ist ein engmaschiges 22/43 KW AC-Netz unnötig ?

Re: ist ein engmaschiges 22/43 KW AC-Netz unnötig ?

Beitragvon lingley » So 31. Aug 2014, 10:39

Tja Schade die Entscheidung der Versorger fast nur 22er zu installieren.
Hier wurde am falscher Ende gespart.
Denn je schneller man laden kann desto weniger werden die 3,7/11/22er auf Strecke angefahren.
Nach wie vor fehlen Fernreise 50kW Trippelladepunkte für die Masse der 20kWh Akkus egal was für ein Anschluß.
Da ist CCS vs. CHADEMO vs. AC43 eine vollkommen unnötige Diskussion.
Da nunmehr leider drei "Standarts" definiert sind braucht es halt alle drei Lademöglichkeiten möglichst an einem Standort.
siehe NL ...
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Re: ist ein engmaschiges 22/43 KW AC-Netz unnötig ?

Beitragvon mlie » So 31. Aug 2014, 10:53

Man muss eben HIER und JETZT zusehen. Wenn in 10 Jahren dicke Akkus und in jedem Ort eine CCS-Säule steht, ist mir der AC-Lader eigentlich egal. Momentan ist es traurig, dass es nur 3 Fahrzeuge auf dem Markt gibt, die ein vollwertiges Ladegerät haben und damit für einen Kauf in Betracht kommen, wenn man die Anforderung "gelegentliche Mittelstrecken" hat. Hier müssen die Hersteller unbedingt nachbessern.

ich finde es erstaunlich, dass die Konsumenten den Herstellern ob ihrer kastrierten, gerade mal mit Havarieladegeräten ausgerüsteten Fahrzeugen nicht ordentlich auf die Füße treten.
Jeder, der sich jetzt bewusst ein Normalladefähiges (=22kW) Auto ohne Ladegerät ordert, hat wohl nicht vor, dieses Auto zu verkaufen, in 4-5 Jahren gibt es kein Geld für nicht 22kW-fähige Fahrzeuge.

Schade, dass jeder hier seine veraltete ChadeMo-Investition als brauchbar empfindet, CCS ist technisch gesehen deutlich besser (Rückspeisung geht damit auch, braucht aber offensichtlich keiner) und diese klobigen ChadeMo-Stecker sind einfach nur unbrauchbar. Man merkt, dass im Heimatland von ChadeMo Frauen nix zu melden haben, die können den Stecker nämlich kaum bedienen. Da ist die Ingenieurskunst aus Deutschland wieder mal Welten besser, das wird man aber auch noch erkennen. Solange wir aber noch die Altlast ChadeMo hier herumfahren haben, müssen eben Dreifachlader mit 43/50/50 her.

Wie dem auch sei, 22kW Normalladung gehört wirklich in JEDES Fahrzeug (ohne Optionsmöglichkeit!), damit die Preise für die Ladegeräte sinken. Wer das dann nicht braucht, freut sich auf einer längeren Ausfahrt trotzdem, und beim Verkauf gibt es statt 6.000 € eben 16.000€. Ist doch auch mal was.

DC-Ladung wird sich vermutlich nie so wirklich ausserhalb der Autobahnen durchsetzen, auch in 15 Jahren vermute ich, dass der 22kW Onboardlader immer dabei sein wird, als Selbstverständlichkeit wie das Lenkrad oder der Blinker. DC-Ladung ergibt nur Sinn bei 50kW oder mehr, alles darunter wird lange Zeit günstiger, zuverlässiger(!!!!!) und sinnvoller über AC abbildbar sein. Wer stand schon mal vor einer defekten DC-Ladesäule, und wer hatte schon mal eine kaputte CEE32-Steckdose?
Das eine schliesst das andere ja nicht aus - ausser bei den veralteten Chademo-Steckern. An der hausfrauentaugliche CCS-Buchse kann ich zu Hause mit 3,7kW über Nacht laden, zu Hause oder im Parkhaus mit 22kW laden, unterwegs (zum Teil auch zu Hause) mit 43kW AC laden oder aber mit 100kW DC.
Sprich, CCS ist für die Hersteller billiger (keine 2 Buchsen) und wird sich deswegen langfristig durchsetzen. Video 2000 war ja auch besser, VHS war billiger - genau das gleiche haben wir jetzt gerade wieder.

