ist ein engmaschiges 22/43 KW AC-Netz unnötig ?

Re: ist ein engmaschiges 22/43 KW AC-Netz unnötig ?

Beitragvon rolandk » So 31. Aug 2014, 15:01

eDEVIL hat geschrieben:
Für mich stellt sich die große Frage, warum Renault das selbst nicht den "popo hoch bekommt" und den Kangoo auf AC 43KW trimmt


Ich habe immer noch das Gefühl, als wenn die 43kW beim Zoe nie gewollt waren. Vielleicht war es auch so, das die Entwickler kaum einen Preisunterschied zwischen 32A und 63A hatten (ähnlich wie bei den Schützen und Leitungsschutzschaltern). Und da es in Frankreich noch weniger 3Ph-63A gibt konnte man schon mal herausstellen wie zukunftssicher das Fahrzeug ist, ohne selber weiteres dafür machen zu müssen. Anderseits war es keine allzugroße Konkurrenz zu den Verbrennern.
Jetzt, wo man sieht, was möglich ist, bekommen sie evtl. das Flattern und wollen das nach Möglichkeit nicht weiter ausreizen um den Verbrennermarkt nicht zu schädigen.
Das ist für mich die einzige Erklärung, warum Renault den Kangoo nicht mit 43kW auf den Markt bringt.
Eigentlich bleibt einem da nichts anderes, als selbst aktiv zu werden (Stichwort: Booster).

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Beitragvon lingley » So 31. Aug 2014, 15:21

CCS (erste DC 50kW Juni 2013) hat AC43 (seit Januar 2013 einheitlicher EU-Ladestecker) hier in Deutschland durch die hervorragende einflussreiche Lobbyarbeit mit deutschem Steuergeld und dessen Fördermillionen schon überholt :shock: :wand:

AC43er.png

CCS.png

Statistik.png
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Re: ist ein engmaschiges 22/43 KW AC-Netz unnötig ?

Beitragvon ATLAN » So 31. Aug 2014, 16:26

Offenbar kann nur ein Unternehmen, welches von verbrenneraltlasten nicht gehandicapt ist, hier sinnvoll agieren, wie ist sonst erklaerbar, was die etablierten Hersteller hier fuer eine Show abliefern...

Selbst Renault bekleckert sich trotz seiner langen E-mobil historie hier nicht gerade mit Ruhm, siehe Kangoo , langst fällige Erweiterung der Modellpalette oder einen Fluence-Nachfolger...

Irgendwie wollen die ALLE nicht so recht ... :cry:

MfG Rudolf
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Re: ist ein engmaschiges 22/43 KW AC-Netz unnötig ?

Beitragvon lingley » So 31. Aug 2014, 16:37

O.k. wenn ich das Forum so quer lese, bin ich hier anscheinend mit Karlsson der einzige hier, der sich CCS und SuC nicht leisten kann (will) !
Man kann mich nun bedauern oder nicht, aber ein Alltagsauto >25T€ was den "zukunftssicheren" Standart CCS mitbringt und nicht den "veralteten" AC 22/43 o. CHAdeMO, ist für mein Portemonnaie uninteressant.

BTW: April 2013 wäre es fast ein gebrauchter Leaf geworden, scheiterte lediglich an 1000€ und an der Unsicherheit mit dem CHAdeMO Ausbau im Vergleich zur Schnellladung 43kW ZOE und das Botschafter Leaf Programm flatterte eine Woche nach Kaufvertrag Zoe per eMail in mein Postfach - blöd gelaufen !

Heute stellt sich für mich die Situation so dar:
a) 43er gibt es noch weniger als CHAdeMO und CCS
b) CCS wurde vom deutschen Autoherstellen mitentwickelt um Ihre hochpreisigen Autos, nun auch auf dem Sektor eMobility, weiter an den potenten Käufer zu bringen.
c) AC43 wird konsequent in den Förderprojekten (Slam u.s.w) ausgespart, warum wohl ?

