Ich wünschte, hier wäre ein Ladepunkt! ubitricity Aktion

Re: Ich wünschte, hier wäre ein Ladepunkt! ubitricity Aktion

Beitragvon Tho » Do 1. Okt 2015, 15:14

Und was machst du wenn du es offen anbieten möchtest und mit wasserdichter Abrechnung realisieren musst?
Keine Frage, dass es mit Schuko oder Blauen CEE Dosen und einem Spendentopf billiger wäre.
Aber die Alternative ist zur Zeit eher Mennekes mit RFIDS für 2000+ EUR oder eine 4000 EUR Belectric . Schau doch mal was in den Parkhäusern so an den Wänden hängt.
Das hat seine Berechtigung.
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Re: Ich wünschte, hier wäre ein Ladepunkt! ubitricity Aktion

Beitragvon TeeKay » Do 1. Okt 2015, 15:22

Kritisch seh ich es aber, dass ubitricity alles andere als 3,7kW als ineffizient abtut, obwohl die Lade-Effizienz bei 22kW viel höher ist - ganz einfach, weil die Fahrzeugsysteme kürzer aktiv sind. In einem Frankfurter Hotel haben sie so eine 3,7kW-Dose angebracht. Wer dort für eine Nacht mit dem Tesla zur Messe kommt, wird nichtmal volladen können.

Mir fehlt da einfach die Phantasie, dass sich das durchsetzen wird. Im Prinzip bräuchte ja jeder in einer ubitricity-Gegend so ein Kabel. Und die Parkplätze vor den Laternen/Wallboxen müssten für Elektroautos mit ubitricity-Kabel freigehalten werden. Da nicht jede Laterne umrüstbar ist, bräuchte es auch noch normale Ladesäule in der Gegend, die dann für Fahrzeuge mit anderen Zugangsmedien freigehalten werden müssten. Da man aber nicht weiß, ob abends eine ubitricity-Laterne oder eine eBee-Wallbox frei ist, bräuchte man sowohl ubitricity-Kabel als auch Hubject-Zugangsmedien. Und damit wäre das ein Vertrag, ein Zugangsmedium mehr im Sammelsurium, das ich schon besitze. Zusätzlich bräuchte ich das dicke Kabel im Auto und der Vertrag kostet dann auch noch viel.

Würde ich das bei mir in der Garage anbieten wollen, müsste ich jedem Mieter auch so ein Kabel stellen - denn wer gibt schon 500 Euro aus, nur um an meiner Wallbox laden zu können. Und schwupps sind wir bei Preisen, die andere Anbieter auch erreichen.

Also wenn schon Laterne, dann wenigstens eBee. Kostet zwar mehr (aber auch nicht mehr als ubitricity Wallbox + Kabel), ist aber auf kein Spezialkabel angewiesen, roamingfähig und nicht auf Schnarchladung beschränkt.
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Re: Ich wünschte, hier wäre ein Ladepunkt! ubitricity Aktion

Beitragvon Fluencemobil » Do 1. Okt 2015, 15:32

Tho hat geschrieben:
Ich sehe das als eine Möglichkeit in größerer Zahl Ladepunkte "billig" zu realisieren, wo Autos eben lange rumstehen.
Damit ist ubitricity auch angetreten, um Ladeleistungen jenseits der 16A einphasig gings da nie.
Das hat durchaus seine Berechtigung.


Ja wenn es in D den Willen gäbe, richtig viele Ladepunkte zu schaffen, dann müsste man sich so ein Kabel anschaffen bzw. teueren Vertrag abschliesen.
Der doppelte Kabelpreis macht erst Sinn, wenn man dann auch in jeden Parkhaus /Parkplatz laden könnte.
Steht nur die Frage im Raum: Warum nicht gleich 3-phasig 16A?
Oder werden die Ladepunkte immer im 3er Pack installiert? Über 6 Dosen reicht dann aber auch kein 32A Anschluss mehr aus.

Die einzige Change hat das Kabel, wenn große Firmen sehr viele Ladepunkte schaffen wollen. Die Firma spart an den Ladepunkten und wer laden will muss sich ein teures Kabel kaufen.
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Re: Ich wünschte, hier wäre ein Ladepunkt! ubitricity Aktion

Beitragvon Tho » Do 1. Okt 2015, 15:40

Warum sprechen wir eigentlich immer von 1, 2, 5 oder 10 Lademöglichkeiten?
Wenn die Elektromobilität ernsthaft betrieben werden soll, dann braucht ein Parkhaus einfach mal 10-20% Ladeplätze.
Schnelladung brauche ich da nicht unbedingt, wenn ich einen halben oder ganzen Tag Parke.
Eine 22kW Ladung, wo ich dann nach 1-2 Stunden zurückkehren muss und umparken ist da eher kontraproduktiv, da ich den Stromanschluss ja dann auf z.B. 50x22kW auslegen muss.