Dass so tolle Fahrzeuge wie der Leaf derzeit weder ein Ladegerät noch einen sinnvollen Stecker für DC haben, finde ich einfach Schade, gerade der sehr bequeme Leaf wäre für Langstrecken sehr tauglich, mit 100kW CCS Ladung und beim Essen gehen mit 22kW AC. und Übernacht wie gehabt Havarieladung mit 3,7 kW.

Insofern: Her mit den flächendeckenden 22/43kW AC Ladepunkten, die werden noch mindestens 20 Jahre von Nutzen sein. Unsere aufgabe ist es nur, den Herstellen zu melden, dass ein 22kW Ladegerät in der nächsten Modellverson als selbstverständlich angesehen wird. Alternativ muss da einfach mal ein Hersteller vorpreschen.
110Mm elektrisch ab 11/2012.

Bevor man den 200. Tröt zu einem längst ausdiskutierten Sachverhalt aufmacht, IMMER erstmal die Suche benutzen. Es gibt in diesem Forum KEIN Elektroautothema, welches nicht schon längst abschliessend diskutiert wurde!
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Re: ist ein engmaschiges 22/43 KW AC-Netz unnötig ?

Beitragvon jo911 » So 31. Aug 2014, 11:54

Wenn dann der 60kWh Akku normal ist(also 3x so groß wie heute meist üblich), werde ich zuhause auch mit mindestens der 3fachen Leistung für die Übernacht-Ladung laden wollen. Dann bin ich ja an die Zeitspanne gewöhnt und niemand wird sich verschlechtern wollen. Aber mit Sicherheit will man dann die größere Kapazität des Akkus ausnutzen und nicht mehr jeden Tag anstöpseln. Da ergibt sich ganz automatisch eine Mindestleistung von z.B. 11kW.
Wer im öffentlichen Raum nur ein wenig in die Zukunft denkt, wird größere Leistung bereitstellen. Oder jährlich die Säule erneuern? Auch 50kW sind dann Normalladung!
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Re: ist ein engmaschiges 22/43 KW AC-Netz unnötig ?

Beitragvon eDEVIL » So 31. Aug 2014, 11:57

Die neuesten Versionen vom Chademo-Stecker sind doch kaum noch größer als der CCS Stecker.
Die sind zwar teuerer als der CCS, aber deswegen Chademo zu verteufeln halte ich doch etwas für übertrieben.

Letztendlich ist es mir völlig egal was für ein Stecker ins Fahrzeug muß, solange ich den erwünschten Praxisnutzen habe.
Bzgl. 22KW AC sehe ich es ähnlich. ich kann mich nur wundern, wie man z.B. einen dick ausgestatteten Brabus smart kaufen kann und sowas essentielles wie den 22KW Lader weg läßt.
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Re: ist ein engmaschiges 22/43 KW AC-Netz unnötig ?

Beitragvon rolandk » So 31. Aug 2014, 12:10

jo911 hat geschrieben:
Wenn dann der 60kWh Akku normal ist(also 3x so groß wie heute meist üblich)


genau....

Wenn...

Es werden noch Wetten angenommen, wann es soweit ist.

Den dann in den Zoe und man hätte mindestens 360-400 km Reichweite. Die Infrastruktur im Fahrzeug steht bereits zur Verfügung. Meinetwegen kann es sofort damit losgehen. Dann die Ladetechnik auch noch in den Kangoo.

Aber ich glaube nicht ernsthaft, das so etwas in den nächsten 5-10 Jahren AUF DEN MARKT (!!!) kommt. Vielleicht werden wir erste Muster in dem Zeitraum zu sehen bekommen.

Und bis dahin freue ich mich über jede 43kW Ladesäule, die mir über den Weg kommt.

Und bisher stört es mich überhaupt nicht, wenn ich bei meinen bisherigen Strecken von 200 oder 1200 km nachladen muß. Es entschleunigt enorm und hat mir nebenbei etwas mehr Lebensqualität gegeben.

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Re: ist ein engmaschiges 22/43 KW AC-Netz unnötig ?

