Induktionsladeverfahren - Für und Wider

Re: Induktionsladeverfahren - Für und Wider

Beitragvon kai » Sa 14. Dez 2013, 09:02

@dkt

in 10 Jahren sind von den bislang verkauften und alternden E-Auto Akkus hunderttausende im 2nd Live als Hausspeicher eingesetzt.

Ich persönlich würde Regelenergie aktuell nur als "Energiesenke" anbieten, also Überschüsse aus Wind und Solar zum Laden meines ZOEs.

Und Regelenergie abzugeben würde ich aktuell nicht, dafür sind gerade die mobilen Speicher heute zu wertvoll. Auch in 10 Jahren wäre mir meine Autobatterie dafür viel zu schade. In 10 Jahren würde ich nur bei extrem guter Bezahlung 20% meines Hausspeichers (Der ein Akku aus einem Nissan Leaf/Tesla/ZOE1 ist) bereitstellen.

Tesla macht es in USA schon vor und bietet Akkupacks als Hausspeicher an. Ob davon Regelenergie bereitgestellt wird, hängt vom Angebot an den Hausspeicher-Besitzer ab :) Bitte um Angebote: 30 ct die kwH ? 40 cent ? Da könnte man drüber reden.

Gruß

Kai
BildZOE Zen, CrOhm Box mit 22kw, PV seit 2009 mit Eigenverbrauch und 9,43 kWp (Hausspeicher mit 25 kWh geplant)
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Re: Induktionsladeverfahren - Für und Wider

Beitragvon Moddy » Sa 14. Dez 2013, 11:04

@ Teekay

Netzstabilisierung durch Akkus lässt sich ja durch verschiedene Methoden erreichen. Man muss hier nicht unbedingt nur mit dem Netz handeln. Eine Möglichkeit zumindest im EFH-Bereich ist sicherlich, wie auch kai sagt, Überschüsse von Sonne und Wind günstig ins Auto zu laden, und falls man dann in sehr hohe Strompreisregionen kommt, und das Auto nicht benötigt (also z.B. 50% Entladung zulässt), kann es für die eigene Stromversorgung zur Verfügung stehen.
Plötzlich werden es deutlich mehr als 4,6 Cent. Heute ist hier das Problem natürlich in nicht vorhandenen Stromtarifen zu suchen. Der Unterschied Tag-/Nachtstrom ist ja für sowas deutlich zu klein. Aber nehmen wir an dass zu Überschussphasen der günstigste Strom für ~7 Cent/kWh zu haben sei (1-2 Cent / kWh sind ja die zu erwartenden Kosten an der Börse bei länger anhaltendem Überschuss von erneuerbarem Strom, vielleicht wird es für solche Phasen auch separate Regelungen für die ganzen Steuern & Co geben), dann lässt sich der verbrauchen, wenn sich der Strompreis wieder in der Nähe von 25+ Cent/kWh bewegt. Schon hätten wir einen Hub von 20 Cent/kWh. :) Ich gebe Dir aber natürlich recht, dass auch das bei heutigen Akku-Preisen eher ein Minusgeschäft wird. In ein paar Jahren kann das aber ganz anders aussehen.

Vielleicht kommt aber auch durch die 2nd-Live-Akkus in Hausspeichern soviel Kapazität zusammen, dass man bei dem aktuell gebremsten Wachstum der Erneuerbaren durch Schwarz-Rot :( , gar nicht mehr besonders was machen muss...
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Re: Induktionsladeverfahren - Für und Wider

Beitragvon dkt » Sa 14. Dez 2013, 14:09

Moddy hat geschrieben:
@ Teekay

Netzstabilisierung durch Akkus lässt sich ja durch verschiedene Methoden erreichen.
Vielleicht kommt aber auch durch die 2nd-Live-Akkus in Hausspeichern soviel Kapazität zusammen, dass man bei dem aktuell gebremsten Wachstum der Erneuerbaren durch Schwarz-Rot :( , gar nicht mehr besonders was machen muss...


Mit dem E-Auto ist die Verteilung und vor allem die Speicherung von Wind- und Sonnenstrom, definitiv einfacher geworden. Da gebe ich Euch allen recht.

Zuerst kann der „Tanker“ den Zeitpunkt so legen (nicht in allen Fällen), dass er dann bevorzugt “tankt“, wenn die Sonne scheint und der Wind bläst.

Zweitens und da nehme ich Euren Hinweis ernst, ist eine Autobatterie mit nur noch 80% Speicher, mehr als gut genug, als gebrauchte Batterie günstig, für einen Hausnetzspeicher, gekauft und weiter verwendet zu werden.

Und zum Schluss kann der Elektroautobesitzer immer noch entscheiden, ob und inwieweit er seinen aktiven Auto „Tank“, teilweise dem Netz auch noch zur Verfügung stellt.