Was finde ich aktuell vor? 4-5 Anschlüsse, 2 von Carsharern reserviert, wo ich mich dann schon schäme mein Auto mal 6-8h an den verbliebenen Anschlüssen gesteckt zu lassen weil ich sinnlos einen tollen 22kW Ladeplatz zu blockieren.
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Re: Ich wünschte, hier wäre ein Ladepunkt! ubitricity Aktion

Beitragvon Fluencemobil » Do 1. Okt 2015, 16:08

Tho hat geschrieben:
Was finde ich aktuell vor? 4-5 Anschlüsse, 2 von Carsharern reserviert, wo ich mich dann schon schäme mein Auto mal 6-8h an den verbliebenen Anschlüssen gesteckt zu lassen weil ich sinnlos einen tollen 22kW Ladeplatz zu blockieren.


Deshalb ja 3,7kw, da mußt du 6-8h laden und brauchst dich nicht zu schämen. ;)

50x22Kw ist das nicht die Leistung von ca.10 SC? Da wird sicher erst gebuddelt werden müssen. Selbst unser neues Stadion (Multifunktionsarena) in Erfurt braucht einen 3km langen neuen Stromanschluß. Es wird ja dann auch gekocht im Stadion. ;)
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Re: Ich wünschte, hier wäre ein Ladepunkt! ubitricity Aktion

Beitragvon Fluencemobil » Do 1. Okt 2015, 16:09

TeeKay hat geschrieben:
Also wenn schon Laterne, dann wenigstens eBee. Kostet zwar mehr (aber auch nicht mehr als ubitricity Wallbox + Kabel), ist aber auf kein Spezialkabel angewiesen, roamingfähig und nicht auf Schnarchladung beschränkt.


Gibt es für die ebee schon Preise?
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Re: Ich wünschte, hier wäre ein Ladepunkt! ubitricity Aktion

Beitragvon eDEVIL » Do 1. Okt 2015, 18:38

einfache einphasige Punkte haben durchaus ihre Berechtigung, aber wenn schon so ein teures Kabel, dann bitte auch dreiphasig anbieten.

Fürs Parkhaus wäre es besser, wenn man 3er würfel anbaut mit 3 Typ2 Anschlüssen a 3,7 KW. Dann muss dort auch nur ein 5-Adriges Kabel hingelegt werden, man benötigt nur ein Gehäuse etc.

So ein Dreiwürfel muß dann für max. 600 EUR netto zu haben sein.
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Das model kann nur funktioneiren, wenn die Boxen konkurrenzlos günstig sind, da das Geschäft mit den Kabel und der Vertragsbindung gemacht wird.

Für Parkhauslösungen mit groeßr Stückzahl benötigt man auch nicht für jeden ALdepunkt GSM-Kommunikation. Da reicht eine einfach platine für die Anbindung an den Parkhausserver. Da eh kabel gelegt werden müssen, kann man da auch noch LAN-Kabel mit ziehen oder gleich über power-lan gehen.

Ist halt die Frage, was an der Ubni-Lösung dann preisgüsntiger ist, da ja nichts eingespart wird, außer das die Platine etwas einfacher sein kann, aber sowas kostet heute doch kaum etwas mit LAN und allem drum und dran.
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Re: Ich wünschte, hier wäre ein Ladepunkt! ubitricity Aktion

Beitragvon TeeKay » Do 1. Okt 2015, 21:08

eDEVIL hat geschrieben:
Das model kann nur funktioneiren, wenn die Boxen konkurrenzlos günstig sind, da das Geschäft mit den Kabel und der Vertragsbindung gemacht wird.

Du sagst es. ubitricity sagt seit Jahren, dass ihr Entwicklungsziel 100 Euro pro Ladepunkt sind. Wenn sie das hinbekämen, sähe die Sache schon ganz anders aus. Leider sind sie da noch nicht. Und wenn sie da sind, werden ihre Ladepunkte von lauter Freaks aus dem Forum gekauft, die billig an Typ2-Dose mit Aktuator, Schütz und FI kommen wollen. ;-)
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Re: Ich wünschte, hier wäre ein Ladepunkt! ubitricity Aktion

Beitragvon eDEVIL » Do 1. Okt 2015, 21:56

TeeKay hat geschrieben:
Und wenn sie da sind, werden ihre Ladepunkte von lauter Freaks aus dem Forum gekauft, die billig an Typ2-Dose mit Aktuator, Schütz und FI kommen wollen. ;-)

TweakFounding :lol:

Da kommt dann noch die OpenEVSE platine rein und fertig ist der barrierefreie 200 EUR Ladepunkt :twisted:
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Re: Ich wünschte, hier wäre ein Ladepunkt! ubitricity Aktion

Beitragvon gthoele » Fr 2. Okt 2015, 07:27

2 Sachen kann ich noch aus der Gesprächsrunde berichten:

Zur Nutzung fremden Ladepunkte gibt Ubitricity seinen Vertragskunden eine Hubject-Ladekarte mit. Fremdladungen über Hubject tauchen dann gleichberechtigt auf der Rechnung auf.

Ubitricity hat mir gegenüber auf die Frage "geht auch mehr als 3,7kW" gesagt, das es Überlegungen gibt auch leistungsstärkere Systemsteckdosen anzubieten. Das ist ja auch echt kein Hexenwerk, 2 Phasen auf eine vorhandene Buchse aufzulegen (doch ist es - da muß dann ein Drehstromzähler in das Kabel. Hat das Kabel das jetzt schon? Keine Ahnung.)
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