvon Vanellus » Sa 30. Aug 2014, 17:56

p.hase hat geschrieben:
TYP2 mit seinen 500+ RFIDs wird sukzessive veröden.


Die 500+ RFID-Karten werden hoffentlich aussterben.
Aber Typ 2? Warum? Er ist der mit weitem Abstand häufigste Anschluss zum Laden für E-Autos und wenn ich Schuko mal weglasse (Schuko halte ich nicht ernsthaft für eine Möglichkeit, E-Autos zu laden, von Twizy oder vielleicht noch Smart mal abgesehen) dann führt Typ 2 mit über 90% bei den speziellen E-Auto-Lademöglichkeiten. Typ 2 ist seit März 2013 in der EU der offizielle Ladestecker.
Gruß
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Re: i3 wegen Unbrauchbarkeit zurückgeben?

Beitragvon TeeKay » Sa 30. Aug 2014, 18:01

Was haben diese Diskussionen über 22kW und Typ2 mit den i3 Problemen zu tun?
https://www.facebook.com/ElektroautoImAlltag/
Projekt Stromspeicher im Selbstbau mit BMW i3 & Passat GTE Batterien: http://www.stromspeicher.blog/
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Re: i3 wegen Unbrauchbarkeit zurückgeben?

Beitragvon endurance » Sa 30. Aug 2014, 20:57

Nix! Es sollte zumindest ein Bezug zum i3 erkennbar sein. BTW das Hauptproblem ist die Kommunikation und der Kundenservice. Das man nur die 7.4 bekommt war ja beim Kauf klar, dann sollten es aber auch mind 7.4 sein. Die 22kw sind ein Wunsch meinerseits da technisch realisierbar und eigentlich als Aufpreisoption machbar.
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Re: ist ein engmaschiges 22/43 KW AC-Netz unnötig ?

Beitragvon eDEVIL » Sa 30. Aug 2014, 22:29

fdl1409 hat geschrieben:
Gehe mal davon aus, daß wir in 5 Jahren Reichweiten von 300km haben. Dann braucht im Nahbereich niemand mehr einen Schnelllader, sondern nur noch auf Langstreckenfahrten, die eigentlich immer über die Autobahn gehen. Wir brauchen dann DC-Schnellladung auf jeder Autobahnraststätte und vielleicht noch entlang Bundesstraßen. Es reicht ein ziemlich grobes Raster von 20-50km.

Ich gehe auch davon aus, das es in 5 Jahren deutlich mehr Fahrzeuge mit 300km+ NEFZ geben wird, aber das werden längst nicht alles Modelle sein und es soll ja bis dahin >500K Elektroautos auf dt. Straßen sein , um die 1M bis 2020 zu schaffen.

Selbst für eher kurze Strecken bis 200KM hin und zurück, welche nicht zwangsläufig an einer Autobahn vorbei führen müssen, schafft man es mit Scharchladung nicht immer schnell genug nach zu laden bzw. wird die Tolleranz sinken längere Ladezeiten in Kauf zu nehmen.

22KW AC sind dermaßen preisgünstig zu realisieren, das die DC-Säulen-Hardware auf ein viertel des heutigen Preises sinken müßte. Ist das realisitisch innerhalb der nächsten 5 Jahre? Möglich ist es, aber eher nicht wahrscheinlich.

Ein wichtig Punkt bei AC-Ladung ist eine gewissen Unabhängigkeit und weniger Gefahr der "Ausbeutung" der armen Elektroauto fahrer, die "sittenwiedrig" die Stadt verlassen wollen. UNd dann gibt es ja noch die ganzen "Verrückten" die ohne eigene Lademöglichkeit elektroauto fahren wollen... :twisted:

P.S. Mir wäre es nicht im schlimmsten Traum einfeallen einen i3 mit REX und ohne Schnelladeoption zu kaufen.
Sollte in 5 Jahren eine entsprechende CCS-Infrastruktur verfügbar sein, will den doch keiner mehr haben. Könnte sein, das das den jetztige Besitzer "nicht juckt", da er eh nach 3 Jahren verkauft, um ein Model III zu fahren, aber da Nachrüstungen nicht ohne weiteres gehen, ist das doch nicht sehr nachhaltig.
Verwendung korrekter physikalischer Einheiten
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