Ich kann mir vorstellen, dass dieses Dreigestirn funktioniert, vorausgesetzt die Politik schafft Rahmenbedingungen.
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Re: Induktionsladeverfahren - Für und Wider

Beitragvon bm3 » Sa 14. Dez 2013, 14:18

dkt hat geschrieben:
...Hallo Klaus,

5% werden wohl mit Induktion im öffentlichen Bereich nicht zu schaffen sein, denn die Positionierung und auch der Luftspalt werden sicherlich Toleranzen haben, für die schon 15% respektabel wären, abgesehen von der Frequenz und Spannung als Variable. Gut ich bin kein Fachmann, aber das ist eine Meinung, die ich mir bis jetzt bilden konnte...


Hallo Dieter,

was soll ich denn aber bei so einem unterirdischen Wirkungsgrad mit so einem System anfangen ? Das ist doch genau aktuell mein Problem !
Nur weil ich zu faul bin zu stöpseln soll ich einfach mal so 15% des elektrischen Stromes zur Umgebungserwärmung verschwenden und die CO2-Bilanz damit wieder deutlich verschlechtern ? Jedenfalls ohne mich ! :shock:
Vielleicht geht das dann besser in den USA zu machen, die sehen das ja traditionell mit der Effizienz lockerer. :lol:

Viele Grüße:

Klaus
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Re: Induktionsladeverfahren - Für und Wider

Beitragvon dkt » Sa 14. Dez 2013, 15:23

bm3 hat geschrieben:
was soll ich denn aber bei so einem unterirdischen Wirkungsgrad mit so einem System anfangen ? Das ist doch genau aktuell mein Problem !
Nur weil ich zu faul bin zu stöpseln soll ich einfach mal so 15% des elektrischen Stromes zur Umgebungserwärmung verschwenden und die CO2-Bilanz damit wieder deutlich verschlechtern ? Jedenfalls ohne mich ! :shock:
Vielleicht geht das dann besser in den USA zu machen, die sehen das ja traditionell mit der Effizienz lockerer. :lol:


Hallo Klaus,

das verstehe ich, ich bin auch nicht sicher bei den Verlusten

VG

Dieter
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Re: Induktionsladeverfahren - Für und Wider

Beitragvon eDEVIL » Sa 14. Dez 2013, 16:09

Hab grad keien Quelle, aber die VErluste sind bei guten Systemen geringer, wenn der Abstand der Übertrager entsprechend gering ist.
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Re: Induktionsladeverfahren - Für und Wider

Beitragvon Kelomat » Sa 14. Dez 2013, 18:19

Wenn ich beim Auto 18% Ladeverluste habe und durch ein Induktives Ladesystem nochmal 15% Verluste habe, dann komme ich auf knapp 70% Gesamtwirkungsgrad....
Hauptauto: Nissan Leaf 2012er mit isolierter Heizung
Zweitauto (Von meiner Frau): Citroen Saxo Elektro mit Lithiumakkus
Sonst keine fossile Dreckschleuder zur Fortbewegung ;)

Strom kommt von der PV-Anlage ca. 15kW mit Speicher im Keller
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Re: Induktionsladeverfahren - Für und Wider

Beitragvon eDEVIL » Sa 14. Dez 2013, 19:55

Na dann mal ein Beispiel: 97% Lader schafft max 22KW

Ein weiterer Wandler formt
den hochfrequenten Spu-
lenstrom wieder in Gleich-
strom um und lädt damit die
Batterie.

Für das so entstehende
Gesamtsystem geben die
Forscher einen Wirkungs-
grad von bis zu 95 Prozent
an.

Quelle PDF
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Re: Induktionsladeverfahren - Für und Wider

Beitragvon bm3 » Sa 14. Dez 2013, 20:35

ja gut, wahrscheinlich das effizienteste Beispiel zur Zeit.Den Verbrauch ab Steckdose kennen wir ja sowieso jetzt schon, im Winter mehr, im Sommer weniger :) , Ladewirkungsgrad ist auch Laderwirkungsgrad x Akkuwirkungsgrad....
Mit den 5% Verlusten dieses Systemes käme ich jedoch sehr gut klar, es beinhaltet ja schon das Ladegerät sogar bidirektional, also V2G!, und das Innovative fehlt mir bis jetzt bei unseren deutschen Herstellern. Da könnten sie zusammen mit Fraunhofer gut punkten und kommt aber nichts von ihnen aktuell. Und man hat die neueste Technik, SiC-Halbleiter, eingesetzt, wie in der Photovoltaik schon üblich. Damit würde man bei einem konventionell aufgebauten Ladegerät etwa 98% Wirkungsgrad erreichen können, also verliert man "nur" etwa 3% gegenüber dem konventionellen Laden und das ist durchaus ok.
So etwas könnte zum Beispiel sehr gut die Firma SMA entwickeln und zuliefern,jetzt !, aber die scheint sich da auch nicht weiter für zu interessieren, vielleicht ein Fehler, die PV-Wechselrichterverkäufe gingen jedenfalls in diesem Jahr zurück.
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