06.08.2014 der VDIK dazu:
Zulassungen von Elektro-Pkw schwächeln weiter – Elektromobilität braucht deutliche Kaufanreize

Zur Infrastruktur VDIK-Präsident Lange:
“Bei einseitiger Ausrichtung der Schnellladeinfrastruktur auf CCS besteht die Gefahr, dass eine starke Verunsicherung potentieller Käufer von Elektrofahrzeugen eintritt und das Vertrauen der Bürger in die Elektromobilität insgesamt beschädigt wird. Mehr als ärgerlich wäre dies vor allem für die Autofahrer, die sich bereits sehr frühzeitig ein Elektrofahrzeug angeschafft haben, das über den CHAdeMO-Standard schnellgeladen werden muss.“

Aus wirtschaftlicher Sicht ergeben sich bei einer einseitigen Festlegung auf reine CCS-Schnellladesäulen aufgrund kaum vorhandener kompatibler Elektrofahrzeuge in den nächsten Jahren keine tragfähigen Geschäftsmodelle. Dies werden sicherlich auch mögliche Investoren berücksichtigen müssen.

Eine pragmatische Lösung für alle Elektroautofahrer besteht bereits heute in Form der sogenannten Multicharger (CCS- sowie CHAdeMO-Standard und Typ2), die mittlerweile von vielen Ladesäulenherstellern angeboten werden. Die VDIK-Mitgliedsunternehmen gehen hier mit gutem Beispiel voran, indem sie beispielsweise bei ihren Händlern in den Städten Berlin, Stuttgart und Essen solche Ladesäulen zur öffentlichen Nutzung installiert haben."


Und Richtig "Irgendwie wollen die ALLE nicht so recht ..."

Nach fast fünf Jahren in der rückwärtigen Beobachtung der entwickelnden Gesamtsituation eMobil Umfeld, stelle ich ernüchternd fest, als Otto Normalverdiener "viel zu früh" in eMobility investiert zu haben.
Und hier gebe ich dem PV-Forumsorakel @Tomyy ausnahmsweise recht ... in ein paar Jahren bleibe ich wohl auf meinem teurem Elektroschrott sitzen !
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Re: ist ein engmaschiges 22/43 KW AC-Netz unnötig ?

Beitragvon Spüli » So 31. Aug 2014, 17:17

Moin!
Bei den derzeitigen Akkugrößen hat man mit CCS und Chademo aber noch keinen Vorteil ggü. 22/43kW. Die ladegeschwindigkeit wird ja recht früh bei den Gleichstromladern abgeregelt, das man da ganz schön viel Zeit verliert. Die Drehstromlader regeln erst bei den letzten paar Prozent ab.

Die frage ist einfach, ob in Zukunft mehr Modell mit AC-Lader auf den Markt kommen oder nachgerüstet werden können. Die Infrastruktur in D würde eindeutig solchen Fahrzeugen einen Vorteil bringen. Nur mit CCS und Chademo kann nur auf wenigen Strecken den eigenen Landkreis mal verlassen. Zudem hat man dann beim Ausfall eines einzigen Ladepunktes gleich ein ganz großes Problem. Das Typ2-Netz ist inzwischen in vielen Regionen so gut ausgebaut, das es immer ein paar Ausweichmöglichkeiten gibt. Und genau diese Ausweichmöglichkeiten sind nötig. Daher ist ein dichtes Netz an Ladepunkten so wichtig.
Gruß Ingo
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Re: ist ein engmaschiges 22/43 KW AC-Netz unnötig ?

Beitragvon mlie » So 31. Aug 2014, 17:22

lingley hat geschrieben:
Heute stellt sich für mich die Situation so dar:
a) 43er gibt es noch weniger als CHAdeMO und CCS


Einspruch. Ziehe die defekten ChadeMo und CCS Säulen ab, dann gibt es -vielleicht auch regional bedingt- weniger DC als AC-Schnelladepunkte. Ob eine Schnelladesäule existiert, ist mir eigentlich egal, wenn sie dauerhaft unzuverlässig arbeitet. Wenn man da mit 6% SOC ankommt, bringt mir eine nicht funktionierende Säule genausoviel wie gar keine Säule. Bis 2022 werde zumnindest ich beim Autokauf DC-Säulen als nicht existent betrachten.

