ist ein engmaschiges 22/43 KW AC-Netz unnötig ?

Re: ist ein engmaschiges 22/43 KW AC-Netz unnötig ?

Beitragvon kai » So 31. Aug 2014, 19:46

Mein Senf:

Nein, es ist jetzt nötig und wird auch später noch gerne genommen werden.

Induktion wird wegen ladeverlusten und Strahlengefahr wohl nur beim Amerikaner ankommen. Der Deutsche ist sparsam und lädt lieber ohne Induktionsverluste.

Da 80% zuhause geladen wird, werden 11kw/22kw an TYP2 zuhause eh bald der Standard sein, für einige ist er es ja heute schon.
Und öffentlich ist es preislich egal, ob man 2 x 3,7 kw oder 2 x 22kw hinstellt (z.B. Bei TheNewMotion)
Also wird demnächst jede Gaststääte, Frisör, Supermarkt usw. eh eine oder mehrere 22kw TYP2 hinstellen. Als Service. On nötig oder nicht.

TYP2 bis 43kw ist ja EU Standard und ALLE modernen Autos können dran laden.

Damit wird es einen
- must have 11 kw bis max. 43kw AC TYP2 Anschluß in jedem Auto geben um an 100.000 enden TYP2 laden zu können, vor allem zuhause
- und einen DC Anschluß für die wenigen sauteuren Autobahn Schnellader

Das hat Tesla heute schon. 22kw AC und DC an den SC. Mit korrekter DC Leistung von 120kw+.
Und das Europa SC-Netzwerk nimmt Formen an.
Ich denke das bei DC Tesla noch eine große Rolle spielen wird.

Schaun wir mal.

Mein nächster wird ein Tesla III mit 22kw AC und 135kw SC :)

Gruß

Kai
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Re: ist ein engmaschiges 22/43 KW AC-Netz unnötig ?

Beitragvon georgk111 » Mo 1. Sep 2014, 22:29

Ich finde das Ziel etwas hochgeschraubt für den jetzigen Zeitpunkt. Hier in Österreich bzw. Wiener Raum suche ich nicht nach 22 oder 43 kW Ladestationen sondern nach IRGEND etwas, was 230V mit zumindest 10 A abgibt. Die Parkhäuser haben wenn es hochkommt 1 oder 2 Ladestationen (sofern sie benutzbar sind), und wenn man doch was findet, hat man wahrscheinlich keine Zahlungsmöglichkeit oder sie sind zugeparkt oder nicht zugänglich.
Das hätte Priorität Nr. 1: breite Zugänglichkeit zu zumindest 16A Steckdosen. Da wäre sogar mit geringem Aufwand Stecken im stromlosen Zustand, Fernschalten per Mobiltelefon oder Abrechnung möglich, auch ohne Typ2 Dose. Und dabei sähe ich gute Möglichkeiten für Parkhäuser, Supermärkte, Einkaufszentren und Lokale mit relativ geringem Leitungsaufwand eine großem Zahl von E-Mobilisten zu befriedigen. Ähnlich verhält es sich mit Heimladestationen - in der Regel werden die derzeitigen Möglichkeiten zwischen 3,7 und 11 kW liegen. Ein Pendler, der 8 Stunden in der Park&Rideanlage steht kommt auf fast 30 kWh, das sollte zunächst reichen. Und wenn ich im Lokal halt noch 2 Kaffe bestelle, damit ich 30 Minuten länger laden kann, umso besser für den Inhaber.

Anders ist es, wenn Schnellladestationen wirklich zum Schnelladen benötigt werden (Autobahn, Bundesstraßen), dort soll ja nicht geparkt sondern möglichst in kürzest möglicher Zeit geladen werden. Ich frage mich, warum man diese Versorgung nicht den Tankstellen überlässt (naja von der Politik anordnen wäre besser). Ob die E-Versorger analog zu Mineralölfimen ein Tankstellennetz aufziehen werden kann ich nicht sagen, aber wahrscheinlich würden sie mehr absetzen, wenn sie Tankstellen "beliefern". Ob jetzt 43kW oder DC ist sekundär, alle gängigen Schnellladesysteme sollten im Idealfall unterstützt werden.