Beitragvon TeeKay » So 31. Aug 2014, 13:17

rolandk hat geschrieben:
Aber ich glaube nicht ernsthaft, das so etwas in den nächsten 5-10 Jahren AUF DEN MARKT (!!!) kommt. Vielleicht werden wir erste Muster in dem Zeitraum zu sehen bekommen.

Das kommt spätestens 2018. Tesla produziert inzwischen 1.000 Model S pro Woche (!) und hat trotzdem nach wie vor 4-5 Monate Lieferzeit. Die gleichen 4-5 Monate gabs auch Ende 2013 - damals produzierte Tesla aber nur 200 Stück pro Woche. Die Nachfrage hat sich also binnen Jahresfrist verfünffacht, und das bei einem 100.000 Dollar Fahrzeug. Konkurrenzfähige Angebote werden also in rasantem Tempo angenommen. So wird das auch mit Model 3 sein und die etablierten Hersteller entsprechend unter Druck geraten.
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Re: ist ein engmaschiges 22/43 KW AC-Netz unnötig ?

Beitragvon ATLAN » So 31. Aug 2014, 13:40

Bin ja gespannt, ob die bisherigen großen Hersteller schon vor oder erst punktgenau mit dem Model ­­­3 sinnvolle Modelle bringen, oder auch noch dann weiter abwarten und hoffen das Teslas 3er floppt ... :|

MfG Rudolf
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Re: ist ein engmaschiges 22/43 KW AC-Netz unnötig ?

Beitragvon lingley » So 31. Aug 2014, 13:59

Na dann reden wir doch mal über den 15-25T€ Markt der die Masse anspricht.
Wer in dem Bereich suchen muß, wie ich magelns Knete, kommt kaum an der AC22-43 Lademöglichkeit vorbei, wenn er, wie ich, nur ein Fahrzeug unterhalten kann und auch mal weit über den Tellerrand hinaus fahren will.
Da sehe ich seit zwei Jahren kein anders Fahrzeug am Markt außer Smart und Zoé.
Somit stellt sich die Frage nach "engmaschigem Ladenetz 22/43 unnötig" nicht !
Seit Bekanntwerden der techn.Daten des Zoé sind fast keine 43er installiert worden.
Noch schlimmer, nun konkurrieren AC43 und CCS/Chademo auch noch, weil die deutschen Autobauer für ihre kleinen Akkus den 50kW CCS als Standart für Ihre Stadtautos definiert haben.
Ergo werden AC43/Chademo(Standart in ausländischen Fz) nicht mehr berücksichtigt und CCS in D gefördert.
So sieht Diskriminierung aus ...
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Re: ist ein engmaschiges 22/43 KW AC-Netz unnötig ?

Beitragvon TeeKay » So 31. Aug 2014, 14:05

Gemach, gemach. Meine 43kW Wallbox mit Abrechnungsmöglichkeit ist ja schon in Arbeit. Dann gehts nur noch darum, dass hier jeder engagierte Nutzer in Eigenregie attraktive Standorte sucht und Überzeugungsarbeit leistet.
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Re: ist ein engmaschiges 22/43 KW AC-Netz unnötig ?

Beitragvon eDEVIL » So 31. Aug 2014, 14:18

ATLAN hat geschrieben:
Bin ja gespannt, ob die bisherigen großen Hersteller schon vor oder erst punktgenau mit dem Model ­­­3 sinnvolle Modelle bringen, oder auch noch dann weiter abwarten und hoffen das Teslas 3er floppt ... :|

Ich würde mal tippen, das die Mitbewerber halbwegs ebenbürtige Modelle mit min. 2 Jahre Verspätung bringen werden.
Mag sein, das man zum Erscheinen des Model III dann eben 35-40KWh Akku in dieser Klasse anbieten wird, aber ich erwarte von Elon, das zumindest gegen Aufpreis auch min. 60 kwh Akku beim Model 3 möglich sind.

Für mich stellt sich die große Frage, warum Renault das selbst nicht den "popo hoch bekommt" und den Kangoo auf AC 43KW trimmt und jedem, der ne 24/7 zugängliche 43KW AC auf stellt auch noch 1000 EUR Bonus zahlt.
1000 Ladepunkte für ne Million ist ja fast egschnekt. Denkbar wäre auch ein Modell, das man Ladehardware vergünstigt anbietet mit eben solchen Bedinungen.
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