Gerade von Renault finde ich enttäuschend, dass Aftersales-Service nicht existent ist und es keine Weiterentwicklung gibt, nicht mal als Ankündigung. Sollen se halt den Quashkai als ZE rausbringen, dann hat man allen anderen Herstellern was Voraus, SUFFs scheinen ja in Mode zu sein.
Zum Kangoo sage ich mal nix, unter heutigen Gesichtspunkten würde es ein NV200 werden, auch wenn der Kangoo besser ausgestattet ist. Da es keine DC-Lademöglichkeit gibt (s.o.), würde gleich das NLG6 dazugeordert werden und dann ist das auch OK. Keine Akkumiete, Schnelladung und Platz - für MICH ideal.

Anscheind hat man bei der ZOE wirklich aus Versehen die 43 kW Ladung eingebaut, nach dem Prinzip "Kann man ja eh nirgendwo nutzen"...
110Mm elektrisch ab 11/2012.

Bevor man den 200. Tröt zu einem längst ausdiskutierten Sachverhalt aufmacht, IMMER erstmal die Suche benutzen. Es gibt in diesem Forum KEIN Elektroautothema, welches nicht schon längst abschliessend diskutiert wurde!
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Re: ist ein engmaschiges 22/43 KW AC-Netz unnötig ?

Beitragvon Alex1 » So 31. Aug 2014, 18:15

Typ 2 ist inzwischen schon so engmaschig, dass es praktisch keine Ladelücken mehr gibt. Zusammen mit CEE rot sind es über 50% aller E-Zapfen: http://www.goingelectric.de/stromtankst ... utschland/

"Andere", eben CCS, ChaDeMo und Tesla, liegen seit Monaten auf FDP-Niveau. Mit abnehmender Tendenz.

Und noch gar nicht mitgezählt sind die Tausenden oder Zehntausenden von CEE-Roten, die (noch) nicht in ein Verzeichnis eingetragen sind. Jede Werkstatt, jeder Autohof, fast jede Tankstelle hat mindestens einen.

Das ist die Realität. Und täglich kommen mehrere neue E-Zapfen dazu.
Herzliche Grüße
Alex
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Re: ist ein engmaschiges 22/43 KW AC-Netz unnötig ?

Beitragvon ATLAN » So 31. Aug 2014, 18:56

Alex1 hat geschrieben:
"Andere", eben CCS, ChaDeMo und Tesla, liegen seit Monaten auf FDP-Niveau. Mit abnehmender Tendenz.


IMHO: Bei einem der 3 denke ich liegst du da ganz falsch, von abnehmender Tendenz keine Spur ... 8-)

MfG Rudolf
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Re: ist ein engmaschiges 22/43 KW AC-Netz unnötig ?

Beitragvon Alex1 » So 31. Aug 2014, 19:33

Klar, Tesla wächst und wächst. Und das ist auch gut so. Trotzdem sind sie noch erst bei 3% der E-Zapfen. Und funktionieren auch nur, weil die Teslas 200 - äh 500 km Reichweite haben.

Tankstellen haben wir um die 14.000 bei Reichweiten der Autos von 600-1.500 km, und selbst das ist in mancher Wallachei etwas wenig.

Mit Typ 2 und CEE rot "offiziell" sind wir jetzt bei 1/8 der Fossil-Zapfen, Tesla liegt bei 1/140.

Da ist noch viel Luft nach oben...
Herzliche Grüße
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Re: ist ein engmaschiges 22/43 KW AC-Netz unnötig ?

Beitragvon eDEVIL » So 31. Aug 2014, 19:34

Alex1 hat geschrieben:
Typ 2 ist inzwischen schon so engmaschig, dass es praktisch keine Ladelücken mehr gibt.

Das mag für bestimmte Regionnen stimmen, aber von engmaschig würde ich da noch nicht reden.
GErade in weniger dicht besiedelten Gebieten, wie MCPomm oder Teile von Niedersachen sieht es sehr weiß auf der Ladkarte aus.
Verwendung korrekter physikalischer Einheiten
"Online" heißt nicht, das ich gerade hier im Forum aktiv bin.

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