Man müßte halt die timeline kennen bzw. exakt voraussehen können, was sich zu welchem Zeitpunkt durchsetzt. Zuerst flächendeckend ein Minimalangebot 3,7 oder 11kW, dann schwerpunktmäßig die Schnelladestationen. Mit der Verbreitung der E-mobilität wird der Preis der Komponenten sinken und die Lademöglichkeiten dazwischen werden von 3,7 langsam auf 11 und 22 kW steigen, auch ohne viel Zutun.

Begrüßen würde ich einen sanften "Zwang" der EU-Politik, z.B. an Tankstellen zumindest 1 Notladeeinrichtung (3,7kW) anzubieten, und in einem 2. Schritt eine 22kW Leitung nach Möglichkeiten und eigenem Gutdünken auf 1 oder mehrere Ladestationen aufzuteilen (1x22 oder 2x11 oder 6x3,7kW, evtl. mit dynamischer Lastverteilung).

Bis das soweit ist schaue ich mir die Sache mit meinem Ampera an, das reine EV hab ich inzwischen verkauft.
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Re: ist ein engmaschiges 22/43 KW AC-Netz unnötig ?

Beitragvon eDEVIL » Mo 1. Sep 2014, 23:10

georgk111 hat geschrieben:
Ich finde das Ziel etwas hochgeschraubt für den jetzigen Zeitpunkt.

22KW mit Lastmangement ist eine gute Basis. Weniger kostet kaum weniger, aber bringt deutlich weniger.
Ein Pendler, der 8 Stunden in der Park&Rideanlage steht kommt auf fast 30 kWh, das sollte zunächst reichen.

Für große Firmen wäre das noch eine Option, das man für die Pendler in großer Zahle eben Typ2 einphasig mit festem Kabel aufstellt z.B. eien Säule mit 6 Kabeln mittig zwischen 2x3 PArkplätzen angeordnet.

Bis das soweit ist schaue ich mir die Sache mit meinem Ampera an, das reine EV hab ich inzwischen verkauft.

Sehr schade. Was war das für ein Modell?
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Re: ist ein engmaschiges 22/43 KW AC-Netz unnötig ?

Beitragvon georgk111 » Di 2. Sep 2014, 06:18

eDEVIL hat geschrieben:
Bis das soweit ist schaue ich mir die Sache mit meinem Ampera an, das reine EV hab ich inzwischen verkauft.


Sehr schade. Was war das für ein Modell?


War ein REVAi, theoretisch 80km Reichweite halber Verbrauch gegenüber dem Ampera (naja, hatte auch nur 665kg). Ideales Stadtfahrzeug für 2 Personen, sogar für den Wochenendeinkauf ausreichend. Aber mit der geringen Reichweite und der geringen E-Tankstellendichte hab ich praktisch nur zu Hause oder in der Arbeit an dedizierten Ladesteckern geladen. Tja und ein "normales Auto" (=mit nicht beschränkter Reichweite) und ein Elektroauto ist in Wien natürlich unmöglich, weil man nur 1 Parkpickerl kriegen kann pro Person, hab sogar an die Vizebürgermeisterin geschrieben, keine Chance, haben sich nicht einmal mit dem genauen Inhalt meines Schreibens auseinandergesetzt. Ging ja auch nicht um ein Fahrrad.

PS: Eine CEE blau, selbst mit Schütz zum Abschalten vor dem Abstecken kostet keine 100.-, (die Dose selbst ca. 5.95) im Moment kostet eine gute Typ2 Dose das 5-10-fache. Aber ich glaube auch, dass in 3 Jahren der Preis runtergehen wird falls es mehr Installationen gibt. Und dann wird Typ2 einphasig für Langzeitlader die unterste Stufe darstellen. Würde ich aber in der Arbeit auf TYp2 Dose warten, hätte ich gar nichts, so hab ich wenigstens eine Schuko mit 10A und Schloss.
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Re: ist ein engmaschiges 22/43 KW AC-Netz unnötig ?

Beitragvon eDEVIL » Di 2. Sep 2014, 08:02

Ok, REVAi ist technologisch gesehen ein Oldtimer...
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Re: ist ein engmaschiges 22/43 KW AC-Netz unnötig ?

Beitragvon Hasi16 » Do 4. Sep 2014, 14:18

kai hat geschrieben:
Induktion wird wegen ladeverlusten und Strahlengefahr wohl nur beim Amerikaner ankommen. Der Deutsche ist sparsam und lädt lieber ohne Induktionsverluste.

Frauentauglichkeit... Warum denkt niemand an das andere Geschlecht?
Das mit dem Kabel einstecken ist schon besser als Tanken, aber Induktion ist noch bequemer!

Viele Grüße
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Re: ist ein engmaschiges 22/43 KW AC-Netz unnötig ?

Beitragvon Alex1 » Do 4. Sep 2014, 14:44

Frauen können doch Stecker einstecken? Hab ich jedenfalls gehört...duckundganzschnellwech...
Herzliche Grüße
Alex
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Re: ist ein engmaschiges 22/43 KW AC-Netz unnötig ?

Beitragvon Hasi16 » Do 4. Sep 2014, 15:11

Meine Frau tut es aber nicht gerne... sie lädt auch nicht an kostenfreien Säulen, wenn sie mit der Ladung eh noch nach Hause kommt. ("Das unhandliche Kabel", "ist dreckig", "hat geregnet" - irgendwas ist immer)

Meine Oma mochte/konnte auch nicht tanken.

Wer diese Belange nicht berücksichtigt wird die EMobilität niemals in den Massenmarkt führen. Daher sind CEE-Dosen auch nur was für Freaks (was nicht negativ gemeint ist). Aber ist hier vielleicht etwas OT.

Viele Grüße
Hasi16
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Re: ist ein engmaschiges 22/43 KW AC-Netz unnötig ?

Beitragvon PowerTower » Do 4. Sep 2014, 15:44

Wer nicht tanken kann hat auch meist kein Auto. :D Zumindest mit fest installierten Kabeln sollte es keine Ausreden geben. Das induktive Ladesystem bietet in meinen Augen nur einen Vorteil, der aber nicht zu verachten ist - Schutz vor Vandalismus. Wo kein Kabel ist, kann auch keins mutwillig beschädigt oder geklaut werden (Typ1 auf Typ2 bietet keinen Diebstahlschutz). Ein "weniger verblödetes" Volk würde solche Überlegungen überflüssig machen.

Ansonsten gibt es natürlich auch Nachteile, wie z.B. einen geringeren Wirkungsgrad oder größere Zuparkgefahr. Wenn die Ladesäule blockiert ist nimmst du ein längeres Kabel, wenn die Induktionsplatte blockiert ist hast du Pech.
Zuletzt geändert von PowerTower am Do 4. Sep 2014, 15:47, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: ist ein engmaschiges 22/43 KW AC-Netz unnötig ?

Beitragvon Hasi16 » Do 4. Sep 2014, 15:47

PowerTower hat geschrieben:
Wer nicht tanken kann hat auch meist kein Auto. :D Zumindest mit fest installierten Kabeln sollte es keine Ausreden geben. Das induktive Ladesystem bietet in meinen Augen nur einen Vorteil, der aber nicht zu verachten ist - Schutz vor Vandalismus. Wo kein Kabel ist, kann auch keins mutwillig beschädigt oder geklaut werden (Typ1 auf Typ2 bietet keinen Diebstahlschutz). Ein "weniger verblödetes" Volk würde solche Überlegungen überflüssig machen.

Du hast mich überzeugt, dass du meinen Beitrag entweder nicht gelesen oder nicht verstanden hast.

Viele Grüße
Hasi16
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